All of me

GeschichteRomanze / P18 Slash
Ingo "Easy" Winter Richard "Ringo" Beckmann
02.01.2020
18.02.2020
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Hallo, ich lese schon längere Zeit die Geschichten zu Unter Uns insbesonders zu Ringsy.
Ich habe mich jetzt mal dazu entschlossen selbst eine zu schreiben bzw ich versuche es mal.
Ich wünsche euch viel Spaß und freue mich über anregende Kritik.



Als Easy in die blaugrauen Augen sah und die Stimme in seinen Ohren ertönte, entglitten im alle Gesichtszüge. Er war hier, heute, zur selben Zeit, in dieser Bar. Das alles konnte nur ein Alptraum sein. Er wünschte sich, dass er gleich aufwachte und in seinem Bett in der 2er WG mit Tobias lag. Doch es passierte nichts. Stattdessen riss ihn die wohl bekannte Stimme aus seiner Schockstarre: „Das ist also dein kleines schmutziges Geheimnis: Du stehst auf Kerle.“

Easy stand einfach nur da und sagte nichts. Wieso musste er ausgerechnet ihm begegnen, Ringo, seinem Erzfeind. Er wusste noch nicht lange, dass er sich zum männlichen Geschlecht hingezogen fühlte und wollte erst selbst damit klar kommen, aber jetzt wo ausgerechnet Ringo von seinem Geheimnis wusste, würde es wohl nicht mehr lange eins bleiben. „Easyyy, hallo?“ , ertönte Ringo´s Stimme. „Was? Du hast eben richtig gesagt: Es ist mein Geheimnis! Also rate ich dir eins Ringo behalt es für dich. Ich möchte selbst entscheiden, wann ich meinen Freunden davon erzähle.“, entgegnete Easy ihm mit Nachdruck. Ringo grinste ihn schelmisch an und machte einen Schritt auf den kleineren zu. Man spürte die Anspannung zwischen den beiden, dass sie nicht die besten Freunde waren. Er kam ihm noch näher, sodass sich seine Lippen in Höhe von Easy´s Ohr befanden. Easy erschauderte als er Ringo´s Atem auf seinem Hals spürte und er flüsterte: „ Dein Geheimnis also…ich erinnere dich nur an damals und deinen Versuch mich mit dem Bild von Yannick und mir zu erpressen. Du hast mich damals auch nicht gefragt, ob ich mich selbst outen möchte.“ Ringo schaute Easy in die Augen, grinste ihn an und verlies ohne ein weiteres Wort die Schwulenbar. Der Dunkelhaarige stand wie angewurzelt da und in seinem Inneren malte er sich die schlimmsten Dinge aus. Was wenn Ringo jetzt in die WG ging und allen erzählte, wen er so eben getroffen hatte und ganz besonders wo. Wieso sollte er es auch nicht verraten, wieso sollte er es für sich behalten. Schließlich waren sie keine Freunde. Er wusste nicht was er machen sollte. Seine Füße trugen ihn geradewegs in die Schillerallee 10 und als er die große WG betrat und er Ringo sagen hörte: „…ja das ist schon krass. Das hätten wir alle nicht von ihm gedacht.“, gingen bei Easy alle Alarmglocken an und er schrie Ringo nur noch an. „Was bist du eigentlich für ein Arschloch. Du nutzt auch jede Gelegenheit um einen bloßzustellen oder? Ich habe dir doch gesagt, es ist meine Sache und ich will das selbst klären und du hast nichts besseres zu tun, als es direkt jedem auf die Nase zu binden.“ „Easy, wovon sprichst du?“, erklang Elli´s Stimme, „Ringo hat uns nur eben von der Sache mit Huber erzählt.“ Alle schauten Easy an und warteten auf eine Antwort. Doch der Braunäugige stand perplex da, ihm fiel keine passende Antwort ein. „ Ach, Easy hatte überlegt, ob er seinen Job als Fotograf an den Nagel hängt“, sprang Ringo für Easy´s Erklärungsnot ein. „Bist du denn bescheuert?“, kam es aus fast allen Mündern gleichzeitig. Easy entspannte sich ein wenig, schaute Ringo an und machte ihm deutlich wie dankbar er war. Der Großgewachsene verstand die Geste und nickte ihm nur zu. Am weiteren Abend wurde noch viel über Easy´s Job als Fotograf gesprochen und welche großen Chancen er damit hatte, wenn er sich ein wenig mehr darauf konzentrieren würde. Am späten Abend als Easy in seiner WG war und auf seinem Bett saß, war er erleichtert und Ringo sehr dankbar, dass er ihm geholfen hatte. Er überlegte, ob er dem Dunkelblonden eine Nachricht schreiben sollte um sich nochmal zu bedanken. Schließlich war das alles nicht selbstverständlich insbesonders nach allem was zwischen den beiden jemals vorgefallen war. Schließlich nahm Easy sein Handy und lies seine Finger schnell und gezielt über das Display gleiten. „Hallo Ringo, sorry das ich dich zu dieser späten Uhrzeit noch störe. Ich hoffe du schläfst noch nicht und wenn doch dann ist dein Handy hoffentlich leise, denn wecken wollte ich dich ganz sicher nicht. Also was ich eigentlich nur sagen wollte ist, dass ich dir wirklich sehr dankbar bin, dass du mir geholfen hast. Auch das du es anscheinend den anderen nicht vorhattest zu sagen. Weißt du, ich weiß noch nicht lange, dass ich auf Kerle stehe und es ist für mich selbst schon alles schwierig genug und wenn ich das alles für mich selbst geregelt habe, werde ich es den anderen erzählen. Ich fände es echt toll, wenn du das Ganze solange für dich behalten könntest. Auch wenn ich damals nicht besser war und das tut mir auch Leid, wirklich, gerade jetzt wo ich mich in einer ähnlichen Situation befinde, merke ich wie Scheiße ich damals war. So jetzt genug genervt, hab einen schönen Abend und schlaf gut.“ Wenige Minuten nach dem er die Nachricht verschickt hatte, gab sein Handy einen bekannten Piepton von sich. Er nahm sein Handy und sah, dass er eine Nachricht erhalten hatte und zwar von Ringo: „Hey, also erst einmal keine Sorge du hast mich nicht geweckt, ich war tatsächlich noch wach. Irgendwie kann ich heute nicht einschlafen, ich glaub es ist mal wieder Vollmond oder so. Und zweitens ich habe schon länger geahnt, dass bei dir etwas im Busch ist. Aber manchmal braucht man eben seine Zeit um zu realisieren was man wirklich will und braucht. Ich kenne das ja damals noch von Yannick und im Endeffekt habe ich ihn verjagt, weil ich mich selbst nicht akzeptieren konnte. Also lass dir Zeit und versuche nicht gegen deine Gefühle, Neigungen anzukämpfen, dass macht dich nur selbst fertig und glücklich wirst du so auch nicht. Ich verspreche dir, ich werde meine Klappe halten, egal wie lange du brauchst um dich zu outen, aber es gibt da eine Bedingung…“ Eine Bedingung, dachte sich der Braunhaarige, was will er den jetzt? Er tippte schnell in sein Handy: „Was denn für eine Bedingung?“ Ungeduldig starrte Easy auf sein Handy, es kam ihm vor als vergingen Stunden bevor das erlösende Piepen erklang und er lediglich die Worte: „Erklär ich dir morgen. Gute Nacht.“ las. Das konnte doch jetzt nicht wirklich Ringo´s Ernst sein. Er lies ihn einfach in der Ungewissheit was er denn von ihm wollte. Easy wusste, er würde diese Nacht kaum zu Ruhe kommen, denn seine Gedanken würden sich immer der Frage beschäftigen, welche Bedingung Ringo hatte um sein Geheimnis für sich zu behalten.
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