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Big Silvester Feeling

KurzgeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Alea der Bescheidene Jean Méchant der Tambour Luzi das L OC (Own Character)
02.01.2020
01.03.2020
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01.03.2020 2.323
 
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„Soll ich die Flasche schon mal aufmachen?", lächelte er mich sanft an und deutete zu der Flasche Rubinsekt in seiner Hand. „Gerne, wir haben nur keine Gläser.“, kicherte ich los. „Egal“, zuckte er nur die Schultern, „Trinken wir eben aus der Flasche“.
„Mhm und knutschen dabei?“, sah ich lächelnd zu ihm.
„Unbedingt sogar.“, strahlten seine Augen.
„Und schauen das Feuerwerk“, seufzte ich und ließ mich mehr gegen seine Seite sinken.
„Mhm? Was ist los?“, fragte er ruhig nach, während er geschickt die Flasche öffnete.
„Es ist wunderschön. Aber wegen mir bist du nicht bei deinen besten Freunden. Die ganze Party ist den Bach runtergegangen.“, überlegte ich. War ich vielleicht sogar schuld, dass die Party so eskaliert war? War ich einfach zu empfindlich? Wobei Jean war wütend auf Natalja gewesen. Hatte selbst gesagt, dass sie eine falsche Schlange war.
„Na und?“, riss er mich aus meinen düsteren Gedanken. „Wenn die so kindisch sind. Außerdem bin ich eh lieber bei dir!“, stellte er direkt klar und küsste meinen Schopf.
„Sicher?“, fragte ich trotzdem nach.
„Oh ja!“, nickte er und ließ keinen Zweifel zu.
„Ich bin glücklich.“, erklärte ich ruhig.
„Ich ebenso. Mit dir, meinem zu Hause.“, lächelte er sanft.
Ich kuschelte mich mehr an ihn und lehnte meine Wange über seiner Jacke an seine Brust. Schloss kurz die Augen und genoss nur einen Moment der Ruhe, als er seinen Arm mehr um mich legte und meine Seite über der Jacke entlang strich.

Von um uns herum hörten wir die ersten Leute aufgeregt von 30 runterzählen. Lächelnd sah ich zu ihm auf und legte meine Hand an seine Wange, während unsere Blicke sich trafen. Wispernd zählten wir für uns runter. Mein ganzer Körper wurde von einer Gänsehaut der Extraklasse überzogen, während Jean mich mehr an sich zog und nun ebenfalls eine Hand an meine Wange legte. Sein Daumen strich über meine Wange, als wir bei „1“ unsere Lippen aufeinanderlegten. Seufzend bewegten wir unsere Lippen gegeneinander und meine Zunge begrüßte die seine, während um uns herum das Feuerwerk ausbrach. In der Ferne hörte ich die Raketen knallen, wobei in mir das Feuerwerk deutlich größer war und sich besser anfühlte.
Ich lächelte an seinen Lippen und fühlte den Kuss kurz nach, ehe wir uns atemlos lösten. „Frohes neues Jahr, mein Schatz!“, sprach ich leise.
„Frohes neues Jahr, mein Baby“, strahlte er mich an und küsste mich nochmal kurz. Lächelnd nahm ich die Flasche Sekt von ihm entgegen und hielt sie etwas hoch, „Auf uns und unser Jahr?“, sah ich überlegend zu ihm. „Auf uns, mein Herz“, nickte er direkt. Wir tranken beide lächelnd einen Schluck, wobei wir jedoch den anderen nicht aus den Augen ließen. Ich kuschelte mich wieder mehr an ihn und sahen beide ruhig in den Himmel, während sein Arm fest um mich lag. Ich schniefte leise, als mir doch ein paar Tränen kamen. Für mich war Silvester schon immer emotional gewesen. Vor allem seit meine Eltern in Norwegen lebten und wir uns nur so selten sahen. War Silvester doch in meiner Kindheit immer ein Familienfest gewesen.

„Auf ein schönes Jahr bald zu dritt.", durchbrach Jean plötzlich die Stille.
„Zu dritt?“, fragte ich völlig verwirrt nach.
„Du, ich... Und der Kater, der uns vielleicht morgen erwartet... Und mich öfter nächstes Jahr", schmunzelte er.
„Dich öfter nächstes Jahr?“, kicherte ich aber nun doch, „Oh Gott ich dachte ich hätte was verpasst.“.
„Nein, Schatz. Nichts verpasst außer Kopfschmerzen", zwinkerte er mir zu und drückte mich mehr an seine Seite.
„Okay.“, schmiegte ich mich auch wieder mehr an seine Seite, während wir dem Feuerwerk zu sahen und hier und da einen Schluck Sekt nahmen.
Mein Handy klingelte und zeigte so den Eingang von neuen Nachrichten. Seufzend zog ich es aus meiner Tasche und wollte es ausschalten, als ich aber auf das Display sah und stockte. Was ich dort las, konnte nicht sein. Ich klickte auf die Nachricht die sich sofort öffnete und mir fiel die Kinnlade runter. Das hier war nicht nur ein Neujahrsgruß.
„Schatz? Was ist los?“, sah Jean zu mir.
„Ines…“, wisperte ich nur.
„Deine Freundin? Was ist mit ihr?“, wirkte auch Jean direkt angespannt.
„Sie hat sich verlobt. Hendrik hat ihr einen Antrag gemacht. Um Mitternacht.“, wisperte ich.
„Oh, das sind doch tolle Neuigkeiten... Oder?", fragte er vorsichtig nach.
„Sie sind erst seit 3 Monaten zusammen.“, erklärte ich leise, während mein Herz sich schmerzhaft zusammenzog.
„Das... Ist sehr früh!", nickte er langsam.
„Ja... aber...“
„Aber?", sah er mich mit hochgezogener Braue an.
„Es ist soooo schön. So romantisch.“
„Findest du? Wieso?", war er sichtlich verwirrt.
„Verlobung. Heiraten... an Silvester.“, seufzte ich.
„Das... Stimmt schon...", nickte er vorsichtig.

„Aber?“, strahlte ich ihn verliebt an.
„Naja, drei Monate wären mir nicht genug um jemanden richtig kennenzulernen. Bzw. um mich selbst auch vorzustellen quasi.", überlegte er.
„Nein das stimmt schon.“, lehnte mich wieder an seine Seite, „Wir sind ja schon ein halbes Jahr zusammen. Aber auswendig kennen wir uns noch nicht.“
„Das stimmt. Aber wir arbeiten dran", legte er den Arm wieder um mich und küsste meine Schläfe, „Und warum hetzen, wenn man es doch genießen kann?"
„Willst du irgendwann mal heiraten? Also das große Ganze? Hochzeit? Kinder? Haus?“, fragte ich nach einem Moment der Stille und nahm noch einen Schluck Sekt.
„Das große Ganze? Ich habe nie wirklich darüber nachgedacht, um ehrlich zu sein. Ich wollte immer ein Haus haben...", spürte ich ihn nicken.
Ich schlucke und nickte dann nur. Sah weiter auf die Raketen die in den Himmel geschossen wurden und dort explodierte und den Nachthimmel erleuchteten.
„Und du?", fragte er ruhig nach.
„Ich hätte gerne das große Ganze... irgendwann meine ich.“, zuckte ich die Schultern.
„Kinder auch?", fragte er weiter nach.
„Irgendwann Ja.“, nickte ich.
„Ah.“, war alles was er antwortete und mir wurde bewusst, dass sich unsere Träume dort grundlegen unterschieden. „Du nicht, oder?“, fragte ich leise nach.
„Ich… bin nicht so der Kindertyp“, bestätigte er mich in meinen Gedanken. „Mhm.“, war alles was ich erwidern konnte.
„Das… Du bist enttäuscht oder?“, fragte er weiter nach und strich meinen Arm entlang.
„Nein. Aber... wir verhüten ja. Keine Frage. Ich setze die Pille auch nicht einfach ab.... aber wenn... sie versagt?“, hakte ich nun doch nach.
„Verlange ich nicht von dir, dass du das Kind abtreiben lässt", war er jedoch ganz ruhig. Küsste meine Schläfe und lehnte seinen Kopf an meinen, während ich nickte. „Aber begeistert wärst du nicht.“, fasste ich zusammen.

„Nicht unbedingt... Das ist eine Verantwortung in die man nicht reingedrückt werden sollte. Also... Das sollte eine bewusste Entscheidung sein... Finde ich.", erklärte er mir seine Sichtweise.
„Ja... das verstehe ich. Aber wenn es danach geht. Sex nur mit Pille und Kondom. Damit die Chance das nichts geschieht höher ist. Ganz sicher.... kannst du nur sein wenn...“, überlegte ich nun fieberhaft.
„Wenn?", fragte er weiter.
„Es keinen Sex gibt.“, schluckte ich und sah auf die letzten vereinzelten Raketen.
„Das will ich auch nicht", seufzte er nun.
„Oder sich einer sterilisieren lässt.“, ließ ich meinen Kopf wieder richtig auf seine Schulter fallen.
„Auch das muss nicht sein", seufzte er erneut.
„Sondern?“, löste ich mich wieder ein Stück um ihm ins Gesicht zu sehen.
„Einfach auf die Pille vertrauen", erklärte er schulterzuckend.
„Okay.“, schlang ich beide Arme um ihn. „Ines heiratet...“, wisperte ich. Direkt drückte er mich fester an sich. „Das freut mich für sie“, überlegte er.
„Mich auch. Sehr sogar.“, gab ich zu. Natürlich freute ich mich für eine meiner besten Freundinnen.
„Aber?“, erkannte er meinen Unterton.
„Kein aber“, zuckte ich die Schultern.
„Was geht dir deswegen denn durch den Kopf?", versuchte er jedoch meine erste Reaktion nachvollziehen zu können.
Ich zuckte die Schultern, „sowas möchte ich auch mal.“
„Heiraten meinst du?", fragte er nach.
„Ja.“, gab ich leise zu.
„Ah...", nickte er und überlegte, „Kirchlich? Oder Standesamt?"
„Am liebsten.... standesamtlich.“, überlegte ich.
„Wirklich?", hakte er jedoch nach.


„Ja Standesamtlich. Aber es gibt doch so schöne Standesämter. Auf einer Burg oder so. Und dann auch nur klein feiern. Mit der engsten Familie. Den engsten Freunden. Nicht riesig.“, gab ich verlegen zu und erzählte ihm einen Teil meiner Phantasie, „Aber ich bin auch so glücklich mit dir.“
„Ich liebe dich auch, Schatz.", küsste er meine Stirn.
„Und wir sind auch ohne Trauschein glücklich. Eine Scheidung ist eh zu teuer.“, zitierte ich eine Arbeitskollegin.
„Scheidung? Was?!", war jedoch Jean nun sichtlich verwirrt.
„Scheidung. Jede dritte Ehe wird doch eh geschieden. Du hast schon recht.“
„Das ist aber sehr pessimistisch...", tadelte er mich leicht.
„Mhm.... aber betrifft uns ja eh nicht.“, zuckte ich die Schultern.
„Schatz", seufzte er an meiner Schulter.
„Ja?“
„Warum machst du das jetzt?", seufzte er weiter. Stützte sein Kinn auf meiner Schulter ab und küsste meine Wange.
„Was denn?“
„Na dieses schlecht reden?"
Ich konnte aber nicht antworten und zuckte nur leicht die Schultern. „Weil du enttäuscht bist?", hakte er nach.
„Wir haben eben andere Vorstellungen.“, erklärte ich ruhig.
„Ist das so schlimm?", suchte er meinen Blick und streichelte meine Wange.
„Nein.“, schüttelte ich den Kopf.
„Aber?", zog er eine Braue hoch.
„Kein aber.“
„Mhm...", murmelte er nur.
„Was denn?“, küsste ich sein Kinn und seinen Mundwinkel.
„Das Gespräch ist nicht sehr ergiebig... Oder zielführend."

„Sag mir doch was du dir wünscht.“, versuchte ich nun herauszufinden.
„Ich will mein Leben mit dir teilen.", antwortete er direkt, wie aus der Pistole geschossen.
„Nur ohne Trauschein?“, fragte ich weiter nach.
„Ich brauche keinen Trauschein um das zu wissen und um zu wissen, dass ich dich über alles liebe", streichelte er meine Wange entlang. Ich dachte über seine Worte nach, als sich ein Lächeln auf meinem Gesicht ausbreitete, „ich liebe dich auch. Sehr sogar“. „
Zum Glück", strahlte er mich an. Seine Augen glitzerten und seine Lippen zierte ein breites, aber sanftes Lächeln.
„Glück?“, fragte ich verwirrt nach.
„Ja. Ich habe richtig viel Glück, dass ich dich habe!", nickte er.
„Und wir finden einen Weg. Wir leben ja sogar in unterschiedlichen Städten.“, stellte ich fest.
„Ganz genau. Wir halten zusammen, wir GEHÖREN zusammen!", nickte er weiter. Ich krabbelte indes einfach rücklings auf seinen Schoß, woraufhin er mich direkt an sich drückte.
„Ich liebe dich eben. Und obwohl du mehr bist als ich mir jemals gewünscht habe...“, seufzte ich.

„Ja?", zog er meine Mütze wieder richtig.
„Irgendwie... bin ich eifersüchtig auf Ines.“, erklärte ich kaum hörbar.
„Weil... Sie verlobt ist?", verstand er mich sofort.
„Ja.“, gab ich noch leiser zu.
„Oh...", war alles was im ersten Moment von ihm als Reaktion kam.
„Aber ich habe ja dich.“, wisperte ich und küsste seine Nasenspitze.
„Ja. Und ich habe dich.", lächelte er mich an.
„Also muss ich nicht eifersüchtig sein.“, erkannte ich, während ich mich mehr an ihn schmiegte.
„Ganz genau. Wir lassen uns eben mehr Zeit.", nickte Jean.
„Oder leben einfach so zusammen. Ohne Kniefall, Ring und einen Nachnamen.“, zuckte ich die Schultern.
Ich hatte doch schließlich eigentlich alles was ich wollte. Jean hier vor mir. Er liebte mich. Ich liebte ihn. Wir verstanden uns blind. Ich fühlte mich geborgen und angekommen bei ihm. Wieso war ich denn trotzdem noch eifersüchtig auf Ines? Nur auf dieses Stück Papier? Oder war es eben doch dieses, „Da muss ich meinen Mann fragen.“? Diese Verbundenheit die die Ehe brachte. Wobei Jean hatte doch Recht. Musste man verheiratet sein, um sich verbunden miteinander zu fühlen? War die Liebe nicht die gleiche?

„Ach Schatz... Wer weiß, was die Zukunft bringt", seufzte er.
„Entschuldige.“, nickte ich schluckend.
„Du musst dich nicht entschuldigen.“
„Wieso?“
„Weil du deine Gedanken und Gefühle aussprechen sollst.", erklärte er und drückte mich fest an sich.
„Du auch.“, sah ich in seine schokobraunen Augen.
„Tue ich doch?", war er nun scheinbar verwirrt.
„Ja auch weiterhin.“, grinste ich.
„Versprochen mein Schatz. Du aber auch."
„Werde ich.“, lehnte ich mich seufzend mehr an ihn. Genoss einen Moment die Hände die über meinen Rücken strichen.
„Gut, danke.", küsste er meinen Schopf über der Mütze, wie ich kichernd bemerkte. Ich begann seinen Nacken entlang zu streichen und lehnte meinen Kopf mehr an seinen an. Woraufhin er mich fester an sich drückte.
„So ist schön", seufzte er nach einem langen Moment.
„Ist dir warm genug?“, sah ich kurz zu ihm.
„Ja. Dir denn auch?", lächelte er mich an und strich meinen Rücken weiter auf und ab.
„Dank dir ja.“, kuschelte ich mich mehr an ihn.
„Gut.“, nickte er zufrieden und verteilte nun kleine Küsschen quer über mein Gesicht, was mich lächeln ließ und die Schmetterlinge in meinem Bauch beflügelte. Ich schlang meine Arme mehr um seinen Nacken und traf seinen Blick.
„Küss mich“, wisperte er nah vor meinem Gesicht und direkt verschloss ich seine Lippen mit meinen. Meine Finger kraulten seinen Nacken und er strich durch meine Haare die aus der Mütze hinauslugten und meine Wange entlang.

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Hallo liebe Leser,
danke, dass ihr auch in dieser Kurzgeschichte, diesem Special, was viel zu spät fertig wurde, Spaß hattet. Ihr mit dabei wart!
Der größte Dank, geht wie immer, an meine Review Schreiber! Tausend Dank an euch! Ohne euch, würde ich wohl nicht schreiben. Ist es doch die größte Motivation, weiterzuschreiben.
Danke an die Sternchengeber!
Danke auch an all die Schwarzleser. Wobei mich schon interessieren würde, wie es euch gefällt? Vielleicht lasst ihr mir ja jetzt ein Review da?

Amy und Jean…. Eigentlich sollte es nur eine kurze Story im Herbst werden als Entschuldigung und Wiedergutmachung. Tja, aber irgendwie…. In Amy fühlen sich so viele verstanden. Sie finden sich wieder. Mit all ihren Unsicherheiten. Den echten Emotionen. Habt ihr Interesse hier mehr von zu lesen?

Liebste Grüße und bis bald! Fühlt euch gedrückt <3

P.S.: Auch meine anderen Stories werden bald weitergehen. Nagelt mich bitte auf kein Datum fest, aber es geht weiter. Es wird nichts abgebrochen. Nur fehlt manchmal die Zeit.
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