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Big Silvester Feeling

KurzgeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Alea der Bescheidene Jean Méchant der Tambour Luzi das L OC (Own Character)
02.01.2020
01.03.2020
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17.01.2020 1.922
 
2)
Augen zu und durch, war alles was mir dazu einfiel. Jean hockte neben mir und zählte mit. Sprach mir Mut zu und war einfach da.
Die übrigen Jungs und Natalja standen um mich herum.
„Klasse! Das waren schon drei!", feuerte Luzi mich an.
„Weiter so!", rief auch Till rein.
„Mhm.“, keuchte ich leise. An meinen Armen merkte ich die Anstrengung deutlich, aber ich wollte es nur hinter mich bringen.
„Fünf! Halbzeit! Super!", rief Alea rein der auch mitzählte.
„Ja.“, nickte ich und schaffte Nummer sechs und sieben.
„Sehr geil. Nur noch drei!“, freute Falk sich scheinbar richtig für mich mit.
„Ja“, wisperte ich und schaffte auch keuchend die letzten beiden Liegestütze.
„Das war’s!", freute sich Luzi und die Jungs begannen tatsächlich zu jubeln.
„Ja.“, nickte ich leise und blieb einen Moment nur liegen. Versuchte zu Atem zu kommen und meine zitternden Arme zu verbergen.
„Die Dame...", wollte Elsi mir hochhelfen, als ich mich aufgesetzt hatte, aber ich nahm direkt Jeans hingestreckte Hand an und ließ mich hoch und an ihn ziehen. „Danke dir Elsi“, schenkte ich ihm ein lächeln. „Ach alles gut. Jean war ja auch direkt zur Stelle.“, kicherte er.
„Komm her, Schatz", drückte Jean mich auch fest an sich. Ich atmete tief durch an seiner Brust, „das war fies.“.
„Shhh, du hast es ja geschafft. Und ich bin wirklich stolz auf dich!", küsste er meinen Schopf und strich meinen Rücken sanft entlang.
„Ja?“, holte ich tief Luft.
„Ja, mein Schatz... Hier, trink einen Schluck.", reichte er mir ein Glas an.
Nickend nahm ich es an und trank einen großen Schluck. „Danke. Das hätte ich ihr nicht gegeben.“
„Was meinst du?", war er völlig verwirrt.
„Den Erfolg.“, wisperte ich.
„Oh... Du meinst... Verstehe.", nickte er.
„Niemals. Ich konnte ab acht nicht mehr.“, gab ich verlegen zu.
„Du hast das toll gemacht!", strich er meine Wange entlang.
Nickend küsste ich seine Brust. „So.... Alea du bist dran.“, drehte ich mich dann zu ihm.

„Mhm? Ja. Puh... Pflicht?", überlegte er und spielte mit einem seiner Zöpfchen.
„Küss Luzi.“, meinte ich nur ruhig.
„Wie?", wollte jedoch Till direkt wissen, „Mund? Zunge?".
„Auf den Mund reicht.“, zuckte ich die Schultern.
„Ihr hab es gehört", grinste Alea und schlenderte zu Luzi rüber.
„Na komm her, Schatzi", schmunzelte Luzi und wank Alea zu sich.
Alea seufzte nur kurz und küsste ihn augenverdrehend sehr kurz.
„Der zählt nicht!", protestierte Elsi direkt.
„Doch reichte.“. antwortete ich ruhig.
„Schatz?", wandte sich Jean leise und fragend zu mir. Während Alea bereits Lasterbalk aufforderte.
„Ja?“, sah ich zu ihm.
„Was war das gerade?", wunderte er sich.
„Mir fiel nichts ein.“, gab ich völlig verlegen zu.
„Ah, okay", drückte er mich wieder mehr an sich.

„Wieso?“, hakte ich doch nach.
„Einfach nur so.", zuckte er die Schultern.
„Entschuldige. Aber Elsi und Till mussten sich doch auch schon küssen.“, versuchte ich ihm zu erklären.
„Wieso entschuldigst du dich denn jetzt? Ist doch alles gut.", strich er meinen Rücken entlang.
„Es klang so vorwurfsvoll.“, suchte ich seinen Blick.
„Nein, es ist alles gut. Wirklich."

„Okay.“, lehnte ich mich mehr an ihn an woraufhin er direkt begann meine Seite zu streicheln und meine Schläfe zu küssen. Seufzend genoss ich diese kleine Zärtlichkeit und hörte kaum noch dem Treiben des Spiels zu.
„Wie wäre es mal mit einem anderen Spiel?", schlug Lasterbalk vor aber Natalja die bereits dran war, ging direkt dazwischen. „Jean! Du bist dran. Wahrheit oder Pflicht?“, sah sie ihn breit grinsend an.
„Was? Ach so... Wahrheit?", stammelte er.
„So langweilig?“, schnaubte Natalja jedoch nur.
„Ja und ist ja übrigens auch Meine Entscheidung.", zog er nur eine Augenbraue hoch, während er mich fester an sich zog.
„Mhm okay...... da du ja selbst sehr trainiert bist. Auf welches Körperteil bei Frauen stehst du am meisten?“, grinste sie ihn nur breit an und ich spürte wie ihr Blick über meinen Körper wanderte.
Jean hob jedoch nur eine Augenbraue, „Die Augen. Auf die schaue ich immer zuerst.", zuckte er die Schultern.
„Als ob.“, verdrehte Natalja die Augen schnaubend.
„Glaub mir halt nicht", zuckte Jean jedoch nur mit den Schultern.
„Wie dem auch sei. Du bist dran.“, funkelte sie ihn an.
„Was? Ach ja... Lasterbalk?", sah er seinen Trommlerkollegen an.
„Oh. Ja?“, reagierte Lasterbalk etwas zeitverzögert.
„Wahrheit oder Pflicht?", grinste Jean breit.
„Pflicht.“, grinste Lasterbalk süffisant.

„Ruf eine fremde Person an und versuch alles, um ein Date zu bekommen.", grinste mein Schatz breit seinen Kollegen an.
„Okay. Eine Nummer ausdenken?“, zückte er direkt sein Handy.
„Na ja, sonst im Telefonbuch eine aussuchen.", überlegte Falk.
„Gut. Irgendwer googlet und diktiert.“, sah Lasterbalk in die Runde.
„Ich mach schon", hatte Luzi sein Handy bereits in der Hand und suchte bis er fündig war, „Hörst du zu?"
„Jap.“, nickte Lasterbalk und tippte die Festnetznummer ein. Wählte und stellte sein Handy auf Lautsprecher, damit wir alle mithören konnten und legte es vor sich auf den Tisch.
„Lothmann, hallo?", ging sogar eine Frau dran.
„Oh Guten Tag. Wie geht es ihnen?“, reagierte der große Hüne sofort freundlich.
„Oh... Hallo. Aber... Kenne ich Sie?", fragte die Dame am anderen Ende der Leitung verwirrt.
„Nein. Leider noch nicht. Das würde ich aber gerne ändern.“
„Das... Wie bitte? Wie heißen Sie überhaupt?", kam es direkt aus dem Lautsprecher.
„Lasterbalk. Entschuldigen sie.“, schüttelte er über sich selbst den Kopf.
„Ah ja... Interessanter Name...", kam es zweifelnd.
„Darf ich sie kennenlernen?“, fragte Lasterbalk nun direkt.
„Kennenlernen?", hinterfragte sie erneut.
„Ja genau. Darf ich sie zu einem Kaffee einladen?“, fragte der ältere Trommler direkt.
„An Silvester? Woher kommen Sie denn? Woher haben Sie diese Nummer?", wurde sie nun doch etwas ungehalten.
„Aus dem Telefonbuch und ich komme aus Kaiserslautern.“
„Aha... Das ist aber ganz schön weit weg.", kam es von der Dame.
„Woher kommen sie?“, interessierte er sich nun.
„Bielefeld... Und ja, es existiert wirklich.", kicherte sie.
„Echt?“, kicherte er amüsiert mit, „Ich war schon da.“
„Mhm... Und hat es Ihnen gefallen?"
„Ja doch, ein nettes Städtchen.“, nickte Lasterbalk.
„Ah... Ich war noch nie in Karlsruhe..."
„Sie meinen, Kaiserslautern?“, hinterfragte Lasterbalk nun verwirrt.
„Ja meine ich... Entschuldigung."
„Kommen sie gerne vorbei!“
„Einfach so ins Blaue? Ich kenne Sie doch nicht.", war die Dame nun wieder verwirrt und scheinbar verwundert.
„Einfach so genau.“

„Soll das hier ein Scherzanruf sein?", fragte sie nun beinahe erbost.
„Nein. Natürlich nicht.“, wank Lasterbalk direkt ab. Luzi, Elsi, Till, Falk, Frank und Alea gingen prustend raus. Sobald die Terrassentür geschlossen war, brachen sie alle in schallendes Gelächter aus und hielten sich die Bäuche. Jean saß breit grinsend neben mir. Hielt mich fest im Arm und unterdrückte lautes Lachen an meiner Schulter. Erneut versteckte er kichernd sein Gesicht an meiner Schulter und ich spürte seinen Körper bebend hinter mir.
„Ach ja? Klingt aber nach einem schlechten Scherz...", kam es gereizt aus der Leitung und ich biss mir in die Hand um nicht laut zu lachen.
„Nein wirklich nicht.“, beteuerte der Trommler wieder.
„Mhm...", klang sie jedoch nicht wirklich überzeugt.
„Wollen sie mit mir einen Kaffee trinken?“, fragte Lasterbalk erneut.
Die Dame zögerte und es dauert einen Moment, bis sie antwortete: „Wie wäre es mit, ich gebe Ihnen erst einmal meine Handynummer und dann lernen wir uns kennen."
„Sehr gerne sogar.“, nickte Lasterbalk.
„Hast du was zu schreiben?", fragte sie nun.
„Äh Ja.“, zog er sich den von Jean gereichten Zettel und Stift ran.
Die Dame diktierte ihm ihre Handynummer und er schrieb brav mit, „Dann... erwarte ich aber auch ein Bild... oder am besten ein Live-Video... oder... irgendeinen Beweis, wer du bist..."
„Bekommen Sie.“, versprach der großgewachsene sofort.
„Du... nenn mich Silvia... Sonst fühle ich mich so alt..."
„Wie alt bist du denn?“, fragte er nun doch nach.
„Das fragt man doch eine Dame nicht", hörte man aber nun doch den Humor in ihrer Stimme. „Du zuerst."
„Na kann ja nur schiefgehen. Ich werde bald 50.“, erklärte er ruhig.
„Ich finde eh, Alter ist nur eine Variable... ich bin nun seit 22 Jahren 18", kicherte Silvia nun.
„Oh 40.“, lachte Lasterbalk nun.
„Genau", kicherte sie gut gelaunt, „Dann... man hört voneinander?"
„Sehr gerne und einen guten Rutsch ins neue Jahr Silvia.“
„Danke schön. Dir ebenso, Lasterbalk."
„Danke. Bis dann.“
„Bis dann.", legte Silvia nun auf und man hörte kurz ein tuten in der Leitung ehe Lasterbalk das Gespräch beendete.

"Uuuuund?", die anderen Saltaten gespannt, als sie von draußen wieder reinkamen.
„Wir telefonieren.“, erklärte er kurz angebunden.
„Also... mag sie dich?"
„Ich weiß es nicht.“, zuckte Lasterbalk die Schultern.
„Mhm... bleib dran... und halt uns bloß auf dem Laufenden!", kicherte Falk.
„Werde ich.“, nickte Lasterbalk zufrieden. „So... Natalja.“
„Ja?", sah sie direkt auf.

„Du bist dran.“
„Achso, ja. Pflicht.", nickte sie.
„Pflicht?“, grinste Lasterbalk nun, „Dann mische ICH dir jetzt mal ein Getränk. Deinen Sekt da, kann man ja nicht trinken.“
„Was? Der ist erste Klasse...", schien sie gänzlich irritiert.
„Ich mische dir mal was Richtiges.“
„Ah ja...", sah sie ihm nach.
Lasterbalk begann alles Mögliche, hauptsächlich aber Gin und Rum, mit allerhand Säften und etwas Brandy zu mischen, ehe er ein rötliches Getränk, vor sie auf den Tisch stellte, „Auf Ex.“.
„Was ist da drin?", sah sie jedoch skeptisch auf das Glas.
„Trinken.“, forderte Lasterbalk nun.
„Ach wirklich?", sah sie unbeeindruckt zu ihm.
„Ja.“, kam es genervt vom Lästerlichen.
Mit einer Grimasse sah Natalja auf das Glas in ihrer Hand und drehte und wendete es, ehe sie meinen Blick traf. Eine Augenbraue hochziehend, funkelte sie mich an und trank dann tatsächlich alles aus.
„Geht doch.“, setzte Lasterbalk sich wieder zufrieden auf seinen Platz.

„So, dann bin ich nun dran...“, sah sich Natalja um, „Jean!“.
„Ich schon wieder?“, seufzte er und drückte meine Hand, die in seiner lag.
„Ja du!“, nickte sie breit grinsend.
„Von mir aus... Pflicht."
„Oh sehr gut.“, sah Natalja sich grinsend um.
„Ja?", hob Jean nun fragend eine Augenbraue.
„Jean... du hast die Ehre und wirst...“, begann sie nun.
„Ich werde?", fragte er nach.
„Alea küssen.“
„Was?", stockte Jean direkt. Seine Mimik fror quasi ein, seine Augen sahen sich hektisch um, seine Hand drückte meine fest und sein Puls beschleunigte sich, was ich an seiner nun schneller pulsierenden Halsschlagader sah.
„Du sollst Alea küssen. Richtig. Mit Zunge für mindestens 30 Sekunden.“, grinste Natalja breit und schob Alea bereits in unsere Richtung.
„Was? Spinnst du?", fand Jean seine Stimme wieder.
„Los.“, war sie jedoch völlig unbeeindruckt von seinem Ausbruch und sah mich nur höhnisch grinsend an.
„Wieso sollte ich?", fragte Jean gefährlich leise.
„Weil du Pflicht gewählt hast.“
„Damit du dich daran aufgeilst? Du hast sie doch nicht mehr alle!", wurde Jean immer lauter.
„Naja ein Dreier mit euch beiden wäre wirklich geil.“, grinste Natalja nun von einem Ohr zum anderen.
„Bevor ich dich auch nur mit der Kneifzange anfassen würde, würde ich schwul werden oder von der Brücke springen", spie Jean es ihr entgegen, „Komm mein Schatz, wir gehen raus!", redete er ruhiger mit mir und stand bereits auf.
„Du weißt ja nicht was du verpasst.“, funkelte Natalja ihn immer noch an.
Ich stand direkt auf und folgte ihm.
Bevor wir nach draußen treten konnten jedoch musste Natalja erneut ihre Meinung loswerden: „Die ist doch nur ein fettes und hässliches Schoßhündchen.“
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