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Wendungen

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P18
Carlisle Cullen Edward Anthony Masen Cullen Esme Cullen Jasper Whitlock Hale OC (Own Character) Rosalie Hale
02.01.2020
28.09.2020
84
274.530
28
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Dieses Kapitel
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16.09.2020 5.096
 
Hallo ihr Lieben,
diesmal hat es leider etwas länger gedauert, dafür präsentiere ich euch nun stolz das neue Kapitel. Ich hoffe es gefällt euch und ich freue mich auf euer Feedback.
Ich habe übrigens diese drei Punkte an der Seite entdeckt, mit welchen man den Text formatieren kann. Ich habe es nämlich immer sehr störend gefunden, dass der Zeilenabstand nur so gering war und ich keinen Blocksatz hatte. Jetzt ist es besser und man kann den Text viel leichter lesen. Habt ihr das gewusst? Wenn ja, wird es wohl peinlich für mich, haha.
Ich wünsche euch einen schönen Abend <3
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Sofia schauderte.
Sie hatten es nicht einmal bis zu den Mädchentoiletten geschafft, ehe Ava’s Dämme brachen und ihre schockierte Neugierde Panik bei ihr auslöste. Wenn selbst sie dieses Video erhalten hatte, dann hatte es sicher die komplette Schule gesehen. Sie brauchte auch gar nicht zu fragen, welches Video sie meinte, sie wusste es bereits. Diese entehrende Aufnahme, die irgendeine Freundin von Lola gemacht haben musste, während sie hilflos zappelnd unter dem Coach der Jungen gelegen hatte, ging nun durch die Schule und machte nicht einmal vor ihren eigenen Freunden halt. Wie lange würde es also dauern, bis die Cullens dieses Video auch erreichen würde? Bis sie sich vielleicht auch über sie lustig machen würden? Sie traute es zwar nicht allen von ihnen zu, doch im Endeffekt kannte sie sie zu wenig, als das sie ihnen vollkommenes Vertrauen schenken konnte. Sie wusste um ihre heimliche Beliebtheit in der Schule, auch wenn sie lieber unter sich waren. Im Endeffekt würde aber jeder alles dafür geben, die Nummer von ihnen zu erhaschen oder sie an ihren Tisch in der Cafeteria einzuladen. Wieso sollten sie also dieses dämliche Video nicht bekommen? „Ach, keine Ahnung“, antwortete Sofia mit wegwerfender Geste und sie hoffte, dass Ava sich damit begnügen würde. Sie hatte es doch gesehen, wieso wollte sie nun eine Erklärung dafür haben? Es war ihr unangenehm genug. „Keine Ahnung?! Sofia! Hast du dir das Video überhaupt angesehen? Oder die Kommentare darunter“? Nun wurde sie doch hellhörig. Kommentare?! War es also das, was man unter diesem dämlichen Hashtag finden konnte? Selbst wenn Lola nur die Hälfte der Nummern der Schüler hatte, erreichte dieses Video auf sozialen Plattformen eine ganz neue Dimension. Nicht nur, dass alle Schüler das sehen würden, auch andere, vollkommen fremde Leute auf der ganzen Welt. Und sie alle kannten nicht den Hintergrund der Geschichte.
Ava musste ihren zweifelnden Blick bemerkt haben, denn sie stieg direkt darauf ein: „Wie kannst du dir dieses Video nicht angesehen haben? Ich glaube, mittlerweile kennt es jeder. Wie kannst du das einfach ignorieren? Stört dich das denn gar nicht“? In Ava’s Gesicht spiegelte sich Verwirrung wieder, als sie die Tür zu den Mädchentoiletten aufstieß. Zum Glück war es hier kaum besucht, so kurz vor dem Unterricht schien sich der Großteil der weiblichen Schülerschaft bereits erleichtert zu haben. Ava jedoch packte Sofia bestimmend am Arm und zog sie in eine leere Kabine, die sie hinter ihnen verschloss. Wie so oft in den letzten Wochen fühlte sich Sofia schlagartig bedrängt, auch wenn sie nur eine harmlose Freundin aus der Schule war. Sie spürte bereits, wie ihr Herz laut zu pochen begann. Auch ihr wollte sie eigentlich nicht erzählen, was sich wirklich zugetragen hatte, einfach um sie zu schützen. Höchstwahrscheinlich hatte sie die Tragweite von Lolas Attacken selbst noch nicht richtig begriffen. „Willst du denn gar nichts dazu sagen? Das ist doch Mobbing“, legte Ava nach und lehnte sich mit dem Rücken an die, mit gemeinen Sprüchen und peinlichen Liebesbekundungen, besudelte Wand der Klokabine. Sofia schien wie erstarrt und ihrem Kopf ratterte es eine Spur zu laut, was sollte sie nun sagen? Krampfhaft überlege sie nach einer Ausrede, fand jedoch keine. Sie war unfähig, ihrer Freundin auch nur ein beruhigendes Wort zukommen zu lassen. Entmutigt zuckte sie mit den Schultern, was ihre Freundin traurig seufzen ließ. Höchstwahrscheinlich tappte sie vollkommen im dunkeln. „Ich wollte dich gestern Abend schon warnen, aber dann ist mir aufgefallen, dass wir nie unsere Nummern ausgetauscht haben. Wie konnten wir das eigentlich vergessen“?! Nun schon eine Spur lockerer hielt Ava ihr ein Handy vor die Nase, es war ein ähnliches Modell, was auch Sofia gehabt hatte. Vor dem Unfall. Manchmal fragte sie sich ja schon, was mit ihrem Smartphone passiert war. Ob es beim Aufprall kaputt gegangen war? Ob es einfach übersehen wurde und samt dem Autowrack verschrottet wurde? Ein wenig wehmütig wurde sie ja schon, wenn sie an all die Erinnerungen in Form von Textnachrichten, Bildern und Videos dachte. Das würde ihr niemand mehr zurückgeben können. Sie waren einfach verloren, verpufft. Ganz so, als hätte es sie nie gegeben. „Halloohooo?! Erde an Sofia“, mischte sich nun Ava wieder in ihren Bereich der akuellen Aufmerksamkeit, weil sie einnehmend mit der Hand vor ihrem Gesicht herum wedelte. Das Handy hatte sie noch immer zwischen den Fingern, aber was sollte sie nun bitte von ihr denken, wenn sie ihr erzählen würde, dass sie keines hatte? Sicher war sie die einzige Fünfzehnjährige, die kein Smartphone besaß und die nicht alleine ins Internet durfte. Wenn sie ihr das nun erzählen würde, wüsste das sicher auch bald die ganze Schule. Dann wäre sie uncool und altmodisch und noch dazu ganz zurecht verstoßen. Ein Teenager ohne technische Geräte war kein richtiger Teenager, sondern ein Loser! „Du musst mir deine Nummer auch nicht geben, es war nur ein Vorschlag“, meinte Ava nun eine Spur angefressener, weil Sofia ihr noch immer nicht geantwortet hatte. Sie spürte, dass die Stimmung zu kippen drohte und sie bedauerte das schon jetzt. In Ava hatte sie eine wirklich gute neue Freundin gefunden, die ihr eigentlich bewiesen hatte, dass sie ihr vertrauen konnte. Sollte sie nun also den Frieden ins wanken bringen, nur weil sie sich schämte?
„Das ist es nicht“, presste sie also mühsam hervor und ihre Stimme begann bereits zu zittern, als sie sich traurig auf dem geschlossenen Klodeckel sinken ließ. Sie konnte es einfach nicht fassen, dass sie es ihr nun wirklich erzählen würde. „Es liegt auch nicht an dir. Vielleicht verstehst du das auch nicht, aber…ich…ich habe seit dem Unfall kein Handy mehr. Es ist verschwunden und bisher habe ich auch kein neues“.

So, nun war es also raus! Wenn Ava nun keinen Kontakt mit einem handylosen Mädchen wollte, dann konnte sie das sogar verstehen, immerhin gehörte das ja irgendwie dazu, oder? Jeder war in der Lage sich digital zu verständigen. Jeder, außer sie selbst. Das war so erniedrigend! „Oh“, hörte sie Ava überrascht ausstoßen und zu ihrer allgemeinen Verwirrung mischte sich auch noch Scham in ihren eintönigen Ausruf, ihr schien langsam etwas zu dämmern. „Aber das hättest du mir doch gleich sagen können. Ist doch gar nicht so schlimm, Sofia“! Sie quetschte sich neben sie auf den Klodeckel, während sie ihr eigenes Handy wieder in der Jackentasche verschwinden ließ. „Immerhin bist du so nicht mehr in der Lage dazu, dich ständig von den Hausaufgaben abzulenken. Das ist furchtbar, weißt du“. Sie lachte glockenhell und weil sie es überraschenderweise so locker nahm, fiel auch Sofia kurz mit ein. Es gab reichlich Angebote, sich nicht um die sinnvollen Dinge des Lebens zu kümmern, wenn das Smartphone danebenlag. Manchmal wünschte sie sich das aber dennoch, die Cullen’s waren einfach zu strikt, was solche Dinge anbelangte. Aber sie würde Carlisle ja auch nicht einfach nach einem neuen Handy fragen können. Zum einen würde er wohl ohnehin ablehnen, wo er ihr noch nicht einmal das iPad leihen wollte, zum anderen wäre so eine Anschaffung einfach viel zu teuer. Das würde sie niemals von ihnen verlangen können, nicht nach alldem, was sie bereits für sie bezahlt hatten. Sicher lag sie ihnen einfach nur auf der Tasche und sie schaffte es noch nicht einmal, sich im geringsten an ihre Regeln zu halten oder sich an ihren Alltag anzupassen. Was hatten sie schon von ihr, außer dem alltäglichen Ärger? Beinahe sofort flammte das dumpfe brennen und ziehen an ihren Unterarmen wieder auf, sie hatte sich bereits selbst dafür bestraft, was sie Carlisle an den Kopf geknallt hatte und bei ihren zerstörerischen Gedanken, die sich nun wieder massiv in ihren Zustand drängten, wollte sie sich nun nur weiter kratzen und am liebsten nie wieder damit aufhören. Es war zu verlockend diesen inneren Schmerz, all die Zweifel, für ein paar Minuten zu betäuben und sich vollständig auf die Wunden an ihren Armen zu konzentrieren. Vor Ava würde sie das allerdings niemals tun, sie tat es meist nur, wenn sie alleine war. Esme und Carlisle würden sie ohnehin sofort davon abhalten und ihr wohlmöglich noch  schützende Fäustlinge überziehen, sollte sie das in ihrer Anwesenheit tun. Nein, diese Steilvorlage würde sie ihnen nicht geben. Niemals. „Aber kann Dr. Cullen dir kein neues Handy kaufen“?, unterbrach Ava ihr Gedankenkarusell plötzlich. Ihre Rehaugen flammten dabei so herzlich auf, dass es Sofia beinahe leid tat, sie nun enttäuschen zu müssen. „Ich hab ihn noch nie gefragt“ antworte sie ausweichend, die Tatsache, dass sie nicht einmal freien Zugang zum Internet hatte, sparte sie aber großzügig aus. Wenn sie nicht mal das iPad benutzen durfte, würde sie auch kein neues Handy bekommen, immerhin hatte das auch Internetzugang. Sie schaffte es nicht, sich nun vollkommen in die Opferrolle zu begeben und ihre Schmach einzugestehen. „Verstehe“, meinte Ava nachdenklich und lehnte sich dabei etwas nach vorn. „Aber was machen wir nun mit dem Video? Willst du es sehen“? Ava schien sich selbst nicht so ganz sicher zu sein bei ihrem Angebot, doch als die Worte ihren Mund verlassen hatten, schien auch sie zu realisieren, dass sie ihr Angebot nun nicht mehr zurücknehmen konnte.
Das war doch das, was Sofia die ganze Zeit versucht hatte, oder? Sie hatte nachsehen wollen, was unter diesen blöden Hashtag zu finden war, um sich mental auf die Schule vorzubereiten. Wieso also zögerte sie nun? Hatte sie nun wirklich solche Angst davor, sich der Wahrheit zu stellen? Wieso nahm sie das Angebot nicht sofort an? „Sie hat mir einen Zettel geschrieben“, begann sie zögerlich und leise und sie lenkte ihren Blick absichtlich weg von ihrer neuen Freundin. Sie wollte nicht, dass Ava sah wie sie das traf. Am besten sollte sie nämlich denken, dass es ihr egal war und Lola sie mit ihren doofen Scherzen nicht berührte. Doch war das wirklich so? „Sie hat so einen  doofen Hashtag kreiert“. Als hätte Sofia gerade eine stumme Forderung gestellt, entsperrte ihre Freundin Ava mit ernstem Gesicht ihr Handy und öffnete die App, in welcher auch das Video zu finden war. Sie stellte es stumm und und scrollte soweit hoch, dass sie das Bildmaterial nicht mehr erkennen konnte. In diesem Moment empfand sie mehr als nur Dankbarkeit für Ava, die emphatischer zu sein schien, als sie das jemals von ihr erwartet hatte. Vielleicht hatten sie ja wirklich Potenzial, eine gute Basis aufzubauen und enge Freunde zu werden. Ein weiterer Fakt, den sie von ihrem neuen Leben niemals erwartet hätte. Sie hatte alles verloren, es erschien ihr schwer genug, sich ganz neu zu orientieren. Ava glich da eher dem Geschenk des Himmels.
„#Sofiastinkt?! Sie war auch schon mal kreativer“, stieß das Mädchen neben ihr verärgert aus und klickte darauf, ohne Sofia zu viel Einsicht auf den Bildschirm zu geben, egal wie sehr sie sich bemühte. Anscheinend machten sich alle zur Aufgabe, sie vor der Welt zu schützen als wäre sie dem allem nicht gewappnet genug.
Für eine Weile war es still und Sofia hatte es irgendwann aufgegeben, einen Blick auf den Bildschirm zu werfen, Ava war ihr ständig ausgewichen und stand mittlerweile sogar mit dem Rücken zu ihr. „Hör mal, Sofia“, begann sie irgendwann zögernd und drehte sich mit großen, braunen Augen zu ihr um. Irgendwas an ihrem Tonfall machte ihr verdammt Angst. „Ich finde, du solltest dir das doch nicht anschauen. Das ist doch total kindisch und eigentlich solltest du das den Lehrern sagen. Dann hat das ein Ende und du kannst dich wieder entspannen“.
Ava war zwar in etwa so alt wie sie selbst, doch irgendwie wirkte sie viel reflektierter und erwachsener, als sie das sagte. Ihre Worte machten Sinn, aber soweit war Sofia noch nicht. Sie würde den Lehrern nichts zeigen können, was sie selbst noch nicht mit eigenen Augen gesehen hatte. Außerdem würde es dann sicherlich nur schlimmer werden, diese Lola würde nie Ruhe geben. „Das kann ich nicht“, fiel sie ihr deswegen prompt ins Wort. „Sie würde nie damit aufhören. Was sollen die Lehrer schon machen? Ihre Eltern sponsern die Schule und sind beliebt, ich weiß genau was sie von mir halten und es ist leicht für sie, mich als Lügnerin darzustellen. Ava, ich kann nicht petzen! Bitte versprich mir, dass du das für dich behältst. Ich bekomme das schon hin“! Das sprach sie sich selbst nämlich immer ein, dass sie alles selber hinbekommen würde. Egal in welchen Belangen das auch sein sollte, sie ließ sich komischerweise aus Prinzip ungern helfen. Außerdem schämte sie sich so sehr für dieses Video, sie konnte das doch nicht auch noch den Lehrern zeigen! „Ich weiß nicht, Sofia. Willst du dir nicht lieber Hilfe holen? Was ist denn mit Dr. Cullen und seiner Frau? Sie sind auch sehr einflussreich und meine Eltern mögen sie sehr“.
Ihre Eltern? Verwirrt kräuselte sie die Stirn. Woher kannten sie sich nun schon wieder? Langsam bekam sie den Eindruck, dass sich in Forks jeder zu kennen schien. Also wusste wohl auch jeder, dass sie hier eigentlich nicht hergehörte. „Deine Eltern? Aber woher…“? „Sie arbeiten auch im Krankenhaus. Dr. Cullen und mein Vater arbeiten zusammen als Chirurgen“.
Ava war also eine Arzttochter? Nun vollkommen verwirrt sah sie an ihr hoch und runter. Waren Kinder von Ärzten sonst nicht immer total hochnäsig und eitel? Ava schien das Gegenteil davon zu sein. Was wohl ihre Mutter arbeitete? „Trotzdem geht das nicht. Ich will das nicht. Was soll Lola schon tun“? Sie versuchte möglichst lässig zu wirken, innerlich wusste sie jedoch, dass sie sicherlich noch gemeinere Pläne schmieden könnte als diesen doofen Hashtag. Ja, sie ahnte bereits, dass es wirklich hässlich werden könnte und trotzdem wollte sie sich ihre Hilflosigkeit nicht eingestehen. Sie bereitete ihnen doch ohnehin ständig Sorgen, wie sollte  sie ihnen da freiwillig den Tag vermiesen und sich einfach hilflos fallen lassen? Sie hatten sicher ihre eigenen Probleme. „Wie du willst, aber ich finde das nicht gut“. Ava zuckte ergeben mit den Schultern und ihre Finger schlossen bereits die Tür auf, als Sofia sie am Arm zurückhielt. „Kann ich dein Handy benutzen? Nur kurz“. Sie wollte sich ansehen, was Lola für Informationen über sie verbreitete, irgendwie musste sie sich ja schützen. Ava würde das sicher verstehen, zumindest hoffte sie das. „Es interessiert doch niemanden, was sie denkt, Sofia. Lass das lieber sein“. Ihre Rehaugen legten sich sehr intensiv auf sie, was Sofia automatisch sehr unwohl fühlen ließ. Ava hatte ja wirklich gut reden, immerhin ging es nicht um sie. Über sie wurde nicht geredet. „Sie macht das immer, dieses Mädchen, was schlussendlich die Schule wechseln musste, hatte auch Probleme mit ihr. Ich weiß nicht was genau vorgefallen ist, aber sie hat wirklich gelitten und sich sehr zurückgezogen. Willst du dir das wirklich antun“? Eigentlich wollte sie das nicht, aber es erschien ihr beinahe unmöglich, sich nicht mit diesem gemeinen Inhalt auseinanderzusetzen. Würde sie es jetzt nicht tun, dann würde ihr irgendein anderer Schüler an den Kopf knallen, was man dort finden konnte. War es da also nicht besser, diese Schmach für sich alleine auszubaden und sich dem Schmerz für einen kurzen Moment hinzugeben? Sie verstand einfach nicht, wieso sie alle wie ein rohes Ei behandelten. Trauten sie ihr die Wahrheit etwa nicht zu?
Gerade als Ava zögerlich in ihre Jackentasche griff, ertönte der Gong zum Unterricht und sie wirkte erleichtert, ganz im Gegensatz zu Sofia, die sich mutlos erhob und an ihr vorbei aus den Toiletten rauschte. Sie wollten es ihr doch alle absichtlich schwer machen!

Es fiel ihr schwer, nicht sauer auf Ava zu sein. Immerhin wusste sie ja, dass sie es nur gut meinte. Andererseits ärgerte es sie aber auch monströs, dass sie ihr nicht die Gelegenheit geben wollte, sich selbst damit auseinanderzusetzen und selbst zu entscheiden. Würde sie das an ihrer Stelle nicht auch machen? Würde sie es einfach stumm ertragen, diese doofen Inhalte sogar ignorieren? Auf dem Weg zum Klassenzimmer unterhielten sich die Mädchen nicht mehr, höchstwahrscheinlich bemerkte Ava den Stimmungsumschwung selbst und schien dabei sehr ratlos zu sein. Ihre unschuldige Miene tröstete sie allerdings auch nicht darüber hinweg, dass sie sich von ihr bevormundet fühlte. Schweigend ließ sie sich neben ihr am Tisch nieder und ignorierte die Blicke, die ihr die Klasse immer wieder über die Schulter zuwarfen. Dann würde sie das eben nun aussitzen und warten, bis sich der erste öffentlich über sie lustig machte. Wie lange würde das noch dauern? Und noch viel schlimmer: Wann würde sie Lola über den Weg laufen? Die Schule war einfach nicht groß genug, um ihr aus dem Weg zu gehen, spätestens in der Mittagspause würde sie erscheinen und mit ihr der Hohn und Spott der ganzen Schule. Wieso konnte sich nicht einfach ein Loch im Boden auftun und sie verschlucken? Wieder einmal fragte sie sich, warum sie an diesem verhängnisvollen Abend nicht auch einfach gestorben war. Manchmal kam ihr das Leben wahrlich anstrengend vor, sie konnte einfach nicht mehr. Es war zu anstrengend, immer und immer wieder zu kämpfen, sich beweisen zu müssen. Für sich einzustehen. Mit einem Mal fühlte sie sich seltsam erschöpft. Das hatte doch alles keinen Sinn mehr!
Zu ihrer allgemeinen Verärgerung eröffnete der alte Chemielehrer die Stunde mit einem unangekündigten Test über die letzte Unterrichtseinheit, die auch in der Klasse für Unmut sorgte. Damit machte man sich als Lehrer wohl auch kaum beliebt, aber er schien auf diese Methode zu bestehen und sie hatte keinerlei Zweifel daran, dass sie dies nun vollkommen in den Sand setzen würde. Sie konnte sich nicht auf die Fragen zu konzentrieren, wo sie doch immer wieder zu diesem doofen Hashtag abdriftete. Wenn sie wenigstens wissen würde, was Lola über sie verbreitete. Würde es ihr dann besser gehen?
Es machte keinen Sinn! Die Buchstaben verschwammen nur so vor ihren Augen und tanzten wild durcheinander. Nun würde sie auch noch hier versagen und spätestens am Ende der Woche würde sie Carlisle und Esme wieder einen Fehltritt beichten müssen. Das hatten sie doch wirklich nicht verdient, sicher hatte keines ihrer Adoptivkinder jemals so viele Probleme bereitet wie sie es tat. Ob sie es bereits bereuten, sie bei sich aufgenommen zu haben? „Okay, die Tests zu mir“, ertönte da plötzlich eine tiefe Stimme, die Sofia aus ihrer Trance riss. Sie musste die ganze Zeit über aus dem Fenster gestarrt haben, denn als sie den Blick wieder auf den Test schweifen ließ, stand nichts weiter auf dem Blatt, außer ihr Name. Sie hatte nicht einmal versucht, ihr Wissen aus der letzten Ecke ihres Gehirnes zu kramen, sie hatte aufgegeben, ohne wirklich angefangen zu haben. Sie ignorierte Ava’s geschockten Blick neben ihr, als sie sich erhob und dem Lehrer das Blatt  ohne Umschweife auf den Pult legte. Auch er sah sie verwirrt an, entschied sich jedoch dazu, sich nun noch nicht einzumischen. Vielleicht hatte er ja die leise Hoffnung, dass er sich durch die dicken Gläser seiner Hornbrille verguckt hatte.
Sofia hatte sich bereits abgewandt, als sie plötzlich jemand hart von der Seite anstieß. Es war höhnisches Gelächter gepaart mit unverständlichen Worten irgendwelcher Jungen, was sie versuchte zu ignorieren, als sie sich wieder auf ihrem Platz in der letzten Reihe sinken ließ. Sie war wirklich umzingelt von lauter kindischen Vollidioten! „Wieso hast du das leer abgegeben“?, fragte Ava entsetzt und sie schob sich ungeniert in ihr Blickfeld, als sie sich beinahe schon ein Stück von ihr abwandte. Ähnlich wie die Cullens schien auch sie keine Ruhe geben zu wollen. „Weil ich nichts wusste, deswegen“, wiegelte sie ab. Wieso sonst, sollte man einen Test leer abgeben? „Hast du denn nicht gesehen, dass ich dir meine Lösungen geben wollte“? Ava schien ernsthaft entsetzt und Sofia daraufhin überrascht. Sie hätte sie wirklich abschreiben lassen? Dieses Eingeständnis nahm ihr etwas den Wind aus den Segeln. Ava überraschte sie mit ihrer Art immer wieder. Der Lehrer begann bereits mit dem Unterricht, als Ava sich ergeben zurückzog und für ihre Verhältnisse sehr angespannt wirkte. Eigentlich tat sie ihr sogar leid. Erst gestern hatte sie ihrer geschockten Freundin das mit dem Unfall erzählt, nun zog sie sie in diese Mobbinggeschichte mit hinein. Dabei wollte sie gar nicht, dass sie traurig war, Sofia wollte nie, dass irgendjemand traurig war. Aber das passierte einfach immer wieder, ganz so, als wäre sie Giftmüllabfall. Diese Bezeichnung traf es wohl ganz gut. „Sorry“, murmelte sie leise. Nicht nur für den Test, sondern auch für ihre abweisende Haltung. Aber für mehr war sie im Moment nicht fähig.
Den Rest der Stunde starrte sie unverwandt nachdenklich aus dem Fenster. Sie wirkte nachdenklich und niemand ihrer Freunde wagte es, sie nochmals anzusprechen. Bisher hatte nur Ava den Vortritt gewagt, aber auch sie schien eingeschüchtert. Nun hatte sie ihr Verhältnis wohl endgültig kaputt gemacht. Einfach, weil sie nicht in der Lage dazu war, sich zu distanzieren. Heimlich verkeilten ihre Fingernägel sich unter den Tisch in ihren geschundenen Unterarmen. Der Schmerz hielt sie immerhin etwas bei Verstand.
Der Gongschlag zur Pause glich diesmal nicht einer Erlösung. Nun würde sie aufstehen und sich durch Gänge voller Schüler drücken müssen, die sie alle für verrückt hielten. Bisher war sie doch nur so gut davongekommen, weil sie die Zeit vor der ersten Stunde auf der Toilette verbracht hatte. Was hatten sie denn nun überhaupt? Sport? Nicht einmal auf das hatte sie Lust, obwohl das früher eines ihrer Lieblingsfächer gewesen war. Eigentlich liebte sie es, sich zu bewegen, sich auszupowern. Nun erschien ihr das als Hürde, sie hatte ohnehin viel zu wenig geschlafen und hatte nicht einmal wirklich die Kraft dazu, sich zur Sporthalle zu schleppen. „Redest du jetzt nie wieder mit mir“?, fragte Ava irgendwann, nachdem sie eine Weile schweigend nebeneinander hergelaufen waren. Immerhin wich sie ihr nicht von der Seite. Ava blieb, obwohl sie allen Grund dazu hatte, sich von ihr zu entfernen. „Was soll ich denn sagen“?, fragte sie entmutigt. Ava hatte wirklich leicht reden. „Vielleicht könntest du erstmal aufhören Trübsal zu blasen. Ist heute denn schon irgendwas passiert, war jemand gemein? Die Jungs von vorhin zählen nicht, sie sind ständig so. Du kennst das doch, sie sind kindisch und unreif“. Sie verdrehte die Augen und Sofia stoppte ihren schlürfenden Gang sofort. Eigentlich hatte sie ja recht, bisher hatte niemand etwas zu ihr gesagt. Die Blicke könnten auch nur zufällig sein und selbst wenn sie wegen des Videos wären: Damit käme sie irgendwie klar. Mit Anfeindungen eher weniger. Ava schaffte es erschreckenderweise, sie auf ganz andere Gedanken zu bringen. Beinahe sofort wurden ihre Züge etwas weicher, sie konnte diese Denkweise ja immerhin mal versuchen. Vielleicht würde es ja doch nicht so schlimm werden, vielleicht ließen sie die anderen in Ruhe und Lola hatte verloren.
Ein wenig gefasster aber noch immer vorsichtig unterhielten sich die beiden Mädchen noch über gewöhnliche Mädchendinge, ehe sie die Umkleidekabine betraten und den bereits anwesenden Mädchen ein aufgeregtes raunen entlockte. Gespielt unbeeindruckt folgte Sofia ihrer Freundin in die hinterste Ecke, konnte ihr drückendes Gefühl jedoch nicht verhindern. Ava hatte es durch ihr rationales Argument zwar geschafft, sie kurzzeitig auf andere Gedanken zu bringen, doch die Blicke hier waren ihr unangenehm. Die anderen Mädchen starrten sie regelrecht an. „Ignorier es einfach“, raunte Ava, aber es fiel ihr zunehmend schwerer dies auch zu tun. Diese Blicke, gepaart mit dem Getuschel, brannten sich unangenehm in ihre Seele.
Mir zittrigen Händen begann sie sich umzuziehen, auch hier wurde sie genauestens beobachtet, als wäre sie irgendeine wirklich spannende Attraktion im Zoo. So könnte sie niemals verheimlichen, dass sie sich die Arme verkratzt hatte, jeder der Mädchen würde es sehen und sie würde Ava daraufhin wohl wieder Sorgen bereiten. Dabei hatte sie extra daran gedacht, ein langärmliges Sportoberteil einzupacken, um sich nicht selbst zu verraten. „Ich muss noch auf’s Klo“, erwiderte Sofia schlussendlich knapp, als sie sich einfach ihr Oberteil unter den Arm klemmte und schnurstracks auf den angrenzenden Toiletten verschwand, um sich dort umzuziehen. Alles war besser als die vernichtenden Blicke. Vielleicht war sie doch nicht so gut in der Lage, diese zu ignorieren.
Die rote Farbe des Oberteils stand ihr eigentlich ganz gut und trotzdem war es eher dafür gemacht, im Winter draußen joggen zu gehen. Wahrscheinlich würde sie allein schon deswegen auffallen. Es war ein mürrischer Blick, dem sie ihrem Spiegelbild zuwarf, ehe sie wieder zurück zu Ava ging, die auf sie gewartet hatte. Mal wieder waren sie die letzten, aber das erschien ihr gar nicht so schlimm. Am liebsten würde sie nämlich gar nicht mehr zum Unterricht gehen. „Wird dir damit nicht warm“?, fragte Ava mit skeptischen Blick, was Sofia ausweichend belächelte: „In der Halle ist es immer kalt“.
Sie hatte ihr Schauspiel perfektioniert.

Die Sportlehrerin hatte sich dazu entschlossen Basketball zu spielen. Nicht unbedingt jener Sport, der ganz oben auf Sofias Liste stand. Für die Körbe war sie zu klein und der ganze Spielablauf machte ihr keinen Spaß. Ava schien es ähnlich zu gehen, aber sie gab sich immerhin Mühe, es nicht so aussehen zu lassen. Machmal wünschte sie sich wirklich etwas von ihrem Optimismus, dann wäre die Schule hier wenigstens nicht ganz so doof.
Nur halbwegs motiviert machten sie sich an die Übungen, die ihnen die Lehrerin aufgegeben hatte und auch hier hatten sie sich einen Platz ausgesucht, der eher abgeschiedener war. Zu ihrem Rücken war die Abtrennung, die die Halle in drei gleich große Teile abtrennte und hinter dieser musste irgendeine andere Schulklasse Sport haben. Zumindest meinte sie dort Stimmengewirr und Bälle hören zu können. Ob sie vielleicht auch Basketball spielen mussten? Es war das Erscheinen einer anderen Lehrerin hinter der Trennwand, was sie aufschrecken ließ. Hinter ihr ging ein Mädchen in abgestimmter, knapper Sportkleidung, die ihr sichtlich bekannt vorkam. Lola! Sie hatte eine Hand auf ihren Bauch gelegt und folgte ihr mit leidendem Gesichtsausdruck, doch Sofia enttarnte dieses Schauspiel sofort als Lüge. Wahrscheinlich hatte sie einfach mal wieder keine Lust, sich anzustrengen und simulierte deswegen irgendeine Krankheit. „Manuela, kann sich die Dame mit den Bauchschmerzen bei dir an die Seite setzen? Ich gehe mit der Klasse raus joggen, es regnet gerade nicht“, sprach die Lehrerin sofort die andere an, die zustimmend nickte und auf die Bank deutete, die ganz in der Nähe von Sofia und Ava stand. Damit verschwand die fremde Lehrerin wieder, aber Sofia hatte ohnehin nur Blicke für Lola übrig, die bereits süffisant zu ihr herüber grinste. Mit welchem unverschämten Erfolg hatte sie es wieder geschafft ihr aufzurücken, obwohl sie eine Klassenstufe über ihr zur Schule ging?!
„Lass uns lieber einen anderen Platz suchen“, raunte Ava und sie hatte sich den Ball bereits unter den Arm gesteckt, als Lola bereits zu ihnen hinüber stolzierte. Es war klar gewesen, dass sie sich nicht so einfach auf die Bank setzen würde. Die Lehrerin bekam von alldem allerdings auch nichts mit, sie kümmerte sich gerade um Hilfestellung bei einer anderen Gruppe und höchstwahrscheinlich wäre ihre Meinung Lola auch egal gewesen. „Was willst du hier“?, zischte Ava selbstbewusster, als Sofia es ihr jemals zugetraut hatte, während sie eher wirkte wie ein Häuflein Elend. Das Herz schlug ihr bis zum Hals, was würde jetzt kommen? „Ich wurde ganz plötzlich von meiner Periode überrascht und dachte mir, bei der Gelegenheit besuche ich mal meine gute Freundin Sofia“. Sie schmatzte etwas zu laut auf ihrem Kaugummi herum während sie das sagte. Lola war wirklich provokant. „Hast du deine Periode eigentlich auch schon, Sofia? Das macht dich zur Frau, ich bin mir sicher du weißt das. Aber wenn ich daran denke wie du nackt ausgesehen hast, dann eher nicht“. Sie kicherte überheblich, ehe sie sich gespielt schockiert auf den Mund schlug. „Oh, entschuldige Ava. Das wusstest du sicher nicht, oder? Wir hatten ziemlichen Spaß in der Umkleide“.
Sofias Wangen färbten sich prompt rot, sie hatte es verdrängt. Jenen Tag, an welchem Lola ihr einfach die Kleidung gestohlen und das Handtuch heruntergerissen hatte. Zu allem Überfluss hatte Carlisle sie gefunden und sie hatte mit nichts weiter als einem knappen Handtuch und seiner Jacke über den Parkplatz laufen müssen. Dieser Gang der Schande lief gerade nochmal vor ihren Augen ab, ohne das sie in der Lage dazu war, sich zur Wehr zu setzen. „Hau einfach ab, Lola. Niemanden interessiert was du denkst“, verteidigte nun Ava, nachdem sie sich vorerst zurückgehalten hatte. Sie verdankte diesem Mädchen so viel, dabei wollte sie nicht, dass sie sich nun auch in die Schusslinie begab. „Nicht? Dafür habe ich aber schon viele Likes auf das Video bekommen. Hat es dir gefallen, Sofia? Ich finde, du kamst außerordentlich gut zur Geltung. Du bist jetzt der Star der Schule, dank’ mir einfach später dafür“. Ihre Worte, gepaart mit ihrem arroganten Grinsen ließen sie beben, einen weiteren Ausbruch konnte sie sich aber nicht erlauben. Sie würden sie höchstwahrscheinlich von der Schule werfen und Carlisle raten, sie auf ein Internat für schwer erziehbare Jugendliche zu schicken. Also blieb sie dort, wo sie war und sah zu Boden, um sich immerhin ein paar schlagfertige Worte zu überlegen. Ihr fielen jedoch keine ein, ganz im Gegensatz zu Lola. Die schien noch eine Menge auf Lager zu haben: „Hast du meine Nachricht überhaupt gefunden? Wir können uns das Video auch gerne gemeinsam ansehen, es hört nie auf lustig zu sein. Natürlich nur, wenn du mutig genug bist“.
Schlagartig ruckte Sofias Kopf nach oben. Sie konnte sich zwar vorstellen, wie das ablaufen würde, doch sie war immerhin die erste, die ihr Zugang zu diesem Hashtag verschaffen würde. Mit ihrem Handy würde sie alles sehen können. „Vergiss es“, mischte sich Ava wieder ein, aber Sofias Entscheidung war bereits gefallen. Sie ging einen Pakt mit dem Teufel ein, aber das war ihr im Moment egal. Die anderen hatten ihr die Alternative genommen, also hatte sie gar keine andere Wahl. Sie musste sich in die Höhle des Löwen wagen. "Ich will das sehen, Ava", sprach sie leise an ihre Freundin gewandt und vielleicht schwang da sogar ein klein wenig Vorwurf darin mit. Hätte Ava ihr einfach das Handy gegeben, würde sie Lola nicht folgen müssen. Wahrscheinlich dämmerte ihr gerade der selbe Gedanke. Noch ehe sie etwas erwidern konnte, wandte sie sich um und folgte Lola, die mit gemeinem Lächeln auf den Lippen vorausging.  

Hinter ihr huschte sie heimlich aus der Halle und sie gingen allein zu den Umkleiden. Dort würde sie während es Unterrichts niemand erwischen.

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Hat es euch gefallen, etwas mehr über Ava zu erfahren? Und was wird wohl in der Umkleide passieren? Ich freue mich auf eure Hypothesen :)
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