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Wendungen

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P18
Carlisle Cullen Edward Anthony Masen Cullen Esme Cullen Jasper Whitlock Hale OC (Own Character) Rosalie Hale
02.01.2020
10.10.2020
85
279.809
30
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Dieses Kapitel
10 Reviews
 
15.06.2020 5.211
 
Hallo ihr Lieben,
dieses Kapitel hat ein wenig wehgetan, haha. Ich verrate nicht zu viel sondern lasse euch direkt drauf los. Ich gehe nun auch schnell ins Training. Ich freue mich wahnsinnig auf eure Rückmeldungen und hoffe, es geht euch allen gut <3
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Sofia war schrecklich verwirrt!
Einerseits war sie furchtbar enttäuscht von Carlisle, andererseits wünschte sie sich nichts sehnlicheres, als ihm einfach in die Arme fallen und weinen zu können. Seine Umarmungen waren immer unheimlich tröstlich und beschützend, bei ihm hatte sie sich nach all den Wochen wirklich angenommen gefühlt. Wieso war dieses Gefühl verflogen? Wieso konnten sie sich nicht einfach verstehen und sich verhalten wie immer? Carlisle war zwar streng, blieb allerdings immer fair dabei. Zumindest hatte sie ihn bis zu dieser aktuellen Situation so eingeschätzt. Vielleicht war sie aber auch einfach nur zu naiv gewesen, zu leichtsinnig, diesem Mann vorschnell zu vertrauen. Immerhin hatte er ihr mit seiner Strafe mehr als nur einmal das Herz gebrochen. Selbiges galt für Esme.
Es war also der falsche Stolz des Mädchens, was jeglichen Versöhnungsgedanken sofort im Keim erstickte. Vielleicht mochte sie sich nicht immer richtig verhalten haben, doch Carlisle war noch schlimmer. ER war es gewesen, der die Grenze überschritten und somit das Kampffeld eröffnet hatte. ER hatte krampfhaft nach etwas gesucht, was sie verletzte, nur um seinen Standpunkt gefestigt zu wissen. Sofia fühlte sich betrogen und daran würde niemand etwas ändern können. Sofort entschied sie, dass ihre wütende, enttäuschte Seite stärker war als jene, die sich nach Liebe und Verständnis sehnte. Sie wollte ihm mit allen möglichen Mitteln verständlich machen, dass er sie unheimlich verletzt hatte. Also sollte auch er es sein, der den ersten Schritt auf sie zumachte und sich bestenfalls weinend vor ihr auf die Knie warf. Es war nicht einfach zu verzeihen, wenn man auf diese Weise gekränkt wurde!
„Ach Carlisle, schön das du hier bist“, ertönte plötzlich Dr. Bells sonore Stimme und sie winkte ihn mit einer beiläufigen Bewegung in den Raum. Irgendwas an ihm war anders als sonst, aber damit hielt sich Sofia nicht lange auf. Als sein Blick abermals zu ihr streifte, sah sie betont weg. Sie wusste nicht, wie sie sich verhalten sollte. „Seid ihr fertig“?, fragte er freundlich und er ließ sich für einen Moment von Dr. Bell ablenken. Sie drehten ihr den Rücken zu und senkten die Stimmen, während sie leise über etwas diskutierten. Sofia wollte gar nicht wissen, über was sie sprachen. Höchstwahrscheinlich ging es um dieses blöde Gespräch am Freitag oder ihren Gefühlsausbruch. Sicher waren es wieder pikante Fakten, die sie selbst nur wütend gemacht hätten. Also schaltete sie ganz bewusst auf Durchzug und wandte den Blick wieder Shakespeare zu, der sich mittlerweile in eine stehende Position gerappelt hatte, während er seinen Schwanz ängstlich zwischen die Beine klemmte. Sein treuer Blick galt nicht länger ihr, sondern Carlisle und der Psychologin, die von der Reaktion des Hundes nichts mitzubekommen schienen. „Was hast du denn“?; murmelte Sofia leise und musterte den Hund mit besorgten Blicken. In seinen dunklen Augen konnte sie die Angst beinahe greifen, doch sie erkannte den Grund nicht. Was war geschehen, was ihn so ängstlich stimmte?
Beruhigend streichelte sie ihm die Ohren, während er sich leise winselnd auf den Boden legte und noch immer in die selbe Richtung starrte wie vorhin. Er weigerte sich strikt, seinen Blick von den Ärzten abzuwenden. Erst als sie sich wieder zu ihnen umdrehten, sprang er auf die Beine und hechelte schnell und panisch. Erst jetzt fiel ihr auf, dass sein Blick auf Carlisle klebte. „Gehen wir“?, fragte Carlisle da plötzlich, dessen Blick ebenfalls auf dem Hund lag. Er ließ sich zwar nichts anmerken, doch auch er schien die Reaktion zu bemerken, überspielte diese aber gekonnt. Insgeheim fragte sie sich, wie man solch einem süßen Tier wie Shakespeare nicht mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen konnte. „Ich glaube, er hat Angst“, flüsterte Sofia leise an Dr. Bell gewandt und ignorierte somit Carlisles Frage vorerst provokant. Sie wollte so wenig wie möglich mit ihm sprechen. „Scheint so“, murmelte die Psychologin nachdenklich und folgte dann dem Blick ihres Hundes, ehe er ebenfalls auf Carlisle kleben blieb. Anders als Sofia es erwartet hatte, verzogen sich ihre Mundwinkel zu einem frechen Grinsen. „Carlisle, du machst meinem Hund Angst“, spottete sie heiter, als würde sie es nicht ganz ernst nehmen. Selbst um Sofias Mundwinkel zuckte es. Nur Carlisle wirkte für einen Moment wie erstarrt, ehe er sich endlich regte und den Blick von dem Hund abwandte. „Sieht wohl so aus“, antwortete er nachdenklich, beinahe so, als würde es ihn nicht einmal überraschen. Er öffnete die Tür mit einer ruckartigen Bewegung und hielt dem Mädchen schon wieder die Jacke entgegen. „Komm Sofia, wir müssen los“.
Sie erhob sich langsam aus ihrer Starre, streichelte Shakespeare noch ein letztes Mal über das weiche Fell und nahm Carlisle dann die Jacke aus der Hand. Es war ihr etwas unangenehm, dass er sich verhielt wie immer, während sie sich nicht aus ihrer Bockigkeit lösen konnte. „Wir sehen uns Freitag. Selbe Uhrzeit, selber Ort“, hörte sie Dr. Bell sagen, während ihr Blick noch immer auf dem Hund lag, der sich in seinem Verhalten nicht beruhigen konnte. „Schön das du heute so ehrlich warst, Sofia“. Die Psychologin zwinkerte aufmunternd, ehe sie die Tür leise hinter ihnen schloss und sie allein mit Carlisle die Gänge entlang ging. Es war ihr peinlich, dass sie dies so offen sagte.
„Dr. Bell hat dich sehr gelobt, Liebes“. Carlisle öffnete die Tür zum Mitarbeiterparkplatz und schenkte ihr ein warmes Lächeln, während sie es vermied, ihm in die Augen zu sehen. Sie war wütend, wieso akzeptierte er das nicht? Wieso wollte er sie mit aller Kraft und mit seinem gewöhnlichen Charme um den Finger wickeln? „Du scheinst dich mit dem Hund gut verstanden zu haben“, versuchte er es erneut und ein leises klacken verriet, das er das Auto entsichert hatte. „Dich hat er anscheinend nicht gemocht“, war ihre schnippische Antwort auf sein blödes Kommentar und sie setzte sich, ohne ihn auch nur eines weiteres Blickes zu würdigen, auf die Rückbank. Ob Shakespeare in Carlisle etwas erkannt hatte? Es war äußerst seltsam gewesen, wie intensiv sie sich angeblickt hatten.

Die Heimfahrt verlief schweigend.
Keiner von ihnen wollte die ohnehin schon angespannte Atmosphäre mit unbedachten Worten weiterhin zum bersten bringen oder gar weiteres Benzin ins Feuer gießen. Sie steckten mitten in einer Krise und keiner von ihnen war mental in der Lage dazu, sich seine Fehler offen einzugestehen.
Erschöpft ließ Sofia ihren Kopf an die Lehne sinken, sie war sich zuvor nicht bewusst gewesen, wie schlapp und müde sie sich fühlte. Als hätte sie die ganze Nacht nicht geschlafen, schmerzte ihr Kopf furchtbar und ihre Glieder wollten sich nicht lockern lassen. Diesmal dudelte nicht einmal das Autoradio, weswegen es ihr leichter fiel, sich der vorbei rauschenden Landschaft zu widmen, während Carlisle das Auto geschickt aus der Stadt lenkte. Es regnete noch immer und das grau des schlechten Tages färbte sich weiterhin auf ihre Stimmung ab, doch die Stille half ihr, sich für kurze Zeit in ihrem Schneckenhaus zu verziehen. Manchmal war es ganz erholsam, nicht sprechen zu müssen. Es einfach auf sich beruhen zu lassen, während die Welt ihren gewöhnlichen Lauf nahm.
"Wir sind da", stellte Carlisle irgendwann mit betonter Beiläufigkeit fest, während er über etwas zu grübeln schien und nicht den leisesten Anschein machte, aus dem Wagen zu steigen. Sofia kam ihm deswegen zuvor. Als wäre sie auf der Flucht, riss sie die Türe auf und nahm immer zwei Stufen auf einmal, während Carlisle sich etwas abfallen ließ. Es war ihr nicht unrecht, dass er sie in Ruhe ließ, gerade im Moment konnte sie sich an allem was er tat fürchterlich aufreiben.
Gerade als sie die Treppe in die erste Etage nehmen wollte, legte sich plötzlich ein Arm zwischen sie und das Geländer, weswegen sie unwillkürlich stoppen musste. Verwirrt sah sie zur Seite und erkannte Carlisle neben sich, der ihr unauffällig und leise gefolgt sein musste. Sie hatte seine Schritte nicht gehört. "Was"?, zischte sie wütend und rüttelte an seinem Arm, der ihr den weiteren Weg versperrte. Sie fühlte sich eingeengt. "Ich sage das nicht gerne, aber ich habe dir vorhin erklärt, was ich erwarte", flüsterte er matt und Sofia wusste sofort, was er meinte. Wie konnte er nur nach alldem noch erwarten, dass sie nun den Tisch putzte? Carlisle war manchmal wirklich dämlich! "Das kannst du selber machen", fauchte sie deswegen wütend und drückte mit ihrer letzten, noch vorhandenen Kraft gegen seinen Unterarm. Er gab nicht nach. Keinen Millimeter. "Das könnte ich, ja", murmelte er leise und seine blassen Finger schlangen sich noch ein Stück fester um das hölzerne Geländer. Höchstwahrscheinlich benahm sie sich wirklich kindisch, als sie nun auch noch darüber nachdachte, ernsthaft unter ihm durchzukriechen. Aber sie würde das tun, wenn er sie weiter bedrängte. "Aber das ist nicht meine Aufgabe. Immerhin hast du die Tasse umgeworfen". Es waren pure Fakten, nutzlose Tatsachen, die er ihr aufzählte. Und doch machten sie seine Worte so unfassbar sauer. Carlisle war wirklich ein rotes Tuch für sie und ihren Verstand. "Ich bin aber müde", hielt sie dagegen und das war noch nicht einmal gelogen. Sie sehnte sich regelrecht danach, ihren erschöpften Körper für ein paar Stunden in die Laken zu legen und diesen schrecklichen Tag zu vergessen. "Abgesehen davon, dass du dafür nicht länger als eine Minute bauchen würdest, werde ich nicht länger mit dir diskutieren, Sofia. Du kannst es aufwischen und dich danach ausruhen. Oder du lässt es sein, musst dafür aber auch die Konsequenzen tragen. Ob du heute noch mit uns reden willst, ist deine Sache. Aber diesen Tisch benutzt die ganze Familie und nicht nur du. Es ist deine Entscheidung". Obwohl er seine Forderung ganz sanft klingen ließ, hörte es sich in ihren Ohren an wie eine versteckte Drohung. Egal was er tat, er schaffte es sie innerhalb weniger Sekunden auf 180 zu bringen. Er erpresste sie! Sofort fragte sie sich, wie sie sich jemals mit ihm verstanden haben konnte? Wie hatte sie jemals auch nur einen Funken Sympathie für ihn übrig haben können, wo er doch so herzlos zu sein schien?
Trotzig presste sie die Lippen aufeinander und versuchte ihn mit wütenden Blicken zu töten. Sie hasste ihn so sehr dafür. "Mach es uns nicht so schwer", schob er schlussendlich nach und ließ den Arm sinken, während Sofia schon wieder wütend genug war, etwas zu zerstören. Sofia hasste es, so furchtbar erpressbar zu sein. Wie gerne würde sie nun einfach nach oben rennen und so tun, als wäre ihr diese doofe Kette egal? Wie gerne würde sie Carlisle provozieren, weil er sie auf die Probe stellte und ihr einfach keinen Schritt entgegen kam? War nicht alles egal? "Überleg es dir", meinte Carlisle abschließend, ehe er sich umwandte und selbst im Esszimmer verschwand. Er ließ sie stehen, als wäre es ihm vollkommen egal wie ihre Entscheidung ausfiel.
Für einen Moment so perplex, dass sie es nicht schaffte sich zu bewegen, schwappte schon im nächsten Moment die Wut wieder heiß ihren Magen nach oben und betäubte ihre Sinne. Ohne nachzudenken rannte sie ihm nach und stemmte wutentbrannt die Hände in die Hüften, als sie ihn am Esstisch mit einer Zeitung entdeckte. "Du willst mir meine Kette gar nicht mehr wieder geben", zischte sie und unterbrach ihn, bevor er sich artikulieren konnte. "Du bist unfair"! Ihr ganzer Körper zitterte, während sie innerlich schon wieder mit sich kämpfte, nicht sofort in verzweifelten Tränen auszubrechen. Er sollte nicht merken, wie sehr sie mit sich kämpfte. "Ich habe es dir so oft erklärt, Sofia", antwortete er ruhig und hob kaum den Blick von den Zeilen ab. Er provozierte sie mit allem was er tat. Egal, ob er es so meinte oder nicht. "Anstatt deine Kräfte nun für Diskussionen zu verschwenden, könntest du auch ganz schnell die Sauerei beseitigen. Wäre das so schlimm"? Nun sah er doch auf. "JA", kreischte sie drei Oktaven höher, eine Erklärung dafür ließ sie aber aus. Sie wollte das aus Prinzip nicht tun. "Du hast die Wahl", schloss er mit betonter Ruhe ab und wandte sich wieder seiner Zeitung zu. Er bemerkte, dass er mit ihr im Moment ohnehin nicht ruhig reden konnte und hielt das verbale Konfliktpotenzial deswegen auch ziemlich gering. Höchstwahrscheinlich wäre es sogar eine gute Idee, das Mädchen eine Weile im Wald rennen zu lassen, damit sich ihr Gedankenhorizont wieder klärte. Aber das würde sie ohnehin wieder falsch versehen und höchstwahrscheinlich noch etwas Dummes anstellen. "Du verlierst sie"! Das war ihr nächster, aberwitziger Vorwurf. "Nein, das ist ausgeschlossen", erwiderte er ruhig, konnte ihren flatternden, nervösen Herzschlag langsam aber nicht mehr ertragen. Es quälte ihn, dass sie es ihnen so schwer machen musste. Ganz kurz beschlich ihn doch der Gedanke, dass er sie ein wenig zu hart bestrafte und somit nur das Gegenteil erreichen würde. "Doch, in der Hosentasche kann sie rausfallen. Da ist sie nicht sicher"! Sofia vertraute ihm nicht, generell würde sie diese Kette niemandem anvertrauen. "Oder sie verknotet". Dann wäre sie kaputt und Sofia todtraurig!  
"Liebes, dort wo sie ist, ist sie sicher. Bitte hör' jetzt auf damit". Er faltete die Ecken der Zeitung akribisch genau zusammen, ehe er die Augen aufschlug und das Mädchen musterte, welches noch immer furchtbar aufständisch vor dem Tisch stand und die Pfütze aus kaltem Tee argwöhnisch musterte. Sie kämpfte mit sich, er sah das. Und doch wollte sie nicht so wirklich nachgeben. Wie konnte solch ein zartes Mädchen wie sie nur so furchtbar widerspenstig sein? "Ich verstehe nicht, wieso du solange überlegst", schob er nach, was bei Sofia wieder falsch ankommen musste. Ihr wütender Blick traf ihn mit ungewohnter Schärfe und ehe er überhaupt realisieren konnte, was er falsch gemacht hatte, stürmte sie auch schon die Treppen nach oben und schlug die Zimmertür ins Schloss. Das Carlisle frustriert mit der flachen Hand auf die Tischplatte klatschte, bekam sie schon gar nicht mehr mit.

Den restlichen Tag verbrachte Sofia damit, sich mit wechselhaften Launen unter der Bettdecke zu verkriechen, während sie das Gewitter in ihrem Kopf nicht mehr im Zaum halten konnte. Sie ließ es zu, dass sie abwechselnd furchtbar wütend, im nächsten Moment aber schon wieder unfassbar traurig war. Sie weinte, bis keine Tränen mehr kommen wollten und schlug mit der Faust auf ihr Kissen ein, bis ihr die Kraft schwand. Es erschien ihr mittlerweile zwar selbst kindisch, doch ihr stolzes Ego wollte ihr keinesfalls erlauben, Carlisles Forderungen nachzugeben. Sie war gekränkt und das sollte er auch merken! Er hatte ebenso übertrieben wie sie!
Nachdem sie sich immerhin soweit gefangen hatte, dass sie sich wieder aus dem Bett aufraffen konnte, war es draußen schon dämmrig. Bisher hatte es niemand gewagt, sie zu stören und Sofia hoffte inständig, dass es heute auch so bleiben würde. Sie hatte keine Kraft mehr, ihr Reich weiterhin vor Eindringlingen zu verteidigen und doch würde sie solange kämpfen, bis sie kraftlos in Ohnmacht fallen würde. Sie hatte schon immer schlecht verlieren können und es war etwas, was sie eigentlich auch gar nicht lernen wollte. Frustriert ließ sie sich auf den Stuhl vor ihrem Schreibtisch fallen und schaltete die dazugehörige Lampe ein. Heute hatte sie keinen einzigen Gedanken an die Schule verschwendet und nun, wo ihr die ganzen Unterlagen ins Auge stachen, wurde ihr ganz schlecht dabei. Wie sollte sie das nur alles schaffen? Wie sollte sie jemals aufhören, sich von allem ablenken zu lassen?
Da ihr Frustrationslevel schon wieder am Limit war, beschloss sie, sich heute nicht mehr um die Schulaufgaben zu kümmern und schnappte sich stattdessen ein leeres Blatt Papier und einen Bleistift. Vielleicht würde es ja helfen zu zeichnen, um den Kopf frei zu bekommen. Doch als sie realisierte, was sie dort zeichnete, überkam sie sofort wieder die Wut. Sie hatte nicht nachgedacht, hatte sich von Emotionen und Sentimentalität leiten lassen, wieso war sie nur so anfällig? Wütend wischte sie das Blatt vom Tisch und sprang sofort wieder auf die Beine. Am liebsten würde sie die Zeichnung des brennenden Autowracks verbrennen, doch sie begnügte sich damit, es wieder aufzuheben und zu verknittern, ehe sie es doch wieder achtlos auf den Teppich vor ihrem Bett fallen ließ. Sie war so dermaßen unzufrieden mit allem, dass sie gar nicht wusste, wo sie als erstes ansetzen sollte.
Frustriert ließ sie sich auf die Bettkante sinken. Sie wusste, dass sie sich hineinsteigerte, fand jedoch keinen Auswegen aus der fortwährenden Abwärtsspirale. Stetig kreisten ihre Gedanken um die Kette. Was hatte er gesagt? Sie war dort sicher, wo er sie abgelegt hatte? Aber wo hatte er sie abgelegt?
Es mochte vielleicht nicht ihr durchdachtester Plan gewesen sein, als sie beflügelt von ihrem Geistesblitz doch wieder vom Bett sprang und die Tür zum Flur so leise wie möglich öffnete. Von unten tönte leise Klaviermusik und Stimmengewirr, Carlisle musste also abgelenkt sein. Sicher hatte er die Kette in eine der unzähligen Schubladen in seinem Arbeitszimmer geworfen, genügend Stauraum schien er dafür ja zu besitzen. Wenn sie es also geschickt anstellte, dann würde er sie nicht einmal bemerken!
Auf leisen Sohlen schlich sie sich also am Treppenabsatz vorbei, vernahm noch immer die selben Geräusche und sie hielt erst inne, als sie direkt vor der geschlossenen Tür stand. Ihr pochendes Herz war eigentlich Anzeichen genug, dass ihre Idee dumm und unüberlegt war, doch sie ignorierte es. Ihre Mission war wichtiger als die Angst, erwischt zu werden. Immerhin waren sie doch alle unten, oder? Er würde also gar nicht mitbekommen, dass sie heimlich in seinem Arbeitszimmer herumschnüffelte. Nur für danach müsste sie sich einen Plan überlegen, aber soweit dachte sie noch nicht. Mit einem letzten, zögerlichen Blick auf die Treppe, öffnete sie schlussendlich entschlossen die Tür und schloss sie so leise wie möglich wieder hinter sich. So würde es nicht einmal auffallen, dass sie sich unerlaubten Zugang zu seinen Räumlichkeiten beschafft hatte.
Um nicht noch länger zu trödeln, schlug sie den direkten Weg zu seinem Schreibtisch ein. Der schwere Tisch wirkte seltsam alt und antik, während die lederne Sitzgarnitur auf der anderen Seite des Raumes höchst modern erschien. Die Bücherregale jedoch, mit all den ledernen, eingerissenen Buchrücken und die eigenartigen Gemälde an der Wand wirkten wiederum wieder alt. Ob Carlisle diese Stilbrüche mochte? Abgelenkt von einem Gemälde, welches drei gruselige Männer mit roten Augen und seltsamer Kleidung abbildete, kam Sofia nur mäßig voran. Obwohl die Schubladen in seinem Schreibtisch höchst säuberlich sortiert waren, befanden sich darin nur Büromaterial oder medizinische Unterlagen mit Diagnosen, die sie nicht verstand. Carlisle schien sich außerhalb seiner Arbeitszeiten wohl auch mit Medizin zu beschäftigen. Ob er sich wohl jemals richtig entspannen konnte, wenn selbst hier alles nach seiner Arbeit schrie?
Auch in der zweiten Schublade hatte Sofia kein Glück. Wo konnte er ihre Kette nur versteckt haben? Inständig hoffte sie, dass er sie nicht doch noch in der Hosentasche mit sich herumtrug, oder gar in seinem Schlafzimmer versteckt hatte. Das erschien selbst ihr, in ihrer verzweifelten, frechen Aktion, als besonders heikel. Wieder streifte ihr Blick das Gemälde mit den Männern und sofort schoss ihr den Kopf, weswegen genau Carlisle eine Leidenschaft für solche Gruselfiguren zu haben schien. Die Atmosphäre auf dem Bild war düster und hoheitlich zugleich, ganz so, als wären diese Männer Herrscher von irgendetwas Besonderem. Nur von was? Als würde ihr die nähere Umgebung des Bildes Antworten erläutern, erblickte sie plötzlich eine teuer aussehende Vase auf dem Kamin stehen. Direkt unter dem Gemälde. Ob Carlisle die Kette dort versteckt hatte? Ohne nachzudenken griff sie nach der Vase, kam nicht umhin sie als äußerst hässlich zu bezeichnen, ehe sich plötzlich jemand laut räusperte.

Erschrocken fuhr sie zusammen und wandte sich so schnell zur Tür um, dass ihr Blickfeld dabei verschwamm. Dort im Türrahmen stand Carlisle. Und er sah ziemlich wütend aus! Schlagartig begannen ihre Hände zu schwitzen, während ihr das Herz buchstäblich bis zum Hals schlug. Wie hatte er sich so leise anschleichen können? Wieso musste er ausgerechnet jetzt arbeiten wollen?
"Was machst du da"?, fragte er unnötigerweise und sie sah ihm an, dass er deutlich nach Beherrschung rang. So war das nicht geplant gewesen! "Ich...", stotterte sie ratlos und sah zwischen ihm und der Vase hin und her, als müsste sie sich erst eine passende Ausrede einfallen lassen. "Ich wollte mir ein Buch ausleihen. Und dabei sind mir diese Bilder aufgefallen". Ganz eng gesehen, war es nicht einmal gelogen. Die Gemälde hatten sie wirklich von ihrem Fokus abgelenkt. Das sie nach ihrer Kette gesucht hatte, musste sie ihm ja nicht direkt auf die Nase binden. "Aha", erwiderte Carlisle langsam und er schloss die Tür hinter sich, ehe er sich rücklings an seinen Schreibtisch lehnte. "Da hast du wohl die Bücher mit der Vase verwechselt". Seine Blicke waren so intensiv, dass sie wohl bis zum Grund ihrer Seele sehen konnten. Sie fühlte sich ertappt. Das musste sich auch auf ihrem erröteten Gesicht abspiegeln. "Ich hab sie mir nur angesehen", verteidigte sie sich lahm und war trotzdem nicht in der Lage dazu, sie einfach wieder auf ihren Platz zu stellen. Es fühlte sich so an, als wollten ihr die Beine gar nicht mehr gehorchen wollen. Konnte der Tag eigentlich noch schlimmer werden? "Hältst du mich wirklich für so dumm, Sofia"? Nervös beobachtete sie, wie Carlisle sich bedächtig von seinem Schreibtisch abstieß und sich auf sie zubewegte. Erschrocken wich sie einen Schritt zurück, fühlte aber schon im nächsten Moment seine kalten Hände, die ihr quälend langsam die Vase aus den Händen nahmen. Sicher würde er in den nächsten Augenblicken einfach explodieren, weil er sein teures Stück in Sicherheit wusste. "Wieso lügst du mich an"?, fragte er mit rauer Stimme und er platzierte sich so, dass sie an ihm hochsehen musste. Und das gab ihr gemeinerweise  das Gefühl von Unterlegenheit. War Carlisle schon immer so groß gewesen? So furchteinflößend?
Ihr Schweigen schien ihm Aufschluss genug zu geben. Er fuhr fort, ohne auf eine weitere Reaktion zu warten. "Ich bin wirklich enttäuscht von dir, Sofia. Das du mich wirklich so belügen musst, dass du mich beklaut hättest, obwohl ich dir so viele Chancen gegeben habe, deine Kette auf ehrlichem Weg zurückzuerlangen. Findest du das fair"? Es gab zwei Dinge, die sie ganz gehörig an seiner Aussage störten, die sie vielleicht besser für sich behalten hätte, wenn sie schlau gewesen wäre. Doch sie konnte nicht an sich halten, nicht nach diesem Tag. "DU hast MICH beklaut", schoss sie aufgebracht zurück und rückte vorsichtshalber einen Schritt von ihm ab. "Dir gehört diese Kette nicht"!
-"Nun, ich habe dir stets die Wahl gelassen, oder"? Carlisle verschränkte unnachgiebig die Arme. Sie mochte es nicht, wenn er so wütend war. Seine kühle Erscheinung schmerzte furchtbar. "Das war keine Wahl", hielt sie tapfer dagegen, wurde aber schon wieder eine Spur trauriger dabei. "Du akzeptierst nie, wenn ich nicht deiner Meinung bin. Ich darf nie selbst entscheiden". Sie fühlte sich bevormundet und bedrängt, merkte er das nicht? "Abgesehen davon, dass deine Vorstellungen manchmal einfach unpassend sind, wollen wir dir mit unseren Vorschlägen nur helfen. Manchmal können wir einfach besser entscheiden, was gut für dich ist, verstehst du mich"? Ihre zusammenfallenden Schultern stachen ihm sofort in die Augen, noch schien er ihr allerdings eine ganze Menge zu sagen zu haben. "Alles, was wir jemals von dir verlangt haben, war nie zur Strafe gedacht"!
-"Aber meine Kette...", begann sie zögerlich, wurde aber schon nach einem halben Satz von ihm unterbrochen. "Das dient deiner Erziehung", raunte er und wich nun einen Schritt von dem Mädchen zurück, um sie nicht länger zu bedrängen. "Wir alle haben so viel Verständnis für dich, Sofia. Für alles. Du kannst jederzeit zu uns kommen und reden, wenn du dich nicht gut fühlst. Willst du uns so danken? Wir haben dir zu Beginn erklärt, dass es hier Regeln gibt und daran musst auch du dich halten. Deine Vergangenheit ist kein Freifahrtschein für schlechtes Benehmen"!

Wie er das sagte!
Als wäre sie ein besonders hartnäckiger, schwer erziehbarer Fall.
Als wäre sie nichts weiter als eine Last, die sie nun zu tragen hatten!
Als wäre sie nichts weiter wert, als der Dreck unter seinen Fußsohlen!
Lola hatte recht gehabt und sie war all die Wochen zu blauäugig gewesen, diesen Umstand als wahr zu erkennen. Sie war hier eingezogen und hatte ihnen seither nur Probleme bereitet. SIE war das Problem. SIE war lästig!
Diese Erkenntnis traf sie unvorbereitet hart.
Stumm blickte sie auf den Boden, als sie die Tränen in ihren Augen brennen spürte. Sie hatte ja nicht einmal Gegenargumente. "Anstatt deine Kraft also auf Diskussionen und Aktionen wie diese zu fokussieren, hättest du deine Kette auch ganz einfach zurückbekommen können. Höchstwahrscheinlich hättest du sie schon längst wieder, wärst du nicht so trotzig gewesen". Carlisle hörte nicht auf zu reden, sah er nicht, dass jedes einzelne Wort ihr mitten ins Herz traf? Warum war er nur so herzlos? Elegant ließ er sich auf dem Bürostuhl nieder und schuf somit eine ganze Menge Abstand zwischen sich und seiner Pflegetochter, die wie ein Häuflein Elend auf der Stelle trat und heimlich weinte. Sie ahnte ja nicht, dass sie ihre Tränen vor ihm nicht verstecken konnte. "Du schlägst dich in der Schule, wirst vom Unterricht suspendiert und benimmst dich, gelinde gesagt, wie eine kleine, freche Göre. Wo soll das hinführen, hm"? Seine Stimme war wieder sanft geworden, doch selbst diese oberflächliche Beschreibung ihrer Launen klang aus seinem Mund wie ein schrecklicher Tadel. Er deutete mit seiner freien Hand auf den Stuhl vor seinem Schreibtisch, ein Zeichen das sie sich setzen sollte. Aber wollte sie das wirklich? Carlisle machte nicht den Anschein, als würde heute noch etwas tröstliches kommen und auf den Rest, konnte sie ganz gut verzichten.
Es waren trotzdem ihre Füße, die sie automatisch zum Stuhl führten. So wie sie hier saßen repräsentierte  es das Machtverhältnis zwischen ihnen eindeutig. Sie fühlte sich zurückversetzt, in der Schule war es auch so gewesen. Niemand hatte wahrgenommen, dass sie Lola nicht grundlos geschlagen hatte. Niemand interessierte sich dafür, was sie störte. Verstohlen wischte sie sich über das Gesicht.
"Oh, Kind. Was mach ich nur mit dir"?!, hörte sie Carlisle seufzen, verstand aber auch den rhetorischen Sinn dahinter. Vielleicht würden sie sie ja doch wieder abgeben. "Weißt du Sofia, du bist wirklich ein tolles Mädchen. Aber es fällt uns wirklich manchmal schwer zu verstehen, was in deinem Kopf vorgeht. Vertraust du uns denn so wenig, dass du uns nicht erzählen möchtest, was los ist"? Verletzt schluchzte sie auf. Daran lag es doch gar nicht! Niemand würde ihr glauben, jeder verurteilte sie. Wäre sie an diesem verhängnisvollen Montag doch niemals in die Schule gegangen. Ratlos zuckte sie mit den Schultern, alles was sie sagte war irgendwie falsch. "Und ich frage dich nun noch einmal: Findest du es fair, einfach in mein Arbeitszimmer zu gehen und nach der Kette zu suchen, anstatt einfach mit Esme und mir zu sprechen? Manchmal hilft es, sich all die Gefühle mal von der Seele zu reden, weißt du"? Kurz wartete er ab, doch Sofia sah nicht auf. Sie reagierte auf kein einziges Wort. "Aber du kannst nicht einfach in mein Büro gehen. Das hat auch etwas mit Privatsphäre zu tun. Würde es dir gefallen, wenn ich einfach so in dein Zimmer gehen, alles durchsuchen würde"? Natürlich würde es ihr nicht gefallen. Aber das band sie ihm nicht auf die Nase. Stattdessen zuckte sie wieder mit den Schultern. "Ich glaube nicht", sprach er einfach weiter und verlagerte das Gewicht etwas nach vorne. Konnte er es eigentlich noch schlimmer machen?
"Ich sage es dir nun zum allerletzten Mal, Sofia. Dieses Zimmer ist tabu für dich, wenn ich nicht dabei bin. Du kannst gerne ein Buch haben, davor fragst du mich aber bitte".
-"Ich hätte schon nichts kaputt gemacht", verteidigte sie sich schwach, als sie den Eindruck bekam, dass es ihm nur darum ging. Doch er wiegelte ab. "Es geht nicht darum. Und das weißt du auch". Bedächtig faltete er die Hände ineinander. "Was sollen wir jetzt tun? Soll ich dich nochmal bestrafen? Sollen wir es dabei belassen? Sofia, du machst es mir nicht einfach". Nicht einmal im Ansatz hatte sie sich für ihre Aktion entschuldigt, was sollte er also tun?

"Nicht noch eine Strafe", jammerte sie gekränkt, während die Tränen gar nicht mehr versiegen wollten. Seitdem er ihr die Kette genommen hatte, fürchtete sie sich vor seinen Strafen. Wie hatte sie jemals so dumm sein können zu denken, dass er sie mit nichts erweichen konnte? "Wir können ja reden wenn du willst", lenkte sie leise ein und hob nun doch den Blick. Carlisle sah sie durchforstend an und schien zu überlegen. Dabei hatte sie doch eigentlich gar nicht den Kopf dafür, sich nun nochmal mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Ihr Kopf schmerzte, sie war müde und todtraurig. Carlisle würde nur wieder alte Wunden aufreißen und sie somit vom schlafen abhalten. So wie letzte Nacht. Und doch wollte sie unter allen Umständen nicht ohne diese Kette schlafen.
"Nein, Sofia", ertönte es da plötzlich und diese Reaktion war so überraschend, dass ihr vor Schreck der Mund wieder aufklappte. Sie hatte fest damit gerechnet, dass er einwilligte. Wieso sagte er plötzlich nicht zu? "Du hast dich heute so daneben benommen. Es ist schon spät und mir reicht es für heute. Ich denke, für dich trifft das selbe zu. Ich sehe doch, dass du müde bist". Er erhob sich, als ihr wieder die Tränen die Sicht nahmen. Für sie fühlte es sich so an, als würde er immer nach Möglichkeiten suchen, ihr die Kette vorzuenthalten. Als würde es ihm Spaß machen, sie zu quälen. "Du bist gemein", weinte sie und erhob sich ebenfalls, um bestenfalls die Flucht zu ergreifen. Sie sah seinen gequälten Gesichtsausdruck nicht. "Versuch' es morgen nochmal", eröffnete er abschließend und öffnete ihr die Tür, versuchte ihr dabei allerdings beruhigend eine Hand auf die Schulter zu legen. Sie wich ihm zitternd aus und stieß sich dabei den Arm am Türrahmen. Den dumpfen, kribbelnden Schmerz in ihrem Ellenbogen spürte sie nur gedämpft. Er verzog gequält das Gesicht, als er ihr über den Gang folgte und sicher stellte, dass sie an einem Stück in ihrem Zimmer angekommen war. Wie gerne würde er sie einfach in den Arm nehmen und ihr ins Ohr flüstern, dass alles nicht so schlimm war? Doch dafür waren die Fronten zu verhärtet-Leider. Sie hatte sich sofort aufs Bett geworfen und weinte leise in ihr Kissen. Sie nahm ihn schon gar nicht mehr wahr.

"Versuch' zu schlafen, Liebes", flüsterte er sanft und breitete eine Decke über ihrem schmalen Körper aus. "Morgen sieht die Welt schon wieder ganz anders aus". Behutsam strich er ihr über die blonden Haare, ehe er sich von dem traurigen Anblick losriss und die Tür leise hinter sich zu zog.
Wie hatte es dieses Mädchen nur so tief in sein kaltes Herz geschafft?

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Und ich glaube, am nächsten Tag wird auch alles wieder besser. Was meint ihr? :)
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