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Wendungen

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P18
Carlisle Cullen Edward Anthony Masen Cullen Esme Cullen Jasper Whitlock Hale OC (Own Character) Rosalie Hale
02.01.2020
10.10.2020
85
279.809
30
Alle Kapitel
387 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
07.04.2020 1.988
 
Hallo ihr Lieben,
ich möchte die Situation kurz nutzen, um mich bei euch zu bedanken.
DANKE, für über 10.000 Aufrufe, 77 Favoriteneinträge,  9 Empfehlungen und 57 Reviews. Ich sehe meine Geschichte wachsen und bin so erstaunt, dass sie so gut bei euch ankommt. Was mit einer kleinen Idee begann, spinnt sich nun in meinem Kopf zu etwas Großem. Ich bin dankbar für jeden Einzelnen von euch und freue mich immer so sehr über euer Feedback!
Bleibt gesund <3
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"Ich habe euch von Anfang an gewarnt", echauffierte sich Rosalie lautstark während Esme betreten zu Boden starrte. Sie diskutierten schon etwa eine halbe Stunde darüber, wie sie Sofia ihre menschliche Existenz weiterhin glaubhaft machen konnten. Zwar war bisher nichts passiert, doch sie alle merkten ihre leisen Zweifel. Ihre kalte, blasse Haut war einfach zu verräterisch. Irgendwann würde sie Fragen stellen. "Es wird nicht mehr lange dauern und sie wird es herausfinden. Und dann? Was wollt ihr dann machen"? Rosalies goldene Augen bohrten sich ganz besonders intensiv in die von Carlisle. Er hatte sich bisher zurückgehalten, auch wenn manch eines seiner Kinder ihn schon direkt mit Fragen bombardiert hatte. "Sie wird es nicht rausfinden, wenn wir es geschickt genug anstellen", betonte Carlisle leise und faltete wie so oft die Hände auf dem Tisch. "Ihr dürft ihr nur keinen Grund geben sich zu wundern". Während Rosalie hysterisch kicherte, stöhnte Jasper leise auf. Sie beide waren schon von Anfang an dagegen gewesen, einen Menschen hier aufzunehmen. Die Umstände hatten es dennoch nicht anders zugelassen und Carlisle war sich beinahe sicher, dass auch Jasper die Kleine unheimlich gut leiden konnte. Zumindest wirkte es so, wenn er sie zusammen beobachtete. "Das wird nicht funktionieren", mischte sich nun Rosalie wieder ein, die beleidigt die Arme vor der Brust verschränkte und sich ein Stück nach hinten lehnte. Seitdem Sofia hier wohnte, war sie sehr unausgeglichen und wütend. Es war anstrengend. "Alice Gabe hat sie doch auch entschlüsselt, ohne das ihr es verhindern konntet. Sie ist nicht dumm, Carlisle. Bevor du merkst das sie es gemerkt hat, werden uns die Volturi einen Kopf kürzer machen"!
"Mal' nicht den Teufel an die Wand, Rose", mischte sich nun auch Edward ein. "Ich kann ihre Gedanken kontrollieren, hast du das schon vergessen? Ich weis, was sie denkt. Damit können wir arbeiten". Zum ersten Mal überhaupt heute Nacht, hatte Edward einen wirklich guten Plan. Wenn er ihre Gedanken tatsächlich überprüfte, hatten sie nichts zu befürchten. Denn auch Sofia war nicht in der Lage dazu, ihre Gedanken zu verschließen. Sie ahnte nicht, was er konnte. Also war es noch einfacher, auch wenn er natürlich wusste, dass er damit ziemlich weit in ihre Privatsphäre eintrat. Doch bevor sie dieses heikle Thema ausschlachten konnten, fuhr ihnen Rosalie wieder dazwischen. "In ihren verrückten Kopf würde ich gar nicht sehen wollen". Schnippisch reckte die Blondine das Kinn hoch und erntete daraufhin verärgerte Blicke ihrer Eltern. Sie konnte dieses Mädchen einfach nicht leiden. "Rosalie, es wird Zeit das du dich an sie gewöhnst", erwiderte Carlisle streng. "Sie gehört jetzt zu unserem Leben dazu. Du solltest das langsam akzeptieren".

Für einen Moment war es so still, dass sie eine Stecknadel fallen hören konnten. Dann zischte sie leise, verwaschene Flüche. "Ich werde diese kleine Göre niemals akzeptieren. Sie ist nicht wie wir! Wieso versteht ihr das nicht? Sie macht nur Ärger"! Und wenn sich Carlisle und Esme tatsächlich nicht von ihr trennen konnten, wäre sie auch ihr Untergang."Das ist sehr ungerecht, Liebes", schaltete sich nun auch Esme ein, die für einen kurzen Moment die Augen geschlossen hatte, um sich zu sammeln. "Du gibst ihr keine Chance, denkst du wirklich sie hat das verdient"? Mit mütterlicher Einfühlsamkeit schien sie bei ihrer eitlen Tochter allerdings auch nicht unbedingt ins Schwarze zu treffen. "Ihr habt euch doch tatsächlich in ihren kindlichen Charme verschossen. Erbärmlich", giftete sie weiter und stand abrupt vom Stuhl auf. Niemand erwiderte etwas, das gab ihr genügend Bestätigung. Sie alle glaubten, dass sie auf diesem Mädchen noch etwas formen konnten. Sie fühlten sich plötzlich gebraucht und insgeheim genossen sie diese Zuneigung. Rosalie hatte das längst durchschaut! "Ich gebe euch einen wirklich gutgemeinten Tipp, wenn euch an dieser Familie auch nur ein Funke liegt : Springt über euren Schatten und gebt dieses Mädchen wieder ab, bevor sie uns die Existenz kostet", fauchte sie wütend und schüttelte Emmetts Arm ab, der sie stumm zu beschwichtigen versuchte. "Wäre das nicht sehr herzlos? Wie sollten wir ihr das erklären"?, erwiderte Esme und schüttelte entschlossen den Kopf. Sofia einfach sich selbst zu überlassen kam auf keinen Fall in Frage. "Macht es, bevor sie sich an uns gewöhnt. Dann ist es leichter". Wenn sie sich erst einmal an sie gewohnt hatte, wenn sie anfangen würde sie in ihr Herz zu lassen...dann wäre dieser Schritt bei weitem schlimmer als sie direkt nach einem Monat wieder wegzuschicken. "Auf keinen Fall, Rosalie. Es reicht jetzt", schaltete sich nun auch wieder Carlisle ein, der sehr nachdenklich der Kommunikation gefolgt hatte. "Sofia bleibt hier und wir werden in Zukunft vorsichtiger sein"! Schnippisch wandte sich die Blondine ab und verschwand im oberen Stockwerk. Sie würde dieser albernen Diskussion nicht weiter folgen und das war für den Rest der Familie in Ordnung. Sie wussten, wie sie mit einer erregten Rosalie umzugehen hatten, ohne das ihr Vulkan die Stadt mit Lava überflutete. "Also", setzte Carlisle nach einigen Sekunden wieder an. "Wir müssen vorsichtiger sein. Das heißt wir schränken unsere Berührungen ein, sie soll nicht merken wie kalt wir sind. Alice, du solltest deine Vorahnungen für dich behalten, auch wenn es dir schwer fällt. Wir sollten nichts mehr riskieren". Alice nickte betreten, sie machte sich Vorwürfe. Hatte sie doch niemals gewollt, dass Sofia direkt hinter ihre Gabe kam. "Und Emmett? Vielleicht gehst du ein wenig vorsichtiger mit ihr um. Sie ist zerbrechlich". Schmunzelnd lächelte der große Bär, erst letzte Woche hatte sie sich den Kopf an seiner harten Schulter gestoßen. Nicht schlimm zwar, aber es hatte ausgereicht um sie nachdenklich zu stimmen, was seine Körpersubstanz anging. "Verhaltet euch sonst einfach unauffällig, ich bin stolz auf euch. Es klappt toll". Carlisle wärmende Worte entlockten seinen Kindern ein Lächeln, zusammen würden sie das schaffen. Ganz sicher!
Sie unterhielten sich noch bis zum Morgengrauen, ehe Sofias Wecker durch die Wände schrillte. Aus Erfahrung wussten sie jedoch, dass sie noch mindestens zwanzig Minuten brauchte, um sich aus den Federn zu schieben.

Heute dauerte es sogar noch ein wenig länger, ehe sie verschlafen im Wohnzimmer auftauchte und dem Rest einen Guten Morgen wünschte. Insgeheim fragte sie sich schon, wie sie es schafften so früh immer so gut auszusehen. Hatte sie sie überhaupt jemals müde oder ungestylt gesehen? Es war zum neidisch werden! Seufzend legte sie sich auf den Sofa und schloss noch einmal für einen Moment die Augen, was jedoch schon nach wenigen Sekunden unterbunden wurde. "Was soll das denn werden? Winterschlaf?! Geh endlich frühstücken", hörte sie Rosalie meckern und Sofia richtete sich augenrollend auf. Mittlerweile war sie gut darin, die immer schlecht gelaunte Blondine zu ignorieren und ihren Sticheleien keinen all zu große Bedeutung zu schenken. Dann würden sie sich eben nicht verstehen. Dennoch konnte sie nicht verhindern, dass sie Rosalies Verhalten ein wenig an Lola erinnerte. Sie ähnelten sich furchtbar und insgeheim fragte sie sich, warum sie sich noch nicht angefreundet hatten. Gesellte sich Böses nicht immer zum Bösen? Trotz das sie sich ihre Nervosität nicht am Tisch anmerken ließ, hatte sie dennoch ein wenig Bammel heute in die Schule zu fahren. Lola und ihre Freundinnen gingen zwar eine Stufe über ihr zur Schule, doch sie hatte sie ab und an in der Cafeteria getroffen. Das wollte sie nach der gestrigen Demütigung auf jeden Fall vermeiden! Also versuchte sie ihre Freunde nach den ersten Stunden davon zu überzeugen, die Pause vielleicht nach draußen zu verlegen, was sich allerdings als auswegloser Versuch darstellte. Ihnen war es dort zu nass und zu kalt, weswegen sie ihnen mutlos in die Cafeteria folgte und sie immerhin zu einem Ecktisch überreden konnte. "Also irgendwie benimmst du dich heute seltsam", war Olivers sachliche Feststellung die Sofia sofort mit einem Augenrollen quittierte. Er würde sich auch komisch benehmen, wenn er von wildgewordenen Mädchen terrorisiert werden würde. Aber auch das würde sie ihnen nicht erzählen, zu tief saß die Demütigung ihr noch in den Knochen.

Die Mittagspause verlief ohne Zwischenfälle und als sie sich nach dem Gongschlag erhob, war sie schon guter Dinge die Mädchen heute nicht zu sehen, als plötzlich ein ihr sehr gut bekannter Pullover direkt vor ihr zu stehen kam. "Gefällt er dir"?, fragte Lola spöttisch die sich das Markenzeichen auf der Brust provokant glatt strich. "Ich habe ja gesagt er steht mit tausend Mal besser als dir, zumindest fülle ich ihn aus". Hinter vorgehaltener Hand zwinkerte sie und Sofia ballte die Hände zu Fäusten. Sie konnte nicht glauben, dass Lola es tatsächlich wagte ihre Kleidung auch noch zu TRAGEN! "Gib ihn mir wieder zurück", zischte Sofia zurück und Lola hüpfte dabei einen Schritt zurück. "Niemals, sei froh das du gestern dein Handtuch behalten durftest. Dich nackt loszuschicken wäre aber auch eine Strafe für jeden gewesen, der dich so gesehen hätte". Abschätzig wanderte ihr Blick wieder an ihr hoch und runter. Wie konnte ein einzelner Mensch nur so viel Selbstbewusstsein und gleichzeitig solch ein hässliches Rattengesicht haben?! Lola war ein wirklich, wirklich furchtbarer Mensch. "Wenn du denkst das ich deswegen nicht mehr zu Training komme, liegst du falsch", erwiderte Sofia in einem Anflug von Verärgerung und Lola zuckte die Schultern. "Mach nur, wenn du dich traust. Das wird so witzig werden". Gespielt freundschaftlich tätschelte sie ihr die Schulter, ehe sie lässig aus der Mensa stolzierte. Das die Cullens ihr einen abschätzigen Blick hinterher warfen, bemerkte Sofia in ihrer Wut gar nicht. Was dachte sich diese Lola eigentlich?

"Mit der solltest du dich echt nicht anlegen", warnte Ava auf dem Weg zum nächsten Unterricht unsicher. Sie hatte die Unterhaltung halbwegs mit angehört. "Sie ist hier sowas wie die Queen, ziemlich beliebt und sowas. Sie bekommt immer was sie möchte". Ava sah besorgt aus, aber das ignorierte Sofia gekonnt. Sie würde sich doch sicher nicht von dieser hochnäsigen Zicke aus dem Team vertreiben lassen, nur weil ihr ihre Nase nicht passte. Zwar war Sofia unheimlich verletzlich, aber innerlich ließ sie sich nur ungern unterdrücken und zumindest nach außen wirkte sie souverän. In der Schule wenigstens, zuhause konnte sie die eine oder andere Träne dann doch nicht unterdrücken. "Letztes Schuljahr haben Lola und ihre Freundinnen ein Mädchen fürchterlich zugerichtet, weißt du? Sie haben sie erst am nächsten Morgen in der Schwimmhalle gefunden. Es kam sogar die Polizei".
"Was ist passiert"?, fragte Sofia schockiert und konnte sich kaum vorstellen, dass Lola tatsächlich SO weit gehen konnte. Vielleicht übertrieb Ava einfach. "Ich weis es nicht genau, aber man hat sie nackt und bewusstlos in den Umkleiden gefunden. Sie musste auch ins Krankenhaus. Aber Lolas Eltern sind Anwälte, sie haben das alles schön unter den Tisch gekehrt und so kam die Wahrheit auch nie ans Licht". Die Mädchen setzten sich an ihre Plätze im Klassenzimmer. "Was ist gestern passiert"?, schob sie hinterher und Sofia wollte schon zu einer ausweichenden Antwort ansetzen, als der Lehrer schon durch die Tür stürmte. Das war bestes Timing, um der unangenehmen Frage auszuweichen.
Das sie allerdings in ihren besorgten Gedanken versank, merkte sie erst nach Ende der Stunde. Was würde also passieren, wenn Lola keine Ruhe geben würde? Wäre sie dann ihr nächstes Opfer?
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Ich hoffe euch hat dieses kleinere Kapitel gefallen, morgen gibt es einen kleinen Zeitsprung zum Ende der Woche :)
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