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Wendungen

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P18
Carlisle Cullen Edward Anthony Masen Cullen Esme Cullen Jasper Whitlock Hale OC (Own Character) Rosalie Hale
02.01.2020
10.10.2020
85
279.809
30
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
30.03.2020 2.842
 
Hallo ihr Lieben,
hier das nächste Kapitel. Ich hoffe ihr seid weiterhin gesund und kommt gut durch die Woche.
Fühlt euch gedrückt.
Haypoint :)
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"Rose, ich werde nicht diese kitschige Liebesschnulze ansehen", beschwerte sich Emmett lautstark, als Rosalie sich die Fernbedienung unter den Nagel gerissen und drei Meter vor ihm zurückgewichen war. Sie diskutierten seit einer geraumen Zeit darüber, welchen Film sie zum Abschluss des Wochenendes noch ansehen sollten, weswegen Sofia sich stumm auf den ledernen Sessel zurückgezogen hatte. Sie mochte keine Diskussionen, selbst nicht die banalen Debatten. Im Grunde war es ihr auch wirklich egal welchen Film sie ansehen würden, solange sie davon nicht einschlief oder den Sinn dahinter verstand. Es gab nichts schlimmeres, als sich am Ende des Filmes über den Inhalt zu wundern. "Emmett, wir wollen aber alle diesen Film ansehen", flötete Alice die wiederum von Edward unterbrochen wurde. Mittlerweile hatten sich zwei Lager mit unterschiedlichen Meinungen gebildet, nur Jasper schien sich ebenfalls aus dem Ganzen herauszuhalten. Er warf dem Mädchen einen vielsagenden Blick zu und sie lächelte, weil die Situation schon irgendwie kurios war. Irgendeine Lösung würden sie schon finden müssen, wenn das nicht den ganzen Abend so weitergehen sollte. "Ihr schnattert wie Gänse", fuhr Esme plötzlich dazwischen, die am Türrahmen auftauchte und auf den Fernseher starte. Dort lief noch immer kein Film. "Esme, bitte sag den Jungs das wir diesen Film sehen wollen", plapperte Rosalie und schon wieder brach eine Diskussion aus, die furchtbar laut und unnötig in die Länge gezogen wurde. Sie waren eben auch alle unermesslich stur und unnachgiebig.Esme wurde unfreiwillig in diese Debatte integriert und Sofia grinste schief, als sie tatsächlich gegen die Jungs und für die Mädchen stimmte. Da hatten Edward und Emmett wohl wirklich Pech gehabt, wenn sie sich tatsächlich nicht mit dieser Liebesromanze abfinden konnten. "Wenn wir Carlisle fragen, dann ist es wieder unentschieden", warf Emmett entnervt ein und winkte ab, weil Esme schon zu einer Erwiderung ansetzen wollte, die sicherlich nicht seiner Meinung entsprach. "Also ich schlage vor wir schauen diesen Film. Aber beim nächsten Mal entscheiden wir". Dieses Abkommen war relativ schnell gefällt, weswegen sie schlussendlich den Film anstellten und Sofia sich stumm auf dem Sessel in eine Decke einrollte. Im Gegensatz zu der ganzen, lauten Cullen Meute wirkte sie wie ein stummer Goldfisch im Glas.

Kaum war der letzte Dialog der Schauspieler zu Ende, streckte sich Edward lautstark und Alice und Rosalie fingen verliebt an zu quasseln, während Sofia stumm mit ihrem Kopf auf der Armlehne liegen blieb. Sie hatte sich dabei so verdreht, dass es beinah ein wenig ungesund aussah. Sie konnte sich nicht so wirklich für die Handlung des Filmes begeistern wie es Alice oder Rosalie taten, viel eher hätte sie wohl doch den Jungs zustimmen sollen. Ein Actionfilm wäre wohl irgendwie spannender gewesen. Nun fühlte sie sich nicht begehrt wie die Frauen in dem Film und furchtbar müde. Es war das Kissen an ihrem Kopf, was sie aufschrecken ließ. "Hey, du kleine Hexe. Schläfst du schon oder was"?, fragte Jasper belustigt und sie schmiss ihm das Kissen zurück, leider duckte er sich geschickt drunter hinweg. "Zu langsam", zog er sie auf und grinste mit breiten Wangen, während sie schlicht die Augen verdrehte und schon im Begriff war, sich einfach wieder mit dem Kopf auf die Lehne zu betten ehe er ihr das Kissen erneut an den Kopf warf. "Jasper, du nervst", warnte sie genervt und schmiss ebenfalls wieder zurück, merkte jedoch nicht sofort das sie nicht Jasper, sondern Carlisle damit traf. Geschickt hatte er das Kissen mit seinen langen Fingern aufgefangen und schmunzelnd zurück auf den Sofa gelegt, während er gestisch auf die Treppe deutete. Seit wann saß er da überhaupt? "Ich glaube es wird auch langsam Zeit", meinte er und Sofia folgte seinem Blick auf die Uhr. Es war tatsächlich schon relativ spät. Morgen würde der Wecker wieder früh klingeln. "Ja", antwortete sie gedehnt und belohnte sich trotzdem noch einige Minuten damit, auf dem warmen Sessel liegen zu bleiben, während Rosalie und Emmett schon nach oben gingen. Ein wenig schwerfällig stemmte auch sie sich aufrecht und wünschte den restlichen Anwesenden eine Gute Nacht, ehe sie die Treppen nach oben nahm und sich für die Nacht kleidete.

Es war Carlisle, der ein paar Minuten später nochmals gegen ihre Tür klopfte und eintrat, während sie sich schon in ihre Decken gekuschelt hatte. Verwirrt blinzelte sie ihm entgegen, als er sich langsam auf ihre Bettkante sinken ließ und behutsam über die Lichterketten strich. "Kannst du damit besser schlafen"?, fragte er einfühlsam und das milde Licht der Lichterketten reflektierte dabei seltsam anmutig auf seiner Haut. "Viel besser", antwortete sie dankbar. "Irgendwie ist das beruhigend, weißt du"? Ihre blauen Augen fixierten den Mann auf ihrem Bett ganz genau, während er überrascht wirkte. "Wie meinst du das"?, fragte er verwirrt. Ihre Denkweise war manchmal wirklich sonderbar und dennoch so interessant, dass er sie so gerne verstehen würde. "Ich weiß nicht wie ich das erklären soll. Aber mit Licht wirkt alles immer weniger gruselig. Manchmal hatte ich Angst, dass die Dunkelheit mich aufrisst. Man sieht immer so viel was gar nicht da ist". Einfühlsam nickte er, ihre Worte waren furchtbar weise gewählt und für ihre Verhältnisse auch sonderlich tiefgreifend. Normalerweise erzählte sie ihm nicht so viel über ihre Ängste. Und das stimmte ihn wahnsinnig stolz. Vielleicht hatte ihr Streit und der darauffolgende Albtraum ja auch etwas positives gehabt, wenn man es auf ihre Beziehung projizierte. "Die Dunkelheit ängstigt, weil Menschen sich dabei mit ihrer Phantasie konfrontiert fühlen. Die Psyche spielt manchmal alberne Streiche", versuchte er ihr so sachlich wie möglich zu erklären. "Wichtig ist nur, dass man sich das auch in Erinnerung ruft. Sich in der Angst zu verlieren wirkt wie Gift auf den Körper". Sanft steckte er die Decke um ihren schmalen Körper fest, während Sofia ihn nachdenklich ansah. "Hast du auch vor etwas Angst"?, fragte sie vorsichtig nach und konnte sich dabei kaum vorstellen, dass es etwas gab was die Cullens ängstigen sollte. Sie wirkten so perfekt und vollkommen, wie sollte ihnen da etwas Angst machen? "Natürlich Liebes". Seine Augen schienen ein Stück dunkler zu werden, während er das sagte. "Aber wichtig ist, dass man die Ängste nicht die Oberhand gewinnen lässt. Es gibt immer eine Lösung, auch wenn man sich für eine Zeit vollkommen hilflos dabei fühlt. Es ist nie das Ende".

Carlisle wirkte immer so weise, wenn er etwas sagte. Die Art, wie er Wörter zu Sätzen verpackte war furchtbar elegant und durchdacht. Wann hatte sie ihn jemals unkontrolliert gesehen? Selbst im Streit schien er stets angemessen und niveauvoll, ganz im Gegensatz zu ihr. Manchmal wünschte sie sich auch, dass sie sich ein wenig mehr kontrollieren könnte. Nur ein ganz kleines bisschen. "Und vor was hast du Angst"?, fragte sie weiter und er schmunzelte daraufhin undefiniert. "Das erzähle ich dir vielleicht wann anders". Ein wenig enttäuscht war sie schon, doch sie wollte ihn auch nicht dazu drängen ihr etwas zu erzählen. Immerhin wusste sie selbst genau wie es war, wenn man zu etwas gezwungen wurde. Vielleicht würde er ihr das ja irgendwann mal erzählen. "Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass ihr vor etwas Angst haben könnt", antwortete sie dennoch und ließ dem verwirrten Carlisle gar nicht die Chance dazu, eine Frage zu stellen. "Ich meine...ihr seid so perfekt. Und groß. Und ihr wisst auf alles immer eine Lösung. Und in der Schule redet jeder ehrfürchtig über euch, wie könnt ihr euch da noch fürchten? Ihr habt doch alles". Mit dieser philosophischen Wendung hatte Carlisle wohl nicht gerechnet, denn er benötigte eine Weile um zu antworten. "Sofia, denkst du wirklich nur weil wir auf andere Menschen perfekt wirken, sind wir das auch? Jeder hat Sorgen, auch wir. Und es gibt Dinge, vor denen auch wir Angst haben. Das ist ganz normal", erklärte er ruhig und stützte sich mit einem Arm auf der Matratze ab. "Aber du solltest in solchen Situationen immer hinterfragen ob es tatsächlich so ist. Niemand ist wirklich perfekt. Das gibt es nicht. Sorgen und Ängste sind nur vollkommen individuell. Der Schein ist es, der die Blase manchmal aufrecht erhält und auf das Umfeld den Eindruck machen muss, dass alles perfekt ist. Vergiss das nicht". Also wollte er ihr gerade erzählen, dass auch sie nicht perfekt waren? Das war kaum zu glauben, aber seine Worte klangen logisch. Irgendwie. Nachdenklich spielten ihre Finger mit dem Saum ihrer Decke, Carlisle schien zu bemerken das es in ihr arbeitete, denn er schob nach einem kurzen Augenblick noch etwas nach. "Sieh her, du hast Angst vor der Dunkelheit. Auf manch einen deiner Mitschüler könnte das vielleicht komisch wirken, aber dafür haben sie vor Dingen Angst, vor denen du keine Angst hast. Vor Hunden, zum Beispiel. Oder vor Feuer. Du solltest dich nicht darum sorgen, immerhin haben wir eine Lösung gefunden, mhm"? Seine melodische Stimme schmiegte sich um sie wie flüssiger, goldener Honig. Vielleicht hatte er tatsächlich Recht.
"Am Anfang war es mir peinlich", begann sie und er nickte verstehend. Er hatte dennoch relativ schnell gemerkt, dass sie ein Problem mit vollkommener Dunkelheit zu haben schien, immerhin hatte er beinahe jede Nacht ihr Zimmerlicht gelöscht. Doch wer wenn nicht er, hatte dafür am meisten Verständnis? "Das muss es nicht, Kleines", antwortete er und strich ihr sanft über den Haaransatz. "Ich bin jetzt auch froh, dass ihr das wisst". Manchmal schien man doch einfach über seinen Schatten springen zu müssen, um eine Lösung zu finden.

"Ich hatte aber Angst, dass ihr mich auslachen würdet", versuchte sie weiterhin sich zu erklären und versetzte Carlisle damit einen Stich. Wirkten sie wirklich so wenig vertrauenswürdig auf sie? Das war niemals seine Intuition gewesen. "Liebes, wir sind eine Familie. Und in dieser Familie hört man sich gegenseitig zu und hilft sich. Du gehörst jetzt auch dazu. Wir alle haben so viel Verständnis für dich", flüsterte er ruhig und starrte dabei intensiv in ihre blauen Augen, als müsste er ihr diese Information direkt in die richtigen Hirnareale teleportieren. "Wirklich"?, hauchte sie gerührt sie setzte sich auf, als würde sie eine unsichtbare Macht nicht länger auf der Matratze halten. Carlisle nickte leicht und wollte noch zu einer weiteren Erklärung ansetzen, ehe Sofia ihm einfach um den Hals fiel und sich fest für menschliche Verhältnisse an seine kalte Brust schmiegte. Hatte sie wirklich gedacht, dass sie hier nur geduldet war? Das sie sie nicht mögen könnten? Es war immer wieder furchtbar entwaffnend, wenn sie sich tatsächlich einmal für die Wahrheit entschied. Langsam und behutsam legten sich Carlisle starke Arme um das Mädchen und wiegten sie sanft, während sie ihr Gesicht an seiner steinernen Brust verbarg. Manchmal machte ihn das nervös, wusste er doch, dass sich ihre Körper anders anfühlten. Trotzdem wollte er sich diesen kleinen, schönen Moment nicht nehmen lassen, Sofia in seinen Armen zu halten. Es fühlte sich so an, als würde ihn dieses junge Menschenmädchen erfüllen, ihn komplett machen. Nun hatte er endlich jemanden, um den er sorgen konnte, während der Rest der Familie sich selbst zu helfen wusste. Sie alle, auch wenn einige der Cullens noch skeptisch erschienen, hatten dieses Mädchen bereits ins Herz geschlossen. Es war leider nur komplizierter als erwartet, sie würden sie nicht für immer hinters Licht führen können. Irgendwann würde sie merken, dass sie anders waren. Und davor fürchtete er sich.
"Es tut mir leid das ich so gemein war, Carlisle", hörte er sie dumpf murmeln und ihr Griff verstärkte sich ein kleines bisschen, als würde direkt das schlechte Gewissen aus ihr sprechen. "Manchmal sage ich Dinge, die ich gar nicht so meine. Ich kann dich gar nicht hassen", lauschte er ihr weiter und verstärkte daraufhin seinen Griff. Er würde ihr diesen Streit niemals zum Verhängnis werden lassen, immerhin wusste er um ihren emotionalen Druck Bescheid. "Mach dir keine Sorgen, Liebes. Das habe ich schon wieder vergessen", beruhigte er und strich ihr sanft über den Rücken dabei. Diesem blonden Engel konnte er sowieso nicht lange sauer sein. "Vielleicht habe ich dich aber an dem Tag auch etwas überfordert. Schwamm drüber". Er legte sein Kinn für einen Augenblick auf ihrem Kopf ab. "Vielleicht machst du es uns in Zukunft nur nicht mehr so schwer, mhm? Wir arbeiten nicht gegeneinander sondern miteinander".  

Sie verharrten noch eine Weile in dieser Position, während das Mädchen stumm seinen betörenden Duft einatmete.Sofia schien sich mittlerweile zu entspannen und Carlisle konnte sich nicht aus dieser Umarmung lösen, obwohl es heikel war. Trotzdem siegte diesmal die Unvernunft und die wachsende Zuneigung für dieses Mädchen. Sie sollte nicht denken, dass er sie von sich stieß. Erst als sie unwillkürlich zu zittern begann, löste er schwermütig ihren Griff um sein Hemd. "Willst du versuchen zu schlafen"?, fragte er und beobachtete, wie sie sich müde wieder in die Decken kuschelte, sie schien heute tatsächlich relativ erschöpft zu sein. Da hatten Jasper und Emmett gute Arbeit geleistet, die Kleine auch zuhause zu beschäftigen. "Carlisle"?, fragte sie dennoch so, als hätte sie noch Gesprächsbedarf und seine Augen flatterten zu ihr nach unten. "Ja, Liebes"?
"Darf ich morgen wirklich nicht zum turnen"? In ihrer Stimme lag so viel Wehmut, dass es ihm schmerzte. Natürlich wusste er, dass er ihr es aufgrund ihres Ausrasters am Freitag verboten hatte, aber er wusste auch, dass er vielleicht etwas zu streng mit ihr gewesen sein musste. Ob es nun aber pädagogisch wertvoll war ihr diese Strafe zu erlassen, wusste auch er nicht genau. "Ist es hier denn so langweilig"?, wich er aus und beobachtete, wie ihre Hände wieder an der Decke spielten. "Das ist es nicht", begann sie und kämpfte innerlich wohl mit sich selbst. "Weißt du...sie würden sicher denken das ich absichtlich nicht komme. Da sind so Mädchen die sich für die Besten halten. Wenn ich nicht komme, haben sie schon halb gewonnen".
Es waren typische Teenagerprobleme, aber ihr schien das besonders wichtig zu sein. Nachdenklich stützte Carlisle sich wieder auf der Matratze ab. "Sind sie gemein zu dir gewesen"? In seiner Stimme klang milde Verärgerung mit, er hatte diesen Konkurrenzkampf noch nie gemocht. "Nein", log Sofia. "Sie sind eben einfach nur etwas arrogant und mögen keine Konkurrenz". Noch war ja nichts gravierendes passiert. Und selbst dann...sie würde das höchstwahrscheinlich sowieso nicht mit ihnen teilen. Sie fing Carlisle nachdenklichen Blick ein, sah wie er zu überlegen schien. Ganz überzeugend schien sie also nicht gewesen zu sein, also setzte sie noch einen drauf. "Außerdem hat Dr. Bell gesagt, dass ich diese Liste ausprobieren soll, um zu schauen was mir hilft. Ich turne gerne, Carlisle". Der folgende Hundeblick war das Sahnehäubchen. Sie konnte förmlich beobachten wie sich seine Haltung änderte und er geschlagen nickte. "Na gut. Wie könnte ich es dir dann verbieten, Sofia", seufzte er, schien allerdings nicht vollkommen überzeugt davon. Aber das war ihr vorerst egal, immerhin wollte sie so gerne zum Training gehen, es würde ihm nicht schaden.
"Und wo wir gerade von Dr. Bell reden", setzte er allerdings nochmal an und griff nach der Tüte aus dem Kaufhaus. Sie hatte sie schon wieder in den Hinterkopf rücken lassen, weswegen sie vorerst gar nicht kapierte was er wollte. Sie war ihr nicht einmal wirklich aufgefallen. "Sie hat mir erzählt, dass du gerne malst. Ich wollte dir eine kleine Freude machen". Auffordernd hielt er ihr die Tüte hin und sie griff zögerlich nach ihr. Geschenke? Einfach so?

Neugierig sah sie hinein und griff zuerst nach dem Mandalabuch, welches aufwendige Schnörkeleien zeigte, während er allerdings ebenso einen blanken Malblock und ein Handletteringbuch gekauft hatte. "Ist das alles für mich"?, fragte sie erstaunt und griff nun auch nach den verschiedenen Stiften in der Tüte. Es wirkte so, als hätte Carlisle von allem etwas mitgenommen. Filzstifte, Holzstifte, Fineliner und so viele mehr, dass sie damit sicherlich die nächsten 100 Jahre malen könnte. "Das ist alles für dich", bestätigte Carlisle schmunzelnd, er beobachtete ihre Freude gerne. "Aber ich habe doch gar nicht Geburtstag oder so", entgegnete sie skeptisch, als könnte sie dahinter eine versteckte Forderung suchen. "Wir wollen nur, dass deine Welt wieder ein wenig bunter ausschaut. Das kommt von Herzen. Tu mir nur bitte einen Gefallen".
"Welchen denn"? Ihre Augenbraue zog sich skeptisch in die Höhe. Also doch eine Forderung? "Fange nicht an jetzt zu malen, es ist schon spät und morgen klingelt der Wecker".
"Versprochen", flüsterte sie und griff nochmals nach seiner kühlen Hand. Auch er war immer so furchtbar kalt. "Danke Carlisle". Er erwiderte den Druck sanft. "Schlaf gut, Sofia".

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Was haltet ihr denn von Carlisle neu gefundener Vaterolle? :)
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