Geschichte: Fanfiction / Bücher / Bis(s) / Wendungen

Wendungen

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P18
Carlisle Cullen Edward Anthony Masen Cullen Esme Cullen Jasper Whitlock Hale OC (Own Character) Rosalie Hale
02.01.2020
10.10.2020
85
279.809
30
Alle Kapitel
387 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
19.03.2020 2.835
 
Hallo ihr Lieben,
ich wünsche euch viel Spaß mit dem heutigen Kapitel. Bleibt gesund und passt auf euch auf.
-----------------------------------------------------------------------
Als Carlisle die Türe zu Sofias Zimmer geschlossen hatte, durchströmte ihn ein Gefühl der Erleichterung. Anscheinend hatte sich die Dame heute gegen einen ausgewachsenen Wutanfall entschieden und nahm seine Bestrafung einfach so hin, es machte die Situation für sie alle einfacher. Obwohl er wusste das sie im Grunde ein wirklich liebes und herzensgutes Mädchen war, machten ihre pubertären Eskapaden auch ihm zu schaffen. Ständiges Grenzen testen und Regeln dehnen schlauchten sowohl ihn als auch Esme, die sich mittlerweile vom Esstisch erhoben und auf die Veranda gegangen war. Er spürte das es ihr nicht gut ging, anderenfalls sähe sie die Situation mit Sofia wohl nicht so eng. "Was ist denn los mit ihr"?, sprach sie, als sie ihren Mann hinter sich bemerkte und wandte sich zugleich um. "Sonst ist sie auch nicht so anstrengend". Beruhigend zog er sie an sich und strich ihr über den Rücken, Esme opferte sich für dieses Mädchen wahrlich auf. "Das ist das Alter, Schatz", versuchte er ihr irgendwie sachlich zu erklären. "Teenager brauchen keinen Grund um sich daneben zu benehmen. Da müssen wir wohl durch. Irgendwann wird es besser". Er spürte ihr leichtes schmunzeln an seiner Brust, spürte die darin enthaltene Verzweiflung und wusste dennoch, dass sie Verständnis für sie hatte. Esme hatte ein viel zu großes, mütterliches Herz um sich allzu lange von Sofias Launen beeinflussen zu lassen. "Und was schlägst du vor"? Sie reckte ihr Gesicht ein Stück nach oben, um ihm direkt in die Augen sehen zu können. Irgendwie mussten sie den pubertären Jugendlichen ja in den Schranken halten und sie konnte kaum glauben, dass Dinge wie Hausarrest sie lange verärgern würden. "In erster Linie sollten wir konsequent bleiben und uns einig bleiben, damit sie nicht das Gefühl gewinnt, die Zügel in der Hand zu halten".
"Traust du ihr das zu"? Carlisles schmunzelnde Antwort war genug. Teenager spielten oft gegenseitige Parteien aus, um sich selbst den größten Vorteil zu erschaffen. Sofia würde da keine Ausnahme bilden.

"Du solltest bald jagen gehen, Darling", wechselte er plötzlich das Thema und hob ihr das Kinn sanft an. Ihre Augen wurden immer dunkler. Ihm ging es nicht anders, doch im Zweifelsfall war er es, der sich besser unter Kontrolle hatte. Esme tat sich mit ihrem Durst schwerer als er. "Wir gehen morgen Nacht", antwortete sie dankbar und er nickte bekräftigend. Er würde nicht mitkommen, sie hatten zu Beginn besprochen das es besser wäre, wenn Sofia niemals ganz alleine im Haus bleiben würde. Sie wollten nicht riskieren, dass sie aufwachte und ein leeres Haus vorfand. Manchmal, wenn er das Licht in ihrem Zimmer löschte was sie zum einschlafen anscheinend benötigte, konnte er sehen wie unruhig sie schlief. Irgendwas schien sie zu beschäftigen und im Angesicht ihrer Alpträume war es wohl besser, wenn er für den Notfall hier blieb und dann am nächsten Tag jagen gehen würde.
Sie setzten sich eng umschlungen in die kleine Sitzecke auf der Veranda und genossen für diesen Abend die untergehende Sonne hinter den Baumwipfeln, die kühle, windstille Herbstnacht und auch die gegenseitige Nähe aneinander. Seitdem sie den Menschen hier aufgenommen hatten, hatten sie oft nicht die Zeit sich den Sonnenuntergang anzusehen und sich über beiläufige Dinge zu unterhalten. Die paar Stunden Ruhe schienen wie Balsam für ihre Seele und für ihre Beziehung zu sein.

Es war Rosalie, die sie aus ihrer neugewonnen Ruhe riss. Und ihre Stimme klang ungewohnt panisch. "CARLISLE", hörten sie sie durch die geschlossene Türe rufen und ein Seitenblick genügte aus um zu wissen, dass wieder irgendwas mit Sofia sein musste. Für den Moment wahrlich verärgert das dieses Mädchen nicht einmal im Stande dazu war auf ihrem Zimmer zu bleiben, sprang er auf und stieß die Tür zum Wohnbereich auf um nach dem Störenfried zu sehen. Das er dabei zum ersten Mal seit langer Zeit wieder richtig einatmete realisierte er erst, als ihm der frische Geruch von Blut in die Nase stieg. Schneller als sonst, weil es in Anbetracht der Tatsache notwendig war, huschte er zu Rosalie hinüber, die angestrengt vor der blutenden Sofia stand und sich erleichtert zurückzog, als Carlisle auftauchte. "Was ist passiert"?, fragte er und fixierte das Mädchen mit einem intensiven Blick. Ihr weißes Schlafshirt war im Brustbereich übersät mit Blut und sie hielt sich angestrengt eine nun rötlich schimmernde Hand vor die Nase, während sie den Kopf in den Nacken legte und sich anscheinend vor sich selbst zu ekeln schien. Nasenbluten! Und das ordentlich…

Er packte sie bestimmend an den Schultern und führte sie an Rosalie vorbei in das Badezimmer, was am weitesten weg von ihnen war. Er wusste, dass vor allem Esme großen Durst hatte und sich deswegen wohl nicht einmal in die Nähe traute, aus Angst dem Mädchen etwas anzutun. "Ich brauche einen Kühlbeutel", hatte er Rosalie noch zuggemurmelt, ehe er die Badezimmertür hinter ihnen verschloss, damit der Geruch im Wohnbereich abgeschwächt wurde. Sie würden das Haus höchstwahrscheinlich sowieso verlassen, er wollte allerdings kein Risiko eingehen was ihre Sicherheit betraf. Sie waren tickende Zeitbomben. „Nimm den Kopf aus dem Nacken, dir läuft sonst alles den Rachen runter und dir wird schlecht“, warnte er und deutete mit einer Hand auf das Waschbecken. Das würde man einfacher säubern können als ihr voll geblutetes Bett. „Kopf runter“. Ein wenig skeptisch war sie zwar, doch sie schien ihm immerhin in dieser Hinsicht zu vertrauen und bisher hatte sie noch kein einziges Wiederwort für ihn übrig gehabt. Carlisle strich dem Mädchen die langen Haarsträhnen zusammen und steckte sie ihr hinten in den Kragen, damit sich die blonden Haare nicht rot färbten und griff schlussendlich nach ihrer blutverschmierten Hand, um diese von ihrer Nase zu ziehen. „Hast du dich zu sehr über mich geärgert“?, witzelte er und konnte sich diesen kleinen, sanften Seitenhieb nicht sparen. Höchstwahrscheinlich hatte er sie mehr in ihrem Ärger schmoren lassen, als er zuvor geglaubt hatte. "Das ist gar nicht witzig", hörte er sie nun zum ersten Mal sprechen und er erkannte, wie ihr die Tränen schon wieder in die Augen schossen, während sie sich auf den Badenwannenrand setzte und sich auf den Ellenbogen über das Waschbecken lehnte. Es schien gar nicht mehr aufhören zu wollen. Was mit ein paar Tropfen Blut auf dem weißen Mamor begann, entwickelte sich schnell zu einer kleinen, roten Pfütze. Sie hatte nicht einmal Taschentücher in ihrem Zimmer gehabt und hatte so wahrscheinlich überall Blutstropfen hinterlassen, wo sie langgelaufen war.

Rosalie kündigte sich schon schnell wieder mit einem leisen Klopfen an und reichte Carlisle aufopferungsvoll den Kühlbeutel, während ihr Blick kurz auf dem Waschbecken hängen blieb. Beinahe sofort presste sie sich die Hand vor die Nase und Sofia schob sich fragend in ihren Blick, als sie sich etwas aufrichtete. Ertappt wandte sie sich um, murmelte ein ersticktes "Sorry", und schloss die Tür ein wenig zu eilig und laut für normale Verhältnisse. Das knallende Geräusch der Tür ließ das Mädchen zusammenzucken und Carlisle legte ihr beruhigend die Hand auf den Rücken, nachdem er den Eisbeutel in ein dünnes Handtuch gewickelt hatte. "Vorsicht", murmelte Carlisle plötzlich und sie war sich nicht sicher was er damit meinte, als sie die plötzliche Kälte im Nacken spürte. Sie zuckte heftig, als es kalt wurde, aber Carlisle hielt den Eisbeutel wo er war. Diese Reaktion hatte er verursachen wollen, um eine schnelle Kontraktion der Blutgefäße zu erreichen. "Das ist zu kalt", wehrte sie verschnupft und er nickte verständnisvoll. "Ich weiß, Liebes. Halt es aber noch kurz aus". Höchstwahrscheinlich schüttelte sie ihn nur nicht weiterhin ab, weil sie die Blutung ebenfalls zum versiegen bringen wollte. Seine Routine schaffte eine gewisse Ruhe und auch wenn er den Eindruck hatte, dass sie ein wenig zu heftig für einfaches Nasenbluten reagierte, strich er ihr tröstend über den Rücken, ehe er ihr ein Taschentuch reichte und sie bat damit leichten Druck auf die Nasenlöcher auszuüben.

Sie tat es tatsächlich und besah sich solange ihre andere, blutverschmierte Hand die so aussah, als hätte sie damit eigenhändig einen Menschen zur Strecke gebracht. Und noch viel schlimmer war die Erinnerung, welche sie mit blutverschmierten Händen verband. Im Auto hatte sie auch zuerst auf ihre Hände gesehen, als sie wieder zu Bewusstsein gekommen war. Mit diesen Händen hatte sie nach ihrem Vater gegriffen, der kaum mehr reagiert hatte.
Es war, als würde ihr diese Erinnerung direkt und mit unheimlicher Intensität ins Gesicht schlagen. Tränen mischten sich zu dem getrockneten Blut in ihrem Gesicht und tropften durchsichtig ins Waschbecken. Sie fühlte sich für einen Moment furchtbar schmerzlich zurückversetzt. "So schlimm ist das nicht, Liebes. Sieh, es wird schon weniger", hörte sie Carlisle beruhigende Stimme, aber er klang ganz weit weg. Als hätte man sie wieder in Watte gepackt, starrte sie apathisch auf ihre Hand die vor ihren Augen immer größer zu werden schien. Das war das Ende! Es war auch sein Ende gewesen!
Panisch und unregelmäßig ging ihr Atem, sie spürte nicht mehr wie Carlisle ihr den Kühlbeutel aus dem Nacken nahm und stattdessen immer wieder auf sie einsprach. Sie bemerkte nicht, wie er an ihr rüttelte und langsam ratlos wurde, weil sie nicht mehr auf ihn reagierte. Für sie zählte nur die Hand, die sich intensiv in ihr Bewusstsein drang und ihr das rationale Denken raubte. "Sofia", hörte sie ihn ein letztes Mal ganz weit weg sagen, ehe sie ein scharfer Schmerzimpuls direkt an ihrem Schlüsselbein aus der Blase holte. Erschrocken japste sie auf und ihr nun nicht mehr ganz so trüber Blick legte sich nun auf Carlisle, der sich besorgt über sie gebeut und sie anscheinend in die dünne Haut ihres Schlüsselbeins gezwickt hatte. "Mensch, Mädchen! Was hast du denn"?, fragte er und er hielt sie mit einer seiner großen Hände in aufrechter Position, als könnte sie befürchten das sie ihm demnächst von der Badewanne knallte. "Das sieht schlimmer aus als es ist", sprach er sanfter weiter und öffnete den Wasserhahnen, um ihr das Blut von den Händen zu waschen und gleichzeitig einen Waschlappen zu befeuchten. Er entschied für sich im Stillen, dass sie so auf gar keinen Fall ihr Gesicht sehen sollte, welches ebenfalls mit Blut besudelt war. Vielleicht war sie auch einfach einer jener Menschen, denen beim Anblick von Blut sofort schlecht wurde. Ihn wunderte nichts mehr.

Stumm nahm das Mädchen ihm den Waschlappen ab und wischte sich damit selbst solange über die Hände, bis kaum mehr Blutspuren zu sehen waren. Der eiserne Geruch blieb allerdings dennoch schwer in ihrer Nase hängen. "Manchmal machst du mir Angst, Liebes", entschied Carlisle sich in vorsichtiger, diplomatischer Manier sie auszufragen und setzte sich neben sie, um ihr vorsichtig über das Gesicht zu wischen. Sie blieb regungslos, während er ihr das Blut vom Kinn wusch und dafür sorgte, dass sie sich vor ihrem Spiegelbild nicht mehr zu fürchten brauchte. "Wieso"?, fragte sie nach einigen, stummen Augenblicken und riskierte einen Blick auf ihn. "Weil du manchmal den Eindruck machst, als würde dich etwas ganz furchtbar beschäftigen. Und dann wirkst du sehr...abwesend". Er hörte sie schlucken, wohl wissend das er nun wieder ganz dünnes Eis betrat. Sie sollten sich heute nicht mehr in die Haare bekommen. Sofia jedoch zuckte nur abweisend mit den Schultern, höchstwahrscheinlich wusste sie nicht, was sie antworten sollte. Er entschied sich, ihr auf den Sprung zu helfen. "Möchtest du mir denn erzählen, an was du gerade gedacht hast? Willst du darüber reden"? Ihr erster Impuls war Abwehr, wie immer wenn es etwas unangenehm wurde. Doch auf den zweiten Blick wirkte sein Angebot gar nicht so übel, sie müsse ihm ja nicht alles erzählen, ein kleiner Teil würde reichen sie ein wenig zu beruhigen. "Ich habe...ich musste", fing sie an und wusste nicht genau, wie sie anfangen sollte. Es war schwerer als gedacht. "Ich musste kurz an den Unfall denken". Ihre Worte wirkten schwer nach und Carlisle schien langsam zu verstehen, warum sie apathisch auf das Blut auf ihren Händen gestarrt hatte, als würde sie das an etwas erinnern. Flashback.
"Da war auch so viel...Blut", flüsterte sie weiter und er nickte verstehend. "Das ist normal, dich werden wahrscheinlich noch viele Dinge an den Unfall erinnern lassen". Das klang nicht unbedingt tröstlich, aber irgendwie wollte er ihr auch nicht die nächste Illusion entgegen werfen. Ein Trauma wie ihres würde sich eine lange Zeit durch ihr Leben ziehen, bis es aufhörte furchtbar zu schmerzen. Allein aus diesem Grund würde sie nicht um eine Therapie drum herum kommen. "Willst du drüber reden"?, fragte er weiter und er wäre sogar bereit dazu, sich nach all dem Machtkampf heute morgen zu ihr ans Bett zu setzen und ihren Sorgen zu lauschen. Sie machte seinen guten Willen allerdings wieder zunichte, sie wollte nicht reden. Wie immer.

Abwehrend schüttelte sie den Kopf und er erhob sich seufzend, um sich selbst die Hände zu waschen. Er wusste, dass sie nicht darüber reden wollte weil sie solche Situationen als unangenehm und bedrängend empfand. Sie wollte nicht schwach und traurig wirken und vor allem wollte sie nicht an den Schmerz erinnert werden, der dumpf in ihrem Herz wallte. Sie ignorierte all das und war sich in ihrem jugendlichen Leichtsinn wohl nicht bewusst, wie gefährlich dies sein konnte, alles immer zu verschweigen. Doch er drängte sie nicht dazu, im Zweifelsfall würde Dr. Bell das aus ihr heraus kitzeln, wenn sie sie mit dem Unfall konfrontierte. Auch das konnte er ihr nicht ersparen. "Nun gut, vielleicht redest du ja morgen mit Dr. Bell darüber, mhm"? Er strich ihr sanft über den Arm und vernichtete all die übrigen Blutspuren eher beiläufig, während sich Sofia noch immer nicht von der Stelle rührte. "Ich will aber nicht zu ihr", hielt sie dagegen und er ahnte schon, worauf das nun wieder rauslaufen würde. "Sofia, ich befürchte ich kann dir das nicht ersparen. Du musst mit jemanden drüber reden, sie macht das nicht zum ersten Mal. Du kannst ihr wirklich zu 100 Prozent vertrauen. Du kannst nichts verlieren".
-"Ich will aber nicht mehr dran denken". Das klang so traurig und verzweifelt, dass es Carlisle direkt ins Herz traf. "Liebes, du denkst ständig daran. Unterbewusstes denken ist auch denken. Glaub mir, wir alle wollen dir nichts böses", antwortete er einfühlsam und öffnete die Tür, um sie langsam wieder nach oben zu bringen. Immerhin hätte sie schon vor geraumer Zeit ins Bett gehen sollen. Sofia folgte ihm schweigend nach oben, sie hatte anscheinend nicht mehr genügend Kraft für eine Diskussion. Trotzdem merkte er ihr an, dass sie nicht einverstanden war und spätestens morgen würde sie wieder genügend Ausdauer haben, sich gegen seine Aufforderung zu stellen. "Müssen wir dein Bett noch beziehen"?, fragte er und sie stieß nickend die Tür zu ihrem Zimmer auf. Zu ihrer Überraschung war das allerdings schon erledigt. Die neue weiße Bettwäsche strahlte in noch hellerem weis als sie vorherige und die Bettdecke war auffordernd aufgeschlagen. Irgendjemand hatte sich die Mühe gemacht, alle Spuren zu beseitigen und ihr zudem noch ein neues Oberteil auf die Matratze zu legen.

Stumm schlüpfte Sofia ins Bett und Carlisle legte ihr sanft die Decke über den Körper, ehe er auf den Flur deutete. "Soll ich das Licht wieder anlassen"?, fragte er väterlich und sie nickte dankbar. Sie wollte nicht ohne Licht schlafen, sie konnte sich nicht vorstellen wie das jemals wieder klappen sollte und fühlte sich dabei fürchterlich hilflos. Seit dem Unfall war wirklich nichts, wie es einmal gewesen war. "Gut, wir sehen uns morgen", setzte er schon an und tastete nach dem Lichtschalter, ehe ihr etwas anderes in den Sinn kam. "Carlisle"?, fragte sie bevor er verschwinden konnte und er wandte sich abermals zu ihr um. "Wieso hat Rosalie vorhin so komisch reagiert"? Ihre blauen Augen trafen auf Unverständnis, doch sie war sich sicher das es so gewesen war. Kein normaler Mensch presste sich so angsterfüllt die Hand auf die Nase. "Was meinst du, Liebes"?
"Sie hat gewirkt, als hätte sie Schmerzen". Betont abwehrend schüttelte er den Kopf. Diese Situation hatte er immer vermeiden wollen, Sofia durfte nicht erfahren was sie waren.
"Das musst du dir eingebildet haben", antwortete er deswegen also und entschied sich, den Rückzug anzutreten. Er musste ihr nur sachlich begrifflich machen, dass sie sich geirrt hatte. "Rosalie kann nur kein Blut sehen. Sie war wahrscheinlich erschrocken. Mach dir keinen Kopf darum". Sofia wirkte verwirrt, aber das war ihm lieber als strikte Gegenworte. Ehe sie noch etwas einzuwenden hatte, beendete er die Gesprächssituation vielleicht etwas abrupter als sonst. "Schlaf gut", meinte er und lehnte die Türe an.
Sie würden in Zukunft besser aufpassen müssen um sie nicht neugierig werden zu lassen.  

--------------------------------------
Da ist schon der erste Zweifel passiert. Ob Sofia nun misstrauisch wird?
Review schreiben