Auf Teufel komm raus

von Rosier
GeschichteFamilie, Freundschaft / P12
Hades Hazel Levesque Hermes Mark Nico di Angelo OC (Own Character)
02.01.2020
26.03.2020
10
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Kapitel 10
Am nächsten Morgen war April immer noch wütend. Auf Benedikt. Niemand hat ihr je einen Streich gespielt. Niemand. Was vielleicht auch daran liegt, dass sie es hasst, wenn man ihr Streiche spielt oder generell versuchte, sie zum Lachen zu bringen. „Wenn ich könnte würde ich ihn umbringen,“ murrte April. Sie hörte ein Glucksen. Es gehörte Nico. Seit wann Glucksten Hades-Kinder? „Seit wann Glucksen wir?“ Er gluckste noch immer. Es machte sie wütend. „Will hat einen schlechten Einfluss auf mich.“ Sie schaute in genervt an. „Ernsthaft jetzt?“ Er nickte, während er mittlerweile angefangen hatte zu Lachen. April stand auf und schnappte sich ihre Waffe. Sie verließ die Hütte und lief Richtung Trainingsarena. Sie war wütend. Auf Benedikt. Auf ihren Vater. Auf ihre Mutter ganz besonders. Auf Hazel. Und auf Nico. Auf die Zwillinge Alex und Maria. Auf Paul. In der Trainingsarena sah sie Mark, Sohn des Ares. „Hey! Wir haben noch eine Revanche offen!“ Mark drehte sich zu ihr um. Sein Gesicht hellte sich auf und gleichdarauf verdüsterte es sich wieder. „Ich erinnere mich daran,“ zischte er. Er hatte nicht vergessen, wie April ihm damals eine gebrochene Nase verpasst hatte. Sie hatte ebenfalls dafür gesorgt, dass er eine Gehirnerschütterung sowie zwei gebrochene Finger an der linken Hand hatte. Er griff an. Schlechte Idee.
Zwei Stunden später:
„Scheiße. Wieder verloren.“ Er versuchte aufzustehen. April hielt Mark die Hand hin und half ihm auf. Etwas, was sie zuletzt getan hatte, als sie gegen Mark vor sechs Jahren einmal gewonnen und einmal verloren hatte. Trotzdem sind beide auf der Krankenstation gelandet. Aber heute hatte sie jedes Mal gewonnen. „Was ist los mit dir? So kennt man dich gar nicht.“ Sie sah Mark vernichtend an. „Dein Ernst? Ich war schon immer so. Ich brauche den Kampf um mich abzureagieren. Gerade WEIL ich wütend bin.“ Das war zwar kein tüftiger Grund aber das war ihr gerade herzlich egal. Er lachte, wusste er doch nur zu gut, dass das nicht ganz stimmte. Jeder kannte seit dem Auftauchen ihrer Mutter hier im Camp, was der Grund war, weshalb sie sich die letzten sechs Jahre so abgekapselt hatte. „Ich bin immer bereit für eine Revanche,“ meinte Mark und verließ die Arena. Sie blickte ihm hasserfüllt hinterher. Während sie auf dem Weg zu den Duschräumen war, fluchte sie auf Altgriechisch. Wenn sie an den jüngeren Campern vorbeilief, mussten die älteren Camper den Jüngeren die Ohren zu halten. Jungendfrei war das bestimmt nicht. Aber hey. April fluchte wieder. Ein Anfang. Benedikt grinste als er es sah. Immerhin ist ein Teil der alten April schon zurück. Ein Anfang.
Benedikt hatte für den Rest des Tages gute Laune. Sehr gute Laune. Er ist nämlich mit einem Geistesblitz für einen superduper Streich aufgewacht. Und diesen, würde er heute Nachmittag vorbereiten. Ziemlich riskant aber mit der Hilfe von seinen Brüdern Chris, Travis und Connor würde das schon funktionieren.
„Bene! Biste bereit?“, fragte Travis als er einen Arm um die Schultern seines Bruders legte. Bene nickte. „Connor und Chris werden vor unserer Hütte auf uns warten. Das Mehl so wie das Juckpulver haben wir schon besorgt. Zahnpaste natürlich auch. Wo zum Hades nochmal kennst du nur diese vielen Streiche?“ Bene grinste nur dümmlich vor sich hin. „Weißt du, bei uns an der Schule gab es immer diesen Streichetag zum ersten April. Und tja… da hab ich einiges gelernt.“ „Oh…“ stimmte Travis nickend zu.
Chris und Connor warteten vor ihrer Hütte. Sie waren hibbelig, aufgeregt und angespannt. Nico, Hazel und April durften nichts mitbekommen. Aber die waren sowieso auf der Verabschiedung von Camp Jupiter. Die waren nur zu Besuch da und mussten jetzt gehen. „Da seid ihr ja endlich! Wir warten schon eine Ewigkeit,“ motzte Connor. Chris zog skeptisch eine Augenbraue nach oben. „Con? Es waren 10 Minuten.“ Connor starrte ihn an, Bene und Travis lachten.
Leise schlichen sie um die Hütte. Man konnte ja nie wissen. „Niemand,“ flüsterte Travis. Bene knackte das Schloss, sie schlichen hinein und Bene schloss die Tür. „Bereit?“
Eine dreiviertel Stunde später kamen die vier grinsend aus der Hütte. Sie hatten es tatsächlich geschafft, die ganze Hütte zu „manipulieren“. April würde ihn abgrundtief hassen. Aber wenn es dazu führte, dass sie wieder lachte, war es die Anstrengungen, verletzenden Worte, Wutausbrüche, Aggressionsanfälle, Heulattacken, Verletzungen und die paar 100 Kämpfe sowie Verfolgungsjagden quer durchs Camp, wert.
April war müde. Sie wollte einfach nur noch ins Bett. Heute war Camp Jupiter wieder abgereist, und Piper hatte angefangen zu heulen. Ihr Freund Jason verließ sie wieder und sie vermisste ihn jetzt schon. Obwohl er doch nur mitging, weil er hin und herpendelte. Und außerdem besuchte seine Schwester Camp Jupiter. Warum auch immer. Aber zur Weihnachtszeit würden sie eh Camp Jupiter besuchen. Von dem her war es auch egal. Sie öffnete die Tür und fasste in etwas sehr Ekelhaftes. April blickte in ihre Handfläche. „Zahnpasta?“ Angewidert wendete sie sich wieder der Tür zu. Sie öffnete diese und etwas seeehhhr kaltes fiel über sie. Und es fing an zu jucken. Es war ein Eimer kaltes Wasser gewesen, wie sie mit einem Blick auf den Boden feststellte. Sie lief zu ihrem Schrank und wollte sich ein Handtuch herausholen aber bis zum Schrank kam sie nicht. Sie stolperte über einen Draht und dieser Draht löste den nächsten Streich aus: Den Mehlsack. Sie hustete als er über sie fiel und mit einer feinen Mehlschicht bedeckte. Sie fing an zu knurren. Sie HASSTE Streiche! Abgrundtief. Sie blickte zu den Anfängen der Schnur. Der Sack stand einmal auf dem Balken der sich durch die Hütte zog. Er stand genauer gesagt auf einem Brett das durch einen kräftigen Ruck hinuntergeflogen war. Und mit ihm, der Mehlsack. Weiter ging es ins Bad. Sie schloss die Augen während sie den Wasserhahn aufdrehte. Sie versuchte, das Mehl in ihrem Gesicht abzuwaschen, was nicht funktionierte. Das Mehl verklumpte. April öffnete die Augen und blickte in den Spiegel. Sie schreckte zurück, fing sich aber gleich wieder und öffnete den Wasserhahn erneut. Blau. Das Wasser war blau und so auch ihr Gesicht. „Tinte,“ zischte April. Fast schon stürmisch lief sie ins Wohnzimmer, achtet aber nicht auf den Boden. Sie verlor das Gleichgewicht und konnte sich gerade noch so auffangen. Sie blickte vorsichtig auf den Boden. Sie stöhnte. „Die Spezialmischung von Schleim der Stolls? Ernsthaft jetzt?“ Sie verdrehte genervt die Augen. Und sie wusste, wer dahintersteckte. April kämpfte sich durch den Schleim. Als sie es geschafft hatte wollte sie gerade die Tür öffnen, als es KLICK machte. „Oh nein.“ BUMM! Sie hustete. Stinkbombe. Ihr platzte der Kragen. „Wenn ich diese hirnverbrannten Vollidioten in die Finger kriege, ist hier die Hölle los,“ zischte sie gefährlich. Sie wollte gerade zur Tür gehen, als sie auf ein loses Brett trat und es ihr ins Gesicht knallte. Sie hielt sich ihre Nase.

Sie alle saßen beim Abendessen im Pavillon als sie April „CROWED!“, schreien hörten. Sie blickten zum Hermes-Tisch. „Luke wäre Stolz auf uns,“ meinte Bene triumphierend. „Bist du dir da ganz sicher, Kleiner?“
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