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First Step

von SeiSarash
Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy, Übernatürlich / P12 / Gen
01.01.2020
02.11.2020
20
26.014
5
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Dieses Kapitel
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01.01.2020 806
 
Es ist Nacht in England. Der Liguster Weg ist dunkel. Nur ein paar wenige Laternen werfen etwas Licht auf die Straße. Auf dem Straßenschild sitzt ein Uhu, der sich die Nachbarschaft genau ansieht. Ein winziges Rascheln lässt den nachtaktiven Vogel aufschauen. Auch die grau getigerte Katze, die sich schon seit Tagen in dieser Gegend herum treibt, sieht sich um. Hinter einer Reihe von Bäume kommt ein alter Mann, mit langem weißgrauen Bart hervor, gekleidet in eine edle Robe und einem spitz zusammenlaufenden Hut auf dem Kopf, unter dem ebenso langes weißes Haar hervor schaut. Der Alte holt etwas aus seiner Tasche hervor, dass man auf den ersten Blick durchaus mit einem Feuerzeug verwechseln könnte. Doch aus diesem Gerät kommt kein Feuer. Statt dessen saugt es das Licht aus den Laternen der Straße. Der Mann geht ein wenig die Straße hinunter und entdeckt schließlich die getigerte Katze, die ihn betrachtet. Er lächelt sie kurz an.
„Ich hätte wissen müssen, dass Sie hier sind. Professor McGonagall.“
Die Katze richtet sich plötzlich auf. Sie wird größer, edle Kleider bilden sich aus dem Fell. Schließlich steht eine ältere Dame mit Brille und Hexenhut vor ihm. Die Dame schmunzelt unauffällig und tritt an den alten Mann heran.
„Guten Abend, Professor Dumbledore.“
Nun gehen sie zusammen die Straße entlang. McGonagall scheint besorgt zu sein und spricht Dumbledore an.
„Darf man den Gerüchten trauen, Albus?“
Der alte Mann seufzt leicht.
„Ich fürchte, sie sind wahr, Professor. Die guten, aber auch die schlechten. Die Zwillinge haben mir Bericht erstattet, als sie am Ort des Geschehens ankamen.“
Die Dame wirkt kurz entsetzt.
„Sie meinen doch nicht etwa Frost und Grim? Diese beiden Männer sind...“
„Die Beiden genießen mein Vertrauen. Sie kennen die helle und die dunkle Seite unserer Welt. Bringen Sie ihnen etwas Vertrauen entgegen.“
McGonagall beißt die Zähne zusammen und nickt kurz.
„Ich vertrauen Ihrem Urteil, Albus. Was macht der Junge?“
„Die Zwillinge und Hagrid bringen ihn her.“
Wieder zeigt sich die alte Frau entsetzt. Aber sie kennt ja die Einstellung den Alten zu Hagrid und den Zwillingen. Also sagt sie dazu gar nichts mehr. Die beiden schauen in den Himmel, als sich ein helles Licht auf sie zu bewegt. Ein paar Meter von ihnen donnert ein Motorrad schließlich auf den Asphalt und kommt zum stehen. Links neben dem Fahrzeug erscheint aus einem schwarzen Nebel ein Mann in ebenso schwarzer Kleidung, schwarzen Haaren und Kinnbart, einem Zylinder auf dem Kopf und vielen Narben im Gesicht. Auf der anderen Seite erscheint aus einem weißen Nebel, ein Mann mit weißem Haar, einem weißen Wintermantel mit Fell besetzt und schwarzen Handschuhen. Vom Motorrad steigt ein recht großer Mann, mit zotteligen, langen Haaren, die in einen ebenso zotteligen Vollbart überzugehen scheinen. Der Halbriese Hagrid nimmt die Fliegerbrille von seinen Augen und begrüßt die älteren Herrschaften vor ihnen.
„Professor Dumbledore, Sir. Professor McGonagall.“
Dumbledore nickt dem Halbriesen zu und wendet sich an den Mann in weiß.
„Und es gab keine Probleme, Mister Frost?“
Der Mann in weiß tritt näher heran.
„Keine Probleme.“
Der Mann in schwarz tritt nun auch näher und gibt sich ins Gespräch mit ein.
„Professor Dumbledore. Wenn ich etwas sagen darf? Ich fürchte es ist schlimmer, als wir es erwartet haben. Der Junge...“
Der alte Mann hebt vorsichtig die Hand.
„Mein Freund, beruhige dich. Es ist alles gut. Der Junge ist nun in Sicherheit.“
Die Männer in weiß und schwarz sehen einander etwas unruhig an. Der Mann in weiß wendet sich schließlich an den Alten.
„Mit Ihrer Erlaubnis würden wir auf den Jungen Acht geben.“
Dumbledore nickt und wendet sich an Hagrid.
„Und, wie geht es dem Kleinen.“
Der Halbriese holt unter seinem Mantel ein Bündel hervor, in das ein kleiner Junge eingewickelt ist.
„Der kleine Rabauke schlief ein, als wir gerade über Bristol flogen. Wecken Sie ihn nicht auf.“
Ein wenig traurig übergibt der große Mann Dumbledore den kleinen, schlafenden Jungen. Der Alte Mann geht zu einer Haustür. McGonagall folgt ihm.
„Können Sie es wirklich verantworten, dass er bei diesen Leuten bleibt? Ich habe sie wochenlang beobachtet. Sie gehören zu der schlimmsten Sorte von Muggeln, die es gibt. Sie sind wirklich...“
Der alte Mann unterbricht sie.
„Es sind seine einzigen Verwandten. Er wird berühmt werden. Jedes Kind in unserer Welt wird seinen Namen kennen. Es ist besser für ihn, wenn er weit weg von all dem aufwächst. Bis er eines Tages so weit ist.“
Dumbledore legt das Kind auf die Fußmatte vor die Tür. Hagrid beginnt zu schniefen. Ihm fallen Abschiede immer so schwer. Der Mann in schwarz legt ihm seine Hand auf die Schulter.
„Nicht doch, Hagrid. Wir passen auf ihn auf.“
Der alte Mann schaut zu ihnen rüber.
„Na na, Hagrid. Das hier bedeutet keineswegs Lebewohl.“
Noch einmal beugt Dumbledore sich zu dem Kind hinunter und legt einen Brief auf die Decke, in die das Kind gewickelt ist.
„Alles Gute, Harry Potter.“
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