Spirit of Time

von Roxy68
GeschichteRomanze, Freundschaft / P18 Slash
01.01.2020
23.01.2020
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Hallöchen zusammen,

na? Mister McCullum hat es euch angetan, hab ich Recht? Ein solcher Sympathie-Träger …
Es gibt mehr von ihm, versprochen … *lach*

Liebe Grüße,
Roxy






KAPITEL 3


JAN
Nach diesem doch sehr aufreibenden Morgen, besichtigten wir nun die alten Mauern des Castles. Wo man sonst nur Ruinen fand war McCullum’s Castle noch fast vollständig erhalten. Außer einem kleinen Aussichtsturm an der Westseite war alles in erstklassigem Zustand.
Eine große Eingangshalle erwartete uns, in der sich früher das tägliche Leben abgespielt hatte. Ein Kamin so groß, dass ein Ochse hineinpasste und eine lange Tafel waren der Blickfang dieses Raumes.„Seht euch das nur an Leute, hier haben sie gesessen, gefeiert und Schlachtpläne ausgearbeitet“, machte ich meiner Begeisterung Luft und schaute mich fasziniert um. „Man könnte meinen jeden Moment kommen Schotten im Kilt ums Eck und wollen bewirtet werden.“„Schaut euch nur meinen Bugs an, der hebt gleich ab“, frotzelte Nick gutgelaunt und es störte ihn auch nicht als ich ihm die Zunge herausstreckte.

GABRIEL
Man konnte den Geist einer längst vergangenen Zeit noch immer in diesen Wänden spüren. Inzwischen hatte ich mich soweit wieder beruhigt, dass ich die Besichtigung auch genießen konnte.
„Seht mal hier … Ob sich dahinter ein Geheimgang verbirgt?“ Neugierig und von Abenteuerlust gepackt deutete ich auf eine unscheinbare Tür. Eigentlich war sie als solche kaum auszumachen. Nur wenn man, wie ich, direkt davor stand und den leichten Luftzug spürte, der von unten heraufzog.
„Vielleicht ein Vorratsraum“, vermutete Eric. Die Tür war nicht verschlossen. Als er die Klinke herunterdrückte, ließ sie sich, begleitet von einem ächzenden Geräusch, öffnen. Eine Treppe führte abwärts, die nach wenigen Metern von undurchdringlicher Schwärze verschluckt wurde.

NICK
Neugierig schaute ich über Gabriels Schulter wohin die Treppe führte. „Also bei aller Liebe Joshy, aber da bekommen mich ohne Taschenlampe keine zehn Pferde runter“, murmelte ich halblaut vor mich hin. Natürlich brannte ich darauf zu erfahren, was dort unten war, nur kam es absolut nicht in Frage im Dunkeln herumzustürzen.„Vielleicht sollten wir das auf ein anderes Mal verschieben und uns erst in den oberen Räumen umschauen“, sprach ich an alle gewandt, als sich Jan zu Wort meldete.„Ich denke, wir können ohne weiteres nach unten gehen, da ich in weiser Voraussicht zwei Taschenlampen eingesteckt habe, die Gordon uns bereit gelegt hat. Danken dürft ihr mir dann später mit einem großen Bier“, grinste er uns an und zog aus jeder Jackentasche eine Lampe.Nacheinander im Schein des Lampenlichts traten wir durch die Tür und stiegen die Treppen hinunter.

ERIC
„Was, wenn McCullum uns nun hier unten einsperrt?“ feixte ich leise und bekam einen leichten Rippenstoß von Nick.
„Wenigstens sterben wir dann gemeinsam“, knurrte mein süßer Anwalt und warf mir einen vielsagenden Blick zu. Gleich darauf  erreichten wir den Fuß der Treppe. Jan leuchtete umher. Zwei Gabelungen lagen vor uns.
„Rechts oder links oder umkehren?“ wollte ich von meinen Begleitern wissen.

JAN
Gruselig war es schon, doch gleichzeitig aufregend. Die Neugier trieb mich weiter und ohne auf das zu hören was Eric sagte. „Also ich gehe nach links“, gab ich nur von mir und stapfte auch schon los. Mit einem „Hey warte“, schloss sich mir Nick an.Langsam, um nicht zu stolpern, setzte ich einen Fuß vor den anderen. Was erst nur ein schmaler Gang gewesen war, entpuppte sich nach etwas einhundert Metern als Zugang zu einem unterirdischen Verließ, das wohl in früherer Zeit als Kerker gedient hatte. Jeweils drei Zellen links und rechts, die eine kleine vergitterte Öffnung aufwiesen, durch die man hindurchschauen konnte.Ein Schauer rieselte über meinen Rücken, als ich die Eisenringe sah, die an der Wand befestigt waren und die den dort gefangenen keinerlei Möglichkeiten gegeben hatten sich zu bewegen. „Wer immer hier festsaß, wurde wohl nie wieder gesehen“, flüsterte ich Nick leise zu, der hinter mir stand.Die Vorstellung, dass hier einst Menschen gefangen gewesen waren, wie Tiere im Käfig ein Dasein fristeten, erschien mir kalt und herzlos. Da hatten es die heutigen Straftäter doch erheblich besser.„Komm Bugs, lass uns zu den anderen gehen“, zog mich Nick von der Tür weg und erst jetzt bemerkte ich, dass Eric und Gabriel uns gar nicht gefolgt waren. Zurück im engen Gang, ließen wir das dunkle, kalte Verlies hinter uns.

GABRIEL
„Joshy, du hattest mit Geheimgang vorhin gar nicht so unrecht“, flüsterte Eric. Wir hatten den anderen Teil der Gabelung genommen, der uns zu einem riesigen Gewölbe führte. An dessen Ende verzweigte ein weiterer Gang.
„Wir sollten uns nicht zu sehr von den beiden anderen entfernen. Irgendwie habe ich kein gutes Gefühl …“, bemerkte ich. Eric nickte und deutete auf einen Seiteneingang. „Ich möchte nur einen kurzen Blick hinter diese Tür werfen.“
Mit etwas Mühe schafften wir es, die schwerfällige, alte Holztür zu öffnen. „Da ist Nichts …“, sagte Eric enttäuscht. „Moment Mal … doch … da hinten …“ Mein Mann musste sich etwas bücken, um in das schmale Räumchen zu gelangen.
„Eric, bitte komm da raus.“ Ich war kein Angsthase, aber mein Bauchgefühl sagte mir, dass das nicht gut war, was wir hier machten.
„Gabe, hier steht eine Truhe …“, hörte ich Eric sagen. Da er die Taschenlampe mit sich führte, konnte ich von meiner Position aus, nicht viel sehen. „Sie ist verschlossen, aber das Schloß sieht aus, als wäre es erst kürzlich angebracht worden …“
„Okay Sherlock Boyard. Bitte komm da raus. Nick und Jan werden sicher schon nach uns suchen …“

NICK
Zurück an der Gabelung war von unseren Freunden nichts zu sehen. „Die beiden sind bestimmt dem anderen Gang gefolgt“, meinte Jan und gemeinsam gingen wir dort hin. Am Ende erwartete uns ein breites Gewölbe, das sich wieder teilte. Unsicher welchen Weg wir nehmen sollten blieben wir stehen und lauschten, ob die Stimmen von Gabriel oder Eric zu hören waren.„Schau mal, da vorne bewegt sich ein Lichtschein“, wies ich Jan auf das Flackern hin und gemeinsam gingen wir in diese Richtung. Kurz darauf sahen wir Gabriel, der allein im Gang stand. „Gabriel“, sprach ich ihn an. Leicht erschrocken drehte er sich um, schien aber erleichtert als er uns erkannte. „Entschuldige, wir wollten dich nicht erschrecken. Habt ihr etwas gefunden? Bei uns war nichts Besonderes, nur der Kerker“, informierte ich ihn und schaute dann zu Eric.„Hey Kumpel, was hast du denn da?“, merkte ich auf und war schon dabei mir das Ganze näher anzusehen. Mit eingezogenem Kopf gesellte ich mich zu Eric und betrachtete seinen Fund. Jan blieb derweil bei Gabriel und die beiden unterhielten sich leise.Verwundert über das doch recht neue Schloss an der Truhe drehte ich mich Eric zu. „Merkwürdig, findest du nicht? Warum steht hier eine verschlossene Truhe herum, als wenn sie ein Geheimnis bergen würde? Hast du versucht sie zu öffnen?“ Neugierig rüttelte ich am Schloss, doch das gab nicht nach.

ERIC
Auf Nicks Frage schüttelte ich den Kopf und grinste. „Ich glaube, wir sind hier ganz zufällig auf etwas gestoßen, was unbedingt unseren Blicken verborgen bleiben sollte oder aber unsere Neugier wecken sollte, weil irgendjemand damit gerechnet hat, dass wir sie finden würden …“
Nick sah mich fragend an. Ich leuchtete mit der Lampe die Truhe ab. „Das Ding steht noch nicht lange hier. Sieh dir die Truhe doch mal genauer an … Hier … und hier … und dann das neue Schloss … Selbst, wenn wir sie jetzt unberührt lassen … Ich wette um einen Krug Bier, dass der Schlüssel zu diesem Schloß am Brett der Rezeption im Cottage hängt …“

JAN
„Jetzt kommt ihr beiden, lasst uns wieder nach oben gehen. Zum einen ist es kalt und außerdem werden wir die Truhe so auf keinen Fall öffnen können. Die wurde bestimmt nur hier hingestellt, damit so dusselige Touristen wie wir drauf reinfallen und ein Geheimnis wittern“, grinste ich Eric und Nick an.„Na warte Bugs, für das dusselig wirst du heute noch büßen“, drohte Nick mir  lachend, kam dann aber mit Eric zu Gabriel und mir in den Gang. „Lass uns einfach später mal einen Blick auf die Schlüssel werfen, sobald der Oberaufseher verschwunden ist“, meinte Nick zu Eric, der mit einem Nicken sein Einverständnis gab.Hintereinander gingen wir zurück zur Treppe und wieder nach oben. „Du hast dir hoffentlich schon eine richtig gute Entschuldigung ausgedacht“, raunte mir Nick ins Ohr und schlang seine Arme von hinten um mich. „Sicher doch, du wirst danach wie ein Baby schlummern“, flüsterte ich zurück. „Ist das ein Versprechen?“, wollte Nick wissen und zur Bestätigung ließ ich meine Zunge über sein Ohr fahren und flüsterte noch einige schmutzige Worte hinterher.Mit einem Gesichtsausdruck wie eine Katze die gerade leckere Milch geschlürft hatte, wollte Nick etwas erwidern, als hinter uns eine scharfe Stimme erklang.„Was zum Teufel haben Sie dort unten zu suchen gehabt? Das ist kein Ort für neugierige Schnüffler und Verräter. Verlassen Sie Augenblicklich das Gebäude“, schallte McCullums säuerliche Stimme durch den Raum.

GABRIEL
Im ersten Moment zuckte ich zusammen, als ich die Stimme dieses widerwärtigen Typen hörte. Aber ich hatte mir nach meinem morgendlichen Ausbruch und dem anschließenden Gespräch mit Eric und meinen Freunden fest vorgenommen, dass mich nichts davon abhalten sollte, meinen Urlaub zu genießen.
McCullum stand, die Hände in die Seiten gestemmt, am oberen Absatz der Treppe und schaute uns herabschätzend an. Bevor er weitere Schimpftiraden über uns schütten konnte, baute ich mich, sehr zur Verwunderung meines Mannes und meiner Freunde, vor ihm auf.
„Verehrter Mr. McCullum. Meine Freunde und ich haben keinerlei Ahnung, was wir Ihnen getan haben, aber seien Sie versichert, dass wir auf diese Art und Weise nicht mit uns umspringen lassen. Wir sind zahlende Urlaubsgäste. Als solche wollen wir behandelt werden. Bestimmt ist Ihnen aus meiner Anmeldung nicht entgangen, dass ich Anwalt bin … und ganz sicher erübrigt sich damit jedes weitere Wort. Schönen Tag noch.“ Ich nickte ihm lächelnd zu und ergriff die Hand meines Mannes, damit wir, gemeinsam mit Jan und Nick, unsere Besichtigungs-Tour fortführen konnten.

NICK
Nur schwer konnte ich ein Lachen unterdrücken und lief deshalb noch einen Schritt schneller. Als wir schließlich außer Sicht- und Hörweite waren platzte ich heraus. „Habt ihr sein Gesicht gesehen als Mr. Superanwalt hier ihn zusammengefaltet hat? Joshy du Teufel, ich glaub dem sind eben die Eier abgefallen, als du deinen Auftritt hattest“, konnte ich nicht mehr an mich halten und drückte meinen Freund kurz an mich. „Wenn ich je einen Anwalt brauche, lass ich dich einfliegen“, feixte ich grinsend. Auch die anderen lachten nun und gut gelaunt gingen wir weiter, diesmal die Treppen nach oben.Oben angekommen hatte man einen atemberaubenden Blick auf die ganze Umgebung, die wir jetzt, da sich der Nebel endlich verzogen hatte auch genießen konnten. Bevor ich zu meinem Mann aufschloss stellte ich mich noch kurz neben Eric. „Welches Geheimnis die Truhe birgt werden wir dann später ergründen“, raunte ich ihm zu, bevor ich mich zwinkernd abwandte und zu Jan ging.„Na mein Süßer, genießt du die Aussicht?“ umarmte ich ihn von hinten und drückte einen Kuss auf seinen Nacken. „Wäre dieser Idiot von Verwalter nicht, würde ich es noch mehr genießen. Mit dem Typ stimmt was nicht und ich hab echt große Lust herauszufinden was das ist. Deshalb mein geliebter Ehemann, werden wir beide etwas Detektiv spielen, wenn die Jungs ihren Hochzeitstag feiern“, gab Jan bestimmend von sich und ich konnte dem nur zustimmen.„Mhhm….ich mag es wenn du so energisch bist, heb dir das ruhig noch für später auf, Tiger“, sagte ich nah an seinem Ohr. Mit einem Grinsen sah er mich an. „Warte nur ab Großer, du wirst begeistert sein“, versprach er mir und schaute dann wieder übers Land.

ERIC
Den Typen mussten wir im Auge behalten; McCullum war nicht zu unterschätzen. Dennoch war ich ungeheuer stolz auf meinen leidenschaftlichen Anwalt, was ich ihm mit einem feurigen Kuss zu verstehen gab.
Wir befanden uns mittlerweile in einer Art Ballsaal. Auch von hier gingen verschiedene Türen ab, die in weitere Gänge und von da aus in andere Räume führten. Vom Fenster aus konnten wir den halbverfallenen Eckturm mit der gehissten schottischen Flagge sehen. Endlich hatte die Sonne den Nebel durchbrochen und nahm diesem Castle ein bisschen den Schrecken, den es zuweilen hervorrief.
„Wollen wir nachsehen, wo der Burgherr zur Nachtstunde sein Unwesen getrieben hat?“ flüsterte ich Gabriel ins Ohr. Mein süßer Anwalt sah mich etwas kritisch an. Er wollte ganz sicher ebenso wenig wie ich die Vorstellung vom Liebesleben eines McCullum vor seinem geistigen Auge aufleben lassen.

JAN
Keiner von uns ließ sich durch diesen Zwischenfall die gute Laune verderben und wir besichtigten weiterhin durch das alte Gemäuer. Mal zusammen, dann wieder getrennt erforschten wir Raum für Raum. Wir nutzten jede Gelegenheit um die Orte zu finden, an dem der ehemalige Burgherr jungen Mägde verführt hatte oder aber auch die jungen Burschen, man konnte ja nie wissen, wie Nick mir glaubhaft versichern wollte.

Über eine Stunde durchstreiften wir das Castle, dann trieb es uns hinaus in die Sonne. Kaum hatten wir das Gebäude verlassen, als auch schon Gordon mit einem gigantischen Korb auf uns zustrebte.
„Ich dachte mir, ihr möchtet vielleicht gern das Wetter nutzen und ein Picknick veranstalten. Wenn ihr mögt dann müsst ihr nur dem Pfad hinterm Haus folgen und nach gut zehn Gehminuten erreicht ihr den Loch Tally. Hier ist der Schlüssel für die Hütte. Dort findet ihr Decken und Kissen, um es euch bequem zu machen. Na was meint ihr?“ Nacheinander sah er uns an. „Also natürlich nur wenn ihr wollt, ansonsten könnt ihr auch gerne zum Essen bei mir in der Küche vorbeischauen.“

GABRIEL
Gordons Vorschlag wurde mit einem besonderen ‚Hallo’ aufgenommen und nach einem kurzen Umweg über unsere Zimmer machten wir uns wenig später auf den Weg zum Loch Tally.
„Mal sehen, welches Geheimnis der See birgt“, flüsterte ich geheimnisvoll und mein Mann feixte. „Was dem einen die Truhen, sind dem anderen die Seen. Apropos Truhe … Nicky-Boy, hast du vorhin den Schlüssel ausfindig machen können?“
„Seht mal … Wir sind schon da“, rief ich, bevor Nick antworten konnte. „Das ist ja richtig idyllisch. Ob man darin auch baden kann?“
Wenn sich das Wetter stabilisierte, wäre es eine Überlegung wert.

NICK
Unser Gabriel war anscheinend zum Scherzen aufgelegt. „Den Schlüssel hatte ich zwar nicht im Auge, dafür aber etwas anderes“, antwortete ich auf seine Frage um gleich im nächsten Moment erneut innezuhalten. „Baden? Joshy so langsam machst du mir Angst. Das Wasser hat bestimmt keine fünfzehn Grad, da frieren uns noch die wichtigen Teile ab“, feixte ich nachdem ich die Hand wieder schnell aus dem See gezogen hatte. Definitiv zu kalt beschloss ich und nachdem sich das Lachen der anderen wieder beruhigt hatte, besorgten wir als erstes die Decken.Gordon hatte nicht zu viel versprochen, es gab Unmengen an Decken und Kissen. Zuerst breiteten wir eine Decke für unser Picknick aus, doch mich zog es wo ganz anderes hin. „Ich für meinen Teil hab noch gar keinen Hunger“, machte ich meine Überlegung kund. „Eigentlich würde ich mir viel lieber ein ruhiges Plätzchen mit meinem Bugs suchen und die Natur genießen.“„Natürlich Großer, die Natur genießen“, äffte Jan mich nach und grinste wie ein Honigkuchenpferd. Gabriel und Eric grinsten ebenfalls, schienen den Plan aber gerne aufgreifen zu wollen.„Dann treffen wir uns einfach später wieder hier“, rief ich ihnen noch zu und schnappte mir eine Decke, zwei Kissen und meinen Mann. Sekunden später war ich mit Jan verschwunden und hörte das Lachen unserer Freunde in der Ferne immer leiser werden. Nicht lange und wir hatten eine kleine Lichtung gefunden, die ringsherum von blühenden Büschen eingezäunt war. Ich zog Jan nah an mich heran und legte meinen Mund an sein Ohr. „Genau das Plätzchen, das ich gesucht habe.“

ERIC
Genüsslich schaute ich mit Gabriel über den Loch Tally, dessen Oberfläche in der Sonne glitzerte. Das andere Ufer konnte man nur erahnen. „Du würdest darin wirklich schwimmen wollen? Ich kann mich erinnern, dass du bis heute nicht einmal den großen Zeh in den Swan Lake gesteckt hast …“, grinste ich und legte den Arm um die Schultern meines Mannes. Langsam gingen wir ein Stück am Ufer entlang.
„Es muss nur warm genug sein … Dann … ganz sicher …“, gab Gabe ein bisschen kleinlaut zurück.
„Sieh mal. Auf dem See sind lauter kleine Inseln. Ob man mit einem Boot dorthin fahren kann?“ lenkte Gabe vom Thema ab.
„Hast du ein Boot gesehen, mein Süßer?“
„In der Hütte gab es ein Schlauchboot. Was ist? Wollen wir?“ kicherte er.
„Klar, warum eigentlich nicht …“

JAN
Ziemlich ungestüm landete ich auf der Decke, nachdem Nick sie ausgebreitet hatte. „Langsam mein Süßer, nicht so stürmisch“, raunte ich ihm zu, kam seinem Kuss aber mit gleicher Leidenschaft entgegen. Schwer atmend trennten wir uns schließlich, doch der Blick in Nicks Augen war äußerst verheißungsvoll.„Wenn du mich so heiß machst Bugs, dann brauchst du dich auch nicht zu wundern wenn ich jetzt kaum noch an mich halten kann“, konterte Nick und verschloss meine Lippen erneut. Schmunzelnd ließ ich meine Hände hinten in seine Hose gleiten und knetete sein festes Fleisch. Aufstöhnend drückte er sich mir noch mehr entgegen. Ich spürte mehr wie deutlich, wie erregt Nick war.Wie von selbst suchte sich ein Finger den Weg zwischen die Backen und übte leichten Druck auf die empfindliche Rosette aus. Nicks Beine kamen angewinkelt neben meiner Hüfte zum Liegen und verschafften mir damit mehr Platz. Allerdings war seine Hose eindeutig zu eng. Ich zog eine Hand zurück und öffnete damit Knopf und Reisverschluss. Sofort hatte ich mehr Bewegungsfreiheit, konnte nun die Hand in Nicks Hose besser platzieren.Langsam ließ ich meine Zunge in seinem Mund kreisen, spielte zärtlich mit seiner und drückte gleichzeitig die Fingerkuppe durch den Ring. Ein lautes Stöhnen und Aufbäumen von Nicks Körper war die Antwort. Quälend langsam wiederholte ich dieses Spiel, genoss es, wie mein Mann sich auf mir räkelte, sich an mir rieb und dabei auch mir Laute entlockte.

NICK
Jans Finger trieb mich langsam aber sicher in den Wahnsinn. Weder schnell noch tief berührte er mich und doch explodierte etwas in mir, sobald sein Finger meinen Muskel durchbrach. Inzwischen musste ich mich mit beiden Armen Halt suchen, da mein Körper zuckte und sich kaum noch unter Kontrolle hatte. Den Oberkörper leicht aufgerichtet, das Kreuz durchgedrückt vibrierte ich und als Jan nun auch noch meinen einen Nippel mit seinen Zähnen malträtierte und meinen Schwanz fest rieb, kam ich immer mehr an meine Grenze.Wann er mein Hemd geöffnet hatte vermochte ich nicht zu sagen. Wann mein Schwanz die Pants verlassen hatte noch weniger. Für mich gab es nur noch diesen Strudel, der mich erfasst hatte und der sich nun seinen Weg suchte. Mit einem Schrei durchbrach mein Orgasmus den Nebel der um mich lag und ließ nur eine befreiende Erlösung zurück.Seufzend und mit schwerem Atem ließ ich mich zur Seite fallen. Sofort war Jan über mir und küsste zart meine Lippen. „Na mein Süßer, geht’s dir jetzt besser?“ grinste er mich spitzbübisch an, während ich nichts weiter tun konnte, als blödsinnig lächelnd zu nicken. Definitiv ging es mir besser, so schwer wie sich mein Körper gerade in die Erde drückte.

GABRIEL
„Noch ein bisschen mehr Luft, sonst kentern wir, noch bevor wir richtig abgelegt haben“, wies ich Eric grinsend an. Mit der doch sehr einfachen Handpumpe war es etwas beschwerlich die Luft in das Schlauchboot zu transportieren.
Eric feixte. „Wie wäre es, wenn du mich mal etwas ablösen würdest, anstatt große Reden zu schwingen?“
Ich fuhr mit der Zunge über meine Lippen. „Oh Honey, du machst das so großartig. Ich liebe das Spiel deiner Muskeln …“, schnurrte ich und wich geschickt seiner Hand aus, mit der er nach mir greifen wollte.
„Na warte Gabriel Chambers. Ich setze dich da drüben auf der Insel aus, wenn du so weiter machst …“
Langsam ging ich um ihn herum und drückte meinen Körper an seinen. „Ein paar Stunden vor unserem Hochzeitstag?“ flüsterte ich rau. „Du wärst allen Ernstes so herzlos?“

ERIC
Durch das liebevoll-alberne Geplänkel dauerte es etwas länger als gedacht, bis das Schlauchboot einsatzbereit war. Schließlich war es soweit und wir trugen es gemeinsam zum Wasser. Das einfache Ding schaukelte gefährlich, als wir darin Platz nahmen. „Möchtest du paddeln?“ fragte ich Gabriel und er griff nach den Rudern. „Ja, da erkennt man den wahren Sportler“, bemerkte ich anerkennend. „Joshy, du hast meine volle Bewunderung …“ Gabriel stieß das Paddel ins Wasser, so dass es spritzte. Dazu schaukelte er das Kunststoffschiffchen gefährlich hin und her. „Ohhh … du …“„Na? Wer setzt nun wen auf der Insel aus, Mister?“ Nach zwanzig Minuten hatten wir die kleine Insel erreicht. Wir stiegen aus, zogen das Schlauchboot ans Ufer, damit es nicht davon trieb und sahen uns um. „Viel ist hier ja nicht …“, erklärte ich etwas enttäuscht. Ein paar Büsche, kleine Bäume und sonst nichts.Ich schaute am Ufer entlang und entdeckte ich den Kopf von Jan hinter einem Busch, nicht weit von dort entfernt, wo sie uns verlassen hatten.„Heya, ihr zwei“, rief ich laut und winkte hinüber. „Ahoi !!!“„Eric! Das musst du dir ansehen …“, hörte ich Gabriels Stimme hinter mir.

JAN
Nach einer kleinen Rückrunde, bei der ich vollends auf meine Kosten kam und sehr zur Freude meines Mannes mich vollkommen gehen ließ, machten wir uns schließlich gute zwei Stunden später auf den Rückweg.„Die Jungs haben bestimmt schon einen Suchtrupp nach uns ausgeschickt“, kicherte ich und Nick stimmte ausgelassen mit ein. „Naja, wer konnte auch ahnen dass es so befriedigend ist am Ufer eines Sees zu liegen? Wir sollten uns des Öfteren so ein Plätzchen suchen, besonders wenn es so schön einsam gelegen ist und uns keiner zuhört. Du weißt doch, wie sehr ich es liebe, wenn du so wild und ungezügelt bist Bugs“, drückte er mich an sich und küsste die empfindliche Stelle hinter meinem Ohr.Seufzend gab ich mich dem Gefühl hin und bog den Hals noch weiter zurück um Nick mehr Platz zu gewähren. „Mhhm….wenn du so weiter machst kommen wir nie bei Gabriel und Eric an“, flüsterte ich als seine Zunge an meinem Ohr entlang leckte.„Du hast Recht, lass uns das auf später verschieben“, ließ Nick bedauernd von mir ab und es dauerte einen Moment bis seine Worte bei mir ankamen. Nach einem schnellen Kuss auf diese verführerischen Lippen, ging ich schließlich auf Abstand. „Später“, hauchte ich mit rauchiger Stimme und lief dann am Rand des Sees weiter, zurück zu dem Platz an dem unser Picknick auf uns wartete.

NICK
Beschwingt und aufgekratzt liefen Jan und ich am Wasser entlang, während ich überlegte, ob ich meinen Bugs noch einmal kurz hinter den nächsten Busch ziehen sollte, als ich im Augenwinkel eine Bewegung sah. Abrupt blieb ich stehen und hielt Jan am Handgelenk fest. Fragend drehte er sich zu mir um. Beschwörend legte ich den Finger auf die Lippen. Erst dachte ich es wären Eric und Gabriel und wir könnten sie erschrecken, doch ein Blick durch die uns nahe gelegene Hecke, zeigte unseren ungeliebten Verwalter im Gespräch mit einem anderen Mann.„Kommt dir der Kerl bei McCullum nicht auch irgendwie bekannt vor?“ flüsterte ich Jan zu. Der schaute angestrengt nach vorne und nickte dann langsam. „Der war neulich auch im Pub und hat Gabriel andauernd so komisch betrachtet“, war seine Antwort.Da wir leider nicht hören konnten, was die beiden so heftig diskutierten, blieb uns nichts anderes übrig, als sie zu beobachten. Nach einer, wie es aussah, sehr heftigen Unterhaltung trennten sich die beiden und gingen in verschiedene Richtungen davon.Da die Luft jetzt rein war, kämpften wir uns durch den Busch, als vom See her Erics Stimme zu hören war. Heftig winkend standen unsere Freunde auf der kleinen Insel die unweit vom Ufer des Sees lag. „Auch ‚Ahoi’, ihr Matrosen. Wie sieht es aus, habt ihr auch Hunger?“, rief ich übers Wasser. „Dann treffen wir uns an Land. Wir haben euch was zu erzählen“, winkte Jan und zog mich dann hinter sich her. Hoffentlich hatten die beiden die Dringlichkeit in meiner Stimme gehört.


Tbc ...
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