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A Red Dead story: Outlaws for life

GeschichteAbenteuer / P18 / Gen
01.01.2020
07.08.2020
3
8.665
1
Alle Kapitel
3 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
22.05.2020 2.675
 
Bevor es richtig losgeht, möchte ich mich noch vorher für die lange Wartezeit entschuldigen. Die Schule hat mich auf trapp gehalten und wie erwartet kamen mir auch noch viele andere Ideen in den Kopf, die ich festhalten musste. Ich hatte eine Weile die Lust am Weiterschreiben dieser Geschichte verloren, aber jetzt wo ich die Statistiken nachgeschaut habe, kam die Lust wieder. Jetzt gibt es aus meiner Sucht leider ein Problem: Die alte Datei, wo ich die ganzen Hintergrundinformationen (Aussehen, Verhalten und Merkmale der Charaktere, Standpunkte die im Laufe der Geschichte wichtig werden könnten, etc.) und das angefangene zweite Kapitel gespeichert hatte, sind verschwunden und ich muss nochmal alles überdenken. Falls der Inhalt etwas komisch klingen sollte, liegt es an den fehlenden Vorinformationen und der langen Pause. Aber jetzt bin ich wieder da und möchte mich langsam wieder an diese Geschichte herantasten. Auch wird der generelle Ablauf der Geschichte etwas anders ablaufen, als ursprünglich geplant (Wegen Updates im Spiel und neuen Ideen).
Dies wird jetzt leider ein ziemlich kurzes Kapitel sein, aber besser etwas früher als zu lange aufs Nächste warten. Das dritte Kapitel wird auch etwas länger werden.
Das wars auch schon. Hinterlässt ein Kommentar, wenn ihr wollt und nun viel Spaß mit dem zweiten Kapitel!





Als wir dachten, dass Johns Rückkehr nicht schon Grund genug zur Freude war, war Siete bereit uns zu beliefern. „Und das schaffen Sie sicher bis morgen? Das sind eine Menge Sachen und das Wetter…Sie wissen schon.“ -Ich schaffe das-. „Dann haben wir einen Deal!“, sagte Dutch glücklich und schüttelte ihre Hand. Er hat mit der Stummen ausgemacht, dass sie uns einen ganzen Wagen voller Lebensmittel und einigen Kleidern bringen sollte. Da wir aber knapp bei Kasse sind, wird der Lohn abgearbeitet. Dafür soll ich mit ihr kommen und die Sachen besorgen und wenn wir es vom Berg endlich runterschaffen, gibt es zusätzlich Arbeit. Bei ihren Geschäften helfen – mehr wusste ich nicht.

Nachdem ich meine Sachen gepackt und mich verabschiedet hatte, ging es auch schon los. Im Trab ritt ich neben den Wagen her. Siete war sich anfangs unsicher gewesen, ob es nicht doch eine schlechte Idee war, bei diesem Wetter Boaz mitzunehmen. Schließlich sollte ich mein Pferd doch mitnehmen. Sicherheitshalber. Warum hatte ich das Gefühl, dass die Lebensmittel nicht so ganz legal besorgt werden?

Der Weg schien zuerst wahllos nach Süden zu führen, meistens in der Nähe eines Flusses, vorbei an einem weiteren Berg und immer weiter runter. Bald konnte man einen Waldrand erkennen, der vor einiger mal gebrannt und sich immer noch nicht erholt hatte. An einigen Stellen konnte man die schwarzen Spitzen erkennen. Der sonst so herrische Sturm nahm hier an Stärke ab, blieb jedoch hartnäckig. Egal, es war bereits angenehmen als dort oben in Colter. Wohin es auch immer ging, ich mochte die Richtung jetzt schon.

Wie gerne ich die Zeit genutzt hätte, um mehr über diese Frau herauszufinden. Ich vermutete bereits, dass ich keinen Laut aus ihr herauskriegte. Zu etwas zwingen wollte ich sie erst recht nicht, also lies ich es dabei.

Nach einer gefühlten halben Ewigkeit bog sie plötzlich vom Weg links ab. „Hey, wohin denn jetzt?“ Irritiert folgte ich ihr und erkannte erst ein paar Sekunden später das Gebäude, welches teilweise zugeschneit war, die Fenster mit Brettern zugenagelt. Ihr zu Hause? Nein. Hosea meinte, dass sie in Zelten lebten. Aber selbst wir bevorzugen bei diesem Wetter eine feste Unterkunft über ein einfaches Zelt. Wahrscheinlich wirkte es vorübergehend als Versteck. Siete parkte den Wagen so, dass dieser vom Weg aus nicht sofort zu sehen war und zeigte auf eine kleine Überdachung. Eine Windgeschützte Überdachung. -Binde dein Pferd dort an-. „Schau Mal, Boaz. Nicht so gut wie ein Stall, aber immer noch besser, als die freie Landschaft“, sagte ich zufrieden und stieg ab. Auch Siete brachte die Zugpferde hierher und spannte über den Wagen eine Plane.

„Oh, herrlich diese Wärme!“, stöhnte ich, als wir eintraten. Ich war überrascht das Innere des Hauses in so guter Verfassung vorzufinden. Das Interior war wie ein normales Haus enigerichtet: Küche, Aufenthaltsraum und ein kleines Schlafzimmer, alles von einem Ofen und einem Kamin warmgehalten. In einer Ecke stand ein Pult, auf welchem mehrere Gläser standen. Wahrscheinlich Alkohol. Auch merkte ich, dass der Geruch von Alkohol in der Luft hing. Trank sie etwa?  

Wir zögerten nicht bei dem starken Temperaturwechsel sofort einige Schichten von Kleidern auszuziehen. Der Poncho, grüne Schal und die blaue Jacke von mir fanden schnell ihren Platz am Kleiderhaken. Siete bereitete aus den vorhandenen Lebensmitteln etwas zu Essen vor. Kidneybohnen, Mais und Erbsen werden zusammen mit etwas Fleisch über dem Feuer aufgewärmt und in einer Schüssel serviert. Dazu ein einfaches Brötchen und ein Glas Wasser. „Für mich?“, fragte ich, als sie die Schüssel auf den gegenüberliegenden Platz von sich stellte. -Ja-. Wie hätte ich da zögern können. Der angenehme Geruch des Gerichts stieg mir in die Nase, worauf mein Magen laut knurrte. Die letzte vernünftige Mahlzeit lag einige Tage zurück. Von dem geteilten Fleisch war nicht viel für mich übrig geblieben. Dankend setzte ich mich ihr gegenüber hin und fing sofort an zu essen.

-Schmeckt es? -. Zufrieden nickte ich. „Viel besser als Pearsons verheerender Eintopf. Du solltest ihm Mal ein paar Koch-Stunden geben.“ Auf diesen Kommentar hin kicherte Siete. Es war der erste richtige Laut, den sie bisher gemacht hat. Und es klang entzückend. Um nicht meine Manieren durch gieriges Herunterschlingen zu ruinieren, versuchte ich mich mit Reden zu verlangsamen.

„Gehört dieser Ort dir?“ -Nein-. „Gehört es…einem Bekannten von dir?“ -Ja-. Na, wenigstens etwas. Sie deutete mit einem Finger auf den Boden. „Unter uns? Ist die Person im Keller?“ -Genau-. Das brachte mich zum Nachdenken. Warum würde jemand in einem Haus leben, welches von außen verlassen aussieht, jedoch innerlich völlig in Takt ist? Es sei den… „Ist das hier ein Versteck oder eine Unterkunft?“ -Fifty-fifty-. „Ein Versteck, welches gleichzeitig als Unterkunft dient?“

-Mehr oder weniger-. Ich hatte das Gefühl ihr mit der Fragerei auf die Nerven zu gehen, auch wenn man es der Frau äußerlich nicht ansah. „Nur noch zwei Fragen. Versprochen.“ -Ist alles okay. Frag ruhig-. „Wirst du mich der Person gleich vorstellen?“ -Ja-. „Gehört die Person zu deiner Gang?“ Einen Moment sah Siete mich an, als hätte meine Frage sie über die Existenz der Gang überrascht. Doch nach einem kurzen Moment lockerte sie sich wieder und nickte. „Dann wird der – oder diejenige mir auch nichts sagen können. Schade. Würde gerne mit einer Person sprechen, die von dir weiß.“ Siete überlegte. -Vielleicht-.

Nachdem ich die letzten Minuten wortlos zu Ende gegessen hatte, ging es in den Keller, wo ein vermeintlicher Freund von Siete sich befand. Eine Treppe im Flur führte nach unten. Irritiert sah ich mich um. Vorräte, Behälter, aber keine dritte Person. Die Stumme machte irgendetwas an der rechten Wand, bis sich diese plötzlich wie eine Tür öffnete. „Verrückt“, murmelte ich und ging in den Raum, der sich uns offenbarte. Anscheinend war in diesem Gebäude mehr los, als ursprünglich vermutet. Jetzt wusste ich auch, was Siete vorhin mit „Fifty-Fifty“ meinte. Ebenfalls erklärte es den den starken Alkoholgeruch in der Luft. „Eine unterirdische Schwarzbrennerei…nicht schlecht.“ Jedoch - keiner zu sehen. Aber ein Ort schien noch übrig zu bleiben. An der linken Wand war ein großer Eingang. Was sich dahinter befand, nahm mir erneut den Atem. Wie viel Zeit und Geld wohl in diesen Ort investiert wurde?

Gestört wurde das Bild von zwei Frauen, die vor der Bar versuchten, sich mit letzter Kraft eine zu knallen. Beide offensichtlich betrunken. Einen Moment sahen wir belustigt zu, wie wenig elegant das ganze zu Statten ging. Ich konnte mit Sicherheit sagen, dass beide zu Siete gehörten – keiner sagte ein Wort, lachten und gurgelten nur vor sich hin. Die Frau zu unserer Linken sah noch relativ normal aus. Aber…

„Wie ist die denn gekleidet?“, fragte ich etwas gestört und zeigte auf die Rechte. Normalerweise schluckte ich meine Meinung bei solchen Situationen hinunter, doch diesmal konnte ich nicht. Blonde, gekräuselte Haare, Stahlgläser und ein wenig attraktives Gesicht. Die meisten Kleider hatten eine knallig-orange Farbe, abgesehen von dem lila Oberteil. Ich hatte nichts sonderlich dagegen, wenn Frauen Hosen trugen, aber diese…sie trug orange-schwarze UNTERWÄSCHE. Wie sehr am Arsch musste sie wohl sein? Zu dem Erscheinungsbild fielen mir zwei Worte ein: „Clown“ und „Papagei“.

Wenigstens war die Linke ein angenehmerer Anblick: Dunkle Haare, die zu einem Zopf geflochten wurden, ein rotes Hemd mit weitem Kragen, dunkle Hose und schwarze Stiefel. Der Hut, der in der Nähe auf einem Tisch lag, gehörte wohl ihr. Auch schien sie weniger betrunken zu sein, schaffte es jedenfalls öfters den Schlägen auszuweichen. Als der bunte Vogel wieder versuchte zuzuschlagen, diesmal mit voller Wucht, drehte sie sich nur im Kreis und landete mit einem dumpfen Geräusch auf dem Boden. Schließlich holte sie der Schlaf ein. „Seltsame Bande“, dachte ich mir.

Siete wiederum hatte genug gesehen. Während sie den Papagei zum Fass am Eingang trug und ihren Kopf zum Ernüchtern in das Wasser steckte, bot ich der Anderen einen Kaffee an. Auch ich nahm mir eine Tasse von der warmen, braunen Flüssigkeit und setzte mich zu ihr an einen der Tische. „Was für eine seltsame Weise Sie kennen zulernen, Miss. Falls Sie sich übergeben sollten, bitte vorher ein Signal geben“, sagte ich, worauf sie langsam nickte. „Dürfte ich fragen, wie ich Sie nennen darf?“ Ich hoffte bloß, dass diese Frau noch nüchtern genug war, um meine Frage beantworten zu können. Mit wackeligen Fingern legte sie mir ihren Revolver auf den Tisch. „Was sollte das jetzt werden?“, dachte ich mir und betrachtete die Waffe genauer. Eine Schusswaffe mit einzigartigen Gravuren. Auf der Oberseite des Laufes wurde auch der Name eingraviert. „Sheva…außergewöhnlicher Name“, murmelte ich und gab ihr den Revolver zurück.

Siete, die es geschafft hatte die andere Frau aufzuwecken, schleppte diese mit an den Tisch und gab ihr ein Tuch zum Abtrocknen. „Und wie ist dein Name?“, fragte ich sie? Auch sie zeigte mir ihre Schießeisen- eine Volcanic-Pistole. „Slowmow…wie kommst du zu den Namen?“ Dann erinnerte ich mich – niemand hier sprach ein Wort. Mist! Also versuchte ich mir die Antwort zu erraten. „Slowmow…Slow…Mow…Soll das slow motion heißen?“ Alle nickten. „Aber wieso slow motion? Haben Sie schlechte Reflexe oder sind Sie immer betrunken, dass alles komisch aussieht?“ Diesmal zuckten die Frauen mit den Schultern. Keiner von denen schien es genau zu wissen. „Wie auch immer, wenigstens weiß ich jetzt eure Namen. Das ist wichtiger.“

Warum hatte ich das seltsame Gefühl, dass diese Menschen eine Art sechsten Sinn besaßen, mit welchem sie ohne Wörter kommunizierten? Jedenfalls schien jeder zu verstehen, was der jeweils andere wollte, als Siete unsere Liste zeigte. Kopfbewegungen, Handzeichen und ein paar Geräusche. Mehr kriegte ich nicht mit. Und die Zwei schienen einverstanden. Wahrscheinlich werde ich es nie herausfinden. Vielleicht kannten die sich auch schon sehr lange und wussten, was der Andere meinte.

Erst jetzt wurde mir klar, wie viel ich in letzter Zeit nachdachte. Dabei wollte ich mir schon vor einigen Jahren das abgewöhnen. Meinerseits sollte man lieber auf seine Instinkte und Sinne hören, bevor man das Ziel aus den Augen verliert. Das heißt jetzt nicht, dass ich über nichts nachdenke. Natürlich gibt es Dinge, worüber man grübeln sollte. Und manche Gedanken sollten schnell vergessen werden.

Irgendwann verließen wir die Schwarzbrennerei. Draußen teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Während Sheva und Slowmow sollen in die nächste Stadt reiten und wir…nun, sie zeigte nur auf ein Gebiet westlich von hier. „Warum gehen wir nicht mit in die Stadt? Gibt es dort einen Ort, wo wir Proviant plündern können?“ -Nicht deswegen-. „Weswegen gehen wir dann dort hin? ...Bogenschießen…jagen?“ -Genau-. „Ich bin ein Outlaw, kein Jäger. Dafür hättest du Charles mitnehmen sollen. Er kann gut mit dem Bogen jagen.“ Siete stieß mir nur mit dem Ellenbogen in die Seite, ging zu ihrem Wagen und warf mir etwas zu. „Das ist eine gute Waffe“, sagte ich, beäugte das speziell angefertigte Springfield-Gewehr. Die Frau nickte stolz. -Und?-. „Überredet.“ Ein zufriedenes Lächeln schlich sich auf ihren Lippen. -Wusste ich es doch-.

Nachdem der Wagen wieder hergerichtet wurde, reisten wir zusammen nach Westen. Trotz des hohen Schnees konnte die Frau recht gut fahren – wenn auch langsamer als üblich. Dies machte mir Hoffnung, dass wir unsere Karawane auch bald vom Berg runterholen konnte. Irgendwann musste ja Tauwetter kommen.

Diesmal sollte unser Ziel ein Tal zwischen Mount Shann und Mount Hagen sein. Wetter ist zwar genauso schlimm, aber wenigstens gab es hier Wild – Laut Siete jedenfalls. Am Wegrand hielten wir an, um zu Fuß weiter zu gehen. -Kannst du Spuren lesen? - „Natürlich. Tierspuren sind kaum anders als Menschenspuren, wenn man im Schnee sucht. Vertiefungen im Schnee – easy.“ -Dann gehe voran.- „Mit Vergnü- …warte.“ Mir fiel plötzlich etwas ein. „Ich habe einiges Besonderes über dich gehört. Dass du ohne Probleme bei jedem Wetter Spuren lesen kannst. Warum zeigst du mir nicht, ob das stimmt?“ Erst hob die Frau skeptisch eine Braue, lies sich dann aber drauf ein.

Doch anstatt auf dem Boden zu suchen, nahm sie ein wertvoll aussehendes Fernglas und durchsuchte die Gegend damit. Erst dachte ich, sie will mich verarschen. Selbst mit einem Fernglas dürfte man bei dem Sturm nicht das andere Ende des Tals sehen, geschweige denn überhaupt mehr als sechzig Fuß. „Und? Schon was gefunden?“, fragte ich ironisch. Entgegen meinen Erwartungen nickte sie, nahm das Fernglas kurz ab und sah nochmal durch. -Hab etwas gesehen. Folge mir-. Siete machte sich leicht gebeugt auf den Weg, schaute immer wieder durch das Hilfsmittel. Auch wenn ich ihr zuerst nicht glauben wollte, folgte ich leise hinterher.

Der Schnee knirschte unter unseren Stiefel. Hoffentlich war der Wind laut genug, dass wir nicht zu früh entdeckt werden. Am Bach angekommen prüfte sie wieder den Standpunkt der Tiere und änderte ihre Taktik. Statt weiter quer durch das Tal zu gehen, schlichen wir uns am Bach entlang. Das Rauschen bedeckte unsere Schritte zusätzlich. Die Frau ging taktisch vor, sie wusste was sie tat. Das gab ich zu.

-Halt ein!- Siete blieb plötzlich stehen, packte das Fernglas weg und holte ihren Bogen heraus. „Wie zur Hölle willst du mit dem Ding dein Ziel treffen?“, flüsterte ich leise, machte das Gewehr bereit. Ich konnte mittlerweile das Wild auch sehen. Eine kleine Herde Weißwedelhirsche suchte am Bach nach Nahrung, etwa fünf Tiere. Die Frau setzte sich in Position, ich legte den Hammer nach hinten, hob das Gewehr an. -Du nimmst den. Ich nehme das Reh dort. Ich pfeife und dann schießt du-. „Wieso pfeifen?“ -Die heben dann ihren Kopf. Headshot-. „Ah…“ Verständlich nickte ich. „Bereit.“

Der Bogen wurde gespannt, ein Pfiff ertönt und die Tiere hoben den Kopf. Ich wusste erst nicht, ob ich getroffen hatte, aber ein Reh kippte direkt nach meinem Schuss um. Danach folgte ein zweiter. Der Rest rannte weg. Ehrlich gesagt war es meine erste richtige Jagd auf Tiere. Bisher hatte ich nur das Vergnügen Menschen zu verfolgen. Ich pfiff erstaunt, als ich sah, dass Sietes Pfeil das Tier genau den Kopf getroffen hatte. „Nicht schlecht. Und meiner…in den Nacken.“ -Gut geschossen-. „Danke. Du aber auch. Hätte nicht gedacht, dass du unter den Bedingungen so gut schießen kannst…Respekt.“

Nachdem wir noch ein paar weitere Tiere getötet und auf dem Lager verstaut hatten, ging es nach Valentine. Endlich ein wenig Zivilisation, wenn man es denn so nennen konnte. Jedenfalls war ich froh nach dieser harten Zeit wieder ein Städtchen sehen zu können. „Das ist also Valentine…nettes Örtchen“, murmelte ich vor mich hin, als wir die Hauptstraße hinunter ritten. Beim Schlachter kriegten wir gutes Geld für die Kadaver – ich bekam sogar den vollen Preis für die Tiere, die ich erlegt hatte. Das restliche Wild soll später verarbeitet werden. „Schauen wir jetzt bei deinen Freunden nach?“ -Jup. Im Gemischtwarenladen.-

Als wir dort nachschauten, mussten wir jedoch feststellen, dass außer dem Verkäufer und einem fremden Einwohner niemand da war. „Irgendeine Idee, wo die sein könnten?“ Siete kratzte sich nachdenklich den Kopf, sah sich um. „Vielleicht im Saloon“, schlug ich vor, erinnerte mich an das erste Treffen mit den Zwei. -Vielleicht.- Doch auch dort konnten wir die nicht finden. -Wo zum Teufel sind die Zwei?-
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