Ein falsches Spiel?

von Jacky1996
GeschichteAllgemein / P12
29.12.2019
19.01.2020
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Sherlock ging die Treppen hinunter, schon als er das Haus betreten hatte und die Treppe hinaufgegangen war um zu Laiche zu gelangen, hatte er das Wohnzimmer erkannt. Durch das Gewimmer, was er zuvor aus der Richtung vernahm, bevor Sherlock sich das Mädchen angesehen hatte wusste er, das sich dort die Eltern aufhielten. Schwungvoll übersprang Sherlock die letzte Stufe und schwang sich mit Hilfe des Geländers um die Ecke. Nach wenigen Schritten erreichte er das Wohnzimmer und ging direkt auf die das Paar zu, das die einzigen Personen in diesem Raum waren.
>> Mrs, Mr, ich bin Sherlock Holmes, ich helfe hier und dort gerne der Polizei. Ehrlich gesagt mache ich ihre Arbeiten, sie geben es nur nicht gerne zu. Um direkt auf den Punkt zu kommen, ihre Tochter wurde ermordet, deswegen muss ich alles über sie Wissen. <<
Die Mutter sah Sherlock geschockt an und John presste kurz die Lippen aufeinander. Sherlocks nicht vorhandene Sanftheit war wie immer bewundernswert. Im Gegensatz zu dem selbst ernannten Detektiv, konnte sich John die Gefühlslage der Eltern vorstellen. Auch konnte John sich vorstellen das es noch sehr viel schlimmer war, wenn jemand in der Situation ist. Der Arzt wusste, dass die Vorstellung nur wage an das Gefühl herankam, wie es tatsächlich war. Auch Greg schluckte und sah erschüttert zu Boden, während Sherlock den Eltern ein paar Augenblicke gab, um die Situation zu fassen und sie zu deduzieren. Schnell war ihm klar, in welcher Familie er sich befand und sah den Mann vielsagend an. Er war groß, schwarzhaarig, aber mit einem Ansatz von grau und damit mittleres Alter. Seine Haut gepflegt, das Haar schuppig und zurückgegelt. Er hielt viel von einem gepflegten Äußeren, seine Haut war leicht eingefallen, Zigaretten und Alkoholgenuss, wenn auch noch nicht zu viel, dennoch täglich abends. Seine Uhr kostspielig, wahrscheinlich ein Sammlerstück. Es war ihm wichtig, nicht nur die Zeit zu lesen, sondern auch anderen zu präsentieren, dass er genug hatte, um sich solche Dinge leisten zu können. In seinen Taschen befand sich eine Ausbeulung, Handy und Autoschlüssel, in ein und derselben Tasche. Auf die Dinge gab er weniger Wert wie auf die Uhren, Kommunikation war für ihn nötig und damit eine Pflicht, die Uhr ein Genuss. Sherlock wusste alles, was er wissen musste. Ein Angeber nach außen, der abends der Druck zu viel wurde und sich ein Glas, oder zwei genehmigte und heimlich rauchte, sein Mundwasser roch Sherlock schon mit geschlossenem Mund. Die Frau blond und ordentlich geschminkt, lackierte Nägel und eine gesündere Haut wie ihr Mann. Sie rauchte weder, noch trank sie, wenn der Mann dies schon heimlich tun musste, konnte sie es wahrscheinlich nicht leiden, was aber auch erklären könnte, wieso es mit dem Kind nicht funktionierte. Beides schränkt die Potenz ein. Beide trugen einen schlichteren Ehering, sie gaben nicht viel Wert darauf. Anscheinend war ihre Ehe nicht nur aus reiner Liebe entstanden, sondern wahrscheinlich aus dem Grund wie die meisten Ehen aus diesem Viertel, was er heute schon dachte. Die Eltern haben die beiden wahrscheinlich einander vorgestellt und mehr aus Zweck wie aus Liebe wurde die Ehe geschlossen. Am Ende kamen dennoch Gefühle heraus, was schon einmal viel Wert ist, weil dieses Glück nicht alle in einer solchen Lage hatten, ansonsten wäre Eveline nicht in einem solchen Elternhaus mit viel Liebe aufgewachsen. Sherlock erkannte es an der Art des Ansehens, an der Art sich in den Arm zu nehmen, an der Art sich zu trösten. Zudem hatte Eveline ein sehr schönes und liebevoll eingerichtetes Zimmer, auch sie wurde aus tiefem Herzen geliebt. Dennoch war es zwischen ihr und ihrem Mann niemals die große Liebe gewesen, das konnte Sherlock an der Art sehen, wie sie einander ansahen und beruhigten. Besonnen und ruhig, niemals eine stürmische Liebe. Die Frau trug im Gegensatz zu dem Mann schlichtere Kleidung, keinen Anzug. Sie war wahrscheinlich Hausfrau, während er das Geld verdiente. Sherlock atmete schwer aus, als der Blick noch einmal zu den Ringen fuhr und sah schließlich ehrlich in die Augen des Mannes.
>> Hat ihre Tochter davon gewusst? <<
Der Mann sah ich fragend an.
>> Was meinen sie, von was soll Eveline gewusst haben? Woher kennen sie ihren Namen? <<
Sherlock sah den Vater gelangweilt an.
>> Ein Abschiedsbrief vom Mörder, auf dem Briefumschlag ihr Name. <<
Sherlock erhob etwas das Kien, er stellte sich unwissend, seine Frau wusste es nicht und sie bedeutete ihm immerhin so viel, dass er ihre Gefühle nicht verletzen wollte. Das jedoch war Sherlock vollkommen unwichtig, wichtig war es den Mörder zu finden.
>> Ihre Affäre. Teenager brauchen nicht nur meist übertriebene Regeln, die vielmehr die Eltern beruhigen wie eine anständige Erziehung herbeizurufen, sondern auch ein Elternhaus was intakt ist. Ihre Tochter wurde von jemanden getötet, denn sie beide nicht kannten, was mich darauf schließen lässt, dass sie beide niemals mit ihm einverstanden gewesen wären, was ihre Tochter wusste und es aus dem Grund verheimlichte. Meist liegt es an solchen Schichten wie die ihre daran, dass er aus einer tiefer liegenden Schicht stammt, was mich zu dem Schluss kommen lässt, wie sie ihn kennen lernte. Durch die Schule eher selten, sie hatte einen Ruf zu verlieren und ist meist mit Freundinnen unterwegs. Wenn sie ihn dort heimlich getroffen hätte, hätten das Freundinnen, die manchmal klebriger sein können wie Zecken bemerkt oder aber zumindest eine Veränderung, was ich aber bei ihrer Tochter, die auf dem Höhepunkt ihres Daseins in der Oberschicht als Cheerleaderin nicht erwarte und ich irre mich nie. Also muss es ein Ort außerhalb der Schule sein und da komme ich zu ihnen. Sie haben jede Menge Geschäftsessen, Außentermine oder sind sehr lange im Büro, eine perfekte Gelegenheit für eine Affäre, zumindest sie kennen zu lernen. Aber auch dort haben sie einen Ruf zu verlieren, also durften sie nicht erwischt werden. Also haben sie sich in ein Hotel oder derartiges geschlichen, wo sie niemand kannte. Ein nicht so luxuriöses, was auch, wenn sie meine ehrliche Meinung wissen wollen überflüssig wäre. Beim Geschlechtsverkehr achtet niemand auf die Hochwertigkeit der Seife oder die Befüllung der Minibar, obwohl… nun gut, die schon. Dort wird sie ihren Mörder kennen gelernt haben, in der Nacht wo Evelin sie sah und ihre heimliche Geliebte, wird sie wohl kaum nachhause gekommen sein aus Angst das ihre Mutter sie so sehen könnte und nachfragen würde. Kinder haben die Gabe sich für so vieles verantwortlich zu machen, hätte Evelin es ihrer Lebensgefährtin, ihrer Mutter gesagt, hätte sie die Ehe zerstört und das würde sie niemals wollen. Also ging sie dem aus dem Weg und muss einige Zeit auf den Straßen unterwegs gewesen sein, auch ein wenig dem Schock geschuldet und dann… kam ihr Mörder. <<
Der Mann sah fassungslos zu Sherlock, seine Frau allerdings befand sich in der Schockstarre und drehte nun ihren Kopf. Bis jetzt sah sie zum Mann, jetzt sah sie nur fassungslos in die Luft. John sah empört zu Sherlock, flüsterte es.
>> Verdammt, wieso hast du das getan? <<  
Sherlock neigte etwas seinen Kopf.
>> Ich muss seine Reaktion sehen. <<
Greg kam nun hinzu, was Sherlock genervt nach oben blicken ließ.
>> Wieso, Sherlock? <<
Sherlock atmete schwer aus.
>> Um zu sehen, ob ihr Vater Eveline gesehen hat, ob es zu einer Diskussion gekommen war. Soll ich jetzt einen Mord aufklären, oder wollen sie es tun? Sie kommen ohne mich keinen Schritt weiter, aber wenn sie es versuchen wollen, dann bitte, ich halte sie nicht auf, Greg. <<
John zischte empört zu Sherlock.
>> Du zerstörst grade das letzte Stück Familie, was die beiden noch haben. <<
Sherlock lächelte leicht amüsiert, war John wirklich so blauäugig.
>> Tue ich nicht, diese Familie ist schon am Ende. Die Tochter ist ermordet, der Mann eine Affäre und die Ehe wurde eher mit Lügen am Leben erhalten wie mit der Wahrheit. John, ich tue den beide ein Gefallen, damit sie endlich die Scheidung einreichen und damit ihrem Elend durch das zusammen sein entfliehen können. Ich tue sozusagen eine Wohltat, für beide. Außerdem wird der Mann bei einem solchen Konsum wahrscheinlich keine 70 Jahre alt, also…. die Frau müsste sich so oder so nach was Neuem um suchen, ich beschleunige es nur ein wenig und das aus Freundlichkeit. <<
Sherlock hatte sich etwas zurückgelehnt, nun lehnte er sich wieder vor und sah den Vater wissend an, beide hatten durch den Schock das Flüstern nicht wirklich bemerkt.
>> Aber das alles ist nicht neu für sie, nicht wahr? Sie wussten, dass Eveline sie gesehen hatte, sie wussten davon. Haben sie Evelin verfolgt? <<
Der Mann nickte, während die Frau nun vor sich hin flüsterte, dass ihre Tochter tot ist und ihr Mann sie betrogen hat. Schließlich rann sie aus dem Raum und John atmete schwer aus, sagte Sherlock er würde nach ihr sehen, was dieser mit einem Nicken beantwortete.
>> Ja, sie hat mich gesehen, aber woher… die Affäre, wie…. <<
Sherlock rollte die Augen.
>> Ihr Ring ist noch zu ungebraucht, sie werden sicherlich über ein Jahrzehnt verheiratet sein und die Haut ist dafür viel zu platt. Durch die Jahre werden Finger meist breiter, wenn jemand den Ring anbehält, ist es kaum noch möglich ihn abzunehmen, durch die Haut und das neue Gewebe, was sich neben ihn anlegt. Das Gewebe was nicht durch die enge des Rings wachsen kann, wächst halt außerhalb. Ihr Gewebe ist viel zu glatt und viel zu wenig um den Ring gelegt, um die Jahre nur an dem Finger getragen wurden zu sein und in der Regel nehmen Ehepaare die Ringe nur ab wenn es einen besonderen Grund gibt und nicht zu häufig wie sie, also… eine Affäre. Was hat sie getan, nachdem Evelin sie gesehen hat? <<
Der Mann atmete schwer aus.
>> Ich weiß es nicht, wir haben uns gestritten und dann ist sie gegangen. Ich habe Eveline ein paar Tage nicht gesehen, habe mir Sorgen gemacht und wir haben eine Vermisstenanzeige aufgegeben, die Polizei suchte sie, aber nach ein paar Tagen stand sie vor uns, tat vor meiner Frau als wäre nichts geschehen, aber sobald wir allein waren, würdigte sie mich keines Blickes. Auch vor und während ihrem Geburtstag, ich war fast wie Luft, aber sie tat es so geschickt, dass meine Frau nichts merkte. Ich meine… ich habe mein Kind getötet, ich habe… dass… nein, ich…. <<
Sherlock sah den Mann sicher an.
>> Eveline war sicherlich zu brillant, um von der Polizei erwischt zu werden, sie war untergetaucht. Wenn ihre Tochter schon von allein hinter die Affäre gekommen war, wird sie dafür auch nicht viel Mühe benötigt haben, zudem ist unsere Polizei kaum in der Lage wahrhaftig jemanden zu finden, der sich wirklich verstecken will und sich dafür auch die Mühe gibt. Wenn sie das alles nicht wollten, dann hätten sie vielleicht nicht mit einer anderen Frau die Liebe teilen sollen, die nur ihre Ehefrau bekommen sollte, ehrlich gesagt erstaunt es mich, dass ihre Tochter nicht mehr getan hat. Eine solch emotionale Ausnahmelage bringt Menschen dazu, noch viel mehr zu tun wie nur den andere zu ignorieren und dies tritt bei pubertierenden Teenagern noch viel stärker hervor. Eveline hatte sich wunderbar im Griff, sicherlich ihrer Stellung in der Schule geschuldet. Sie hatte keine Wahl, sie musste sich immer im Griff haben, ansonsten wäre das schnell in der Schule als Gerücht umgegangen. Wenn sie Tage weg war, wird sie wohl kaum bei Freunden untergekommen sein. Das würde sich verbreiten wie ein Lauffeuer und ihre Tochter schien mir anhand ihres Standes in der Schule zu schlau, um dort einfache Freunde aufzusuchen. Zumindest bei niemanden, der in irgendeiner Form einen großen Kontakt auch zu ihnen pflegt oder zu Eltern, die Eveline durch die Tatsache das sie mit den Kinder gesprochen hätten oder anderen Eltern Eveline in der Schule hätte verraten können. Zudem muss sie ein paar Tafe krank gewesen sein, zumindest sagte sie das der Schule. Sie muss diese überzeugend kontaktiert haben, so das sich die Schule nicht bei Ihnen meldete und die Schule selbst keine Gefahr für ihren Ruf darstellte, denn wie gesagt, Gerüchte und ansehen. Es wäre rausgekommen und Evelines Ruf wäre ruiniert, sie log die Schule nicht zum ersten Mal an, ansonsten wäre es aufgefallen. Es… die Schuhe! <<
Sherlock rann schon hinaus und Greg schrie ihm schnell hinterher.
>> Was… was tun sie? <<
Sherlocks Stimme wurde leiser, während er erneut in das Zimmer von Evelin rannte.
>> Ich weiß wo sie war, die Schuhe… der Teppich darunter, kommen sie! <<
Dann blieb Sherlock noch einmal stehen, weil er wusste, dass Greg ihn ansonsten nicht verstehen würde und so auch nicht mehr der Ehemann, der nun anfing, haltlos an zu weinen.
>> Ihr schlechtes Gewissen wird sie fast in den Wahnsinn treiben, wahrscheinlich vor dem Alkohol und denn Zigaretten, die ihre Frau trotzdem schon wusste. Sie sind naiv, wenn sie glauben, Wundwasser könnte den gesamten Geschmack vernichten! Also, viel Spaß bei ihrem noch kurzen Leben ihn Wohlstand, denn lange, werden sie es nicht mehr haben. Bald wissen ihre Nachbarn alles und dann bye Bugatti, hallo No Name Produkte und winzige Wohnung! <<
Damit rann Sherlock weiter und Greg atmete sauer aus.
>> Wieso rennt er immer weg. <<
Damit rann auch Greg hinauf und der Mann ließ sich auf die Lehne des Sofas fallen, um dann hinunterzugleiten und haltlos zu weinen.
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