Zwischen den Welten

GeschichteAbenteuer, Fantasy / P12
Fabeltiere & mythologische Geschöpfe Ritter & Krieger Zauberer & Hexen
29.12.2019
08.08.2020
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01.08.2020 1.216
 
Gegen Abend erreichten sie endlich eine Stadt. Wie sie hieß wusste niemand von ihnen. Es scherte sie aber auch nicht. Sie würden sich hier neu einkleiden, ihre Vorräte auffüllen und dann von hier verschwinden. Der nächste Morgen brachte gab ihnen einen guten Grund ihr Vorhaben zu beschleunigen. Steckbriefe, die einem eine große Belohnung für denjenigen versprechen, der es schafft den Sucher zu finden. Während sie sich neue Sachen kaufen, konnte Kaspar einen haarigen stämmigen Mann sehen, der sie beobachtete. Kurz vor zwölf verließen sie die Stadt und reisten zurück an die Küste. Thomas versuchte in dieser Zeit Kontakt mit dem König der Drachen aufzunehmen. Jedoch vergeblich. Dicke Wolken zogen auf und der Wind wehte stark. Ganz leise konnte man das Tippen einzelner Tropfen vernehmen. Auch wenn die Vorräte sicher verpackt waren, so würde diese Tasche irgendwann komplett durchnässt werden und ihre Vorräte wären matschig. In der Ferne konnten sie eine alte baufällige Hütte sehen, die einsam und verlassen in der Nähe einer Klippe stand. Die Gruppe betrat die Hütte und holten ihre Sachen aus dem Wagen. Von dem haarigen stämmigen Mann aus der Stadt fehlte bis jetzt jede Spur, was aber nicht heißen soll, dass sie unachtsam werden sollten. Vielleicht hatte er sie nur verloren. Thomas saß im Schneidersitz auf den Boden und versuchte wieder mit dem König der Drachen in Verbindung zu treten. Inzwischen prasselte der Regen heftig auf das Dach der kleinen schäbigen Hütte nieder. Der Sucher konzentrierte sich nun stärker. Allmählich verschwand das Prasseln des Regens, das Rauschen der Wellen, das Heulen des Windes und das Prasseln des Feuers. Stattdessen hörte Thomas nun die Tiefe Stimme des Drachen. >> Sucher!<<, donnerte er, >> wo seid ihr? Habe ich euch nicht gesagt, dass ihr da bleiben sollt, wo ihr wart?<<
>> Es tut mir leid, eure Majestät<<, erwiderte Thomas betrübt. >> Es ist nur so, dass eine Reihe von unvorhergesehenen Ereignissen mich dazu zwang dem imperialen Luftschiff zu entfliehen. Doch nun befinde ich mich mit meinen Freunden in einer Hütte am Rande einer Klippe in Sicherheit. Ich entschuldige mich für die Umstände, die ich ihnen bereitet habe.<<
>> Haltet die Verbindung solange es möglich ist, damit ich euch schneller finden kann.<<

Während Thomas versucht Kontakt mit dem König der Drachen aufzunehmen, bereiteten Kaspar und Katharina das Essen zu, während Silberstein und Sol wache hielten. Mit einem Mal stand Silberstein auf holte sich das Gewehr, das er aus dem Luftschiff mitnahm und zielte nach draußen. Sol schoss währenddessen zweimal und lud nach. >> Sie sind da!<<, sagte sie mit ruhiger Stimme und schoss noch einmal. Kaspar sah vorsichtig aus dem Fenster. Draußen standen einige Holzwagen, hinter denen einige Männer hervor sahen. Einige besaßen Gewehre, andere wiederum nur Pfeil und Bogen oder eine Armbrust. Sol und Silberstein ließen sich durch nichts aus der Ruhe bringen und erwiderten immer wieder das Feuer. Nun kamen Soldaten mit großen, breiten Schilden auf sie und marschierten unbeirrt auf sie zu. Die Geschosse prallten einfach an den Schilden ab. Silberstein und Sol gingen vom Fenster weg, luden die Gewehre nach und pressten sich an die Wand neben der Tür. Von weit her ertönte ein Brüllen. Die Tür sprang zur Seite. Die Männer mit den schweren Schildern kamen rein. Silberstein und Sol schossen ihnen in den Rücken, doch schon kamen weitere Krieger rein. Eine Wand bildete sich vor Kaspar und Katharina und schützte sie vor den Männern. Thomas war aus seiner Trance erwacht. Silberstein und Sol sprangen nach hinten. Und Silberstein drückte gegen die Luft. Ein starker Windstoß erfasste die Männer und warf sie zurück. Draußen war ein kleiner Tornado zu sehen, der die Wagen und Angreifer in die Luft hob. Schlagartig ergriffen sie die Flucht und liefen davon.

Vorsichtig trat die Gruppe aus der Hütte. Vor ihnen stand ein Drache mit silbergrauen Schuppen, rubinroten Augen und mächtigen Flügeln. >>Endlich habe ich dich gefunden, Sucher!<<, begrüßte der Drache Thomas und sie alle verbeugten sich.
>>Vielen Dank, das ihr uns aus dieser misslichen Lage befreit habt, euer Hoheit.<<, sagte Thomas und sah nun auf. Der König fing an zu lachen. >>Das war doch gar nichts!<<

Nach dem sie ihr Mittagessen verspeist hatten, stiegen die fünf Freunde auf den Rücken des Drachen und schon erhob er sich hoch in die Lüfte. Die Welt unter ihnen wurde immer kleiner, bis man nur vereinzelte Flecken erkennen konnte. >>Haltet euch gut fest! Nicht, das ihr mir noch am Ende ins Meer stürzt!<<, brummte der König und Silberstein murmelte etwas von >>Ob das wirklich eine gute Idee war?<<




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Der Magne Pate schritt auf und ab. Seine Inquisitoren hatten Doom weder Gottschalk noch diese sagenumwobene Waffe gegeben. Dafür gab es aber einen neuen Lichtblick auf seiner Suche nach der legendären Flotte. Seine Kundschafter hatten ein Portal gefunden, dass sie quer durch Raum und Zeit befördern konnte. Seine Eroberungsfeldzüge wären so überraschend, so unvorhersehbar, dass er in Sekundenschnelle alle möglichen Länder und Welten erobern könnte. Die beiden gefangenen Lurca sollen dieses Portal für ihn nun wieder in Gang bringen.
>>KRONOS!<<, ertönte eine donnernde Stimme und Doom und Light kamen wütend auf ihn zu.
>>WO SIND DIE VERSPROCHENEN GEGENSTÄNDE?<<, schrie Doom und die Ruinen fingen an zu beben.
>>Geduld, meine Freunde. Habt nur noch etwas Geduld. Meine Inquisitoren sind ihnen dicht auf den Fersen.<<, versuchte der Magne Pate die Dämonen zu beschwichtigen, was ihn aber keineswegs gelang.
>>Wenn wir die beiden versprochenen Gegenstände nicht bis zum nächsten Vollmond erhalten haben, wird der Deal platzen.<< Mit diesen Worten gingen die Höllenfürsten fort und ließen den Magne Pater allein.



Die Höllenfürsten gingen so weit bis sie sich sicher sein konnten, dass sie niemand belauschten und beschwor Light einen kleinen Handspiegel herbei und legte diesen auf den Boden. Der Spiegel leuchtete auf und das Bild eines Inquisitors erschien. >>Gade, wo befindest du dich?<<, fragte Doom angespannt.
>>Ich verfolge gerade Gottschalk und seine neuen Auserwählten. Ich komme recht spärlich voran, was vor allem an den Kämpfen und eurem Geschenk liegt.<<, sagte der Inquisitor und sein Bild flackerte leicht.
>>Ein Geschenk?<<, fragte Light argwöhnisch.
>>So ist es, eure Lordschaft, ich habe ein Geschenk, für euer Gnaden. Einen Wissenschaftler, der einst im Dienste Hephaistos stand. Ich bin überzeugt, dass sein Wissen euch vor großem Nutzen sein wird.<<
>>Ausgezeichnet. Wenn du dies vollbringst wirst du deine alte Stellung erhalten und General unserer Truppen werden.<<, sagte Doom boshaft lächelnd.
>> Ich werde euch nicht enttäuschen eure Lordschaft. Ich diente euch in den alten Kriegen und diene euch in den neuen Kriegen!<<, Und Gades Bild verschwand.
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