Eine andere Sichtweise

GeschichteAllgemein / P12
27.12.2019
08.02.2020
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Heute ist es endlich soweit. Mein Vater Christian und ich wollen nach langer Zeit endlich wieder was unternehmen. Mein Vater ist Kellner und arbeitet hier im Wilden Kaiser. Ich steige in unseren blauen Ford ein. Mein Vater setzt sich ans Lenkrad.     "Ich freue mich dass wir mal wieder was gemeinsam unternehmen ,sage ich glücklich."Papa schaut mich nur fragend an. Die ganze Fahrt sind wir still. Mir fällt nichts ein worüber ich mit ihm reden könnte. Wir haben zulange nichts mehr unternommen. Damals sind wir immer schwimmen oder klettern gegangen. Danach sind wir in eine Imbiss Bude gegangen und habe Pizza gegessen. Ich schaue aus dem Fenster raus. Die riesigen Berge sind so schön. Ich wollte schon immer zu den Bergen ziehen. Wir lebten in einem kleinen Wohnort. Dort war es ziemlich langweilig. Die Schule hat mir nie besonders Spaß gemacht. Ich hatte auch nicht wirklich gute Freunde. "Sag mal Papa was machen wir eigentlich heute ?,frage ich ihn."Papa dreht seinen Kopf zu mir und sieht mich fragend an. "Kannst du dir das nicht denken?,fragt er mich." "Schwimmen?,gebe ich nun als Antwort." Papa fängt an zu lachen. Es gibt wichtigere Dinge zu erledigen. Was er wohl damit meint? Die restliche Fahrt grübelte ich was er wohl damit meinte.



Wir halten vor einem Haus an. Vor dem Haus ist ein Tisch und zwei Bänke. Das Haus ist mit etwas  Blumen geschmückt."Was machen wir hier?,frage ich Papa."Bevor er mir diese Antwort geben kann,lese schon das Schild neben der Tür."Praxis Dr.Gruber,lese ich ." Ich bin enttäuscht und zugleich auch wütend auf meinen Vater. Schon seit Monaten fahren wir zu verschiedenen Ärzten nur wegen meine Krankheit. Es geht nur noch darum. "Im Ernst jetzt ich dachte wir wollten was zusammen unternehmen und nicht schon wieder zum nächsten Arzt fahren?,frage ich ihn enttäuscht."Bei Leuten die an colitis ulcerosa erkrankt sind es es sehr oft unterschiedlich. Bei manchen ist es schlimmer und bei anderen nicht so schlimm. Bei mir ist es zum Glück nicht so schlimm. Ich habe mich damit abgefunden mit ihr zu leben. Aber mein Vater dramatisiert es jedesmal.
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