You are my destiny

von sunrise82
GeschichteDrama, Romanze / P18
26.12.2019
24.05.2020
145
135.472
14
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23.05.2020 754
 
Mia schläft im weissen Krankenhausbett. Sie ist sehr erschöpft, eine Geburt geht nicht spurlos an einem vorbei. Auch Sean ist erschöpft, ihm wird richtig bewusst, was heute passiert ist. Zum Glück ist alles gut gegangen. Die Ärzte meinten, Mutter wie Kind sind wohl auf und brauchen jetzt einfach Erholung. Sean zieht das kleine Bettchen zu sich heran, betrachtet seine friedlich schlummernde Tochter. Die drei Wochen, welche sie zu früh gekommen ist, merkt man ihr nicht an. Das hat auch der Kinderarzt bestätigt.

Sanft fährt er über ihre Wange, streichelt die winzig kleinen Händchen und über ihre dunklen, wenn auch noch wenigen Härchen. Sean kann sich nicht sattsehen an Everly. Erst jetzt weiss er, was es heisst, ein Kind zu bekommen und obwohl man es nicht kennt, ist da bereits diese tiefe, innige Verbundenheit. Eine Liebe, die man nicht in Worte fassen kann. Er könnte einfach nur stundenlang hier sitzen. Sie betrachten, oder einfach nur in seinen armen halten. Seans Blick schweift ab, zu Mia rüber. Sie war heute so stark, trotz diesen Schmerzen und dass sie ganz alleine waren, geriet sie nicht in Panik. Und zu Seans erstaunen, er selber auch nicht. Er nimmt sich vor, der tollen Hebamme, welche am Telefon war, einen Blumenstrauss als Dank zu überbringen und sich persönlich zu bedanken. Aber jetzt erholen sie sich alle erst einmal, von den heutigen Strapazen.

Aber eins lässt er sich nicht nehmen. Sean holt das Handy hervor, macht ein Bild von Everly. Dieses schickt er an all ihre liebsten mit dem Text <Unsere Tochter wollte genau heute am 3. Juli zur Welt kommen. Sie wiegt 3100 g und misst 46 cm. Willkommen in unserer Familie Everly Elisabeth Blair. Die Geburt verlief etwas turbulent, aber es sind alle wohlauf. Bitte gibt uns die Zeit uns zu erholen, wir melden uns bei euch, dann dürft ihr uns gerne besuchen kommen. Überglücklich Familie Blair> Und abgeschickt. Es dauert nicht mal fünf Minuten, da kommen bereits die ersten Antworten. Sie freuen sich alle sehr für sie und haben Verständnis, dass sie erst einmal ihre Ruhe brauchen. Mia wird sicher ihre Mutter anrufen, wenn sie wieder einigermassen fit ist.

Es ist schon 23 Uhr, Mia sieht zu Sean, der sitzt bei ihr auf dem Bett. Beugt sich zu ihr und haucht einen federleichten Kuss auf ihre Lippen. Sie lächelt ihn liebevoll an „Danke…“, kommt es leise, aber mit so viel Wärme in der Stimme „Für was Emilia?“, sieht er sie fragend an „Danke Sean…ohne dich hätte ich das heute nicht geschafft, danke das du so ruhig geblieben bist und unserer Tochter geholfen hast, zur Welt zu kommen…“ Sean streicht zärtlich über ihre Wange „Wir haben das gemeinsam gemacht und du hattest den schwierigeren Part…Hauptsache ist, euch beiden geht es gut.“

Mia lächelt sieht zu Everly in ihren Armen und dann wieder zu Sean „Ja…ich kann es noch gar nicht fassen, wir sind jetzt wirklich Eltern.“ Er nickt, sie mustert ihn „Du siehst aber auch müde aus Sean. So gerne ich dich hier bei mir habe. Aber du solltest nach Hause, schlaf dich aus…Ich will nicht, dass du hier übermüdet fast zusammenklappst.“ Sean spürt wie erschöpft er ist, reibt sich übers Gesicht. Ihm widerstrebt es, die Beiden alleine zu lassen. Aber Mia hat recht, er sollte schlafen und hier im Krankenhaus sind seine Frauen, sehr gut aufgehoben. Sogar das erste Mal Ansetzen hat gut geklappt, Everly trinkt sehr gut „Okay…aber ich werde morgen bei Zeiten wieder hier sein.“

Ein letzter Kuss für Mia und Everly, dann verlässt er das Krankenhaus. Steigt in das bestellt Taxi. Neben seiner Müdigkeit, ist er mit so viel Glück erfüllt. Er textet sogar den Fahrer zu, dieser hört ihm mit einem Schmunzeln zu. Wenn Sean so strahlt kann man nicht anders, als sich mit ihm mit zu freuen. Zu Hause angekommen, zieht er lediglich die Kleider aus und lässt sich erschöpft ins Bett fallen. Braucht zwar noch eine Weile um richtig abzuschalten, aber dann fällt er in einen erholsamen Schlaf.

Am nächsten Morgen erwacht er etwas verwirrt. Muss erst einmal überlegen, warum er alleine im Bett liegt. Die Erinnerung an gestern tauchen aber sehr schnell auf. Sie sind jetzt eine Familie, nach dieser etwas dramatischen Geburt, können sie heute anfangen richtig anzukommen. Und obwohl gestern alles so turbulent war, hat Sean bereits eine andere Beziehung zu Everly. Er durfte sie als erstes halten, sie willkommen heissen, hat sie sozusagen von Beginn an, in ihrem Leben unterstützt und beschützt. Was er sein restliches Leben auch tun wird.
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