Aufgeflogen

OneshotRomanze / P12 Slash
Chin Ho Kelly Danny "Danno" Williams Steve McGarrett
25.12.2019
25.12.2019
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„Steve?“
Chin betrat das Haus mit äußerster Vorsicht.
Sie hatten einen neuen Fall rein bekommen. Chin hatte Steve angerufen, um ihn darüber zu informieren und ins Hauptquartier zu bestellen. Dieser war allerdings nicht ran gegangen.
Auch Danny hatte auf keinen Anruf reagiert. Aus der daraus risultierenden Sorge um die beiden, hatte er Kono zu Danny geschickt und war selbst zu Steve gefahren.

Mit  einem unguten Gefühl stieg Chin die Treppe des Hauses hinauf.

Alles schien ruhig zu sein und nichts deutete auf einen Einbruch oder gar auf einen Kampf hin, der erklären würde, wieso McGarrett nicht an sein Telefon ging. Dennoch bewegte sich Chin leise und vorsichtig, die Hand bereit um die Waffe zu ziehen.
Man konnte schließlich nie wissen.

Die Tür zum Schlafzimmer war nur angelehnt.

Chin bewegte sich leise und hoffte, dass keine Diele quietschen würde.

Langsam stieß er die Tür auf.


Ein grinsen legte sich auf sein Gesicht.
Steve hatte seine Arme um Danny geschlungen.
Sie lagen auf der Seite, sodass Chin einen direkten Blick auf ihre schlafenden Gesichter hatte. Steve hatte sich nah an Dannys Rücken gekuschelt.
Friedlich schlafend genossen sie die Gegenwart des jeweils anderen.
Den Blick noch immer auf die beiden Schlafenden gerichtet, zog Chin das Telefon aus seiner Tasche und rief Kono an.
Das wird sie sicher freuen zu erfahren.

Bevor er sie begrüßen konnte, fing sie schon an: „Chin! Ich wollte dich gerade anrufen.  Danny ist nicht zu Hause. Raechel weiß auch nichts. Ich weiß nicht wo ich noch suchen kann.“ Sie klang ein wenig aufgewühlt.
Chin lachte: „Fahr' zurück. Ich hab die beiden gefunden. Du glaubst mir nicht wie." Chin überlegte kurz. Es wäre lustiger, wenn Kono das auch sehen könnte.
„Am besten kommst du zu Steve. Der Weg ist sowieso kürzer. Dann  dürfen sie erstmals erklären warum sie im selben Bett schlafen.“
Chin hörte noch Konos kichern, bevor er auflegte.

Noch immer grinsend ging Chin wieder nach unten und setzte sich auf das Soga um dort auf Kono zu warten.
Sie ließ nicht lange auf sich warten.
„Wo sind sie??“, fragte Kono aufgeregt, kaum dass sie durch die Tür gekommen war.
„Sie schlafen noch. Ich wollte sie noch nicht wecken. Du solltest das schließlich nicht verpassen.“
Kono grinste ihren Cosin an: „Dann gehen wir sie jetzt wecken.“

Kono öffnete die Schlafzimmertür, welche Chin beim verlassen des Zimmers wieder geschlossen hatte und trat voller Begeisterung ein.

„Guten Morgen!“, begrüßte Kono die zwei Schlafenden.
Die gewünschte Reaktion, trat sofort ein.
Steve saß, in geübter Navy-Manier kerzengerade im Bett und Danny öffnete verschlafen die Augen.
„Was ist los?“, fragte Danny. Er konnte die Situation noch nicht so recht einordnen. Er hatte im Gegensatz zu seinem Liebhaber allerdings auch keine so strenge Ausbildung gehabt. Es sei ihm also verzeihen. Steve hingegen verstand sofort.
„Was macht ihr hier?“, fragte er mit geweiteten Augen.
„Euch wecken, ihr Schlafmützen.“, grinste Kono zur Antwort.
„Wir haben euch den ganzen Morgen gesucht.“, stieg Chin mit ein.
Auch Danny meldete sich wieder: „Könnte ihr nicht später wieder kommen?“
Kono schüttelte den Kopf, was Danny aber schon nicht mehr mitbekam: „Nein! Ihr müsst uns da etwas erklären.“ Sie deutete erst auf Danny, dann auf Steve. „Aber wir lassen euch Zehn Minuten, um euch anzuziehen. Dann erwarten wir euch unten. Wenn ihr nicht da seid, komme ich wieder. Egal was ihr gerade macht.“

Sie zwinkerte den beiden zu und verließ dann mit Chin das Schlafzimmer.

Danny grummelte unzufrieden, als Steve ihn an stupste: „Lass mich schlafen. Es klang nicht so, dass es wichtig wäre.“
„Ist es aber. Wir müssen es ihnen erklären, sonst machen sie das selbst. Willst du das?“
Danny grummelte wieder. Natürlich nicht. Kono würde sich viel zu viel vorstellen. Da war es besser mit ihm zu reden.

Also schälte er sich widerwillig aus der Bettdecke und fing die Klamotten auf, die Steve ihm zu warf. Schon lange hatte er hier wechsel Sachen deponiert. Steve hatte sich darüber nicht beschwert. Im Gegenteil.
Er hatte es mir einem lächeln quittiert.

Es kam ihnen schließlich auch oft zu gute.
Sie mussten nicht immer erklären, wieso Danny Steves Klamotten trug.
Einmal hatte ihnen völlig gereicht.

Doch das schien jetzt sowieso hinfällig geworden zu sein...



Nach den gegebenen Zehn Minuten, standen Danny und Steve im Wohnzimmer und fühlten sich den interessierten Blicken ihrer Kollegen wehrlos ausgeliefert.
„Setzt euch und fangt an. Wir wollen alles wissen.“
Kono's Enthusiasmus wirkte sich negativ auf Danny aus. „Steve kann erzählen ich mach Kaffee.“
Und weg war er.

Steve setzte sich Chin und Kono gegenüber. Man konnte das blubbern der Kaffeemaschine hören.
„Wieso seid ihr eigentlich hier?“ „Wir haben einen neuen Fall und ihr wart nirgends aufzufinden.“
„Jetzt sag schon! Wie lange läuft das schon mit euch?“
Steve seufzte: „Seit etwa einem halben Jahr.“
„So lange schon?! Und wir wissen nichts davon? Wieso habt ihr uns das nicht erzählt?“

„Liebeleien sind streng untersagt. Niemand wusste davon. Außerdem wussten wir selbst nicht , was draus wird.“, antwortete Danny als er mit zwei gefüllten Kaffeetassen wieder den Raum betrat. Eine stellte er Steve vor die Nase und die andere behielt er selbst. Die beiden Gäste bekamen für die Frechheit ihres Einbruches nichts.

Kono interessierte das nicht
„Aber uns könnt ihr doch vertrauen.“
„Wir wollten einfach die Zeit genießen. Außerdem war dieses Geheimnis unheimlich heiß.“
„Die Rosarotebrille.“, stellte Chin fest. Das konnte er verstehen. Die Zweisamkeit sollte jeder so lange wie möglich genießen können.
Danny und Steve sahen das ähnlich. Sonst hätten sie es schließlich nicht getan.

„So, da das jetzt geklärt ist, was ist mit dem Fall?“
„Hey, Moment mal. Was für eine Beziehung führt ihr eigentlich? Ich hoffe doch, ihr schlaft nicht nur miteinander.“

Danny lachte: „Du solltest doch am besten wissen, dass wir das niemals könnten.“
Steve stimmte zu: „Du brauchst dir keine Sorgen machen.“
„Nagut. Dann können wir erst mal über den Fall reden.“

Chin begann zusammen zu fassen.

Zwischendurch teilten Steve und Danny Berührungen. Ab heute mussten sie sich nicht mehr verstecken.
Obwohl es viel Spaß gemacht hatte, war es schön zu wissen, dass es auch anders ging.
Ihre Freunde sollten von ihrer Beziehung wissen. Sie konnten einander mehr anvertrauen, als ihr Leben in einem Einsatz.

Sie waren ein Team.
Sie waren Freunde.
Sie waren Ohana.
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