Er ist 25!!

von soma
GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P16
Alexandra Rietz Gerrit Grass
25.12.2019
25.12.2019
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Hallo ihr Lieben, ich habe wieder mal eine neue Geschichte begonnen.. wäre nett, wenn ihr vorbeischaut und ein Review da lasst. Die andere Story wird zeitnah weitergeschrieben,  muss mir nur noch nen Kopf machen wie es weitergeht. LG Soma :)


Er ist 25!!


Es war ein Tag wie jeder andere auch. Ich quälte mich früh morgens aus meinem Bett heraus. „Wozu?“, fragte ich mich erneut. Wie so oft hinterfragte ich den Sinn des Lebens und kam auf keinen grünen Nenner. Also zog ich mich schnell an. Zog mir die gleichen Klamotten wie gestern an. Um mir was neues herauszusuchen war keine Zeit. Hatte ich doch ewig gebraucht, um überhaupt aufzustehen. Ich schnappte mir nun meinen Ranzen und verließ das Haus. Es war 7:54 als ich ankam, gerade noch rechtzeitig. Keuchend trat ich vor die Tür und trat herein. Leise schlich ich mich zu meinen Einzelplatz hinter, da ich später in die Klasse dazu kam, saßen alle schon zusammen und ich musste den einzig freien Platz auf der Bank ganz hinten einnehmen. Als die Stunde anfing, wollte ich nur, dass sie aufhörte. Mich interessierte nicht, was die Lehrerin zu sagen hatte. Das Thema gefiel mir nicht. Ich war oft abwesend und unkonzentriert. Also schaute ich aus dem Fenster heraus und beobachtete die Vögel am Himmel. Endlich ertönte das Stundenklingeln. Genervt wendete ich den Blick vom Fenster ab. Stunden vergingen und inzwischen war es schon halb 10. Noch 5 Minuten und es würde erneut Klingeln. Das hieß die Frühstückspause käme und ich konnte endlich auf die Toilette gehen. Es hatte sich in den letzten Minuten ein dringendes Bedürfnis angebahnt. Quälend langsam verging die Zeit. Ich ging so gut wie nie aus dem Klassenzimmer heraus. Nur wenn es unbedingt sein musste, am Ende des Tages oder wenn ich mal zum Klo musste. So wie jetzt eben. Als es klingelte, stürmte ich aus dem Zimmer heraus und war somit die Erste auf der Toilette. Auf dem Gang war es außer gewöhnlich ruhig, was mich nicht sonderlich beunruhigte, da das öfters mal der Fall war. Völlig in Gedanken versunken, rempelte ich jemanden an und stürzte zu Boden. Ich sah zu der Person hinauf und bemerkte, wie er mir seine Hand reichte. „Danke!“, nuschelte ich und musterte ihn direkt. „Bist du nicht etwas alt um zur Schule zu gehen?“, meinte ich scherzend. Er hielt inne, ehe er antwortete. „Ja wahrscheinlich. Ich suche das Sekretariat. Vielleicht kannst du mir den Weg dahin ja zeigen..“ Ich nickte. „Dann komm' mal mit“, schlug ich ihm vor und lief los. Ich musste meinen Blick einfach direkt von seinem Gesicht abwenden. Seine Augen hatten mich sofort gefesselt als ich sie das erste Mal erblickt hatte. Das war mir so noch nie passiert und das war es, was mich so verwirrte. Meine Gedanken waren durcheinander und schrien laut. Mein Äußeres war still und in sich gekehrt. Ich blieb stehen und drehte mich zu ihm um. „Da sind wir! Dann mache es gut“, verabschiedete ich mich von ihm. Er trat nervös ins Sekretariat ein, wo er auch schon erwartet und herzlich empfangen wurde. Er wurde direkt zur Schulleitung geschickt mit der alles abgeklärt wurde. Nach dem Gespräch ging die Direktorin mit ihm zusammen raus auf den Gang. Sie entdeckte mich sofort. „Was machen sie denn hier? Müssten sie denn nicht im Unterricht sitzen?“, fragte sie mich. Ich zuckte mit den Schultern. „Ja normalerweise schon Frau Direktorin Ich habe gerade nur eine Freistunde“, entgegnete ich. Sie drehte sich dem Mann von vorhin zu. „Das ist Herr Grass. Er fängt als Lehrer an unserer Schule an“, stellte mir die Direktorin den Mann von vorhin vor. Er reichte mir erneut seine Hand entgegen. Ich schüttelte seine Hand. „Nett sie kennen zu lernen.“ Die Direktorin verabschiedete sich von ihm und ging, da sie noch wichtiges zu tun hatte. Ich wurde dann von ihm aus den Gedanken gerissen, da ich schon wieder abwesend war. „Magst du mich hier herumführen?“, fragte er freundlich. Ich nickte und lief los. Er trottete mir hinterher. „ich bin übrigens der Gerrit. Du kannst du zu mir sagen. Ich fühle mich sonst so alt“, stellte er sich vor. Ich nahm das so hin. Sagte aber auch nichts weiter zu. „und du?“, hakte er nach. „Alexandra, aber alle sagen nur Alex zu mir“, antwortete ich und lief mit gesenkten Blick weiter geradeaus. „Du sagst wohl nicht viel..aber danke, dass du mich hier etwas herumführst. Die Schule ist ja doch etwas groß und unübersichtlich für mich“, erklärte er. Ich zuckte mit meinen Schultern. „Kein Ding.. mache ich gerne. Und was unterrichten Sie dann?“, fragte ich ihn neugierig. Er war zufrieden, als er merkte, dass ich etwas auftaute. „Politik und Sport“, entgegnete er. „Okay, das sind zwei langweilige Fächer “, sagte ich Ernst. „Interessiert dich wohl nicht wirklich.. aber ist wichtig für deine Zukunft. Vielleicht machen dir die Fächer ja jetzt mehr Spaß. Manchmal kann Politik ziemlich trocken sein. Ich nehme es mir vor den Unterricht lockerer zu gestalten.“ Ich sah ihn an und nickte. Nachdem ich ihm den Rest von unserer Schule gezeigt hatte, verabschiedeten wir uns voneinander und gingen getrennte Wege.

[...]

Am Abend erreichte mich eine Nachricht auf meinem Smartphone. Erschrocken zuckte ich zusammen. Ich schaute darauf und bemerkte, dass die Nachricht von einer unbekannten Nummer kam. Alle wichtigen Nummern von Familie und ehemaligen Freunden hatte ich eingespeichert. Seit meine Mutter mit mir in diese Stadt umgezogen war wegen ihres neuen Jobs, war alles anders. Ich kannte hier niemanden und meine Freunde aus der alten Stadt meldeten sich nicht mehr bei mir, weil ich Ihnen zu uninteressant geworden bin. Es fiel mir schwer hier Anschluss zu bekommen und neue Kontakte zu knüpfen. Und als wäre das nicht auch schon genug, bekam ich seit einigen Tagen so mysteriöse Anrufe. Entweder war es immer so eine unbekannte Nummer oder die Nummer war gleich unterdrückt. Bisher bin ich nie ans Telefon gegangen. Doch irgendwie beschäftigte es mich. Meiner Mutter habe ich davon noch nichts anvertraut. Ich wollte sie schlicht weg nicht damit nerven. Aber heute entschloss ich mich den Anruf entgegen zu nehmen. „Hallo, ich bin Alex. Mit wem rede ich da?“, fragte ich die Person am anderen Ende des Telefons. Doch ich bekam keine Antwort auf meine Frage. Auch auf mehrmaliges Fragen hin. Ich schüttelte nachdenklich meinen Kopf. 'Hat sich bestimmt nur jemand verwählt', dachte ich. Ich legte mein Smartphone beiseite und suchte meine Klamotten für den kommenden Tag raus und schmiss sie über meinen Stuhl, der am Schreibtisch stand. Danach ging ich ins Bad und legte mich in die Wanne. Anschließend putzte ich noch meine Zähne und lief in mein Zimmer zurück so wie ich war, nur im Handtuch eingehüllt. Im Zimmer angekommen ließ ich das Handtuch zu Boden gleiten und schlüpfte in ein weißes Shirt. Mehr brauchte es für die Nacht nicht. Ich setzte mich erschöpft auf meine Matratze, da ich seit dem Umzug noch kein richtiges Bett hatte.'Uh ist das tief..', stellte ich fest und kramte in meiner Tasche nach einem Ladekabel, mit dem ich mein Smartphone zum Laden in die Steckdose steckte. Ich warf noch einen kleinen Blick drauf und schaute, ob mir eventuell doch jemand geschrieben hatte, aber das war nicht der Fall. Ich legte mein Smartphone beiseite und schloss meine Augen, um nachzudenken. Plötzlich war der neue Lehrer, den ich heute früh getroffen hatte, ich meinen Gedanken drin. 'Mal sehen wie der Unterricht bei ihm wird. Ich bin da schon ganz gespannt', dachte ich in Vorfreude auf den nächsten Tag. Endlich hatte ich etwas auf das ich mich freuen konnte. Allmählich hatte ich die Freude daran in die Schule zu gehen und zu Lernen fast vollständig verloren. Ich drehte mich in meinem Bett, auf der Matratze, zur Seite. Ich schlief lieber auf der linken Seite ein, denn da konnte ich besser durchschlafen. Doch hier fast auf den Boden liegend war es eben doch ungemütlich. Da brauchte ich mir nichts vorzumachen. Also würde ich mich wohl wieder nur hin und her wälzen in der kommenden Nacht. Kurz darauf fielen ihr auch die Äuglein zu.
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