Weihnachtsspecial

GeschichteHumor, Romanze / P6
Haruhi Suzumiya Itsuki Koizumi Kyon Mikuru Asahina Yuki Nagato
24.12.2019
24.12.2019
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Weihnachtsspecial


Es war Weihnachten. Also genau der 24. Dezember, Heiligabend. Es wäre wohl nicht gelogen, wenn ich sagen würde dass ich die absurdeste Vorweihnachtszeit der Welt erlebte… Schließlich wurde die Welt verändert und ich war der einzige, der dies bemerkte. Dann reiste ich durch die Vergangenheit und dann als krönenden Abschluss wurde mir auch noch ein Messer in den Rücken gerammt. Ja! Ich sollte anfangen einen Roman zu schreiben… Doch zum Glück war heute bisher ein schöner Tag. Ich saß etwas in Gedanken versunken am Tisch unseres Klubraums und starrte auf den großen Topf vor mir. Haruhis Weihnachts-irgendwas Eintopf wurde restlos von allen anwesenden verputzt. Ich bin kein Geschmacksexperte daher hatte ich keine Ahnung was Haruhi für Zutaten zusammen mixte aber es war mir egal, da es echt überaus lecker war.
Ehrlich gesagt wollte ich die Zutaten lieber gar nicht erst wissen…

Die Person vor mir, also auf der anderen Seite des Tisches war Itsuki Koizumi. Er war ein Mensch mit übernatürlichen Fähigkeiten in einer Organisation namens Institution. Wie immer grinste er mich mit einem typischen PR-lächeln an und sagte nichts. Es wirkte ab und an tatsächlich so, als hätte man vergessen bei ihm die Wiedergabe Taste auf der Fernbedienung zu betätigen…
Neben ihm saß ein allwissendes humanoides Interface namens Yuki Nagato.
Ich bin ziemlich stolz auf mich, dass ich mittlerweile ihre Selbstbezeichnung auswendig kenne ohne einen Knoten in der Zunge oder im Kopf zu bekommen. Wie immer las sie irgendwas und zeigte keinerlei Emotionen.
Das Mädchen, welches in einem knappen Weihnachtskostüm vor laufender Kamera Weihnachtslieder singen musste war Mikuru Asahina. Eine Zeitreisende und die gute Seele dieses Clubs. Eigentlich mit der einzige Grund, warum ich hier regelmäßig auftauchte.
Das Mädchen welches die Kamera hielt und lautstark Asahina-san anfeuerte war die Sklaventreiberin Nummer eins Haruhi Suzumiya.
Jedoch war heute Weihnachten, das Fest der Liebe und Freundschaften weswegen ich die beiden einfach mal machen ließ.
Asahina-san hatte eine wahnsinnig schöne Stimme aber so wirklich singen konnte sie nicht. Warum tauschten die beiden nicht einfach die Rollen?
Nach gut 10 Minuten, also genau um 20 Uhr trat Haruhi nach vorne und räusperte sich um Aufmerksamkeit zu erlangen.
Sie holte freudestrahlend große Geschenke, die sie hinter ihrem Schreibtisch positionierte und gab jedem von uns eines. Für einen kurzen Moment schämte ich mich, dass ich oder besser gesagt wir alle überhaupt keine Geschenke füreinander hatten.
„Hier! Eure Geschenke! Öffnet sie am besten gleich wir werden sie brauchen!“
Brauchen? Wofür? Naja mir solls recht sein. Ich zog die wunderschöne Schleife auf, die das Geschenk verzierte und befreite den Inhalt dann von dem Papier.
Scheinbar bekamen wir alle das selbe, da sowohl Koizumi als auch Asahina-san und Nagato vor einem Karton saßen.
Wenn ich gewusst hätte, was in diesem Karton war, dann hätte ich diesen nie geöffnet. Doch leider war ich so naiv und neugierig und öffnete den Karton.
„Ta daaa! Eure Kostüme für unser weiteres Vorgehen! Diese Weihnachtskostüme sind essenziell wichtig… Jawohl,“ sagte sie während sie ihren Zeigefinger schwang.
Ich hielt ein Ganzkörper-Rentier Anzug in den Händen und schluckte einmal schwer. Das war also mein Geschenk…
„Los zieht an! Sofort!“
Haruhi kommandierte uns schon wieder herum als wäre sie die Königin der Welt… Nüchtern betrachtet war sie laut Koizumi ja sogar mehr als das…
Ich schlüpfte in den Anzug und meine Laune passte sich der Temperatur draußen ziemlich schnell an…
Ich kam mir vor wie ein Vollidiot, als ich mich selbst in diesem Rentier Kostüm betrachtete und seufzte leise. Zu allem übel stapfte Haruhi auf mich zu und holte noch eine rot leuchtende Knollnase aus dem Karton und gab mir diese. Notgedrungen setzte ich mir auch diese auf und kam mir vor wie ein unterbezahlter Clown…
Doch schauen wir erst mal auf die anderen Kostüme...

Haruhi war der Weihnachtsmann, Koizumi scheinbar ein Elf oder was weiß ich, Nagato eine Elfin?? Jedenfalls trugen sie beide spitze Plastikohren und Zipfelmützen. Keine Ahnung was die beiden damit symbolisieren und welchen Zusammenhang das mit Weihnachten zu tun hatte war mir auch suspekt.
„Die Flügel sind… so schwer,“ stöhnte Asahina-san. Aus ihrer wunderschönen engelsgleichen Stimme konnte man eine Erschöpfung heraushören, welche jeden Jungen in ihrem Umfeld sofort versklaven kann.
Sie symbolisierte den Weihnachtsengel. Plastikflügel waren um ihren Rücken geschnallt und einen Heiligen Schein ebenfalls aus Plastik lag auf ihrem Haupt. Von ihrem Aussehen her würde ich ihr sofort abkaufen, dass sie tatsächlich ein Engel ist.
So traumhaft… Scheinbar hatte ich mich in diesem Anblick vergessen, weswegen Haruhi mich unsanft schüttelte, damit ich zurück aus der Traumwelt finden konnte.

Nachdem wir uns alle in unseren Kostümen betrachteten kam Haruhi erneut zu Wort.
„Also! Und jetzt schaut auf eure Gutscheine… Die habe ich selber gemacht und mir echt viel Mühe gegeben.
Verwundert was da jetzt noch kommt griff ich nach dem Stückchen Papier in dem Karton und las die Inschrift.
„Gutschein für einen Flug über die Stadt in dem Schlitten des Weihnachtsmanns!!!!???“ Ich wurde am Ende des Satzes immer lauter und sah Haruhi mit fassungslosem Gesicht an.
Was sollte das denn jetzt?
„Das ist meine große Überraschung an euch alle! Wir gehen mit unseren Kostümen runter in die Stadt und jagen den Weihnachtsmann. Dann entern wir seinen Schlitten und fliegen damit ne Runde! Das wird ein super tolles Erlebnis werden oder Kyon?“
Ich war schlichtweg fassungslos über Haruhis neuen Einfall und seufzte einfach nur.
„Was ist wenn der Weihnachtsmann nicht da ist?“ Koizumi fragte freundlich nach.
„Das kann gar nicht sein! Es ist Heiligabend also der einzige Tag, an dem der Weihnachtsmann zu tun hat. Natürlich taucht der auf!“
Denkt sie wirklich dass so ein Job wie der Weihnachtsmann hat existiert?
„Hat sonst noch wer fragen?“
Ich hob die Hand und sah sie energisch an.
„Gut scheinbar nicht!“


Gegen das Argument von mir, dass es draußen eiskalt ist und wir uns in unseren Kostümen alle den Tod holen werden warf Haruhi mir eine Wolldecke zu. Asahina-san und der Rest bekam ebenfalls eine. Unglaublich sie wusste wohl genau was ich sagen wollte…
Ehe ich mich versah stand ich dann auch schon als Rentier verkleidet vor dem Schulgebäude und hatte Haruhi auf dem Rücken, die ziemlich aufgeregt schien.
Was sie auf meinem Rücken machte fragt ihr euch? Naja der Weihnachtsmann sitzt eben auf dem Rentier… Hier empfehle ich eindringlichst nicht nach einem Sinn zu suchen.
Mit der Wolldecke unter dem Arm und Haruhi auf dem Rücken erreichte ich dann nach mehreren Minuten beschwerlichen Fußweg die Innenstadt.
Alles war weihnachtlich dekoriert und von überall her hörte man die verschiedensten Weihnachtslieder. Scheinbar war in der Stadt nun genau die Zeit an denen alle sich ihren Weg in ein Restaurant oder eine Bar bahnten um den Tag in vollen Zügen zu genießen.
Da war es natürlich auch voll verständlich, dass man Bilder von solchen unbekannten verkleideten Opfern (wir) machen mussten.
Ich wusste überhaupt nicht wie ich mich fühlen sollte, da ich mittlerweile körperlich ein Eisklotz war und nicht mehr laufen konnte. Natürlich lag das auch an Haruhi, aber die Decke, die ich unter meinen linken Arm geklemmt hatte schien um einiges schwerer.
Ich war schlichtweg am Ende. Den anderen ging es da laut Gesichtsausdruck nicht anders.
„Wo er wohl steckt… Warum zeigt er sich denn nicht?“
Ich schüttelte seufzend den Kopf. Wie konnte so jemand besser in der Schule sein als ich?
„Kommt! Wir suchen uns einen menschenleeren Ort, damit Santa keine Angst hat,“ schlug Haruhi vor und trommelte währenddessen mit ihren Fäusten leicht auf meinen Hinterkopf.

Die Zeit verging und wir hatten uns mittlerweile zu fünft in ein Restaurant gesetzt. Ein Wunder dass die uns überhaupt reingelassen haben bei unseren schrägen Kostümen.
„Er taucht einfach nicht auf… Oder versteckt er sich vielleicht vor uns? Wir müssen uns aufteilen und nach ihm suchen… Jawohl das ist es!“
„Sollen wir wieder losen,“ fragte Koizumi gelassen und sah zu Haruhi.
„Ja… Aber… Ich komme gleich wieder.“
Haruhi stand auf und verließ den Tisch.
„Wir sollten echt auf der Hut sein… Nachher kommt wirklich noch der Weihnachtsmann,“ erklärte Koizumi etwas unsicher.
„Ja wenn Suzumiya es will dann kann das schon passieren.“
Ich hörte Asahina-san und Koizumi aufmerksam zu während ich an dem Strohhalm von meinem Getränk saugte. Dann erschafft Haruhi also tatsächlich den Weihnachtsmann? Nicht schlecht… Ich bin überzeugt, dass ihr dann eine Menge Kinder danken werden.

Die Zeit verging und von Haruhi fehlte jede Spur. Sie macht mir sogar auf der Toilette nichts mehr als Ärger. Aber irgendwie fing ich an mir Sorgen zu machen. Vor allem wurden diese immer stärker, da Asahina-san sie auf der Toilette nicht finden konnte.
Ist sie etwa alleine losgezogen? Ich fasse es nicht wie idiotisch kann man nur sein? Ihr Mantel hing jedenfalls noch am Stuhl. Koizumi nahm ihn an sich und seufzte leise. „Oje oje“

Wir beschlossen uns aufzuteilen und nach der verschollenen Brigadechefin zu suchen. So kam es also, dass ich als Rentier verkleidet mit Decke unter dem Arm alleine durch die halbe Stadt lief. Ich sah für Passanten vermutlich aus wie ein besoffener Typ, der auf der Straße nächtigen will…
Ohne genauen Plan zu haben wohin ich ging und wo ich war erblickte ich plötzlich ein bekanntes Gesicht auf einer Parkbank sitzen.
Es war tatsächlich Taniguchi mit seiner weiblichen Begleitung. Ich wusste sofort, dass er der absolut letzte sein soll, der mich in diesem Aufzug alleine um diese Uhrzeit sehen soll und ergriff total planlos die Flucht durch diverse Hintergassen. Ich rannte so schnell ich konnte um so viele Ecken und schmale Wege wie ich konnte, bis ich total orientierungslos auf einem Spielplatz stand.
Ich konnte nicht glauben wer da vor mir alleine auf einer Bank saß.
„Haruhi?“
„Kyon! Ein Glück dass du da bist! Wo sind die anderen?“
Ich sah sie verwundert an.
„Ich bin alleine… Sag was zum Teufel machst du hier? Und wie bist du hier her gekommen?“
Das Mädchen sah mich seufzend an.
„Ich hatte ihn gesehen! Ganz sicher. Den Weihnachtsmann wie er auf seinem Schlitten über den Nachthimmel ritt. Ich bin ihm einfach hinter her gerannt und ähm naja…“
Ein Blick genügte um zu wissen, dass wir beide absolut keine Ahnung hatten wo wir waren und wie wir wieder zurückkommen. Wir waren schlichtweg beide orientierungslos und komplett aufgeschmissen.
„Ahhh Vollidiot! Warum hast du dir den Weg nicht gemerkt? Böses Rentier!“
„Sei doch froh dass man dich überhaupt gefunden hat,“ grummelte ich mürrisch und versuchte mich wegen der Kälte in Bewegung zu halten.
Haruhi blieb stumm. Ihr war extrem kalt. Ihren Weihnachtsmann Mantel hatte sie ja auch im Restaurant gelassen somit war sie gerade mal im T-Shirt unterwegs.
Ich seufzte schwer und warf ihr dann meine Decke zu. „Hier… Dir ist sicherlich kalt...“
„Pah! Du zitterst doch vor Kälte obwohl du dieses Kostüm trägst! Du brauchst die mehr als ich!“ Mit diesen Worten warf sie mir die Decke zurück.
Gereizt von Haruhis typischer Art warf ihr die Decke ein weiteres Mal zu.
„Lass mich doch einfach nett sein… Und du bist hier das Mädchen also behalte die jetzt!“
Meine eigenen Worte ließen mich leicht erröten und richtete meinen Blick kurz auf den Sternenhimmel, der sich vor ein paar Minuten erst richtig auftat.
„Idiot! Ich will aber nicht dass du auch frierst… Komm her du nutzloses Rentier!“
Es war schon eine ziemliche Schmach, dass ich darauf reagierte aber was solls. Ich setzte mich mit Abstand neben Haruhi und bekam ein Stückchen der Decke ab. Es tat unglaublich gut aber wirklich viel abdecken konnte ich nicht. Notgedrungen rutschte ich auf. Ich tat das ja nur aus dem Grund, dass ich nicht erfrieren wollte und wegen nichts anderem.
Natürlich kam es darauf hinaus, dass sie und ich eng aneinander gepfercht in der Decke eingewickelt saßen. So konnten wir uns wenigstens warmhalten…
Die Situation war mir doch ziemlich unangenehm und es verschlimmerte sich auch noch, als Haruhi neben mir einschlief und ihren Kopf auf meine Schulter legte.
Ahhh konnte sie nicht die andere Seite wählen? Ich hatte das Gefühl, als würde mein Kopf explodieren und mein Herz gleich mit so schnell wie das pochte.
Die Wärme umgab mich vollständig. Ich fühlte mich auf irgendeine Art und Weise geborgen und schlief daher ebenfalls ein.

Für eine Weile war alles schwarz, bis das Geräusch mehrerer Glöckchen meinen Schönheitsschlaf unterbrach.
Verwundert sah ich auf. Wie spät war es eigentlich? Mittlerweile war wirklich alles stockdunkel, was mir etwas Angst machte. Dennoch stand ich langsam auf, legte Haruhi sanft auf die Bank, deckte sie zu und folgte dem Geräusch.
Langsam gewöhnten sich meine Augen an die Dunkelheit.
Doch das was ich sah raubte mir tatsächlich für wenige Sekunden den Atem.
Wie als hätte jemand in diesem Moment den Lichtschalter angeknipst leuchteten die Sterne so hell, dass ich alles ohne Probleme wahr nehmen konnte.
„Nein.. Nein als kann doch nicht,“ murmelte ich fassungslos, als ich vor einem bärtigen dicken Mann, der vermutlich als Weihnachtsmann bekannt war.

„Ho Ho Ho! Was glaubst du nicht mein Lieber Kyon?“
Mir verschlug es die Sprache.
„D-du? Ich kann es nicht glauben… Bist du etwa wegen Haruhi hier?“
Der Weihnachtsmann nickte und legte seine beiden Hände leicht um seinen Bauch.
„Aber weck sie nicht Junge! Ich habe ehrlich gesagt keine Lust mir den Schlitten abnehmen zu lassen,“ flehte der bärtige Mann regelrecht und sah ehrfürchtig zu Haruhi.
Unglaublich hat selbst der Weihnachtsmann vor Haruhi Angst? Wenn ich so darüber nachdachte konnte ich den armen Santa Claus verstehen.
„Du kannst ihr aber gerne von mir berichten wenn du magst aber nicht solange ich hier bin...“
Ich schüttelte den Kopf.
„Auf keinen Fall! Wenn ich das mache hat Haruhi bis morgen eine Reise zum Südpol gebucht,“ seufzte ich. Ich wusste genau wozu diese Frau fähig ist…
„Hohohoho! Naja da kann sie gerne hin. Das ist mir egal ich wohne nämlich am Nordpol...“
Moment! Hatte ich mich jetzt gerade vor dem Weihnachtsmann in Geografie blamiert? Ja… Ja das hatte ich…
Ich beschloss lieber erst mal leise zu sein.
„Ich habe wenig Zeit… In knapp 3 Minuten wird sie aufwachen… Ich bin nur kurz hier um mich bei dir zu bedanken…“
„Bedanken? Warum das?“
„Du warst es der die Welt nach der Veränderung am Abend des 18.12. in den Ursprung zurückversetzte… Somit hast du indirekt meine Existenz gerettet.“
Aus dieser Hinsicht hatte ich das noch gar nicht betrachtet… Aber ja er scheint wohl recht zu haben..
„Ich möchte dir daher ein Geschenk überreichen… Kyon!“ Der Weihnachtsmann holte ein kleines relativ dünnes Geschenk aus seinem Mantel und gab es mir.
„Ich weiß! Du hast noch fast nie das bekommen, was du dir wirklich gewünscht hast… Doch sei unbesorgt. Dieses Geschenk ist nicht materieller Beschaffenheit… Es ist einen Wunsch, den ich dir hiermit erfülle.“
„Einen Wunsch..?“
Ich hatte eigentlich noch so viele Fragen aber ich hörte wie Haruhi hinter mir langsam aus ihrer Traumwelt zurückkehrte und der Weihnachtsmann daraufhin verschwand. So schnell es ging… Es war schon irgendwie witzig, dass der große Weihnachtsmann Angst vor Haruhi hatte…
Im Endeffekt kann sie doch keiner Fliege was zu Leide tun…

„Gut geschlafen?“
Haruhi sah mich verschlafen an. Ihre Haare standen total seltsam ab und sie wirkte schlaftrunken. Der Anblick war irgendwie süß… zu süß.
Ich setzte mich wieder neben sie und hielt mein Geschenk vor ihr versteckt.
Was es wohl ist, was mir der Weihnachtsmann schenkte…
Ich wickelte Haruhi fürsorglich in die Decke und widmete mich dann dem Geschenk. Ich öffnete es und sah einzelne Schneeflocken, die gerade schmolzen und das Geschenkpapier nass machten.
Wenn ich ehrlich war hatte ich mir noch nie Schneeflocken gewünscht. Was sollte das denn bitte? Ich fühlte mich wohl veräppelt, bis ich in den Himmel schaute.
„Es schneit…“
Ich sah zu Haruhi, die in den Himmel schaute und blickte dann ebenfalls den Sternen entgegen.
Unglaublich! War das Zufall..? Nein! Das glaube ich nicht…
Einzelne Schneeflocken landeten auf meinem verwundertem Gesicht und lösten sich dort in Wasser auf.
„Ist das nicht wunderschön… So perfektes Wetter! Das ist doch kein Zufall oder Kyon?“
Ich zuckte kurz mit den Schultern und schielte zu Haruhi neben mir. In ihren Augen reflektierten sich die tausenden Sterne am Horizont.
Ich konnte es immer noch nicht fassen… Der Weihnachtsmann hatte tatsächlich einen Wunsch von mir erfüllt.
Ich saß nun am 24.12. um Mitternacht mit einem Mädchen alleine im dunkeln und sah den Schneeflocken dabei zu, wie sie langsam unsere Erde bedeckten. Ob ich das mit Haruhi erleben wollte oder nicht war nun erst mal egal… Schließlich ging es um den Moment.
Nach weiteren 15 Minuten, die ich mit Haruhi damit verbrachte den Blick in den unendlichen Sternen zu verlieren kamen die anderen schließlich zu uns.
„Das wurde allmählich Zeit,“ grummelte ich Koizumi an.
„Ihr hättet kuscheln sollen“, antwortete er mit leichtem Grinsen im Gesicht.
Wenn er nur wüsste… „Ganz bestimmt nicht,“ sagte ich mürrisch und sah zur Seite…

Da war es also. Das erste Weihnachten der SOS Brigade war somit vorbei und im Endeffekt war es sogar schöner als die letzten Jahre...
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