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Sword Art Online - The Villain Beyond The Virtual Reality

von Zeronime
GeschichteDrama, Freundschaft / P12 / Gen
Asuna Eiji Kirito OC (Own Character) Philia/Kotone Takemiya Yuna
24.12.2019
01.01.2021
24
48.392
8
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24.12.2019 1.424
 
Der Klang der Vergangenheit

Eine stille Nacht herrschte über Aincrad. Auf der Ebene 26 war es seelenruhig. Die meisten Spieler waren in ihre Häuser oder in ein Gasthaus zurückgekehrt. Dabei war es noch früh am Abend.
«Also… worüber wolltest du mit mir reden?», fragte Yuna. Sie sass an ihrer Veranda zusammen mit ihrem Freund Nautilus, einem Mitglied der Ritter des Blutschwurs und einem eher ungewöhnlichem Spieler. Ceadas sass den anderen beiden am runden Tisch gegenüber und starrte in den Tee, welches Yuna ihm vorhin serviert hatte.
«Seit geraumer Zeit habe ich so ein seltsames Gefühl…», antwortete Ceadas. «Mein Herz pocht immer wieder schnell und dann fällt es mir so schwer einen klaren Gedanken zu fassen.»
Yuna und Nautilus sahen sich gegenseitig kurz an und dann wieder ihren Gast. «Passiert das immer, wenn eine bestimmte Person dabei ist?», wollte Nautilus wissen.
«Ja, jedes Mal, wenn sie dabei ist.»
Yuna musste kurz verlegen grinsen und warf Nautilus einen bestimmten Blick zu. «Ich glaube, ich weiss was mit dir passiert.»
«Ist das nicht offensichtlich?», erwiderte Ceadas mit einem stark sarkastischen Unterton. «Anscheinend habe ich ein Herzkreislaufproblem im RL und die Auswirkungen übertragen sich ins Spiel.»
«Das hatte ich eigentlich nicht gemeint…», sagte Yuna daraufhin.
«Wie lautet dann deine These?», wollte Ceadas wissen.
Mit einem strahlenden Ausdruck der Freude sagte Yuna: «Du bist verliebt!»
«Verliebt?», wiederholte Ceadas entsetzt. «Bei allem Respekt, aber das ist das bescheuertste was ich je gehört habe!»
«Eigentlich hat Yuna gar nicht mal so unrecht», verteidigte Nautilus seine Freundin. «Dein Herzklopfen, die fehlende Möglichkeit einen klaren Gedanken zu fassen und das alles in der Gegenwart dieses Mädchens von der du Yuna so viel erzählt hast.»
«Und ich habe gehofft diesen Fehler der Natur nicht erneut spüren zu müssen», sagte Ceadas und nahm einen kräftigen Schluck des Tees. «Warum tut mir die Natur so etwas schreckliches an? Ich war vor SAO einmal in einer Beziehung und es hat nicht geklappt und jetzt, nachdem ich erkannt habe, dass Liebe ein chemischer Fehler der Natur ist, soll ich in Philia verliebt sein?»
«Du denkst, dass Liebe schlecht ist?», fragte Yuna verwirrt.
Überraschter fragte Nautilus: «Du warst bereits in einer Beziehung?»
«Zu beiden Fragen sage ich: JA!», entgegnete Ceadas. «Bei euch bin ich wohl bei der falschen Adresse. Ihr seid ja zusammen und könnt mir nicht helfen.» Ceadas trank mit einem Schluck seinen Tee aus und stand auf. «Bis zum nächsten Mal.» Er ging durch die kleine Wohnung der beiden Spieler und sagte bevor er ging: «See you, next Illusion!»

Ein düsterer Tag fand statt. Dunkle Regenwolken zogen auf und verdeckten den Himmel. Schneeflocken sanken langsam zu Boden und lagerten sich dort. Eine Woche war nun seit dem Ende von SAO vergangen. Eine kleine Menschengruppe hatte sich beim Friedhof Aoyama in Saitama, einen Teil von Tokio, versammelt. Einige der Überlebenden von SAO waren auch vor Ort. Diese waren Kirito, Aigil, Daniel und Philia. Alle Anwesenden trugen ihre Trauerkleidung, während ein schwarzer Sarg in eine Grube herabgelassen wurde.
Philia folgte dem Vorgang mit ihren schwachen Augen. Kurz blickte sie zur Familie des Opfers hinüber. Wie erwartet, waren es keine Japaner, sondern Menschen aus dem Ausland. Anhand dessen, was der Verstorbene zu ihr vor seinem Tod gesagt hatte, mussten es Mexikaner sein. Als dann der Sarg schliesslich unter der Erde begraben war, las Philia die Inschrift auf dem Grabstein.

Juan C. Jimenez
02.08.2008 – 30.10.2024
Bekannt als ‘Ceadas’ in SAO

Der Überlebenden kamen die Tränen als sie es las. Am liebsten hätte sie alles Rückgängig gemacht, um ihn zu retten. Still und voller Tränen sass sie im Rollstuhl vor dem Grab ihres Freundes, den sie verloren hatte.
Gleich neben seinem Grab befanden sich viele weitere Gräber mit den Gebeinen der verstorbenen Opfer des Vorfalls. Das erste Grab neben Ceadas war das eines Mädchen namens Yuuna Shigemura.
Plötzlich spürte Philia eine Hand auf ihrer Schulter und drehte sich zur Person hinter ihr um. Kirito stand mit einer Krücke hinter ihr. Sein Blick zeigte ebenfalls seine Trauer, dennoch hatte der Vorfall ihn äusserlich ebenso hart getroffen wie andere. Seine Haut war schon beinahe grau, sein Körper relativ dünn und seine Stimme schwach.
«Wir sollten gehen, Philia», sagte er. «Die anderen warten schon auf uns.»
Kurz nickte das Mädchen zur Antwort und folgte ihm. Am Ausgang des Friedhofs drehte sie sich noch einmal zurück und blickte zum Grab. Vermutlich spielten ihr ihr Verstand einen Streich, denn bei den vielen Gräber der toten Spieler sah sie geisterhafte Gestalten, die wie die Verstorbenen aussahen. Darunter auch Ceadas. Er sah genauso aus wie vor seinem Tod. Äusserlich sah er genau wie Kirito aus, nur waren Haare und Augen braun statt schwarz. Er trug eine leichte Rüstung und einen dunkelblauen Umhang. Obwohl er nur eine Einbildung war, wirkte er lebhaft und doch floss ihm eine Träne über die Wange. Anschliessend wandte sich Philia wieder zu den anderen trauernden Menschen und verliess mit ihnen den Friedhof.

Der 6. November des Jahres 2022 war der Tag des Launches von Sword Art Online. Einem exklusivem Game für die FullDive VR-Spielkonsole NerveGear. 10'000 User wurden vom Entwickler Akihiko Kayaba daran gehindert sich aus dem Spiel auszuloggen und waren in dem erbarmungslosem Death Game gefangen, in dem ein Game Over gleichbedeutend mit dem Tod in der Realität war. In dieser bedrückenden Verzweiflung gab es Spieler, die zum Schwert griffen mit dem Ziel das Spiel zu beenden. Und dann, nach einer Zeit, die wie eine Ewigkeit erschien, wurde das MMORPG nach einer Spielzeit von zwei Jahren, am 7. November des Jahres 2024, um 14:55 Uhr, dank der heldenhaften Tat eines einzelnen Spielers, beendet und die Spieler befreit. Letzten Endes fielen dem Spiel 4'000 Menschen zum Opfer. Mit dem Tod des Initiators, Akihiko Kayaba, war der Vorfall abgeschlossen. Im Augenblick sind sie dabei wieder in den Alltag in der Realität zurückzufinden. Von da an nannte man sie SAO-Survivor.

Mitten in der Millionenmetropole Tokio war der verlassene Hauptsitz der Firma Argus. Jene Firma, die das Spiel entwickelt hatte und veröffentlichte. Kurz nachdem Release ging die Firma zugrunde und meldete Konkurs. Dadurch wurde das Gebäude verlassen. Ein Geisterhaus in einer Stadt.
Nach all der Zeit betrat Professor Shigemura den Ort. Damals hatte er als externer Direktor bei der Entwicklung mitgeholfen und schaffte es so ein NerveGear und eine Kopie des Spiels zu erhalten und gab es seiner Tochter. Auch sie verstarb in jener Welt und wurde neben den anderen Toten begraben. Wie gut konnte er sich an damals erinnern, als er am selben Ort wie jetzt stand und mitgeholfen hatte es zu entwickeln. Damals lebte dieser Ort. Computer standen herum, Menschen programmierten und planten das Spiel. Nun war es leer. Alles wurde ausgeräumt. Jetzt war es nur ein grosser, leerer Raum. Nicht einmal die Deckenbeleuchtung war eingeschaltet und so erhellte nur das Mondlicht von aussen den Ort. Shigemura durchquerte das verlassene Büro bis er an einem kleinen Raum ankam, welches früher Kayabas separates Büro darstellte. Auch dieser Ort wurde leergeräumt. Jedoch wusste Shigemura etwas, was die anderen nicht wussten. Er klopfte gezielt an einer Stelle an der Wand gegenüber der Tür und ein kleines Tastenfeld tauchte auf. Dort gab der Professor einen Code ein und schon bald tat sich etwas. Die Wand öffnete sich und ein geheimer Raum kam zum Vorschein. Leere Kartons und alte Computer waren dort aber zwischen alldem war etwas Besonderes dort. Der Server von Sword Art Online. Ein grosser Metallkasten, durchzogen mit hellleuchtenden, blauen Linien, die ein Muster zeichneten. Auf einer Tafel standen die Buchstaben «SAO» und darunter waren ein Bildschirm und eine Tastatur.
Kaum zu glauben, dass Shigemura das Objekt nach fast zwei Jahren wiedersehen würde. Mit der rechten Hand fuhr er über der Tafel mit der Kurzbezeichnung des Spiels. Aus der Tasche seines Laborkittels holte er ein Gerät hervor. Es war klein, dreieckig und ein kleiner Stab ragte aus einer Ecke hinaus. Auf der gegenüberliebenden Seite ragte ein Halter für das Gerät. Dies war Shigemuras neuste Entwicklung, das Augma, ein AR-Gerät. Dieses legte er sich an. Schon bald wurden ihm diverse Anzeigen und kleinere Konsolen angezeigt. Fast so wie das Interface in einem Videospiel.
«Fahren Sie sie hoch, Professor», befahl ihm eine mysteriöse Stimme. Sie war verzerrt und damit nicht zu erkennen. Dennoch folgte er dem Befehl und gab auf dem Computer des Servers einen Code ein. Ein Ladebalken erschien darauf.
«Und damit wird es klappen?», fragte Shigemura.
«Nur so können wir unser Ziel erreichen», antwortete die Stimme.
«Also…», begann der Professor. «Wie stellst du es dir vor?»
«Es ist einfach», antwortete die Stimme. «Ordinal Scale! Start!»
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