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Lass mich dein Herz heilen

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Borussia Dortmund OC (Own Character)
22.12.2019
23.06.2022
44
109.411
19
Alle Kapitel
93 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
23.06.2022 2.375
 
Nach guten 2 Stunden höre ich Raphael nach Hause kommen. Da er vorhin nicht gesprochen hatte erwarte ich auch jetzt keine Reaktion von ihm. Aus diesem Grund Räume ich die Spülmaschine weiter aus und rufe nur ein kurzes Hallo in den Raum, nachdem die Tür zufällt. Von ihm kommt keine Reaktion und ich Seufzer einmal resignieren. In diesem Fall ist es besser ihn in Ruhe zu lassen irgendwann fängt er von selbst an etwas zu sagen. Gerade Strecke ich mich, um eine Schüssel in den Hängeschrank zu räumen da legen sich 2 Arme um meinen Oberkörper. Erschrocken durch die plötzliche Annäherung fällt mir fast die Schüssel aus der Hand. Ich Stelle diese auf die Arbeitsplatte und er dreht mich zu sich um. Direkt fange ich seinen Blick auf welcher mich entschuldigend ansieht. "Tut mir leid wegen heute Morgen. Ich war mit den Gedanken die ganze Zeit bei dem blöden Spiel gestern" erklärt er sich. "Schon okay" antworte ich ihm und will mich aus seinem Griff befreien. Allerdings gelingt es mir nicht da er mich festhält. „Ich meint es ernst. Es tut mir leid, ich hätte meine Laune nicht an dir auslassen dürfen“ hängt er nachdrücklich dran. „Ist schon okay“ versichre ich ihm. Da er erneut ansetzt etwas zu sagen bringe ich ihn zum Schweigen indem ich ihn Küsse.

"Also was magst du heute machen? Wir könnten etwas essen gehen" schlägt er vor und legt seine Stirn an meine. „Also eigentlich hatte meine Mutter angerufen und gefragt, ob wir zum Essen vorbei kommen möchten. Meine Oma halt wohl Fleisch für eine ganze Armee vorbeigebracht“ erkläre ich und genieße den Moment. „Klar gerne um wie viel Uhr sollen wir denn da sein? Und sollen wir etwas mitbringen?“ fragt er was ich verneine. „Nein nur wir sollen kommen. Ich sag ihr eben Bescheid“ erkläre ich und rufe meine Mutter zurück, um zu sagen, dass wir kommen.

-Zeitsprung-

Bereits seit 2 Stunden laufen wir durch das Shoppingcenter. Da es nur noch wenige Wochen bis Weihnachten sind müssen wir uns ran halten alle Vorbereitungen zu treffen. „Lass uns einmal hier schauen. Mein Vater liebt einen guten Whisky“ erkläre ich und ziehe den Fußballprofi mit mir in das Spirituosengeschäft. Wir sind extra in eine Stadt gefahren, welche weiter entfernt ist um in Ruhe einkaufen zu können. „Was genau mag dein Vater den?“ fragt er und geht durch die Gänge. „Ich kann es dir ehrlich gesagt nicht sagen. Ich weiß nur das er ihn gerne trinkt“ antworte ich und für mich sehen die ganzen Flaschen alle gleich aus. „Guten Tag, darf ich Ihnen Helfen oder schauen Sie sich erst einmal um?“ hört man eine unbekannte Stimme hinter uns. Verwundert drehe ich mich von Raphael ab und vor mir steht ein älterer Herr um die 60 Jahre. „Tatsächlich könnten wir Hilfe gebrauchen“ fängt Raphael an und redet mit dem Mann über den Alkohol. 20 Minuten später verlassen wir das Geschäft mit einer Papiertüte. „Für deinen Papa haben wir was“ sagt er stolz und hebt die Blaue Papiertüte in die Höhe. „Naja dein Papa ist auch nicht leer aus gegangen“ lache ich und hacke mich bei ihm ein. Gemeinsam gehen wir die Gänge entlang.

Immer wieder gehen wir in eins der Geschäfte und suchen nach Geschenken, für meine Familie oder Raphaels Familie. „Das ist perfekt“ gebe ich begeistert von mir und stehe vor einem großen Puppenhaus welches das Thema „Frozen“ aufgreift. Ich beuge mich zu dem Aufgebauten Ausstellungsstück und begutachte die Puppen. „Ich dachte ja, du wärst aus dem Puppen Alter raus“ höre ich Rapha hinter mir. Deutlich ist sein Grinsen zu hören, sodass ich mich zu ihm wende. „Lustig“ gebe ich sarkastisch von mir. „Für Mira“ hänge ich dran und suche nach dem Artikel im Regal. „Noch mehr Frozen Zeug“ stöhnt Raphael. Kopfschüttelnd deute ich ihm an eins der Pakete aus dem Regal zu nehmen. „Meinst du das wäre etwas für sie?“ fragt er und schaut sich nun auch das Haus an. „Ich denke schon. Ihr Zimmer ist voll mit Puppen und sie mag Frozen. Hast du eine andere Idee?“ frage ich ihn. „Nein nicht wirklich“ meint er  und zieht ein Paket aus dem Regal. „Ich wäre ja für eine Carrerabahn“ meint er noch. „Was genau hat Mira davon? Das wäre ein Geschenk an dich selbst“ lache ich und gemeinsam stellen wir uns an der überfüllten Kasse an. Seinen freien Arm legt er um mich und zieht mich an sich. Ich erwidere seine Umarmung und stehe nun mit meinem Oberkörper an seine Seite gelehnt. „Dann kann sich Mira ja bei dir bedanken, dass sie ein Traum in Himmelblau und Pink bekommt, anstelle einer coolen Carrerabahn“ sagt er und blickt zu mir. Stolz lächle ich ihn an. „Ich habe ihr Weihnachten gerettet“ augenblicklich schaut er mich ernster an und wir können in der Schlange etwas vorrücken. „Du könntest mein Weihnachten auch noch retten“ sagt er und ich weiß, worauf er anspielt. Wir hatten bereits darüber gesprochen ob ich Weinachten mit zu seiner Familie fliege. Ich habe dies bis jetzt immer verneint. „Meine Eltern würden sich sehr freuen, wenn du mitkommst. Sie wollen dich unbedingt kennenlernen. Überleg es dir“ meint er noch und küsst meine Stirn, bevor wir an der Reihe sind.

-     Zeitsprung-

Bevor wir Mira bei ihrer Freundin abholen, haben wir die Geschenke bei mir zu Hause versteckt. Ich schließe die Beifahrertür und er startet den Motor, um Mira abzuholen. „Ich hol eben Mira und dann fahren wir zu deinen Eltern durch“ meint er und ich erhöhe die Stärke der Sitztheizung. Ich muss zugeben ich liebe sie und vermisse sie in meinem Auto. „Okay, dann schreibe ich meiner Mutter, dass wir ins 20 Minuten da sind“ erkläre ich und tippe eine Nachricht an meine Mutter.

Tatsächlich brauchen wir eine halbe Stunde, bis er den Wagen vor dem Haus meiner Eltern hält. Mira hat wieder ewig gebraucht, um sich fertig zu machen. Auf dem Weg zum Haus krame ich in meiner Tasche und suche nach meinem Schlüssel. Jedoch werden wir bereits an der Tür erwartet. „Hallo ihr lieben schön, dass ihr da seid“ hört man die begeisterte Stimme meiner Mutter. Allerdings gehört ihre Aufmerksamkeit weder mir noch dem Fußballer. Ihre gesamte Aufmerksamkeit liegt auf Mira was ich irgendwie süß finde. „Hallo Süße, schön, dass ihr hier seit“ begrüßt sie mich und zieht mich kurz an sich. Auf Raphael wird kurz von meiner Mutter begrüßt bevor sie sich völlig auf Mira konzentriert. „Mira schön dich wieder zu sehen. Hat Emily bereits erzählt das ich extra für dich Schokoladenpudding gemacht habe“ erklärt sie. Ohne auf uns zu achten, schiebt meine Mutter das Mädchen ins Haus. Schnell hilft sie ihr aus der Jacke und geht mit ihr in die Küche. Etwas ratlos stehen wir noch im Flur bevor auch wir die Jacken ausziehen. Bevor ich ins Wohnzimmer gehen kann, hält mich mein Freund an der Hand fest. Fragend drehe ich mich zu ihm. Lächelnd geht er auf mich zu und legt seine Hand an meine Wange. Durch seine warme Hand bildet sich augenblicklich eine Gänsehaut auf meiner Haut. Ruhig schaut er zu mir bevor er mich an sich zieht, um mir einen Kuss zu geben. Noch bevor ich mich von ihm lösen kann, legt er einen Arm um mich und drückt mich an seinen Oberkörper. Lächelnd erwidere ich seinen fordernden Kuss.

„Ich liebe dich“ flüstert er und fängt meinen Blick auf. Ich blicke in seine dunklen Augen und kann noch immer nicht begreifen warum dieser Mann ausgerechnet mich gewählt hat. Im Hintergrund ist mein Bruder zu hören welcher Mira begrüßt. „Und ich liebe dich“ antworte ich ihm. Bevor er noch etwas erwidern kann, hört man meinen Bruder hinter uns. „Hey ihr zwei, seid ihr dort festgewachsen“ genervt schließe ich die Augen und drehe mich zu Tim um. „Was den habe ich etwa gestört“ grinst er von einem Ohr zum anderen. „Ja“ antworte ich und begrüße auch meinen Bruder. „Wir warten auf euch“ meint er nachdem er bei Raphael eingeschlagen hat. Gemeinsam gehen wir ins Wohnzimmer wo bereits meine Mutter, Steffi, mein Vater und Mira am großen Tisch sitzen. Wir gehen einmal um den Tisch um auch meinen Vater und Steffi zu begrüßen und setzen uns.

„So meine Lieben greift ordentlich zu. Ich hoffe es schmeckt euch allen und ich freu mich euch alle zusammen zu haben.“ verkündet meine Mutter und reicht Mira eine Schale mit Kartoffeln. Meine Mutter hat sich mal wieder selbst übertroffen. Es stehen Kartoffeln, Gemüse, Soße und auch Fleisch auf dem Tisch. Zu meiner Erleichterung geht mein Vater völlig normal mit Raphael um und ich denke nun wirklich das, dass Thema durch ist. Nachdem Essen räumen meine Mutter, Steffi und ich den Tisch ab. Wir bringen direkt den Nachtisch mit raus und Mira schaufelt sich bereits ordentlich davon in die Schüssel. „Mira!“ mahnt Raphael seine Tochter welche den Löffel grummelnd in die Schüssel zurücklegt. „Tut mir leid, aber bei Süßkram vergisst sie wohl ihre Manieren“ entschuldigt sich Raphael und blickt seine Tochter am Ende des Satzes mahnend an. Meine Eltern jedoch nehmen das ganze nur lächelnd zur Kenntnis. „Keine Sorge Tim und Emily haben sich mal so heftig um Kuchen gestritten das dieser auf dem Boden gelandet ist“ erklärt meine Mutter was die Situation für Raphael entspannt.

Nach dem Essen sitzen wir noch etwas zusammen. Ich komme gerade aus dem Bad zurück ins Wohnzimmer und meine Mutter blickt mich fragend an. „Was habe ich verbrochen?“ frage ich und setze mich zurück an den Tisch. „Wir haben Raphael gefragte, ob ihr an Heiligabend zu uns kommen möchtet. Er meinte das er und Mira zu seinen Eltern fliegen du jedoch nicht mitmöchtest“ erklärt mein Vater. Kurz tausche ich einen Blick mit Raphael welcher mich entschuldigend ansieht. „Warum fliegst du den nicht mit?“ fragt mein Vater neugierig. Überrumpelt schaue ich den alten Mann an. „Ähm…“ ich weiß darauf nichts zu sagen. Ich möchte nicht mit meinen Eltern darüber reden, warum ich nicht mit zu seinen Eltern möchte. „Ich habe sie mehrmals gefragt, aber sie möchte nicht. Dabei würden sich meine Eltern freuen Emily kennenzulernen“ erklärt Raphael, nachdem mein Vater ihn etwas gefragt hat, was ich jedoch aufgrund meiner Gedanken nicht mitbekommen habe. „Müssen wir das jetzt besprechen?“ gebe ich etwas genervt von mir. Um aus dieser Situation zu entfliehen, räume ich die Schüsseln zusammen und bringe diese in die Küche.

-Sichtwechsel-

Emily ist regelrecht in die Küche geflohen. Kurz gleitet mein Blick über ihre Familie, die etwas ratlos am Tisch sitzen. „Wärst du so Lieb“ spreche ich Steffi an und deute auf meine Tochter. Steffi nickt und widmet sich Mira. Ich gehe in die Küche, wo Emily an der Spüle steht und aus dem Fenster schaut. „Emi?“ spreche ich sie vorsichtig an und bleibe hinter ihr stehen. Da ich keine Reaktion von ihr bekomme spreche ich einfach weiter. „Was genau ist das Problem? Warum weigerst du dich mit mir zu kommen? Ich möchte Weinachten gerne mit euch allen zusammen feiern“ erkläre ich und muss zugeben es ist mir ein Rätzel was mit ihr ist. Ruckartig dreht sie sich zu mir vermeidet es jedoch mich anzusehen. „Warum muss ich rechtfertigen das ich nicht nach Frankreich möchte?“ fragt sie und ich bin verwundert. Ich gehe auf sie zu und zwinge sie mich anzusehen in dem ich mein Hand unter ihr Kinn lege. „Süße nun rede mit mir“ verlange ich. „Muss das gerad jetzt sein?“ auffordernd sehe ich sie an. „Ja hier und jetzt. Sag mir was los ist“ Sie atmet einmal durch. „Ich fühle mich unwohl dabei. Niemals könnte ich mich deinen Eltern so entgegenstellen wie du es bei meinem Vater musstest. Der Typ bin ich einfach nicht“ redet sie drauf los und ich muss zugeben das ich ihre Gedanken irgendwie lustig finde. Ich kann es nicht vermeiden das sich ein Grinsen auf meine Lippen legt. Verärgert schaut sich mich an, „Findest du das nun lustig?“ faucht sie fast schon. Schnell schüttele ich den Kopf, bevor ich ihr antworte. „Aber nicht doch. Emily du machst dir definitiv über so viele Dinge zu viele Gedanken. Ich kann dir versichern, dass meine Eltern mehrmals gefragt haben, ob ich dich nicht umstimmen kann. Sie wollen dich unbedingt kennenlernen“ erkläre ich ihr und denke an die unzähligen Nachrichten meiner Mutter das Emily unbedingt mitkommen muss. Unzufrieden lässt sie den Blick auf den Boden gleiten, ohne etwas zu sagen. „Du hast keinen Grund unsicher zu sein“ versichre ich ihr und man sieht, dass es in ihr arbeitet. Ob ihre ständige Unsicherheit etwas mit der vergangenen Beziehung zu tun hat? Sie müsste sich selbst mal aus meinen Augen sehen können, dann würde sie endlich merken was für ein toller Mensch sie doch ist. „Wenn du willst, kann ich dir alle Nachrichten zeigen sie meine Mutter geschrieben hat“ schlage ich vor. Nun sieht sie mich wieder an und legt den Kopf leicht schief. „Da kann wer weiß was stehen, ich kann kein französisch“ meint sie. Ertappt schlage ich mir leicht an die Stirn. „Achja, da war ja was. Aber du hast recht eigentlich haben wir nur überlegt, wie wir dich am besten in den Keller einsperren. Du stehst doch so auf Serienmörder Dokus“ erkläre ich und ein Lächeln legt sich auf ihre Lippen. Wie oft ich bereits nach Hause gekommen bin und sie vor einer Dokumentation über einen Serienkiller gesessen hat. Aber wehe man schaut einen Horrorfilm da hat sie angst vor. Dabei sind die Filme reine Fiktion und ihre Dokus handeln von realen Verbrechen. Mich würde es nicht wundern, wenn sie irgendwann dabei etwas isst.

„Okay“ hört man sie leise sagen. „ich komme mit. Aber wehe ich lande dann doch nicht in einem Keller eingesperrt“ meint sie und ich kann mir ein kurzes Lachen einfach nicht verkneifen. Zufrieden nehme ich sie in den Arm und lege mein Kinn auf Ihren Kopf ab. „Wir müssen dringend an deinem Selbstbild arbeiten“ meine ich und muss zugeben, dass es mich wirklich sehr darüber freue, dass sie sich umentschieden hat. „Na da wünsche ich dir viel Erfolg“ meint sie nur. „Mh, dass lass mal meine Sorge sein. Nun kommst du erst einmal mit zu meinen Eltern. Und dann siehst du, dass du dir völlig zu Unrecht Gedanken gemacht hast“ gebe ich nur von mir. Zufrieden Küsse ich die Frau vor mir und wir gehen zurück ins Wohnzimmer.
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