Welten im Schatten

GedichtAllgemein / P12
21.12.2019
17.02.2020
4
1134
 
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
Sie erzählten mir, dass alle Türen offen sind,
die Schlösser zerbrochen, so dass niemand jemals wieder,
versucht zu schließen,
was ich längst bewiesen.

Dass man das Transparent nur drehen muss,
um etwas Anderes zu sehen,
als das was man bekommen hat,
Produkt alter Wehen.

Und Schmerzen, die man nie spürte,
aber derer man erinnert,
und Kinder, die man nie führte,
aber deren Klarheit schwindet.

Und sie nahmen mein junges, naives Selbst an die Hand und in den Rücken,
die Pflaumen pflücken,
die das Leben bereitwillig bietet,
dir dein Glaube aber längst verbietet,
dennoch deine Veranda schmücken.

Ich war fest davon überzeugt, dass mir alle meine Mühen und all deren Mühen,
die Mühen der Welt, alle Türen geöffnet hätten,
mich sanft in Gewissheit betten,
mir eine Wahrheit geben, dich sich wie die Sonne nicht lange verstecken kann,
und so standen neue Ideen vornan,
in meinem so wohl gereiften Teich aus Gedanken,
ohne die ich mich als Herdentier identifizieren müsste,
denn als Erkenntnis mich zärtlich küsste,
schmetterte dies mich gegen weitere pseudo-geöffnete Türen,
und brachte mich ins Wanken.

Ich glaubte, dass mir alle Fenster und Tore, Garagen, Truhen und Schränke offen standen,
dass mein Denken und Nicht-Denken würde schlussendlich am richtigen Ufer stranden,
dass die sanfte Öffnung im Boden in die ich stieg hinab,
eine Tür bot und nicht mein gelöffeltes Grab.

Eine weitere offene Tür...
Review schreiben