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Unexpected

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Boris Saalfeld OC (Own Character) Tobias Ehrlinger / Saalfeld Viktor Saalfeld
18.12.2019
27.03.2020
24
56.979
29
Alle Kapitel
282 Reviews
Dieses Kapitel
15 Reviews
 
09.03.2020 2.517
 
Ihr Lieben! Schön, dass Ihr die zwei Mister auch auf den letzten Kapiteln nicht allein lasst :-)
Und wiedermal suuuuper sehr danke für Euer Feedback! <3<3<3  #loveit  #us

Dieses Kap hier … ach, lest selbst ;-)
I hope you enjoy as much as I did writing it! Eure
OutOfTheBlue|OOTB :-)


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"Your heart is free, have the courage to follow it"
from Braveheart


Wenig überraschend, aber weder Zigaretten noch Grappa hatten wirklich geholfen. Das Gespräch mit Phil und auch die immer noch nachwirkenden Worte von Laurenz hatten Tobias den Rest des Nachmittages nicht mehr losgelassen. Hatten ihn verwirrt und ja, da war auch sowas wie Angst dabei. Als Boris geschrieben hatte, ob sie ihren Billard-Abend heute nachholen wollten, hatte Tobias abgelehnt, gesagt ihm sei heute nicht nach rausgehen und sie könnten sich ja vielleicht morgen treffen. Bis morgen würde er sich sicher wieder sortiert haben. Heute, heute wollte er allein sein. Er legte seine Lieblings-Doors-Platte auf, holte sich ein Bier aus dem Kühlschrank und legte sich auf die Couch. Erst starrte er lange an die Decke, dann nahm er sein Smartphone zur Hand und klickte – wie so oft in letzter Zeit - den Chat mit seinem Dad durch – zumindest die mit Stern markierten Fotos und Nachrichten, was ziemlich viele waren.

Das Einschlafen gelang ihm Dank nochmal ordentlich Grappa relativ grübel-befreit, obwohl er zugeben musste, dass er das allein im Bett liegen nicht so prickelnd fand. Das hatte ihn ja noch nie gestört! Ganz im Gegenteil! Ts, in letzter Zeit hatte er wirklich komische Anwandlungen… war seine Analyse bevor er wegdriftete.

Nächster Tag (Dienstag)

Heute war Tobias nicht an der Uni, da seine Dienstags-Kurse bereits zu Ende waren. Ein Glück! War doch etwas viel Grappa gewesen gestern. Dementsprechend lange hatte er geschlafen. Jetzt saß er schon seit einer Weile über den Büchern, denn auch wenn es keine Kurs-Einheiten mehr gab, eine Prüfung stand noch an. Obwohl ihn das Studium nicht wirklich interessierte, fiel ihm das Lernen erstaunlich leicht – was Laurenz hochgradig unfair fand und seinen Unmut darüber regelmäßig kundtat.
Tobias stand vom Schreibtisch auf und ging in die Küche um sich noch einen Kaffee zu holen. Dort hatte er sein Handy liegen lassen, er nahm es und schaute drauf – keine Nachrichten. Er füllte seine Tasse, nahm das Handy mit an den Schreibtisch. Vielleicht würde ja Boris schreiben, aber wahrscheinlich wartete der, ob Tobias sich melden würde. Das war auch etwas, das er so an Boris mochte. Der bedrängte ihn nicht, war kein Klammeräffchen, auch keine Zicke und schon gar keine Diva. Hatte seine Absage fürs Billard gestern ganz easy akzeptiert. Dennoch hatte Boris durchaus seine klaren Grenzen, die er auch bereit war zu verteidigen. So wie damals, als Tobias zu Hause gewesen und sich nicht gemeldet hatte und Boris Sorge mit einem Scherz abtun wollte. Boris war total locker aber er ließ sich ganz sicher nicht alles gefallen. Wenn das nicht die beste Kombi ever war! Und diese Kombi mehr als drei Tage nicht gesehen zu haben, war nun wirklich lange genug! Tobias sehnte sich nach…  ja… wonach eigentlich? Nichts konkretes, nicht eine einzelne „Sache“,  woran er es hätte festmachen können. Nicht nur der heiße Hintern und das sexy  Lächeln, nicht nur ihre Hammer Küsse, nicht nur der wirklich (!) galaktische Sex mit ihm… einfach… Boris. Boris fehlte ihm. Er schaute auf die Uhr, überlegte kurz. Die wieder aufkeimenden Gedanken an das Gespräch mit Laurenz und Phil schob er mit einem lauten „Jetzt lass dich nicht verrückt machen!“ beiseite und schlug sein Buch zu.

Boris stand an der Bushaltestelle und blickte auf sein Handy. Nein, immer noch keine Nachricht von Tobias. Sollte er nachfragen, oder ihn lieber noch in Ruhe lassen? War er gerade am Grübeln, als er eine ihm nur allzu bekannte Stimme sagen hörte „Schöner Arsch!“ und einen Klaps auf selbigem spürte. Unwillkürlich musste er grinsen und schon sah er auch den Absender dieses Komplimentes vor sich und dessen Lächeln – dieses so wohlbekannte Lächeln, das so… na, es gab einfach kein schöneres; keines, das er lieber sah und keines, das so sehr sein Herz erreichte und keines, das er so gern erwiderte. „Gefällt mir“, schenkte ihm Tobias einen vielsagenden Blick. „Ich weiß, dass dir mein Arsch gefällt“, konterte Boris trocken. „Ich meinte das Lächeln“, zwinkerte Tobias, grinste und küsste ihn. Küsste ihn lange und ohne Zurückhaltung, ungeachtet der Leute, die auf den Bus warteten. Was kümmerten ihn die, wo er doch fast vier (!) Tage Kuss-Entzug nachzuholen hatte! Als er widerwillig ihre Lippen wieder langsam löste, fragte er leise „Darf ich mit zu dir? Und im Bus neben dir sitzen?“ „Wirst du dich benehmen?“, fragte Boris ebenso leise zurück. Tobias schüttelte langsam und mit einem beginnenden Grinsen den Kopf, lehnte sich an dessen Ohr „Bist du und dein Arsch viel zu heiß für“, hauchte er und begleitete die Aussage mit einem festen Kniff seiner immer noch an Boris Hintern ruhenden Hand. Der lachte, grinste ihn an „Auf die Antwort hatte ich gehofft“, biss er sich auf die Unterlippe und genoss das Blitzen in Tobis Augen. „Warum?“, fragte dieser und fixierte ihn mit seinem Blick während seine Hand unter Boris dünne Jacke schlüpfte. Der stellte einmal mehr fest, dass diese Moccaaugen von Anfang an sein Untergang gewesen waren, aber irgendwie war er plötzlich verlegen bei diesem heavy Flirting, quasi schon Vorspiel, hier mitten unter den wartenden Leuten. Würde ihn nicht wundern wenn einer der Jugendlichen gleich ‚Nehmt euch n Zimmer!‘  rufen würde. Gab ja immer wieder mal Idioten, die sich bemüßigt fühlten, die tollsten Momente tölpelhaft zu stören. „Ich… na, du weißt schon…“, antwortete er zaghaft. „Nein, weiß ich nicht“, gab Tobias keinen Millimeter nach, verstärkte den Druck seiner Hand. „Doch, tust du!“, schlug ihn Boris leicht an die Schulter. „Vielleicht will ich‘s hören?“, grinste Tobias und genoss es, wieder mal die Mini-Spießer-Seite an Boris erleben zu dürfen. Der beugte sich mit einem augenrollenden Seufzen an sein Ohr und flüsterte etwas. Tobias Grinsen wurde mehr als breit. „Geht doch! Verdammt sexy sogar“, zwinkerte er und drückte ihm einen Kuss auf, der sich wieder ganz automatisch verselbständigte und nur durch die lauten Geräusche des ankommenden Busses gestoppt wurde. Sie lächelten sich kurz vielsagend an und während sie Hand in Hand aufs Einsteigen warteten, beugte sich Tobias an Boris Ohr und raunte „Mein Kopfkino läuft schon…“  

Auch wenn die Fahrt aufgrund der wandernden Hände und sich berührenden Beine wunderbar anregend war, so waren doch beide erleichtert, als sie Boris Haltestelle erreichten. Kaum waren sie ausgestiegen, knutschten sie sich das im Bus absichtlich aufgestaute Kribbeln aus dem System – was natürlich nur dazu führte, dass sich zum Kribbeln noch allerhand mehr gesellte. Grinsend machten sie sich flotten Schrittes auf den Weg in Boris Wohnung – beide in dem Bewusstsein, dass ein möglichst schnelles Haut auf Haut Gefühl die einzige Lösung für ihren momentanen Zustand war – ganz egal ob Garderobe, Couch oder Bett… Hauptsache gaaanz viel von dem jeweils anderen, nackt und nah, so nah als irgend möglich!

Scheiße, so eilig hatten sie es schon lange nicht mehr gehabt. Sich die Kleidung fahrig vom Körper ziehend stolperten sie wild küssend ins Schlafzimmer und ließen sich fallen…nicht nur aufs Bett, auch geistig und körperlich… um in Windeseile und wie auf Flügeln davon getragen zu werden in diesen einzigarten, geheimnisvollen Bereich wo nichts von Bedeutung war als das lodernde Begehren, das sich mit jeder Berührung steigerte und nicht mehr aufzuhalten war. Geballte Lust die sich gnadenlos den Weg in ihre Zellen bahnte, bis sie sich ihr völlig ausgeliefert fühlten. Und sich dieser unbändigen, sich aufbäumenden Begierde stöhnend und sich windend zu ergeben war die einzig mögliche und so himmlische Antwort.
Nach Luft ringend, befreit lachend und einmal mehr verwundert über das, was da gerade mit ihnen passiert war, ließen sie sich in die Kissen fallen, suchten automatisch nach ihren Händen, verhakten ihre Finger fest, genossen das Runterkommen.

Später, weil Boris sich weigerte schon wieder irgendwo etwas zu bestellen, kochten sie gemeinsam und plauderten bei einem Glas Wein. Die Zeit zu Hause machte wohl immer ziemlich viel mit Tobias, stellte Boris für sich fest. Nach dem letzten Wochenende war er ja auch schon so „anders“  gewesen. Heute kam er ihm zwar nicht so traurig und hilflos vor, aber dennoch, da war immer wieder mal ein Blick, den Boris nicht zu deuten vermochte. Auf sein Nachfragen wie es bei seinen Eltern gewesen war, antwortete Tobias eher kurz, leicht ausweichend. Er wollte anscheinend wieder mal nicht darüber reden. Aber es freute Boris zu hören, dass sein Vater wohl wieder etwas fitter gewesen war. Wie wohl Laurenz den Besuch empfunden hatte?  War Boris gerade am Überlegen und ließ den letzten Schluck Wein im Glas rotieren als Tobias ihm selbiges aus der Hand nahm, ihn zu sich hoch und eng an sich heran zog. „Nachspeise?“, flüsterte er. Dieser leise Ton und diese dunkel funkelnden Augen vermochten es immer wieder, dass Boris Körper augenblicklich mit einem Kribbeln und Ziehen geflutet wurde. Mit einem Lächeln nahm er Tobias Hand und dirigierte ihn wortlos ins Schlafzimmer – jeden langsamen Schritt vorfreudig genießend.  

Vorhin war ihr Liebespiel drängend, hitzig, heiß und schnell gewesen. Jetzt gingen sie es – wieder einmal in völlig stillem Übereinkommen - viel langsamer, bedachter, bewusster an. Tobias streichelte sanft über Boris Gesicht, sah ihn an – WIRKLICH an. Sah nicht nur dessen so attraktiven Körper, sah alles was ihn aus- und so wunderbar machte. ‚Es ist die Art wie du ihn ansiehst‘…  hallten Phils Worte durch sein Hirn. Er näherte sich wie automatisch Boris Lippen, die zu spüren ihn vom ersten Kuss an umgehauen hatte. Es immer noch tat. Küssen war nie schöner gewesen… Nun tauchten auch Laurenz Worte in sein Bewusstsein  ‚Boris wolltest du mehr als alle anderen‘ ‚Du magst ihn. Sehr‘ …Ja, das tat er. Und plötzlich war er da, the moment of truth: Denn, mehr mögen, mehr wollen, mehr begehren ging nicht. Und mehr… LIEBEN auch nicht! Wurde es Tobias mit einem mal glasklar, warum das mit Boris anders war. Er verfiel mitten im Kuss kurz in Schockstarre, riss die Augen auf, rührte sich nicht. Boris war irritiert, schaute ihn fragend an "Alles okay?“ Tobias Blick wechselte von verwirrt zu liebevoll „Ja, alles okay… mehr als okay“, lächelte er, strich Boris wieder sanft über die Wange und setzte den Kuss fort im Bewusstsein, dass er für diesen Menschen etwas empfand, das er so noch nie gefühlt hatte, noch nie gewollt hatte zu fühlen. Wow… überwältigte ihn gerade…. total creepy war das! … Aber auch something wonderful. Und dieses neue Gefühl bzw. das endlich Erkennen und Zulassen dieses, verlieh jedem Kuss, jeder Berührung, jedem Blick des folgenden Liebesaktes eine neue Dimension. Es war eine Art magisches Schweben von Empfindung zu Empfindung und die Landung, dieses so göttliche Implodieren der drängenden Begierde und der nicht zu bremsenden Leidenschaft, das war diesmal weniger körperlich wuchtig als vielmehr emotional bedeutend, ging viel tiefer als sonst, weil… weil es mit DIESEM Menschen hier war.
Halleluja! Wenn das mal nicht das Intensivste war, das Tobias je erlebt hatte! Und HALLO, er hatte im Bett echt schon einiges erlebt! Puh… Noch völlig benebelt von all dem, nahm er wie so oft Boris in seinen Arm, küsste dessen Haare und driftete in seine Zwischenwelt, auch die heute besonders - in Länge und Intensität. Aber diese Momente danach fühlten sich jetzt gerade nicht so entspannend und losgelöst wie sonst an - eher euphorisch, aufgewühlt, nicht wenig verwirrend und auch ein Hauch Panik schwang mit... Er atmete tief durch, dieser extreme Gefühlscocktail war ihm fast eine Spur zu viel… „Wirklich alles okay bei dir?“, hob Boris den Kopf und schaute ihn im Halbdunkel fragend an. „Mh“, nickte Tobias, gab ihm einen sanften Kuss und sagte dann leise „War nur grad irgendwie…“, er zuckte minimal mit den Schultern, suchte nach einem passenden Wort. „Besonders?“, vollendete Boris seinen Satz. „Ja“, sagte Tobias kaum hörbar und küsste Boris erneut, diesmal unendlich lange. Küssen und die damit verbundenen, herrlich gewohnten Empfindungen zu spüren war so viel besser als sich in Gefühlsanalyse zu ergehen.

Viele Minuten später überlegte Tobias ob er nicht doch noch eine rauchen gehen sollte – bei Gott, seine in Aufruhr befindlichen Nerven könnten dringend Nikotin gebrauchen! Aber hier zu liegen, Boris Körperwärme zu spüren und dessen Herzschlag zu lauschen, davon konnte er sich gerade nicht trennen, fühlte sich zu gut an, gab irgendwie Sicherheit. Deshalb richtete er sich nur leicht auf, gab Boris einen doch recht ausführlichen Kuss und sprach ein leises „Schlaf gut“. „Werd ich bestimmt. Du auch“, erwiderte der während er Tobi durch die verwuschelten Haare strich, was man, also er, einfach machen MUSSTE, vor allem wenn sie so herrlich von Leidenschaft und Kuscheln zerzaust waren wie jetzt gerade. Auch im Halbdunkel konnten sie ihr gegenseitiges Lächeln sehen. Nach einem weiteren kurzen Kuss gab Tobias Boris durch Rumrutschen und ihn mit der Nase an die Schulter stupsen zu verstehen, dass er sich gerne an dessen Rücken kuscheln würde. So lagen sie nun schon eine ganz Weile, Tobias dicht an Boris gedrängt, dessen wunderbaren Geruch in der Nase, seinen Arm um dessen Bauch und ihre Hände davor sich haltend. Sie hatten seit dem ‚Gute Nacht‘  nicht mehr gesprochen und Boris Atem ging ruhig und regelmäßig, er schien eingeschlafen. Tobias allerdings konnte nicht schlafen, zu erfüllt war er von der Erkenntnis, dass er diesen Mann in seinem Arm tatsächlich LIEBTE. Mehrmals probierte er die Worte still in seinem Innern, sie wollten aus ihm heraus und dann… auch wieder nicht. Irgendwie war das alles zu…groß…zu…mächtig. Scheiße… was passierte denn hier mit ihm?!? Viele weitere Minuten lag er da und fühlte sich glücklich und verwirrt gleichermaßen. Wieder drängten sich die Worte an seine Lippen und schließlich verließ ein kaum hörbares „Ich liebe dich“ seinen Mund.
Boris hatte nicht geschlafen, zu sehr wirkte der so intensive Liebesakt in ihm nach. Erst meinte er, er habe sich verhört, ihm stockte kurz der Atem bevor sich seine Mundwinkel nach oben schoben und sein Herz drohte vor Glück aus der Brust zu springen. Dennoch sagte er nichts, rührte sich keinen Millimeter, genoss einfach das Wissen, dass er liebte und zurückgeliebt wurde. Das war für den Moment genug. Mehr als genug. Gerade zu fantastisch! Mit unbändiger Freude durchströmt schlief er ein – aber erst sehr viel später, denn das Gehörte hatte seinen Puls so beschleunigt, dass an Schlafen erstmal nicht zu denken war. Aber das machte nichts. Machte rein gar nichts! Denn dieses Gefühl war sowieso viel zu schön um durch schlafen verdrängt zu werden.

Du hast mich restlos aufgetaut
ich schmelz' dahin
machst mir ständig eine Gänsehaut
völlig von Sinnen

Sternschnuppen sausen um mich 'rum
alles vibriert
du treibst mich ins Delirium
narkotisiert

Weck' mich nicht auf
es ist so traumhaft mit dir*


*Aus dem Song „Erwischt“, Album  4630 Bochum, H. Grönemeyer
https://www.youtube.com/watch?v=6ClxPMhN6ww
Einer seiner ganz alten Songs, so ganz anders als das "neue" Liedgut, aber ich mag ihn trotzdem; keine Überraschung, I know *grins*

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So, jetzt ist es raus :-) Also zumindest inoffiziell, im Dunkel der Nacht...hach… ich mag die zwei Mister… :-)
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