Still into to you...?

von anna0800
GeschichteAllgemein / P12
Johannes Thingnes Bø OC (Own Character)
18.12.2019
17.02.2020
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Hallöchen ihr Lieben,
Ich melde mich auch mal wieder aus der Versenkung. Die Datei aus der dieses erste von hoffentlich vielen Kapiteln stammt, habe ich schon seit ich den ersten Teil der Geschichte beendete habe angefangen auf meinen Computer. Lange wusste ich nicht wie es mit Mara und Johannes weiter gehen soll aber dann als ich mich dann wieder in die Geschichte reinlesen hatte, konnte ich nicht anders als den beiden wieder neues Leben einzuhauchen. Wo genau es mit den beiden hingeht weiß ich noch nicht aber eine grobe Richtung habe ich :)
Jetzt aber viel Spaß und lasst gerne eure Anregungen oder Gedanken zu diesem ersten Teil da


„Mara wach auf, wir sind gleich da“, flüsterte Johannes leise in Maras Ohr. Die streckte hoch und stieß sich prompt den Kopf an der Flugzeugwand an.
„Verdammt“, fluchte sie und rieb sich den Kopf.
„Eigentlich wollte ich genau das vermeiden“, lachte Johannes und beäugte sie mit seinen blauen Augen belustigt. „Hör auf so schadenfroh zu grinsen“, sie rieb sich den Schlaf aus den Augen und blickte aus dem Fenster. Sie konnte absolut nichts sehen, da der Himmel lückenlos bewölkt war, etwas enttäuscht lehnte sie sich in ihrem Sitz zurück und wandte Johannes den Blick zu.
„Hab ich wieder geschnarcht?“, fragte sie und begann ihre Sachen zusammen zu packen.
„Ein kleines bisschen“, gab Johannes zu und hielt Daumen und Zeigefinger einen Spaltbreit auseinander. Mara hatte die schlechte Angewohnheit zu schnarchen, wenn sie sich in einem Flugzeug befand und einschlief. Sie nickte nur und gähnte ein weiteres Mal.
„Du hast die letzten acht Stunden geschlafen, wie kannst du jetzt müde sein?“, fragte Johannes verwundert und schüttelte den Kopf. „Du kennst mich, ich kann noch so lange schlafen und bin trotzdem müde, außerdem ging mir etwas Zeit aufzuwachen“, gerade als Johannes anmerken wollte, dass sie in der nächsten Zeit wohl nicht viel schlaf bekommen würde, da sie endlich ungestört waren wurde er von der Ansage zur Landung unterbrochen.
Jo“, hauchte sie und ließ ihre Reisetasche fallen als sie das Zimmer betrat. Es lag ein wenig entfernt vom großen Haupthaus, in mitten von Palmen und in der Nähe des Strandes. Von der Größe her ähnelte es eher einem kleinen Apartment, als einem Hotelzimmer. Es war in hellen braun und Weißtönen gehalten, überall standen Blumen und in der Mitte des Raumes, stand ein imposantes Himmelbett. Der Wind blähte die Vorhänge auf und Mara fühlte sich wie in einem dieser kitschigen Liebesfilme, nicht das sie das störte.
„Es ist perfekt“, sagte sie und fiel ihm um den Hals. Liebevoll küsste sie ihn auf die Wange.
„Los, ich weiß doch das du es willst“, sagte er nur er nur grinsend. Sie grinste verschmitzt nahm Anlauf um sich mit voller Wucht auf das Bett mit den vielem Kissen zu werfen.
„Ahhh“, machte sie und seufzte wohlig.
„Ich werde nie mehr aus diesem Bette aufstehen“,sie tastete auf dem Bett herum und wurde fündig, sie packte die Schokolade aus und steckte sie sich genüsslich in den Mund.
„Warte bis du das Bad siehst“, rief Johannes aus besagtem Raum. Energie geladen lief sie zu ihm in das Badezimmer uns staunte nicht schlecht.
„In die Badewanne passen wir ja zu zweit“, stellte Mara beeindruckt fest.
„Du bist wie ein kleines Kind, dem man zu viel Zucker geben hat“, lächelte Johannes und legte einen Arm um ihre Schulter.
„Tschuldigung, nur du hast dir so viel Mühe geben um den perfekten Urlaub zu buchen und jetzt will ich das auch entsprechend würdigen“, sie stellte sich auf die Zehenspitzen und küsste ihn kurz auf die Lippen.
„Freut mich das es dir gefällt“, er küsste sie auf den Scheitel und zog dabei den Geruch ihrer Haare ein. Selbst nach Flug und Busreise, roch sie wunderbar frisch.
„Es wäre mir aber eigentlich egal wo wir hingeflogen wären, mit dir ist es überall perfekt“, hauchte Mara, lehnte den Kopf an seine Brust und richtete den Blick durch die große gläserne Tür auf den Ozean.
Mara und Johannes genoßen die Tage in Bali in vollen Zügen. Unter Palmen und der warmen Sonne hatten sie endlich Zeit für sich, fern ab von Presse, Leistungsdruck oder den anderen Athleten. Der gemeinsame Urlaub, radierte alle Zweifel aus, die Mara bezüglich ihres Zusammenlebens gehabt hatte, natürlich war es etwas anderes gemeinsam Urlaub zu machen und den Alltag gemeinsam zu bestreiten, aber Mara wusste wenn sie es hinbekamen sich zwischen Italienisches, Griechisches oder Indisches Essen zu entscheiden, ohne sich an die Kehle zu gehen, dann würden sie es auch schaffen zusammen zu leben.

„Jo, wach auf“, Mara verpasste ihm einen heftigen Schlag gegen die Brust, die beiden hatten sich zur Abwechslung mal nicht an den Strand gelegt sondern an den Hotel Pool, den sie fast für sich ganz alleine hatten. Das T-Shirt, das er sich über das ohne hin schon rote Gesicht gelegt hatte rutschte neben ihn auf den Boden als er aufschreckte.
„Hmmmpf?“, machte er verwirrt und rieb sich die Augen.
„Musste das jetzt sein?“, fragt er empört und bemerkte Maras wütende und zugleich geschockte Miene.
„Was ist denn los?“, fragte er und nahm das Handy in die Hand, welches sie ihm wortlos entgegen streckte.
„Hast du es gewusst?“, fragte sie mit tonloser Stimme.
„Gib mir doch erst mal Zeit….oh“, er klickte auf das Video und Emils Stimme ertönte. Johannes schaute  sich das ganze Video an ohne eine Regung zu zeigen.
„Hast du es gewusst?“, wiederholte sie ungeduldig.
„Na ja…“, sie zog die Augenbrauen in die Höhe und verschränkte die Arme vor der Brust.
„Na ja?“, wiederholte sie.
„Gewusst nicht, aber geahnt. Wir haben die letzten Jahre oft zusammen gewohnt, da bekommt man ein Gespür wann der andere nicht gut drauf ist und Emil war die ganze Saison eher halbherzig bei der Sache“, gab Johannes schulterzuckend zu und gab seiner Freundin das Handy zurück.

„Warum hast du nichts gesagt? Spätestens in Kontiolahti als er mir gesagt hat er macht weiter hättest du was sagen können!“,fragte sie ein wenig beruhigter, jetzt das sie wusste, dass Johannes sie nicht vorsätzlich angelogen hatte.
„Es war nicht meine Aufgabe dir das zu sagen. Außerdem war es ja noch nicht sicher ob er wirklich aufhört. Ich dachte vielleicht gibt ihm die olympische Medaille noch mal einen Aufschwung…“, auch Johannes wusste nicht recht was er sagen sollte. Emil war einer seiner besten Freunde, er hatte niemals eine Saison ohne Emil erlebt und er hatte irgendwie nie bedacht, dass dieser Moment eines Tages eintreffen würde.
Nach Ole nun auch Emil, der nicht mehr Teil des Teams war, das war ein harter Schlag und er wollte jetzt nicht in der Haut der Trainer stecken.
„Warum hat er mich angelogen?“, fragte Mara und sie konnte nicht verhindern, dass sich Tränen in ihren Augen sammelten. Emil war immer für sie da gewesen, er war der große Bruder, den sie nie gehabt hatte und da log er sie einfach so an? Sie konnte es nicht fassen, zum einen war sie wütend auf Emil aber auch unglaublich betrübt darüber ihn nicht mehr so oft zu sehen.

Wann würde sie denn jetzt noch Zeit haben sich mit ihm zu treffen außer beim Weltcup in Oslo?  Sie warf ihr Handy in die Tasche und erhob sie von er Liege.
„Willst du das ich mitkomme?“, fragte Johannes von einem Platz aus.
„Nein, ich will alleine sein, aber ich glaube nachher würde ich gerne drüber reden“, er nickte und verstand. Sie wollte sich nicht vor ihm verschließen, er wusste sie brauchte erst mal Zeit um ihre Gedanken zu ordnen und die starken Gefühle, die in ihr herrschten so weit in den Griff zu bekommen, dass sie nicht in Tränen ausbrach oder Johannes anschrie, der mit ihrer Wut nichts zu tun hatte. Daran war ganz allein Emil schuld. Es war seine Entscheidung gewesen, sie hatte kein recht sich einzumischen und trotzdem fühlte sich Mara verraten.

Eine Stunde später war sie immer noch nicht zurück und Johannes beschloss sie zu suchen. Weit konnte sie nicht gegangen sein und er vermutete sie am Strand, an dem Platz an dem sie sich immer niederließen wenn sie einen Tag am Strand verbrachten. Er hatte recht behalten, mit den Füßen im Wasser und den Armen vor der Brust verschränkt stand sie da und blickte auf das Meer hinaus. Ihre ohnehin schon hellen Haare, die durch die Sonneneinstrahlung nur noch heller geworden waren, wehten in der sanften Brise, die nun auch über Johannes Haut strich.
„Hey“, sagte er nahm seine Schuhe von den Füßen und stellte sich neben sie.
„Hey“, sagte sie mit erschöpfter Stimme und lehnte ihren Kopf an seine Schulter. Johannes schwieg und gab ihr die Zeit, die sie brauchte um sich zum Thema Emil zu äußern.
„Weißt du ich verstehe nicht warum er mich anlügen würde… Ich hätte es doch verstanden das er aufhören will, er heiratet und der Jüngste ist er auch nicht mehr, aber warum er mich angelogen hat, das kann ich nicht verstehen. Die Trauzeugin seiner Verlobten lügt man doch nicht an!“, sagte sie leise ohne den Blick von dem strahlend blauen Wasser abzuwenden.
„Ach Jo, ich werde ihn einfach vermissen“, seufzte sie schlußendlich und Johannes legte seinen Kopf auf ihren sodass seine Wange nun auf ihrem Haare lag.
„Ich weiß, Schatz, ich weiß“, sagte er und er wusste tatsächlich nur zu gut welches Gefühl seine Freundin verspürte.
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