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Lästige Langeweile

von Schildiie
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / Gen
15.12.2019
09.02.2020
7
5.401
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09.02.2020 623
 
Ich sah auf die Stadt, alle scheinen zu leben und ihr Leben zu genießen. Sie alle haben ihre Zeit geplant und machen, das was sie möchten. Ob sie wissen, dass das Leben nicht nur aus Arbeiten bestehen muss? Ob sie sich mal Zeit genommen haben, die Natur zu genießen, die Familie zu besuchen oder sich einfach mal umgeschaut haben?

Ich zog die Knie fester an meinen Körper heran. Tief sog ich die Morgenluft ein. Ich hatte mal wieder einer dieser Phasen, diese Phasen die mich zum Nachdenken bringen. Gedanken kommen, die ich schon lange nicht mehr hatte und ich muss wieder den Kloß in meinem Hals herunterschlucken. Immer wieder hatte ich diese Phasen und dann sind sie wieder weg.

Mein Blick folgte in meine Wohnung. Ich dachte darüber nach, sie mal wieder umzugestalten. Etwas Neues hier herzubringen. Veränderung, Veränderung wäre gut. Oder ein langer Urlaub. Irgendwo, wo mich keiner kennt und wo ich neues sehen kann. Doch konnte ich nicht einfach gehen, ich musste doch meine Tiere umsorgen.

Ich brauch eine Pause. So stand ich auf, schnappte mir meine Jacke und verließ die Wohnung. Es muss jetzt einfach sein. Egal ob es mitten in der Nacht war. Abstand und frische Luft brauch ich! Tief atmete ich ein, als ich draußen stand. Mein Weg brachte mich in die Gassen. Jedes Geräusch drang an meine Ohren. Jedes mal sah ich mich um. Niemand ist hier.

Ein lauter Knall ließ mich zusammen zucken. Es klang als sei etwas auf eine Tonne gefallen. Vorsichtig blickte ich um die Ecke. Da lag etwas, es sah aus wie ein Mensch. Langsam lief ich auf den Körper drauf zu.

Ich hockte mich neben ihn "Hey, ist alles okay" meine Hand legte sich auf seine Schulter. Er stöhnte vor sich hin, doch seine Augen öffnete er nicht. Ich erkannte, dass er ein Spider Man war, dennoch interessierte mich es nicht. Hastig suchte ich seinen Körper nach Wunden ab und erschrak, als er seine Hand vom Bauch nahm. Dort war eine klaffende Wunde. Er wird verbluten, wenn ich keinen Notarzt rufe "Hey Junge, du musst dein Kostüm ausziehen" er regte sich nicht. Seine Atemzüge wurden immer langsamer. Er wird mir noch verbluten "Tut mir leid" ich zog ihn das Kostüm vom Körper und steckte es in seinen Rucksack, danach rief ich den Notarzt an.

Mit all meiner Kraft zog ich ihn seine Sachen wieder über. Das Blaulicht war von weitem zu sehen "Sie haben uns gerufen?" kam die Frau auf mich zu "Ja, ich habe ihn hier so vorgefunden" "Was macht nur solch ein Junge hier draußen und dass noch um die Uhrzeit?" fragte sich die Notärztin selbst. Nachdem sie ihn provisorisch verbunden hatten, nahmen sie ihn mit "Kommen sie bitte nach. Wir benötigen noch ihre Aussage für die Aufnahme" ich nickte und schon waren sie weg.

Sie haben gar nicht mitbekommen, dass hier seine Tasche war. Seltsam, ich dachte sie sehen alles. So schnappte ich mir seine Tasche, holte von zu Hause meine eigene und fuhr mit dem Bus ins Krankenhaus.

"Einen schönen Abend. Vor ein paar Minuten wurde hier ein Junge eingeliefert. Ich sollte seine Sachen bringen" "Was denn für ein Junge?" fragte mich die Schwester "Er hatte eine tiefe Bauchwunde und war bestimmt noch Schüler" sie tippelte etwas in den Computer "Ach dieser Junge. Das müssten sie ausfüllen" sie reichte mir ein Formular "Wieso muss ich Formular ausfüllen?" "Wenn es eine Straftat war und die Polizei eingeschaltet wird, müssen sie wissen, wer den Verletzten gefunden hat" "Ich verstehe" danach setzte ich mich auf einen Stuhl und füllte das Formular aus.
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