Villainous - Accidentally in Love

GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P16
5.0.5. Black Hat Demencia Dr. Flugs/Kenning Flugslys OC (Own Character)
15.12.2019
06.07.2020
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Eine Insel, eine Stadt, ein Anwesen - Wohn- und Arbeitsplatz vierer Gestalten, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Ein Experiment, eine Mutation, ein Wissenschaftler und ein Dämon der übelsten Sorte.
Letzterer ist der unangefochtene Herr des Hauses.
Wer auch immer ihm begegnet erzittert vor ihm, niemand wagt es seinen Namen laut auszusprechen, er ist eine gefürchtete Legende.
Lord Black Hat.
Eroberer unzähliger Planeten und Dimensionen, Alptraum eines jeden Superhelden, Gründer und Leiter der "Black Hat Organisation".
Eine Firma, die unermüdlich Waffen, Pläne und andere nützliche Dinge für böse Nieten und Möchtegern-Kriminelle bereitstellt – für die richtige Bezahlung natürlich.
Verantwortlich für die bereitgestellten Artefakte oder Dienstleistungen ist jedoch nicht der Boss persönlich, sondern die weiteren drei Mitbewohner des hutförmigen Anwesens.
Zum einem der geniale Kopf hinter den Erfindungen - Dr. Flug Slys; dann die beste Auftragskillerin des Unternehmens - die Mutantin Dementia und zu guter Letzt das Hausmädchen – 5.0.5..
Seltsamer Name, gewiss, doch wie soll man sonst einen menschengroßen, himmelblauen Bären, mit gelben Blümchen auf dem Kopf, nennen, ohne dass es sich seltsam anhört?
Es blieb also bei seiner Experimentennummer.
Zu Beginn dieser Geschichte tippelte besagter Bär summend und liebenswert wie er war durch das Haus, einen Staubwedel in Händen.
Seit er in den Augen Black Hats zu nichts zu gebrauchen war, hatte er die Aufgaben eines Hausmädchens übernommen, das hieß er putzte das Anwesen und kümmerte sich um seine Mitbewohner.
Aufgrund seiner gutmütigen Natur war er auch häufig das Opfer von Streichen, sowie Missachtung und Beschimpfungen – welche meist durch den Hausherren oder Dementia erfolgten.
Gerade als er dabei war, eines der vielen Portraits Black Hat's – die schon beinahe als zweite Tapete die Wände der Gänge zierten -  abzustauben, ließ sich eine aufgedrehte junge Frau hinter ihm behände von der Decke fallen.
Ihr grüner langer Pferdeschwanz spähte unter einer Eidechsenmütze hervor, ihr Pony knallpink, ihre zweifarbigen Augen waren wie ihre Fähigkeiten, ihre aufgedrehte Natur, sowie ihre spitzen Zähne, das Resultat ihrer experimentellen Mutation mit Eidechsengenen.
Sie trug Rock und T-Shirt, schwarz-pink geringelte Strümpfe, von denen der rechte Oberhalb des Knies abgerissen war und am linken Arm als langer Handschuh getragen wurde. Abgerundet wurde ihr gewagtes Outfit von unterschiedlich gefärbten Sneakers, sowie einer Fußfessel.
Dementia holte tief Luft, dann packte sie den ahnungslosen Bären an den Schultern und schrie gleichzeitig mit ihrer schrillen Stimme auf. Mit einem panischen Aufheulen ließ 5.0.5. den Staubwedel fallen, warf sich zu Boden, versteckte den Kopf unter den Armen.
Dementia hielt sich den Bauch vor Lachen, klopfte dem Bär zufrieden auf die Schultern.
„Du wirst dich wohl immer davon erschrecken lassen, oder?", kicherte sie und hüpfte davon, während sich 5.0.5. langsam wieder beruhigte.
Dementias nächstes Ziel war das Labor, welches sich im Keller befand.
Besagter wissenschaftlicher Arbeitsplatz nahm das gesamte Kellergeschoss in Anspruch und war zugleich der Ort, wo man am ehesten auf den Dr. stoßen würde.
Der Wissenschaftler lebte für seine Arbeit und ließ für diese schon einmal sein Leben außer Acht. Das hatte vielleicht auch damit zu tun, dass er vor seinem Boss Angst hatte, unmögliche Abgabetermine einhalten und sich mit dem Chaos herumschlagen musste, welches Dementia gerne verursachte.
Sie wusste nicht viel über Dr. Flug Slys - er besaß einen Pilotenschein, liebte Flugzeuge und hatte es sich angewöhnt im Anwesen mit einer Papiertüte auf dem Kopf herumzulaufen. Nicht weil er sich seines Gesichtes wegen schämte, eher, weil er verhindern wollte, durch die ganzen Werbeaufnahmen der Firma irgendwie bekannt zu werden.
Oder so etwas in der Art…
Er wollte sich aber definitiv die Freiheit behalten, seine Einkäufe eigenhändig durchzuführen.
Über seine Papiertüte hatte er eine Schutzbrille geschnallt, stellte sicher, dass seine freigeschnittenen Augen geschützt waren. Er trug für gewöhnlich Bluejeans, rot-weiße Snikers und ein blaues T-Shirt mit Comic-Aufdruck. Dies variierte öfters, doch sein Lieblingsmotiv war eindeutig das eines zerbrechenden Flugzeuges.
Während seiner Arbeit trug er noch einen typischen weißen Laborkittel, sowie lange orange Schutzhandschuhe.
Obwohl sie wusste, dass er vermutlich maßgeblich an ihren Mutationen beteiligt gewesen war, sah sie ihn als kleinen Bruder, ihren Nerd, den es zu Ärgern galt. Und von dieser Mission ließ sie sich nicht abbringen.
Ohne anzuklopfen stürmte sie das Labor, entging gerade noch dem Laserstrahl, der auf einen Dummy vor der Tür gerichtet gewesen war, jedoch verfehlte. Mit einem lauten Knall flog die linke der beiden Türen aus den Angeln, krachte auf die dahinter liegenden Treppenstufen.
„Dementia! Wie oft soll ich dir noch sagen, dass du hier nichts verloren hast?", knurrte Flug und baute sich mit seiner schmächtigen Gestalt vor ihr auf.
„So lange bist du Schwarz bist", kicherte sie, sprang auf die Beine und schob den Dr. aus dem Weg.
Es war ihr egal, dass sie soeben ein Verkaufsvideo gesprengt hatte, ihre Augen hatten etwas erspäht, dass ihr ein breites Grinsen ins Gesicht zauberte.
Da war er, in seiner ganzen verdorbenen Pracht.
Der hochgewachsene humanoide Dämon stand vor einer Kamera, so stilvoll gekleidet wie immer - blutrotes Hemd, hellgraue Anzugweste, schwarze Hose, schwarze Krawatte, schwarze Stiefel mit weißen Gamaschen. Sein relativ rechteckiger Kopf wurde von einem schwarzen hohen Zylinder mit rotem Band geziert, über dem linken Auge trug er ein Monokel. Die scharfen, leicht grünlichen Zähne erleuchteten sein breites, meist abwertendes Grinsen, harmonierten mit seiner dunkelgrauen Haut.
Er wies einen der vielen Hatbots an, die Aufnahme zu beenden, dann wandte er sich mit aufblähendem schwarz-rotem Trenchcoat um.
Das Grinsen verschwand schlagartig und ließ nur eine wütende Grimasse zurück.
„Dr. Flug", zischte er, woraufhin der soeben noch aufgebrachte Wissenschaftler verängstigt zusammen zuckte, nervös zu seinem Chef schielte.
„Sie unnütze Version eines Wissenschaftlers, haben Sie nichts Besseres zu bieten, als eine simple Laserpistole? Armselig, hören Sie!"
„A-Aber S-Sir, ich..."
„Die nächste Erfindung soll mich umhauen, verstanden? ", knurrte Black Hat, richtete den Sitz seines Mantels, ein gelangweilter Ausdruck legte sich auf sein Gesicht.
„Drei Tage, sonst Gnade Ihnen", drohte er und verließ dann klackernden Schrittes das Labor.
„J-jawohl...Sir", murmelte Flug unsicher, atmete tief durch.
Wie sollte er in drei Tagen etwas erfinden, was den anspruchsvollen Dämon "umhauen" konnte?
„Schon eine Idee, Fluggy? ", säuselte Dementia, floh im nächsten Moment aus dem Labor, als der Dr. diesmal mit Absicht auf sie zielte.
„Ich sagte raus aus meinem Labor!", knurrte er dabei, doch sie kicherte nur.
Es war eben ganz normaler Tag für die Mitglieder der Black Hat Organisation...