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Blut und Wein

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Fantasy / P12 / MaleSlash
Bellatrix Lestrange Harry Potter Lord Voldemort / Tom Vorlost Riddle Narzissa Malfoy OC (Own Character) Severus Snape
15.12.2019
17.03.2020
50
101.301
196
Alle Kapitel
353 Reviews
Dieses Kapitel
18 Reviews
 
 
15.12.2019 899
 
Hallo,
ja ich weiß.. ich wollte eigentlich Pause machen. Ihr seht ja, ich kann nicht anders und als ich heute dann auch einen Titel für die Story gefunden habe, musste ich einfach anfangen zu schreiben.
Ich hab ähnliche Storys sicher schon geschrieben, aber noch nicht so, es wird also wieder viel altbekanntes, aber auch neues, vorkommen.
Es wird geheimnisvoll und ein bisschen unheimlich, aber auch gut. Und ein paar werden sich über die eigenen Charaktere freuen, die ich diesmal mit einbringe.
Und Voldemort lebt diesmal. Ich schreibe nicht viele Storys in denen er noch lebt, aber diesmal hab ich halt die Ideen dafür.
Entsprechend überlege ich mir ob es zum Verlauf passt, das Sirius auch noch lebt. Aber anfangs werden Beide sowieso noch kein Thema sein, ich erwähne es nur schon mal, falls jemand keine Geschichten mit einem lebendigen Voldemort mag.
So, ich hoffe ihr seid wieder zahlreich dabei und euch gefällt was mir hier einfällt :D Habt Spaß beim Lesen,
eure Zuckerspinne

Prolog

Ein merkwürdiges Geräusch durchdrang ganz plötzlich die nächtliche Stille des Ligusterwegs.
Es war Sommer, der heißeste Sommer den die kleine, ruhige Straße in den letzten siebzehn Jahren erlebt hatte. Überall in den Gärten standen Liegestühle und Sonnenschirme, hinter den Fenstern versuchten die Bewohner trotz der Hitze einzuschlafen.
Aber selbst sie bemerkten nicht das merkwürdige Geräusch, welches an ihren Türen vorbeizog wie ein Schwarm gurrender Tauben, ein Haufen aufgeregter Schwalben... Eulen... nein, diesmal waren es nicht einmal Eulen, welche die Stille störten.
Und auch als das Geräusch ein zweites Mal an ihnen vorbei zog, stöhnten sie nur weiter über die Hitze und versuchten wenigstens etwas Ruhe zu finden.
Sie bemerkten nicht einmal wie alle Laternen plötzlich und mit einem Schlag ausgingen, das Geräusch ein weiteres mal ertönte und sich nun auf einem bestimmten Punkt zu konzentrieren schien.  Wie ein Schwarm Fledermäuse, der neben einer Lampe flatterte und darauf wartete, dass die Motten von dem Licht angezogen wurden... und damit in ihr sicheres Verderben.
Und dann, ganz plötzlich und leise zischend, verschwand das Geräusch, wurde durch einen schwarzen, bedrohlich wirkenden Strudel ersetzt, welcher sich inmitten der Straße einfach so auftat.
Er kam aus dem Nichts und schien auch darin zu enden, und fast schon wirkte es so, als wolle er alles was sich ihm näherte auch genau in diese Unendlichkeit hinein ziehen.
Eine Frau trat aus dem Strudel, ihr Haar war weiß und schulterlang, ihre Augen blutrot und sie trug einen hautengen Anzug aus schwarzem Leder. Ihre filigranen Hände steckten in schwarzen Handschuhen, ihre Füße in weißen Stiefeln. Einen kurzen Moment strich sie sich über die fast weiße Haut ihres Gesichts, dann griff sie in den Strudel, packte eine Hand und half einer weiteren Frau heraus.
Diese war kleiner, dünner, ihr Haar etwas kürzer und haselnussbraun, sie trug eine Jeans und ein einfaches Hemd... aber auch ihre Augen waren tiefrot und wirkten fast schon unmenschlich, ebenso wie ihre weiße Haut, die bleichen Lippen...
„Adusa ist es langsam leid immer ein Tor für Gwendis zu öffnen“ verkündete die Frau mit den weißen Haaren:
„Es wäre wesentlich einfacher zu reisen, wenn sie sich selbst ein Tor öffnen könnte...“
„Wie oft verreise ich, wie oft im Jahr verlasse ich unser Zuhause und brauche dafür ein solches Tor“ fragte die andere Frau, welche wohl Gwendis war, neugierig:
„Das hier mache ich nur, weil es wichtig ist und wir mit einigen Problemen rechnen müssen. Auch wenn es unwahrscheinlich ist, wir dürfen nichts riskieren.“
„Adusa wäre sicher auch ohne deine Anwesenheit erfolgreich“ verkündete die weißhaarige Dame, welche auch einen starken russischen Akzent aufwies:
„Sie braucht keinen Aufpasser, und wenn, dann erst recht nicht dich.“
„Ich habe auch keine Lust auf dich aufzupassen, und deswegen bin ich ja auch nicht mitgekommen...“ sie seufzte leise auf:
„Wir sollten nicht streiten, das hier ist verdammt wichtig und wir sollten uns beeilen“ sie sah sich kurz, und etwas suchend, um:
„Welches Haus ist es? Hier sehen alle gleich aus.“
„Gwendis wird Zuhause nicht nur noch einmal das Tor üben müssen, sondern auch etliche andere Zauber“ Adusa streckte ihre rechte Hand aus und leichter Wind kam auf, dann legte sich ein schwarzer Nebel über die gesamte Straße.
„Es ist das dort dahinten“ bestimmte sie ernst und zeigte auf ein Gebäude, dann wandte sie sich, mit ernstem Blick, ihrem Tor zu:
„Adusa wird es geöffnet lassen, damit sie mit ihrer Beute schnell hinein fliehen kann. Gwendis könnte hier aufpassen, damit es nicht verschwindet, oder gar von Menschen benutzt wird.“
„Wie sollte das passieren, du hast doch gerade alle Menschen hier in einen tiefen Schlaf geschickt“ sie zeigte auf den Nebel, welcher auf allen Häusern lag, nur eben nicht auf dem, welches ihr Ziel war:
„Du kannst mich immer noch nicht reinlegen, Adusa, ich habe dich schon vor dreihundert Jahren durchschaut und bin schon lange kein Kind mehr. Und davon einmal abgesehen, sollten wir ihn nicht als „Beute“ bezeichnen... auch wenn das hier schnell in einer Jagd enden könnte... spätesten dann, wenn er dir weglaufen sollte. Jetzt komm, ich will so schnell wie möglich wieder nach Hause. Hier ist es mir auch einfach zu warm und stickig.“
„Gwendis scheint zu vergessen, dass ihr warme und stickige Luft eigentlich nichts ausmachen dürfte... und das mir schon seit mindestens sechshundert Jahren keine Beute mehr entkommen ist“ bestimmte Adusa trocken und zupfte ihre Handschuhe kurz zurecht.
Es war Zeit den Ligusterweg Nr. 4 aufzusuchen, in dieser viel zu heißen, stillen Sommernacht.
 
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