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Bloody Revenge

von Dragon869
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P18
Benjamin Hornigold Charles Vane Edward "Blackbeard" Thatch Edward Kenway Mary "James Kidd" Read OC (Own Character)
15.12.2019
29.12.2019
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15.12.2019 2.916
 
"Wir können diesen Weisen also vergessen... Und diese Rotröcke belagern Nassau immer noch. Wenn mir nicht schleunigst etwas einfällt, wars das mit uns...", brummte Edward und stämmte die Hände in die Seite.
Kidd, alias Mary, stimmte ihm zu und sah zu ihrem Mentor, der nicht gerade erfreut war Edward wiederzusehen. Dennoch wusste er, dass er vielleicht eine größere Hilfe sein könnte, als man zunächst vermutet hatte.
"Es gibt noch jemanden, der uns helfen könnte.", merkte der alte Assassine an.
Der Pirat sah ihn verwirrt und überrascht an. "Und wer wäre das?", hackte er nach.
Auch Kidd schien darüber nichts zu wissen und wandte sich neugierig an ihren Mentor.
"Es gibt noch einen Weisen. Ein Pirat, wie ihr. Er war einmal ein Meisterassassine. Segelt unter dem Namen Tod der See und beherrscht die östlichen Meere. Findet den letzten Weisen. Er wird euch zu dem Obsavatorium führen und könnte euch auch mit euren anderen Problemen behilflich sein.", erzählte der Mentor.
Edward und Kidd hatten aufmerksam zugehört und der Blondschopf kratzte sich nachdenklich am Kinn.
"Und wie sollen wir diesen Piraten finden?", wollte Edward wissen.
Der Mentor sah ihn scharf an. "Ihr habt doch Freunde. Fragt dieses Piratenpack" Mit diesen Worten ging der Assassine und ließ Kidd und Edward alleine.
"Lass uns mit Thatch reden. Vielleicht weiß er etwas über diesen Piraten", schlug Edward vor.
"Das musst du wohl alleine machen. Ich muss noch etwas erledigen. Wir sehen uns dann", entgegnete Kidd und war auf und davon. Seufzend machte sich Edward auf den Weg zu seinem alten Freund. Noch durfte sich Blackbeard nicht zur Ruhe setzen. Dafür würde er schon sorgen.
Edward holte sich einige Informationen ein und erfuhr von der Rute seines Freundes. Er fing ihn in der Nähe von Tortuga ab.
"Thatch!", rief er zu der riesigen Brigg mit den 40 Kanonen.
Der dunkelhaarige Mann mit dem langen Bart lachte, als er seinen Freund sah.
"Edward! Was verschafft mir die Ehre?", rief er zur Jackdaw.
Edward ließ den Anker hinunter. "Ich muss mit dir reden!", rief er und trat an die Reling.
Auch Blackbeard ging zu Anker und Edward schwang sich auf die Queen Anne’s Revenge.
"Was gibt es denn so dringendes?", wollte Thatch wissen und trat die Treppe hinunter zum Hauptdeck.
"Deinen Ruhestand musst du verschieben. Tut mir leid, Thatch, aber wir brauchen dich.", meinte Edward.
Der alte Pirat seufzte und stützte ein Bein auf die Reling.
"Nassau ist gefallen, Kenway. Was willst du denn schon machen?", entgegnete er. "Jagst du etwa immer noch diesem Märchen hinterher? Dieses Obsavatorium?"
"Ja, aber das ist jetzt nicht so wichtig. Es gibt jemanden der mich nicht nur dorthin führen kann, sondern der uns auch zur Hand gegen die Rotröcke gehen kann", erzählte der Blonde und lehnte sich gegen das Holz.
Thatch sah ihn neugierig und überrascht an.
"Was weißt du über den Tod der See? Diesen Piraten in den östlichen Gewässern", fragte Edward und sah seinen Freund abwartend an.
Blackbeard sog die Luft scharf ein und nahm seinen Fuß von der Reling. "Sie ist nicht mehr wie eine Legende", antwortete er rau und ging die Treppe hinauf zum Steuer.
Sein Freund folgte ihm. "Sie? Eine Frau?"
"Ay" Thatch drehte sich wieder zu ihm um und etwas in seinem Ausdruck verriet Edward, dass hinter dieser Geschichte wesentlich mehr steckte.
"Sie wird auch die Hexe der Meere genannt, aber ihr Piratenname ist Black Blood.", erzählte Thatch. "Es wird ihr nachgesagt, dass sie dunkle, magische Kräfte besitzt. Wenn man an so einen Unsinn glaubt. Ihr Schiff schwarz wie Pech, umhüllt von Nebel. Sie taucht aus dem Nichts aus und verschwindet, als wäre sie nie da gewesen. Sie macht jedem Piraten und Seemann den Garr aus, der sich nicht an ihre Regeln hält."
Edward konnte nicht vermeiden, dass er Gänsehaut bekam. Doch er bemerkte etwas bei Thatch's Erzählung.
"Du siehst nicht so aus, als würdest du sie wirklich für eine Legende halten", entgegnete Edward skeptisch.
Der alte Seemann brummte und sah auf die See, die nun immer dunkler wurde, da die Sonne nun hinter dem Horizont verschwunden war.
"Ay...", raunte er und verschränkte die Arme hinter dem Rücken. "Vor langer Zeit, noch bevor ich ein Pirat wurde... Da hab ich sie gesehen."
Edward lehnte sich interessiert an die Reling und verschränkte die Arme vor der Brust. Er wusste nur sehr wenig über Blackbeards Vergangenheit.
"Sie tauchte aus dem Nichts aus. Umhüllt von Nebel und verschlang dieses feindliche Schiff förmlich damit. Glücklicherweise hielt ich Abstand. Sie schien sich nicht für uns zu interessieren und verschwand so schnell wie sie gekommen war", fuhr Blackbeard mit seiner Erzählung fort.
"Wir müssen sie finden!", pledierte Edward und richtete sich energisch auf.
"Man findet sie nicht", widersprach Thatch und sah seinen Freund kühl an. "Sie findet einen"
Edward biss die Zähne zusammen und lehnte sich über die Reling. "Weißt du, wo ungefähr sie sich aufhält?"
"Ungefähr ist eine wage Beschreibung...", entgegnete der Bärtige und gesellte sich zu ihm.
"Wirst du uns helfen?", fragte Edward und sah ihn an.
Schweigen legte sich über die Beiden und man hörte für eine Weile nur die Wellen, die gegen das Schiff schlugen. Es klang als würden sie eine Sonate spielen.
"Ay.", antwortete Thatch nach einiger Zeit. "Wir brechen morgen früh auf. Es wird ein langer Weg."
Edward atmete erleichtert durch und nickte seinem Freund zu. "Danke, Thatch"
"Dank mir nicht. Und jetzt verzieh dich auf deine Jackdaw", brummte dieser.
Edward lachte nur und schwang sich zurück auf sein Schiff.
Früh am nächsten Morgen machten sich die Jackdaw und die Queen Anne’s Revenge auf den Weg ins östliche Gewässer. Sie waren einige Zeit unterwegs, hatten Gott sei Dank genügend Proviant dabei.
"Hast du schon eine Idee wie wir sie aufspüren?", fragte Edward über die Reling hinüber zu seinem Freund.
Blackbeard sah steif gerade aus. "Ich sagte doch, man findet sie nicht", entgegnete er. "Aber keine Sorge. Sie wird Fremde Besucher bestimmt unter die Lupe nehmen. Es heißt also Geduld haben und abwarten"
"Soviel Zeit bleibt uns aber nicht mehr", brummte Edward und übernahm wieder das Steuer. Nachdem er selbst die Nacht durch am Ruder war, musste er sich in den frühen Morgenstunden hinlegen. Er wurde von einem seiner Leute geweckt.
"Captain! Wir haben das östliche Gewässer erreicht", berichtete er.
Edward zog sich frische Sachen an und ging an Deck. Blackbeard saß an seiner Reling und prostete ihm mit einer Flasche Rum zu. "Nur Geduld, Kenway.", meinte er.
"Wie kann dieser alte Pirat nur so ruhig bleiben", murrte Edward vor sich hin und ging ans Steuer. Sie segelten den ganzen Tag, ohne dass irgendetwas passierte. Die Sonne war untergegangen und die Sterne schimmerten im Wasser.
Der Himmel war klar und es war gutes Wetter. In seiner Verzweiflung schlug Edward unruhig gegen die Reling.
"Dein Schiff kann doch nichts dafür! ", scherzte Thatch.
Plötzlich schlug ein Blitz nordöstlich von ihnen in die See und ein lauter Donner ertönte. Alle Seemänner sahen aufgeregt in die Richtung. Dort wo der Blitz soeben noch das Meer geküsst hatte, sah man nun dichten Nebel. Die Stelle war die einzige, über der sich Wolken tummelten und Nebel aufging. Rundherum herrschte immer noch eine klare Nacht.
"Das ist sie...", raunte Blackbeard und alle sahen gespannt auf die Stelle, an der sich nun die Umrisse eines Schiffes zeigten. Der Nebel umgab das Schiff wie eine Schutzhülle.
Das Schiff selbst war riesig und schwärzer als die Nacht. An ihrer Reling hingen zahlreiche Totenköpfe und eine Galionsfigur in der Form eines Wasserspeiers. Die Segel waren blutrot und auch wenn man es nicht sah, so besaß dieses Schiff 50 Kanonen, 10 Mörser- und 15 Kettengeschosse. Die Mannschaft bestand aus kaltblütigen Frauen, die von niemand geringerem als der Hexe der Meere angeführt wurden. Ihr rotes, lockig langes Haar wehte wild im Wind umher, als wären es Todespeitschen. Einzelte Strähnen waren geflochten und hatten Schmuck eingearbeitet. Um die Stirn trug sie ein blutrotes Tuch, welches von einem schwarzen Piratenhut abgerundet wurde. Auch ihre Montur war komplett in schwarz gehalten. Schwarzes Leder und schwarzer Seidenstoff. Nur ihre Bluse, die den Ansatz ihres ansehnlichen Busen hervorhob und einige der Tätowierungen preisgab, war in blutrot. Ein schwarzer, eleganter Mantel verlieh der Frau noch mehr Ausdrucksstärke. Ihre Stiefel hatten stählerne Absätze in der Form von Gerippe. An Handgelenken, Fingern und Hals trug sie jede Menge Schmuck, der beim Gehen klimperte. Ihre Augen waren rot-braun und glichen die eines Teufels. Ihre Lippen waren voll und so sinnlich wie die eines Engels und ihre Gesichtszüge waren weich und doch besaß sie hohe Wangen Knochen. Durch die linke Augenbraue zog sich eine Narbe in der Länge des kleinen Fingers.
Ein Grinsen huschte über ihre Lippen und unter ihr begann sich die See zu erheben.
"Was zum Teufel ist das?!", rief Kenway und sah mitan, wie eine riesige Welle auf die Jackdaw und die Queen Anne’s Revenge zuschoss.
"Bring Abstand zwischen unsere Schiffe, sonst krachen wir zusammen!", brüllte Blackbeard.
Beide Piraten versuchten die Schiffe weit genug auseinander zu bringen und frontal auf die Welle zuzusegeln. Alle gingen in Deckung, als die Riesenwelle aufschlug. Einer nach dem anderen hob seinen Kopf wieder und erschrak, als das Geisterschiff plötzlich zwischen der Jackdaw und der Queen Anne’s Revenge stand.
"Was habt Ihr in meinem Gewässer zu suchen?!", rief die rothaarige Schönheit.
Edward und Thatch traten an die Reling. Der Blondschopf bemerkte gar nicht, dass er das Holz so fest mit seinen Fingern umfasste, dass seine Knöchel weiß wurden.
"Vergebt mir unser Eindringen.", ergriff Thatch das Wort. "Ich bin Blackbeard und mein Freund hier..."
Er wurde von der erhobenen Hand der Frau unterbrochen. "Ich weiß wer ihr seid!", entgegnete sie genervt. "Die Frage war, was ihr hier zu suchen habt!"
Thatch räusperte sich. Solche Art war er nicht gewohnt. Immerhin war er einer der berüchtigtsten und gefürchtesten Piraten der Meere. Doch diesmal schien selbst er Unbehagen zu haben.
"Wir brauchen Eure Hilfe!", rief nun Edward, der seine Stimme wieder gefunden hatte.
Black Blood sah zu dem Blonden und lachte kurz auf. "Ahja? Und wie könnte ich Euch helfen? Und warum?"
"Es ist eine lange Geschichte.", fuhr Kenway fort. "Es geht um dieses Obsavatorium. Und darum, dass die Zeiten der Piraten bald vorbei sind"
Sie sah Edward mit leichter Neugierde an, doch sie sagte kein Wort.
"Hört zu...", unterbrach Blackbeard. "Es käme Euch doch auch nur zu guten, wenn sich eine Piratengemeinschaft über die ganzen Meere ergibt."
Amüsiert sah sie zu dem alten Piraten und verschränkte ihre Arme vor ihrer Brust.
"Ich habe hier bereits eine Piratengemeinschaft. Warum sollte ich mich über die ganzen Meere verbünden wollen? Abgesehen davon ist das Humbug. Es gibt dutzende Piraten, die nur nach Blut und Geld trachten. Und dies ist nicht der Sinn hinter Piraterie, wenn ihr mich fragt.", argumentierte Black Blood.
"Ay.", antwortete Thatch. "Das mag durchaus sein. Aber es gibt noch genügend Piraten mit etwas Ehre. Wir sind den weiten Weg gekommen, weil Ihr unsere letzte Hoffnung seid. Die Hoffnung aller Piraten."
Die rothaarige Piratin legte den Kopf in den Nacken und schwieg für eine Weile.
"Was ist Euer Preis?", fragte Edward nun und sie wandte sich ihm zu.
"Ich bin nicht so wie ihr auf Gold aus.", entgegnete sie scharf.
"Vielleicht kein Gold. Aber jeder hat seinen Preis.", erwiderte Edward.
Wieder schwieg die Frau eine Weile. Ihre Mannschaft musterte die Männer der anderen beiden Schiffe skeptisch. Man merkte, was die Frauen an Bord von Männern hielten. Die Männer der anderen Crews hingegen, freuten sich wieder Frauen zu Gesicht zu bekommen.
"Also gut. Ich helfe Euch.", meinte Black Blood schließlich. "Die Schuld werdet ihr eines Tages jedoch begleichen."
"Alles was ihr wollt, meine Liebe.", raunte Thatch mit offenen Armen.
"Wir brechen morgen sehr Früh auf. Also ruht euch gut aus", rief sie noch, ehe plötzlich ein weiterer Blitz in die See einschlug, welcher alle einen Moment blendete. Im nächsten Moment war sie und ihr Schiff verschwunden.
Edward wechselte mit Thatch verwirrte Blicke aus, doch Thatch hob nur die Arme und ging in seine Kajüte.
Als die beiden Männer am nächsten Morgen aus ihrern Gemächern kamen, stand das Geisterschiff wieder zwischen ihnen. Black Blood und ihre Mannschaft war bereits an Bord.
"Na? Endlich wach?", begrüßte sie die beiden Männer. Die Sonne war noch nicht einmal über dem Horizont aufgetaucht.
Wenig später setzten sie die Segel. Die Jackdaw und die Queen Anne’s Revenge hatten volle Segel gesetzt, während das Geisterschiff nur halbes Segel setzte und trotzdem einen Tick schneller war, als ihre Begleiter. Nach einer Weile verließ Black Blood das Achterdeck und es schien so, als würde sich das Schiff von selbst steuern. Edward stellten sich die Nackenhaare auf, bei diesem Anblick.
Tage vergingen ohne weitere Worte zwischen den Reisenden. In den Nächten verschwand das Geisterschiff immer wieder auf unerklärliche Weise. Doch eines Abends ließ Black Blood den Anker zwischen den beiden Schiffen sinken.
"Wie wäre es mit etwas Rum?", fragte Thatch, der die Gelegenheit gleich nutzen wollte. Er holte drei Flaschen aus einer Kiste und hob sie hoch.
Die Frau schien kurz zu überlegen, willigte dann aber ein. Die Crews waren bereits unter Deck, als sich Edward, Black Blood und Blackbeard auf der Queen Anne’s Revenge nieder ließen.
Kenway saß auf einer Kiste, Black Blood saß auf der Reling und Thatch lehnte neben ihr.
"Wie ist Euer richtiger Name?", fragte Edward und trank einen Schluck.
"Lucia O'Callaghan", antwortete sie und führte die Flasche ebenfalls an ihre Lippen.
"Und Euer Schiff?", wollte nun Thatch wissen.
"Cerberus", meinte sie mit einem kurzen Blick über die Schulter.
"Wie der Höllenhund?" Edward wäre darüber eigentlich amüsiert gewesen, aber unter jenen Umständen...
"Ay.", raunte Lucia und trank noch einen Schluck.
"Ihr seid nicht aus dem Osten, oder?", meldete sich wieder Thatch. "Wie kommt es also, dass Ihr das östliche Gewässer besegelt?"
Lucia sah hinauf in den Sternenhimmel und ließ sich Zeit mit ihrer Antwort. "Das stimmt, Captain Blackbeard. Ich komme aus Irland. Doch der Osten hat mich schon immer gerufen"
Mehr sagte sie nicht dazu und die Männer respektierten dies. Immerhin gaben sie selbst auch nie etwas von sich Preis.
"Auch wenn Ihr unsere Namen bereits kennt, sollten wir uns dennoch vorstellen", meinte Blackbeard und stellte sich gerade hin.
"Wie Ihr bereits erkannt habt, bin ich Blackbeard. Auch bekannt unter Edward Thatch.", stellte er sich förmlich vor und verneigte sich dabei leicht mit der Hand über dem Herzen.
Der Blondschopf hob seine Flasche. "Edward Kenway.", stellte er sich weniger förmlich vor.
Lucia amüsierte die grundverschiedenen Männer und sie lächelte. Ihr Lächeln konnte Eisberge schmelzen. Schon etwas weniger angsteinflößend hob sie ihre Flasche. "Dann auf gute Zusammenarbeit", raunte sie.
"Ay", stimmten die Männer zu und alle tranken einen Schluck.
Edward nutzte die Situation und erzählte ihr was alles genau vorgefallen war. Dass es größtenteils seine Schuld war, ließ er dabei nicht aus.
"Zum Schluss konnte ich diesen alten Piraten hier überreden, später in den Ruhestand zu gehen und mir zu helfen", beendete er seine Geschichte.
Lucia sah überrascht zu Thatch.
"Der große Blackbeard will in den Ruhestand? Aber wieso denn das?", fragte sie neugierig.
"Ich bin jetzt schon fast vier Jahrzehnte auf dieser gottverlassenen Welt. Sollte ich mein fünftes noch erleben, dann sollte es etwas weniger... Turbulent zugehen", antwortete er.
Lucia grinste schief. "Weniger turbolent? Aber genau das ist es ja was die Sache so aufregend macht. Frei zu sein und nie zu wissen, was als nächstes kommt.", argumentierte sie. "Ich würde eher sterben, als in den Ruhestand zu gehen."
Edward lachte etwas. "Wo sie Recht hat..."
Blackbeard rollte mit den Augen und trank einen Schluck. "Ich bin zu alt dafür"
"Du tust so als wärst du 100", entgegnete Lucia amüsiert.
"Ich fühle mich auch so", erwiderte Thatch.
"Was du brauchst ist eine Frau", scherzte Edward.
"Ach hör mir auf mit deinem Gefasel. Was hat dir deine denn gebracht, Hm, Kenway?", konterte der alte Pirat.
Das Gesicht von Edward versteifte sich und Lucia merkte, dass es an der Zeit war, hier Schluss zu machen.
"Lasst uns zu Bett gehen. Wir haben noch eine weite Reise vor uns.", mischte sie sich ein.
"Ay.", stimmte Edward trocken zu und machte sich auf den Weg zu seinem Schiff zurück.
Lucia und Thatch sahen ihm noch nach. "Armer Hund. Von der Liebe verlassen und von der Geldgier geplagt", raunte der Seemann.
"Liebe ist am Ende alles was uns noch bleibt.", hauchte Lucia und atmete tief durch, ehe sie ebenfalls auf ihr Schiff zurückkehrte.
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