Just friends

GeschichteRomanze, Fantasy / P12
Billy Raven Charlie Bone Emma Tolly Fidelio Gunn OC (Own Character) Olivia Vertigo
13.12.2019
30.03.2020
19
39.464
1
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13.12.2019 1.666
 
VORWORT

Hi!
Ich muss sagen, dass ich wirklich etwas erstaunt bin, dass es einfach nur eine einzige Fanfiction in diesem Genre gibt. Die Charlie Bone Bücher waren früher mein LEBEN! Also, ohne Witz, ich kenne jedes Buch auswendig und lese sie mindestens alle zwei Jahre nochmal durch, weil ich damit so einen großen Teil aus meiner Kindheit verbinde. Ich finde es auch wirklich schade, dass Charlie nicht so viel Aufmerksamkeit wie Harry Potter bekommen hat, obwohl die Bücher meiner Meinung nach mindestens genauso gut sind.
Ganz besonders angetan hat es mir wirklich Fidelio. Ich habe sein Potential leider erst erkannt, als ich älter wurde und er ist einfach so precious, I cant. Ich liebe diesen Charakter einfach und musste unbedingt eine Fanfiction über ihn schreiben, die ein bisschen romantisch und süß ist, weil Fidelio einfach auch süß ist.
Ich bezweifle ja, dass jemand es lesen wird, aber jetzt ist es nunmal geschrieben und muss auch raus in die Welt. Vielleicht denkt sich ja auch mal jemand wie ich "Hey, ich liebe die Charlie Bone Bücher, mal sehen ob es gute Fanfictions dazu gibt!" und findet dann meine Fic und freut sich <3
Gestartet habe ich übrigens im August 2017 ... und habe jetzt, knapp 2 1/2 Jahre später auf einmal das dringende Bedürfnis gehabt weiterzuschreiben. Den Motivationsflash musste ich natürlich ausnutzen hehe

Noch kurz zur Geschichte - es spielt ca. zwei Jahre nach den Ereignissen aus dem letzten Buch. Charlies Vater ist nun Schulleiter, die Umstände sind sehr viel besser geworden (auch wenn ich vieles beibehalten habe, wie z.B. die Umhänge und das Hausaufgaben machen der Sonderbegabten im Königszimmer) und unsere Leute aus dem letzten Teil sind auch älter geworden! Tancred und Lysander haben die Schule bereits verlassen, Charlie, Fidelio und Co. sind jetzt so ca. 17 Jahre alt. Ich denke, dass kommt hin (ich weiß leider nicht mehr, wie alt sie im letzten Teil waren, aber bestimmt schon über 14)

(DISCLAIMER: Bis auf Lucie Donovon und Nancy Hale gehört mir keiner der Charaktere. Ich verdiene kein Geld beim Schreiben dieser Fanfiction.)
***

KAPITEL 1

Seit einem Jahr war die Bone-Akademie für besonders begabte Kinder und Jugendliche das neue Zuhause von Lucie Donovan, zumindest unter der Woche. Schauspiel, Kunst und Musik wurden auf diesem Internat gefördert, für Jungen und Mädchen die seit der Geburt eine natürliche Begabung dafür hatten.
Aber Lucie konnte nichts davon sonderlich gut. Sie konnte zeichnen und auch ein bisschen Klavier spielen, doch beides würde nie und nimmer für eine Aufnahme in dieser Akademie reichen. Ihre Begabung lag woanders und war nichts, worauf sie wirklich stolz war, noch was ihr für das spätere Leben viel Erfolg und Reichtum bringen würde. Denn sie gehörte zu den Sonderbegabten, des inoffiziellen vierten Schulzweiges der Akademie.
„Endlich wieder Montag, was?”, seufzte jemand neben ihr, als sie aus dem grünen Bus gesteigen war um über den vereisten Platz Richtung Schule zu gehen.und Lucie drehte ein wenig den Kopf. Nancy Hale war seit dem 1. Tag hier ihre Freundin, denn sie war genauso eine Außenseiterin wie Lucie und mied andere Menschen.
„Ohja”, murmelte Lucie in ihren dicken Schal hinein. „Endlich wieder fünf Tage hier rumhängen. Juhu.”
Nancy lachte. „Stell dich nicht so an. Wer weiß was die Woche noch so bringt!”

Einige Meter vor ihnen lachten und unterhielten sich lautstark eine Gruppe aus Schülern mit verschiedenen Umhängen. Lucie kannte sie, die meisten von ihnen waren sonderbegabt, doch sie hatte kaum mehr als ein paar Wörter mit ihnen gewechselt. Charlie Bone, der Sohn des Leiters gehörte dazu und sorgte immer wieder für Aufmerksamkeit, sodass der bekannt war wie ein bunter Hund. Lucies Blick blieb jedoch an Charlies bestem Freund hängen – Fidelio Gunn, das Musikgenie. Er war ein Jahr über ihr und seit letztem Jahr ziemlich gewachsen. Mittlerweile war er einen Kopf größer als sie, hatte dichtes, glänzend kastanienbraunes Haar und eine ganze Menge Sommersprossen. Er lächelte immer und zeigte dabei Grübchen und strahlend weiße Zähne.
Fidelio schien ihren Blick zu bemerken und sah sie an; er lächelte ihr zu, Lucie zuckte zusammen und blickte zu Boden.
Nancy brach in schallendem Gelächter aus. „Was war dass denn gerade?”, prustete sie und drehte sich zu der Gruppe um.
„Halt die Klappe, Nance.”, erwiderte Lucie mit leiser Stimme.
„Die gucken dir alle nach. Schau mal!”
Lucie spürte wie ihr Gesicht heiß wurde und packte Nancy am Arm, um sie ins Gebäude zu schleifen. „Hör auf, das ist ja ultra peinlich!”
„Ach komm schon! War doch nur ein Spaß!”

Nach 8 Stunden Schulalltag und einem warmen Abendessen, mussten die Sonderbegabten ins Königszimmer, wo sie ihre Hausaufgaben erledigen sollten. Es war ein schöner und warmer Raum mit einem runden Tisch und Fenstern an allen Seiten. Lucie hielt sich hier drin gerne auf, die Atmosphäre dieses Raumes beruhigte sie stets.
Heute war sie eine der ersten die kam, nur Billy Raven, Gabriel Silk und Charlie Bone waren bereits da und unterhielten sich leise. Alle drei blickten auf, als sie eintrat und das Gespräch verstummte.
„Hey”, sagte Charlie und grinste ein wenig.
„Hey,” erwiderte Lucie und ließ sich etwas abseits von den Dreien nieder. Sie wusste, dass die anderen Sonderbegabten sie nicht sonderlich mochte. Wahrscheinlich, weil sie die einzige war, deren Gabe nicht bekannt war. Lucie wollte nicht, dass andere es wussten, lediglich der Schulleiter wusste davon und hatte Charlie, seinem Sohn, auch nichts davon erzählt. Zum Glück.

Die anderen kamen auch allmählich rein und dann herrschte zwei Stunden eine angenehme Stille, in der jeder über seinen Aufgaben hing.
Nachdem die Hausaufgabenzeit vorbei war und Lucie sich alleine auf dem Weg zurück in den Schlafsaal machte, hörte sie wunderschöne Musik aus einem der Klassenzimmer schallen. Eindeutig Geige. Neugierig ging sie zu der Tür und lauschte eine Weile. Es war ein schönes und scheinbar sehr schwieriges Stück, doch der Geigenspieler verfehlte keinen Ton.
Lucie hätte einfach gehen können, doch sie wollte unbedingt wissen, wer es war. Also lege sie etwas zögerlich die Hand auf die Klinke und drückte sie hinab. Die Tür öffnete sich und Lucie späte hindurch. Auf der anderen Seite des Raumes stand Fidelio Gunn mit dem Rücken zu ihr und der Geige in der Hand. Er hatte nicht einmal Noten vor sich. Konnte er das Stück auswendig? Ziemlich beeindruckend.
Da er sie nicht sehen konnte, öffnete sie die Tür ein Stückchen weiter und lehnte sich gegen den Rahmen. Sie musste wieder an den heutigen Morgen denken, wo er sie angelächelt hatte und sie einfach weitergegangen war. Jetzt wünschte sie, sie hätte sein Lächeln einfach erwidert, wie jeder andere normale Mensch auch.
„Doch leider bist du nicht normal, Lucie”, dachte sie und beobachtete weiterhin wie Fidelio den Gegenbogen bewegte, als sei es das einfachste der Welt.

Lucie hatte keine Ahnung wie lange sie dort stand, doch auf einmal nahm er den Bogen runter und drehte sich um. Sie starrten sich an.
„Du bist echt gut”, brachte sie schließlich hervor, um die Stille zu brechen.
Fidelio lächelte und machte einen albernen Hofknicks. „Dankesehr.”
„Was war das für ein Stück?”, fragte sie und beobachtete wie Fidelio seine Geige sorgsam in einen Kasten legte und diesen ins Regal stellte.
„Ein eigenes. Hab es eben selbst erfunden.” Er grinste und kam langsam auf sie zu.
„Wirklich? Ziemlich beeindruckend.”
Fidelio zuckte mit den Schultern, als sei es nichts besonderes. „Ich sollte nur mal anfangen, die Noten aufzuschreiben. Ich vergesse schnell wieder, was ich gespielt habe und es wird nie wieder so wie vorher.”
Das erste mal brachte Lucie ein Lächeln zustande. „Vielleicht solltest du das tun.”
Fidelio erwiderte ihr Lächeln. „Wir sollten gehen, bevor es noch Ärger gibt.”

Schweigend gingen sie nebeneinander her, bis sie Lucies Schlafsaal erreichten. „Tja, bis dann würde ich sagen.”, sagte sie zögerlich und warf einen Blick in Fidelios Gesicht.
„Ich würde sagen, bis Morgen.” Er grinste und hob die Hand zum Abschied.
Lucie lächelte, öffnete die Tür und wollte gerade eintreten, als Fidelio ihren Namen rief. Er stand bereits an der Ecke und blickte über die Schulter zu ihr zurück. „Du siehst viel schöner aus, wenn du lächelst!”, rief er fröhlich, dann bog er schwungvoll ab und sie hörte seine Schritte über den Korridor hallen.
Mit roten Wangen betrat sie den Schlafsaal und lehnte sich gegen die Tür um einmal kräftig Luft zu holen. Sie bekam so gut wie nie Komplimente … vor allem weil sie jede Person abblockte, die versuchte sich mit ihr anzufreunden und sie nie jemanden ansprach.
„Da bist du ja! Ich habe mich schon gewundert, wo du dich rumgetrieben hast!” Nancy, mit einem Handtuch auf dem Kopf, erschien in dem schmalen Gang, der zu den Betten führte.
„Ich hatte viele Hausaufgaben auf.”, erwiderte Lucie und folgte Nancy in den Schlafsaal. Sie waren zwar Freundinnen, aber dennoch musste Lucie bei allem, was sie ihr sagte erst fünfmal überlegen, ob sie es ihr wirklich anvertrauen sollte. Die Sache mit Fidelio war zwar nichts weltbewegendes, aber dennoch wollte sie nicht noch weiter damit aufgezogen werden, bevor ihre Freundin noch auf die Idee kam, wieder unsinnige Verkupplungsversuche zu starten.
„Echt blöd. Es gibt nämlich kein heißes Wasser mehr, weil du so spät bist.”, meinte Nancy nachdenklich und warf sich auf ihr Bett, während die anderen Mädchen Lucie nur kurze Blicke zuwarfen. Sie hielten Abstand von ihr.
„Ach, das stört mich nicht.”, erwiderte Lucie nur, packte ihr Handtuch, den Schlafanzug und ihr Waschzeug und verzog ich in das große Badezimmer, dass an den Schlafsaal grenzte. Die Badezimmer waren anscheinend erst renoviert worden, aber dennoch hatten sie immer noch Schwierigkeiten mit den Leitungen und es war nicht selten, dass im tiefsten Winter die Heizung ausfiel und es nurnoch eiskaltes Wasser gab.
Für Lucie war das kein Problem. Sie verschloss die Tür hinter sich und ließ das Wasser in eine Wanne laufen.
Als es voll genug war, hielt sie beide Hände hinein bis ihre Fingerspitzen den glatten Boden der Wanne berührten. Sie schloss die Augen und konzentrierte sich.
Kaum eine Minute später stieg Dampf von dem Wasser auf. Die Spiegel beschlugen und als Lucie sich in das heiße Wasser gleiten ließ, musste sie wieder lächeln.
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