blaue Jade

von odettevgt
GeschichteDrama, Familie / P18
Draco Malfoy OC (Own Character) Severus Snape
10.12.2019
19.01.2020
11
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„Elena…“
„Hallo Dad.“

Severus stand auf und zog die schwarzhaarige Hexe in eine tiefe Umarmung. Bei Merlin, was hatte er diese kleine Hexe vermisst. Er gab ihr einen Kuss auf den Kopf und merkte, wie sie sich an seinem Umhang festkrallte. Severus lächelte leise und hielt seine Tochter noch einen Moment fest.

„Wer?“
„Dad?“
„Wer hat dir das angetan? Wer hat dich mir weggenommen?“
„Dad, ich wollte es.“

Elena stutzte, was hatte sie da eben gesagt? Sie wollte doch Lucius Malfoy sagen, wieso kamen dann ganz andere Worte aus ihrem Mund? Sie schüttelte den Kopf und sah in das Gesicht ihres Vaters, der sie genauso verwirrt ansah.

„Bitte was?“
„Dad? Das wollte ich nicht sagen… Ich bekomme den Namen nicht ausgesprochen. Irgendwas hindert mich. Ich habe das gewollt.“

Sie schüttelte erneut den Kopf, wo war denn die Verneinung geblieben? Wieso machte ihr Mund das, was er will? Die Tür des Krankenzimmers ging auf und Madame Pomfrey trat ein.

„Bei Merlin, Miss Snape, Sie sind endlich wach. Severus würdest du kurz raus. Ich muss mit deiner Tochter reden und sie untersuchen, ob die Heilzauber wirken.“
„Wenn es sein muss.“
„Ich hole dich danach sofort wieder rein, versprochen.“
„Das will ich auch für dich hoffen.“

Severus verließ das Krankenzimmer und Madame Pomfrey setzte sich zu der jungen Hexe. Sie hielt eine dicke Mappe in der Hand und Elena vermutete, dass es ihre Patientenmappe war.

„Kindchen. Ich muss es wissen, bitte sei ehrlich. Wurdest du vergewaltigt?“
„Ich wollte es.“, Elena schlug sich die Hand vor den Mund. Hatte sie das gerade wirklich gesagt? Irgendwas stimmte nicht mit ihrem Kopf.

„Wie bitte?“
„Madame Pomfrey. Ich weiß nicht, was mit mir nicht stimmt. Ich konnte bei Dad auch nicht das sagen, was ich wollte.“
„Mhm, schwierig. Wartest du bitte einen Augenblick?“
„Ich kann hier eh nicht weg.“

Die Medihexe verschwand kurz aus dem Zimmer und kam mit einem Heiler des Mungo´s wieder herein, aber auch dieser hatte keine Idee. Madame Pomfrey fragte einfach Severus, da er sich mit Heilsprüchen ebenfalls auskannte, auch wenn diese nicht ganz legal waren.

„Imperius.“, war seine schlichte Antwort gewesen. Zusammen mit Madame Pomfrey ging er wieder zu seiner Tochter, die die beiden fragend ansah.
„Elena du stehst unter dem Imperius-Fluch.“
„Was bedeutet das?“
„Dein Entführer hat dich damit belegt, damit du nach seinem oder ihrem Willen handelst.“, erklärte ihr Vater ruhig, aber Elena hörte die Besorgnis.
„A-aber du kannst ihn doch auflösen oder?“, auf Elena prasselten die grausamen Erinnerungen ein und sie fing an unweigerlich zu schluchzen. Sie wischte sich energisch die Tränen weg, denn sie wusste, dass ihr Vater keine Zuneigung zeigen würde, wenn jemand anderes zusah. Sie kannte das schon von ihm.

„Es ist nicht möglich einen Imperius aufzulösen, wenn man ihn nicht ausgesprochen hat. Dies kann nur der Zauberstab rückgängig machen, der diesen gewirkt hat. Es tut mir leid. Mir und auch jedem anderen sind die Hände gebunden.“, erklärte der dunkle Mann mit seiner Lehrerstimme. Elena wusste, dass sobald Madame Pomfrey das Zimmer verlassen würde, er wieder ihr Vater wäre.

„Severus, würdest du bitte noch einmal das Zimmer verlassen.“
„Bleibt mir was anderes übrig?“

Er ging, ohne auf eine Antwort zu warten. Madame Pomfrey untersuchte die junge Hexe nochmals, aber es war alles verheilt. Sie gab ihr einen Stärkungstrank mit und sie durfte den Krankenflügel verlassen.

Da es schon später Nachmittag war, brachte Severus seine Tochter in den Ravenclawturm. In den Turm durfte er nur im Notfall und so verabschiedete sich er von seiner Erbin mit einem knappen nicken. Elena lächelte erschöpft und ging in ihren Gemeinschaftsraum. Zielstrebig steuerte sie die Schlafsäle an, da sie dachte niemand beachte sie, wie immer. Jedoch hielt der gesamte Ravenclawturm den Atem an, als sie eintrat. Jedes einzelne Augenpaar war auf sie gerichtet. Elena fühlte sich sofort fehl am Platz. Luna kam auf sie zu und zog sie in eine Umarmung.

„Schön, dass du noch lebst.“
„Luna, was ist hier los? Ich werde doch sonst auch nicht beachtet. Entschuldigst du mich?“
„Natürlich.“

Elena rannte in ihren Schlafsaal und warf sich auf das Bett. Ihr kam die Szene aus dem Gemeinschaftsraum sehr bekannt vor, denn sie hatte sie des Öfteren mal geträumt. Ihr war das alles zu viel. Die Erinnerungen prasselten auf sie ein und sie fing automatisch an zu weinen. Sie blickte hoch und suchte nach irgendwas, damit sie diesen Schmerz loswerden konnte. Sie fand nichts und ging in das angrenzende Badezimmer, um dort zu suchen. Sie sah eine Schere. Diese gehörte einer muggelstämmigen Schülerin. Elena duplizierte sie mit ihrem Zauberstab, schloss die Badezimmertür und strich mit der scharfen Scherenseite an ihren Unterarm entlang. Die Schere kratzte leicht über ihre Haut, aber beseitigte nicht den Schmerz, den sie seelisch fühlte. Sie drückte die Klinge tiefer und fester in ihren Arm und spürte ihr eigenes Blut fließen. Es gab ihr einen anderen Schmerz, dieser war physisch, tat weh, aber lenkte sie von den psychischen Qualen ab.

Es vergingen mehrere Wochen und nun war der Tag der zweiten Aufgabe. Die Champions mussten einen Schatz finden, der ihnen genommen wurde. Sie hatten eine Stunde Zeit diesen zu finden. Fleur musste aussteigen, die Grindelohs hatten sie angegriffen, Cedric rettete Cho Chang mit dem Kopfblasenzauber, Viktor holte Hermine mit dem Haifischzauber an die Oberfläche des schwarzen Sees und Harry holte Ron und Fleurs Schwester mit Thiantuskraut aus den Fängen der Wassermenschen. Es wurde gefeiert und gejubelt. Allerdings wurde die Stimmung schnell gedrückt, da Barty Crouch ermordet worden war. Albus stritt mit dem Minister. Er wollte das Turnier beenden, der Politiker zeigte jedoch keine Einsicht. Alastor Moody stand als Begleitschutz von Dumbledore in dessen Büro. Er spürte die Anwesenheit eines vierten und ehe er die beiden Magier warnen konnte, sprang die Eichentür des Büros auf und Jack kam mit Professor Snape in den Raum gestürmt.

„Sir! Wir brauchen Sie!“
„Wartet bitte einen Moment.“
„Albus! Elena will sich vom Astronomieturm stürzen!“
„Minister unser Gespräch ist beendet! Alastor du informierst Minerva, sofort. Ist sie alleine? Wenn ja, müssen wir schnell handeln!“


„Elena, komm weg von dem Abgrund.“
„Geh Draco! Du verstehst das nicht.“
„Bitte springe nicht, bitte.“

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