Mushrooms Please!

von Littlezoe
GeschichteAbenteuer, Romanze / P12
Trafalgar Law
07.12.2019
14.02.2020
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Cybe


„Law-chi-san, was machst du hier?“, erkundigt sie sich mit leichtem Kratzen in der Stimme. Sie stützt sich von der Wand ab und richtet sich auf. Der Arzt zuckt beleidigt mit den Lidern zusammen, als sie diesen Spitznamen für ihn verwendet.

Sam flüstert Jim ungläubig ins Ohr. „Hat sie ihn ernsthaft 'Opa' genannt?“, Jim der seinen Mundwinkel zu einem halben Lächeln hinaufschiebt, zuckt mit den Schultern. Nur der Respekt vor dem Chirurgen bringt ihn dazu, nicht laut loszulachen. Passte schon irgendwie. Shachi schiebt seine Mütze ein Stück seine Stirn hinauf und wendet sich ein bisschen zu den beiden um: „Er hat ihr einen Korb gegeben.“ Er tuschelt dies nur beiläufig, um das Gespräch seines Captains nicht zu unterbrechen. Sam und Jim betrachten sich die Brünette nun um einiges interessierter.

„Ich brauche was“, erklärt Law so knapp wie möglich, einen mürrischen Ton seinerseits kann er allerdings nicht unterdrücken.

„Ah“, entgegnet sie verstehend. „Dann kommt erstmal rein.“ Begrüßt sie die Männer halb, während sie sich umdreht, ihren weißen Kittel aufknöpft und ersteinmal aus ihrem Sichtfeld verschwindet. Law winkt teilnahmslos alle zusammen und sie treten durch die Tür in eine Art Stube oder Speisezimmer ein. Eine helle Coutch steht in der Mitte und weiße Holzstühle sind um einen runden Tisch arrangiert. In der Mitte des Tisches steht ein Bonsai in Blüten und stellt neben ein paar Bildern die einzige Dekoration im Raum dar. Die Mörser, Glasflaschen und das Wiegebesteck scheinen genau wie die anderen Utensilien in ständiger Benutzung zu sein, auch wenn diese sehr antiquiert wirken.

Tony studiert die Bücherregale, die überzuquellen scheinen. Beinah alles Fachliteratur. Da wird er von Rico auch schon in einen der Stühle gedrückt. Ein abwertender Blickkontakt brizelt zwischen beiden und Rico zieht sich neben ihm einen Stuhl heraus.

„Was verschafft mir die Ehre, deine ganze Mannschaft zu sehen?“, ruft es um die Ecke. Die Frau scheint gerade mit etwas beschäftigt zu sein, was sie aber nicht davon abhält mit den Leuten im Wohnzimmer zu kommunizieren.

„Die Death ist gerade im Umbau, da sie wegen gewissen Umständen beschädigt wurde.“ Laws Blick heftet sich an die blauen Augen von Tony, der nur stur in seine Richtung starrt. Doch nach wenigen Sekunden dreht der - seine Lippe im inneren des Mundes bearbeitend - seine Pupillen zur Seite. Wüsste Law es nicht besser, würde man meinen, ein schlechtes Gewissen stiege in dem Blauhaarigen hoch.

„Ah. Das könntest du ruhig öfters machen.“ Die Stimme wird lauter, und die Frau steckt den Kopf um die Ecke. Sie schließt gerade die obersten Knöpfe ihrer Bluse. „Also vorbeikommen meine ich.“

„Wollt ihr Kaffee?“, setzt sie nach und ist mit dem Kopf auch schon wieder verschwunden.

„Nein.“ - „Ja.“
Schnell kommt es ablehnend von Law, der den gleichzeitig ja rufenden Sam strafend anblickt. Dieser zieht Schuldbewusst den Kopf ein, als Law daraufhin die Augen verdreht. Doch es scheint sowieso nicht so zu sein, dass sie hätten ablehnen können. Denn wenige Augenblicke später erfüllt schon Kaffeeduft den Raum und Cybe betritt diesen mit einem großen Tablett. Ihre zart rosa Bluse ist unten verknotet und eine goldene, lange Kette ist mehrfach um ihren Hals geschlungen. An beiden Enden laufen die schlanken Glieder des Metalls zu einer groben Spitze zusammen, die in etwa so aussehen, wie die kleinen Wurfmesser von Rico, wohl aber nur als Dekoration dienen. Die enge Caprijeans wird mit einem dunkelblauen Ledergürtel gehalten oder verziert, da sie eigentlich gut sitzt.

Law schnaubt, als die erste Tasse auf dem Tisch auf der Untertasse klackert. Cybe hat begonnen einzudecken. Sie hat das Nein von ihm großzügig überhört oder ignoriert. Und das Ja von Sam, tat ebensowenig zur Sache. Jedenfalls setzte sie ihren Willen durch. Law's Blick bohrt sich noch einen Moment in ihren Rücken, bevor sie zurück in die Küche verschwindet und die frisch gebrühte, braune Flüssigkeit in einer großen Kanne mitschleppt.

Den Chirurg nicht weiter beachtend, schweift ihr Blick in die Runde. Die Männer sind allesamt klatschnass. Jim hat sogar angefangen, sich über die Arme zu reiben. Ihr Blick bleibt an Jean Bart hängen, der sich neben den Tisch gesetzt hat und schon fast mit dem Kopf die Decke berührt. Tatsächlich wäre er vorhin fast an einem der Querbalken hängen geblieben. Sie starrt einige Momente in die Pupillen des Hünen, dem bei diesem verärgerten Gesichsausdruck eine Perle der Stirn entlangrinnt. Ohne ein Wort mit ihm zu wechseln schnellt ihr Kopf zu Law herum.

„Ihn brauchst du nicht mitbringen. Ich kann ihn nicht leiden.“ Bei dem beschwerenden Ton rollt Bart seine Pupillen der Braunhaarigen hinterher.
„Tse. Da ist ja der Bär noch besser.“ Ungeniert zeigt sie mit dem Tablett leicht in die Richtung von Bepo, der wie auf Befehl hin nießt.

Ohne auf die Äußerungen einzugehen, kantet Law seinen Kaffee, um skeptisch in die Tasse hineinzuspähen. „Jetzt hab dich nicht so, Law-chi-san. Da ist kein Gift drin.“
Wenig begeistert sieht er zu ihr auf. Sie hat die Augenbrauen zusammengezogen und lässt sich neben ihm auf den Stuhl fallen. Sie verschränkt die Arme und schnaubt.
„Ihr seid wirklich zur günstigsten Zeit hier aufgetaucht. Es wird noch ein paar Stunden durch Kippen. Das heißt, wenn ihr euch nicht beim Zurücklaufen den Tod holen wollt, müsst ihr meinen letzten Kaffee leerschlürfen.“

Während zwischen Law und Cybe ein vielsagender Anstarrwettbewerb herrscht, scheppern die Fensterläden durch den Regensturm draußen. Ja, ihre Gedanken zu lesen würde niemandem schwer fallen, der sie ein bisschen kennt.

„Wir gehen dann wenn du willst“, versucht Rico die Situation zu entschärfen. Er lächelt beschwichtigend und hebt die Hand. „Außerdem hat Jean Bart jede Menge Nahrungsmittel mitgebracht.“
Der Braunhaarige klingt, als müsste er die Anwesenheit des Riesen rechtfertigen. Ein abgeklärter Augenaufschlag geht in die Richtung des Rotauges. Die Braunhaarige hat gerade so unwillig ihren Kopf in seine Richtung gedreht. Für ihn reicht das als Bestätigung und Drohung zugleich. Um sie weich zu bekommen braucht er aber noch einiges an Fingerspitzengefühl.
Shachi nickt Rico halb zu, um ihn einen letzten Schubs für seine nächsten Worte zu geben.

Wenn du willst, werde ich nachher für uns alle etwas kochen. … und die Küche wieder aufräumen“, ergänzt er, als er sieht, wie sie nach dem ersten Satz ihre Augenbraue auffordernd hochgezogen hat und sich nach hinten anlehnt.


Rico. Wenigstens einer, der meine Situation versteht. Hrmm... Ist lang her, dass ich dich das letzte Mal gesehen hab. Hast du noch deine Freundin?“


Ja.“


Ein weiteres Mal zieht sie die Augenbraue hoch, mustert ihn und steht daraufhin auf. Ein dicker Tropfen rollt sich an der Decke zusammen und trifft den blauhaarigen Tony am Scheitel. Erschrocken zieht der seinen Kopf ein und blickt mühseelig an die mit Balken eingezogene Decke. Es tropfte tatsächlich bis hier unten durch. Dabei müsste es oben drüber noch eine Etage geben. Sein Blick rollt sich Informationen aufnehmend zur Hausbesitzerin, die sich gerade wieder zu dem Captain der Death hinunterbeugt.


Dann kommen wir mal zum geschäftlichen. Was brauchst du diesmal von mir?“


Law steht auf, ohne seine Tasse angerührt zu haben. Sie blickt kontrollierend hinter sich.


Wenn du deine Tasse nicht austrinkst, kippe ich sie dir nachher ins Gesicht.“

Der Chirurg schaut verächtlich auf sein Getränk. Mit einem Blickwechsel wird Bepo auserkoren, seine Tasse zusätzlich zu seiner zu entleeren. Penguin nickt bestätigend, dass Cybe nichts von dieser Art Kommunikation mitbekommen hat.


Ach ja“, dreht sie sich plötzlich um und Bepo verschluckt sich fast an der Tasse, die er gerade heimlich zu trinken angefangen hat. „Das Dach muss repariert werden. Der Kaffee ist schließlich nicht umsonst.“


Sam“, stöhnt der Todeschirurg und der Rothaarige runzelt die Stirn. „Jim, du begleitest ihn.“ Genannter zuckt mit den Schultern zusammen. „Wieso ich? Er hat den Kaffee ...“ - „Geh einfach“, unterbricht ihn Rico und nickt mit dem Kopf zu Cybe. Die Frau wartete schon ungeduldig auf Ergebnisse. „Ja“, brummt Jim ergeben und schiebt sich seine Hände in die Taschen um loszuschlurfen. Ein weiteres Scheppern der Scheibe durch eine Windböhe, zieht ihm einen Schauer über die Arme.

Auf dem Dachboden sind Hammer und Nägel. Holz müsste auch noch rumliegen.“

Kommen spärliche Anweisungen der Gastgeberin. Dann seufzt die Frau das erste mal, als läge eine Last auf ihrem Herzen, wobei die Anwesenden wahrscheinlich geschlossen verneinen würden, dass sie ein solches Organ besitzt. „Ich hol' euch dann noch Regencapes.“

Dann winkt sie Law heran, ihr zu folgen. Rico steht auch auf und bittet Penguin und Shachi, die Lebensmittel aus dem Rucksack von Jean Bart zu holen und ihm in die Küche zu folgen.

Somit bleibt Tony allein mit Bart am Tisch sitzen. Dieser fängt nun die bitterbösen Blicke des Gefngenen ab, die der Schwarzmähnige, der die Arme wie üblich verschränkt hat, nur zu gern erwidert. Eine drückende Atmosphäre scheint in das Wohnzimmer einzuziehen...

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Sparkling Comment's

Heyyy! Regnet es bei euch auch gerade? Perfekt! Dann habt ihr sicher auch genausowenig Lust wie Jim und Sam, jetzt rauszugehen. Die beiden habe ich mir genauso wie Rico aus Kuraiko's Geschichte als Ergänzung zur Mannschaft von Law-chi-chan „ausgeliehen“. Sie kommen hauptsächlich im Prolog vor und wer mehr über diese Schnuckelchen erfahren möchte - also den gut gebauten Koch Rico mit den weißen Haaren und roten Augen ♥ oder über die beiden jüngeren: Den weißhaarigen Jim oder über den wunderschön trällernden, rothariegen Sam - der kann gerne bei Kuraiko18 vorbeischauen, die mir natürlich den ersten Kommentar da gelassen hat *bis über beide Ohren grins*

Ich bin ja gespannt, wer mir noch was schreibt. Bestimmt niemand X,D Aber an den schon einmal liebe Grüße und bis bald

Littlezoe ♥


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