Liebe kennt keine Grenzen, oder doch?

GeschichteAllgemein / P12
Benjamin Asmus Hermann Gruber Marten Feddersen Saskia Berg Thure Sander
06.12.2019
06.12.2019
1
1979
 
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Der Tag war angebrochen. Saskia erwachte, sie schaute Richtung Fenster, es regnete in strömen. Sie stand auf, ging duschen und aß etwas. Dann fasste sie einen Entschluss, sie griff zum Telefon und wählte. „Guten Tag Herr Gruber, ja wir sind wieder zurück, ich wollte Ihnen nur mitteilen das ich mich einsatzbereit fühle“. Gruber sagte „Frau Berg, dass ist schön zu hören, dann kommen sie bitte gleich in die Einsatzzentrale“. Die beiden verabschiedeten sich, Saskia ging zum Schrank, griff ihre Uniform und verließ das Haus in Richtung  Neustadt Hafen.
Am Hafen angekommen ging Saskia in die Zentrale und zog sich in der Umkleidekabine um. Sie nahm ihren Ausweises ging zur Türe. Ihr Herz raste, sie war aufgeregt, „ob Thure da ist, egal, Augen zu und durch“. Es piepte, sie trat ein. Marten, Pia und Ben kamen gleich auf sie zu gestürmt. Ben hob Saskia erstmal hoch und knuddelte sie, die beiden waren gute Freunde. Auch Marten  drückte sie innig. Gruber kam hinzu und streckte seine Hand „hallo Frau Berg, schön sie zu sehen, ich hoffe es geht Ihnen gut“? Saskia wendete sich zu Gruber „ja danke, so langsam geht es vorrangig mit den Erinnerungen“. Gruber ging mit Saskia ein paar Schritte abseits „Frau Berg eigentlich wären sie im Beschäftigungsverbot, sehen Sie sich also bitte vor“. Saskia „wird gemacht, ich passe schon auf mich auf“. Gruber „gut, dann an die Arbeit, ach Frau Berg, wo ist denn Kapitän Sander geblieben?“ Saskia hob unwissend die Schultern. Gruber wunderte sich, ging aber wieder in sein Büro. Saskia setzte sich an ihren Schreibtisch, „Thure wird doch nichts Dummes gemacht haben“, dachte sie. „Ben, hat sich der Kapitän gemeldet“? Ben antwortete grinsend „nein, ich habe keine Info, denke ihr wart zusammen in Dänemark, hast ihn wohl vergessen?“. Saskia „ich hab den Kollegen Sander gestern zu Hause bei sich raus gelassen“. Ben, Pia und Marten schauten sich fragend an, wollten aber auch nicht nachfragen.

Derweilen erwachte Thure aus seinem Rausch, der Kopf brummte. Er fühlte sich als ob ein Traktor über ihn drüber gefahren ist. Thure schaute auf den Wecker „verdammt, schon zehn Uhr “. Er sprang aus dem Bett und ging duschen, zog sich seine Uniform an und fuhr in die Einsatzzentrale. Er parkte, dabei fiel ihm Saskias Wagen nicht auf, total verkartert ging er hinein, zückte seine Ausweis und betrat das Büro der Küstenwache. Zielgerichtet ging er zur Kaffeemaschine „moin moin“, sagte er noch. Die Kollegen schauten sich fragend an, Ben machte machte eine Fingerbewegung, diese signalisierte koma Trinker im Anflug. Dann nahm Thure sich eine Tasse und füllte sie mit Kaffee. Er hielt sich seine Schläfe.  Erst jetzt bekam er mit das Saskia an ihrem Schreibtisch saß. Ihre Blicke trafen sich, sie schauten sich an. Thure schaute weg, er ging zu seinem Schreibtisch. Er war einfach zu verletzt, es fiel ihm nicht leicht das Saskia jetzt auch noch hier aufgetaucht ist. Warum überhaupt!
Nach all dem was passiert war, die Affäre der beiden, das Verheimlichen. Dann wollte sie nicht, dann doch. Die Beziehung der Beiden war nur von kurzer Dauer. Dann kam der Unfall, die daraus entstandene Anmesie, die dennoch leichte Annäherung der Beiden...
Thure stand wieder auf und verließ das Büro in Richtung Gruber, er klopfte und trat hinein. „Guten Tag Herr Gruber“. „Ah Kapitän Sander, ach du meine Güte, wie sehen Sie denn aus?“. Thure setze sich „Herr Gruber entschuldigen Sie meine zu spät kommen, gibt’s neue Erkenntnisse zum Fall?“ Gruber schaute skeptisch „mein lieber Sander, was ist denn los mit Ihnen?“. Thure antwortete „alles gut, ich bin nur etwas übernächtigt“. „Hm na wenn Sie das sagen, Frau Berg ist auch wieder an Bord, aber bitte, sie soll Schreibtischarbeit machen und kein Risiko eingehen“, sagte Gruber besorgt. Thure nickte nur, er wollte ihm jetzt nicht groß und breit erzählen das er und Saskia kein Paar mehr sind. Zumal er sich wunderte das Saskia zur Arbeit erschien. Er schnappte sich einen Ordner und ging zurück zu seinen Kollegen.

Dort angekommen setzte er sich an den Schreibtisch und wälzte die Akte vom neuen Fall. Nach einer Weile ging er zum Flipchart und sagte „wir haben einen neuen Fall, darf ich bitten“. Er erzählte vom Fall, dann wies er seine Kollegen an. „Feddersen Sie gehen zur Lagerhalle am Hafen und schauen sich um, nehmen Sie Cornelius mit. Assmus, ich will alles über diesen Typen wissen, der das Schiff gekapert hat“. Pia, Marten und Ben gaben ein lautes „ja“ von sich und machten sich an die Arbeit. Nur Saskia saß da und wartete, dann sagte sie „Thure, was habe ich zu tun, du hast mich nicht eingeteilt?“ Thure schaute sie an „eigentlich wärst du gar nicht hier, Beschäftigungsverbot, klingelt‘s da bei dir?“, antwortete er forsch. Er wusste nicht wie er mit dieser Situation umgehen sollte, auch wie er jetzt mit ihr umgehen sollte. Saskia antwortete energisch „ich sitz nicht einfach nur rum, ich will auch was machen, zu Hause bin ich noch lang genug“. Sie ging zur Akte und las, bis sie was fand „na bitte, ich fahre in die Reederei, höre mich da um. Vielleicht hat jemand das entführte Boot gesehen, oder kann Aussagen dazu machen“. Noch eh Thure antworten konnte war sie schon weg. Thure drehte sich um „verdammt nochmal, Assmus wären Sie so nett und fahren mit Saskia zur Reederei“. Ben „wird gemacht Chef“. Ben rannte Saskia hinterher und sprang ihr förmlich vor das Auto. „Was machst du denn“, schrie Saskia „um ein Haar hätte ich dich umgefahren“. Dann öffnete er die Türe und stieg ein „Baby Sitting, fahr los?“ Saskia schaute ihn skeptisch an „warum kommst du mit?“. Ben „Anweisung vom Kapitän“. Saskia ärgerte sich über Thures Anweisung Brn hinter ihr her zu schicken. Wer war sie denn eigentlich, dachte sie, dann fuhr sie wütend los. Im Auto fragte Ben „sag mal, hängt bei euch irgendwie der Haussegen schief, oder erinnerst du dich noch immer nicht?“ Saskia schaute gedankenlos auf die Straße „nein Ben, ich erinnere mich nicht, jedenfalls nicht an eine Beziehung mit dem Kapitän“. Ben pustete „das hört sich an, mit dem Kapitän, so fremd, irgendwie“. „Was soll ich sonst sagen, es ist halt so“, rechtfertigte sich Saskia. Ben locker „naja, ich bin auch noch zu haben Süße“, er zwinkerte Saskia zu. „Spinner“, sagte sie und fuhr ihn mit der Hand über den Kopf. „Wir sind da, lass uns unsere Arbeit machen“, führte sie fort. Die beiden stiegen aus und gingen in die Reederei.

Derweilen in der Zentrale, Thure hielt sich seinen Brummschädel. Sein Telefon klingelte, Saskias Arzt war dran. „Kapitän Sander ich kann Frau Berg nicht erreichen, deswegen probiere ich es bei Ihnen“. Thure „ihr Handy liegt hier, was kann ich ihr ausrichten?“ Der Arzt sagte „sie soll bitte nochmal zur Kontrolle ins Krankenhaus kommen, haben sich denn weitere Erinnerungen eingestellt?“ Thure stöhnte und war traurig „nein, leider nicht, aber ich richte es aus“. Der Arzt sprach ihm noch Mut zu und dann verabschiedete er sich. Thure rief Ben an um ihn mitzuteilen das Saskias Arzt anrief. Saskia war gerade mitten im Gespräch mit einer Mitarbeiterin. „Sie kann gerade nicht, sie ist im Gespräch, gut ich richte es aus“, sagte Ben. Als Saskia und Ben nach einiger Zeit mit der Befragung fertig waren fuhren sie wieder in die Einsatzzentrale. Marten und Pia waren auch wieder zurück. Thure saß wie ein Häufchen Elend an seinem Schreibtisch. „Kapitän wir sind wieder zurück, kann ich Ihnen irgendwie helfen?“, fragte Marten besorgt. Thure blickte hoch „ach Feddersen, ich weiss einfach nicht weiter“. In diesem Moment kamen Ben und Saskia dazu. „Wenn Sie reden wollen, dann lassen Sie uns heute Abend bei Kalle treffen?“, sagte Marten noch bevor die anderen näher kamen. Thure nickte zufrieden, dann stand er auf, alle gingen zum Flipchart „also was haben wir?“, sagte er. Die Crew trug ihre Erkenntnisse zusammen. Der restliche Tag wurde dazu genutzt um weiter zu recherchieren und den Fall voran zu treiben.
Thure hielt Abstand von Saskia, er vermied Nähe, aber immer wieder trafen sich ihre Blicke. Saskia ging ihm auch aus dem Weg, sie war wütend auf ihn, weil er ihr Ben hinterher schickte. Ben bekam mit wie sich Saskias gedanklich in eine andere Welt begab. Er ging zu ihr beugte sich über ihren Schreibtisch und sagte „ey wo bist du mit deinen Gedanken?“ Saskia schüttelte sich kurz „sorry, ja bin anwesend Benjamin“. „Ehe ich es vergesse du hast einen Termin bei deinem Doc am Nachmittag, zumindest sollst du dich bei ihm melden“, sagte Ben. Saskia „danke, ich rufe gleich da an“. Ben „ach Saskia, was hälst du davon wenn wir heute Abend was zusammen trinken gehen?“ „lass mich das erst mit dem Arzt abklären, ich rufe dich dann an“, sagte Saskia. Das tat sie dann auch, sie sollte wenn möglich gleich ins Krankenhaus kommen zur Untersuchung. Saskia traute sich fast nicht, sie ging zu Thures Schreibtisch, ihr war ganz flau in der Magengegend „ich muss ins Krankenhaus, ich soll nochmal wegen untersucht werden und Tests wollen die durch führen. Kann ich gehen?“. Thure schaute sie traurig an, er sagte „schönen Feierabend“, dann schaute er wieder auf seine Akte. Saskia ging zu ihren Sachen und verließ die Einsatzzentrale.

Auf dem Parkplatz bekam sie plötzlich Bauch Krämpfe, auf einmal wurde ihr ganz schwarz vor den Augen und sie fiel in Ohnmacht. Pia, die gerade im Treppenhaus Akten aus einer anderen Abteilung holte, schaute durch Zufall aus dem Fenster. Da sah sie die regungslose Saskia liegen. Sofort ließ sie die Akten fallen und rannte ins Büro, riss die Türe auf und schrie „Saskia ist zusammen gebrochen, sie liegt unten auf dem Parkplatz“. Pia hatte es kaum ausgesprochen war Thure auch schon zur Tür raus und rief „wir brauchen einen Krankenwagen, eine schwangere Frau ist zusammen gebrochen . Die Kollegen die noch nichts von Saskias Schwangerschaft wussten, staunten nicht schlecht.
Thure lief so schnell ihm seine Füße trugen hinunter zum Parkplatz. Er eilte zu Saskia, kniete sich neben sie und legte sie in die stabile Seitenlage. „Kannst du mich hören, alles wird gut, bleib bei mir, hörst du Saskia, ich bin für dich da“. Doch Saskia war weg getreten. Ben, Marten und Pia kamen auch raus gerannt „der Krankenwagen ist unterwegs“, riefen sie. Thure streichelte Saskias Gesicht, dann hörte man den Krankenwagen kommen. Die Stimmung war gedrückt. Die Sanitäter sprangen aus dem Wagen und gaben Saskia erstmal eine Spitze, verluden sie danach in den Krankenwagen. Beim transportieren fiel den Sanitätern auf das Blut an Saskias Hose war. Thure und die anderen bekamen dies mit „ich fahr mit ins Krankenhaus, Federssen Sie machen bei Gruber Meldung und haben bis auf weiteres das Kommando“, sagte er traurig. Die Türen wurden geschlossen, der Krankenwagen fuhr los.

Der Kragenwagen fuhr mit lauten Sirenengeräusch ins Krankenhaus. Thure hielt die ganze Zeit Saskias Hand. Im Krankenhaus angekommen wurde sie sofort untersucht. Dabei stellten die Ärzte fest das sie eine Kopfwunde hatte, sowie einen Abgang. Die Untersuchung dauerte lange, Thure tigerte auf dem Flur hin und her. Dann ging die Türe auf und der Arzt kam auf ihn zu. „Kapitän Sander, schön Sie wieder zu sehen“. Thure eilig „wie geht es ihr, was ist mit unserem Kind?“. Der Arzt sagte betroffen „es tut mir sehr Leid, aber ihre Lebensgefährtin hat das Baby verloren“. Thures Augen füllten sich mit Wasser, er nickte, so als ob er es sich hätte schon denken können „und wie, wie geht es Frau Berg“? „Nun wir haben erstmal ihren Kreislauf stabilisiert, allerdings muss sie wohl auf etwas hartes gefallen sein, sie hat eine Prellung am Kopf, aus der auch Blut trat, die Blutung konnten wir versorgen“, erklärte der Doktor. Thure sagte „sie wird doch wieder gesund oder?“ Der Doktor sagte „ich habe ihr ein Schlafmittel gegeben, die Prellung ist versorgt, im Schlaf kann sich der Körper am besten regenerieren. Wenn Sie wach ist folgen weitere Untersuchungen“. Dann wurde Saskia an den beiden vorbei geschoben und auf die Station gebracht. Der Pager des Arztes verlangte nach ihm.  Thure lehnte sich an die Wand, drehte  seitlich und schlug mit der Faust dagegen. „Das darf doch alles nicht war sein, zuerst verliere ich sie, jetzt auch noch mein Kind“. Eine unfassbare Trauer und Wut machte sich in ihm breit, er lief los, raus aus dem Krankenhaus und weg von Saskia.


Hier erstmal ein Cut, würde mich wahnsinnig über Reviews und Meinungen freuen. Ich bin noch nicht sicher ob sie weiter geht....hängt von den Reviews ab.
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