Geschäftsreise oder du gehörst mir

von winter81
GeschichteRomanze / P18
Ino Yamanaka Jiraiya Sakura Haruno Sasuke Uchiha Tsunade
06.12.2019
14.02.2020
12
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Sakuras Atem ging schnell und kam stoßweise. Ihre Haut war rot und sie schwitzte. Dabei empfand sie mehr Lust als jemals zuvor in ihrem Leben. Und doch hatte sie Sehnsucht, Sehnsucht nach einer bestimmten Form der Erlösung. Zeit sie endlich einzufordern!

"Sa...Sasu...ke.", presste sie mühsam hervor, während er sie weiter fingerte.
"Hn." Er sah zu ihr hoch.
Obwohl sie nicht alles haarscharf um sich herum wahrnahm, konnte sie doch erkennen, dass sich sein Schwanz bereits stark aufgerichtet hatte. Aus ihrer Perspektive wirkte er groß, geradezu riesig. Genau den wollte sie.
"Fick mich!"

"Was?" Er beugte sich interessiert grinsend nach vorne. "Ich will, dass du mich fickst." Sie war selbst über die Sicherheit in ihrer Stimme überrascht. Er unterbrach sein derzeitiges Tun nicht, während er sie anstarrte und zu überlegen schien. Dann veränderte sich sein Gesichtsausdruck. Er zog seine Finger aus ihr heraus und mit einem schnellen Griff zog er eine Kondomverpackung hervor, riss sie auf und stülpte sich das Gummi über sein bestes Stück. Dann schob er sich der Länge nach zwischen ihre Beine.

"Dein Wunsch ist mir Befehl.", sagte er diabolisch grinsend, während er in sie eindrang, was ihr sogleich ein tiefes Stöhnen entlockte und auch er konnte ein Keuchen nicht unterdrücken. Auf Grund seiner Größe war er jedoch vorsichtig und behutsam als er sich in sie schob, bis er ihr schließlich keinen Zentimeter seiner Möglichkeiten erspart hatte. Zunächst bewegte er sich nicht, sondern küsste sie nur, intensiv und leidenschaftlich. Allerdings konnte er seine Erregung nicht ganz verbergen, so dass er ihr sanft in ihre Unterlippe biss.

Sasuke lag auf ihr, während sie die Beine um seine Hüfte geschlungen hatte, um ihn noch näher an sich zu ziehen. Eine Weile sahen sie sich nur an, verschwitzt, schon ein bisschen erschöpft, aber immer noch von großer Lust erfüllt und begierig darauf, den anderen zu fühlen und zu spüren. Zu ihrer Überraschung hob Sasuke eine Hand und strich ihr zärtlich über das Gesicht. Dabei sagte er nur ein Wort: "kora" - "Liebste" Bei diesem Wort bekam die junge Frau eine Gänsehaut, die sich über ihren kompletten Körper zog und wieder war da diese wunderbare Wärme, die in ihr aufstieg und sich gleichzeitig wie das Kribbeln tausender Schmetterlinge anfühlte. Nun war sie endgültig davon überzeugt, dass sie mehr für ihn war, als nur ein Abenteuer auf einer Geschäftsreise. Leise seufzte sie, sie war einfach nur glücklich.

Vorsichtig zog er sich aus ihr zurück und begann sich in ihr zu bewegen. Seine Stöße kamen langsam, gefühlvoll, aber gleichzeitig konzentriert. Hierbei beobachtete er sie genau, wahrscheinlich um abschätzen zu können, ob es ihr gefiel. Ihr anhaltendes Keuchen sollte ihn allerdings schon auf die richtige Spur gebracht haben. Er stieß zu, wieder und wieder und wieder. Und mit jedem Mal schien sich die Intensität der Stöße zu erhöhen. Immer wieder variierte er Tiefe und Tempo seiner Bewegungen, was Sakura immer wieder Schreie und andere Laute der Lust entlockte.

Unerwartet zog er sich zurück, ging auf die Knie und hob sie näher an sich heran. Er stützte sie mit seinen Händen an der Hüfte, so dass nur noch ihre Schultern und der Kopf auf der Matratze lagen. Dies erlaubte ihm besonders tief in sie einzudringen und er nutzte die Gelegenheit vortrefflich aus. Es brauchte nicht viel, bis es um Sakura geschehen war und sie sich erneut ihrer Lust preisgab.

"Gott, Sasuke, ahh...was machst...du bloß?"
"Schrei ihn.", forderte er grimmig, während er sie an ihrer Hüfte festhielt und weiter in sie stieß. "W..was? Was meinst du?", japste sie.
"Schrei meinen Namen. Ich will, dass es alle hören."
"Sa...Sasuke, oh Gott, Sasuke...ah."

Noch nie war sie beim Sex so laut gewesen. Er beugte sich vor, hielt ihren Blick mit seinem fest. Seine Augen waren so dunkel wie die Nacht und gleichzeitig so voller Lust und Hingabe.  "Du gehörst mir, Sakura. Niemand sonst darf dich haben. Du...gehörst...nur...mir." Er stieß zu, hart und tief. Sakura meinte Sterne zu sehen und ein Schwindel erfasste sie.

                                                                                                                                      *****

Doch er war noch nicht fertig mit ihr. Er richtete sie auf und setzte sie auf seinen Schoss ohne aus ihr herausgeglitten zu sein. Ihre Beine streckte sie links und rechts an seiner Hüfte vorbei. Er hielt sie mit einer Hand am Rücken fest, die andere platzierte er auf ihrem Hintern, den er ziemlich forsch massierte. Sasuke hob sie hoch und runter nach seinem beliebigen Rhythmus. Sie krallte ihre Hände in seinen Rücken, lehnte ihren Kopf zurück. Wieder traf er diese besondere Stelle, die sie sofort ausflippen, sich aufbäumen ließ. Der vertraute Druck in ihrem Unterleib baute sich auf. Sie wusste nicht, den wievielten Orgasmus sie hatte, aber mit niemanden waren es so viele und so intensive gewesen, wie mit ihm. Absolut jeder sollte mitbekommen, wer für diese Wonnen bei ihr verantwortlich war.

Sie sah in sein Gesicht, japste und rang nach Luft. Sakura konnte nicht mehr, sie war müde und erschöpft. Sie schaute auf Sasuke, der immer noch nicht befriedigt zu sein schien. Diese Ausdauer war auf der einen Seite bewundernswert, gleichzeitig hatte Sakura jedoch Sorge, ihn nicht wirklich erlösen zu können. Doch dann kam ihr eine Idee und sie spannte ihre Muskeln in diesem Bereich an. Er zog sofort scharf die Luft ein.

"Mach...das nicht oder...der Spaß ist bald vorbei.", brummte er.
Die junge Frau sah ihn mit einer absoluten Unschuldsmine an. "Was soll ich nicht machen? Das hier?", fragte sie und spannte ihre Muskulatur erneut an.
Wieder holte er hörbar Luft. "Sakura...", knurrte er und sah sie vorwurfsvoll an.
"Du sollst auch kommen. Bitte." Sie schaute ihn liebevoll an, während sie ihre Arme auf seine Schultern legte. "Wenn ich dir gehöre, gehörst du mir. Auch du sollst meinen Namen brüllen."

Er hatte seine Bewegungen die ganze Zeit nicht unterbrochen, aber jetzt stockte Sasuke, so als ob er zu begreifen versuchte, was sie gesagt hatte. Sie beugte sich zu ihm und küsste ihn, woraus ein heißes Zungenspiel entstand. Als sie sich voneinander lösten, sah er sie zärtlich an und legte seine Stirn an ihre. Augenblicklich verschärfte er das Tempo, seine Bewegungen wurde heftiger.

Sakura, die sich zwischenzeitlich ein wenig erholt hatte, zog ihre Unterschenkel zu sich heran, um ihr Auf- und Abgleiten zu unterstützen und begann zunächst leicht, dann immer mehr ihre Muskeln weiter anzuspannen und diesmal hörte sie nicht auf. Sie strich über seinen Rücken, wobei sie ihm auch ein paar Kratzer verpasste, doch er beschwerte sich nicht. Dann fand ihre Hand seinen Hintern und packte fest zu. Es fühlte sich göttlich an. "Oh man, Sakura.", entwich es ihm. Er keuchte hörbar. Noch eine erogene Zone. Sie lächelte. Die würde sie beim nächsten Mal genauer erkunden.

Seine Stöße wurden heftiger und tiefer. Er küsste sie leidenschaftlich und massierte mit einer Hand ihre Brüste. Auch dies geschah nicht gerade sanft, aber es störte sie nicht, im Gegenteil. Ihre Nippel waren wieder aufgerichtet und hart. Er zwirbelte sie zwischen seinen Fingern, kniff und drehte sie, was sie erst zum Keuchen und dann zum Stöhnen brachte.

Das durfte doch nicht wahr sein! Sie wollte ihn doch zum Orgasmus führen, aber er hatte es geschafft, sie wieder so heiß zu machen, dass sie erneut dieses Ziehen, diese Anspannung in ihrem Unterleib fühlte.

"Ahh...Sasuke, das ist gut, ja...mach weiter. Ich...komme...gleich."
"Ich bin auch gleich...soweit. Fuck, Sakura. Du machst mich...einfach...wahnsinnig!"
"Gl...gleich, mein Gott. Ich kann...mich...nicht...me..."

In diesem Moment erfasste sie die Welle, von der beide fortgerissen wurden und sie rief seinen Namen. Er stöhnte lange und anhaltend. Seine Stimme hatte fast nichts menschliches mehr, während er ihren Namen brüllte. Sasuke kam tief in ihr, wo er sich heiß und langanhaltend ergoss.

                                                                                                                                        *****

Sie hing schlaff in seinen Armen. Er hielt sie und sie fragte sich wirklich, woher er noch die Kraft dafür hernahm. Doch er ließ sie nicht los, erst als er sie sanft auf das Bett gelegt hatte. Er kuschelte sich an sie und zog beiden die Decke über. Beider Atem ging schnell und unregelmäßig. Der Schweiß tropfte ihnen von der Haut. Bis auf Yoga machte Sakura keinen Sport, aber sie fühlte sich als ob sie einen Triathlon hinter sich gebracht hätte. Sie schmiegte sich an den Schwarzhaarigen und legte ihren Kopf in seine Halsbeuge, wo sie seinen Duft intensiv wahrnahm. Er hatte einen Arm um ihren Nacken gelegt und sorgte dafür, dass sie nicht zu weit von ihm wegrückte. Sasuke gab ihr einen zärtlichen Kuss auf die Stirn und schloss für einen Moment die Augen, während sie sich intensiv streckte.

"Geht es dir gut?", fragte er, wobei er seine Augen immer noch geschlossen hielt.
"Es ist mir schon lange nicht mehr so gut gegangen.", schnurrte sie zufrieden.
"Schön."
"Du hast mich auch ganz schön gefordert."
"Du mich auch. Aber es hat sich gelohnt."
"Wirklich?"
Er hauchte ihr wieder einen Kuss auf das Gesicht. "Jede Sekunde."
Sie lächelte und schaute zufrieden an die Decke. "Ich frage mich, ob das alles nur ein Traum ist."
"Weil du schon so lange hiervon geträumt hast?"

Erschrocken setzte Sakura sich auf, ihr Gesicht bekam eine mehr als gesunde Gesichtsfarbe. "Woher...weißt...du....das?", stotterte sie. Sasuke hatte sich auf die Seite zu ihr gerollt und stütze sich auf seinem Arm ab, während er mit den Fingern über seine Nase fuhr und sie betrachtete. "Stimmt es denn?" Sie zog ihre Beine zu sich und schlang ihre Arme um sie. Das genügte als Antwort. Er lächelte. "Gomen.", sagte sie schließlich tonlos. "Wofür entschuldigst du dich?", fragte er und erhob sich, so dass sein Kopf auf der Höhe ihrer Schulter war, während er sie interessiert ansah. "Du musst mich doch für ziemlich bescheuert halten."

Der junge Mann schüttelte den Kopf und lachte verschmitzt in sich hinein.  "Bescheuert? Nein! Spitz? Auf alle Fälle! Verliebt? Vielleicht!" Er legte seinen Arm auf ihren und strich mit seiner Nase über ihre Haut. "Aber da geht es dir genauso wie mir.", flüsterte er. Verwundert sah sie ihn an, doch er hatte keine Lust mehr hierauf, sondern schlang seine Arme um sie und zog sie wieder auf die Matratze, wo er sie fester als vorher an sich zog, und sachte mit seiner Hand über ihre Schulter strich. Sie entspannte sich zusehends, schloss die Augen und atmete ruhig. Er hielt sie wirklich nicht für verrückt oder geisteskrank. Doch es gab einige Fragen, auf die sie noch keine Antwort hatte und das nagte an ihr.

"Woher weißt du, dass ich von dir geträumt habe?"
"Von dir."
Sakura wollte sich wieder aufrichten, um dagegen zu protestieren, doch diesmal hielt er sie fest. "Du bleibst hier.", sagte er bestimmt.
Sie wollte dagegen halten, doch gleichzeitig fühlte sie seine Nähe, seine Wärme. Beides gutes Argumente, um da zu bleiben. "Gut, aber dann beantworte mir meine Fragen.", meinte sie entschlossen.
Er warf ihr einen Blick von der Seite zu. "Jede, kora. Versprochen, es wird die Wahrheit sein.", bemerkte er und setzte eine feierliche Miene auf.
"Woher weißt du, dass ich von dir geträumt habe?"
"Wie gesagt, von dir."
"Das glaube ich dir nicht."

Er griente. "Gut, dann helfe ich deinem Gedächtnis auf die Sprünge. Es war gestern...pardon vorgestern, als du dich für das Abendessen fertig gemacht hast. Deine Schlafzimmertür war nicht ganz zu und du wuseltest nur mit einem Handtuch bekleidet durch die Gegend. Zugegeben, ich wollte dich etwas beobachten. Wenn du so willst, ich wollte spannen." Sakura blies ihre Wangen auf, doch der Schwarzhaarige führte weiter aus: "Du hast mit Ino telefoniert und das Handy war auf laut. Also habe ich alles mitbekommen." Er schwieg und Sakura wurde rot. "Aber als ich nachgesehen habe, war da doch niemand." Der junge Mann grinste. "Dir müsste schon aufgefallen sein, dass ich manchmal verdammt schnell bin."

"Du wusstest es also schon die ganze Zeit und hast nichts gesagt?" Sasuke schien auf einmal verlegen. "Ich wusste nicht genau wie. Träumen tun wohl viele Mädchen von mir, aber die meisten interessieren mich überhaupt nicht. Sie sind so oberflächlich und eingebildet. Ich hatte bei dir zwar nie das Gefühl, aber ich wollte sicher gehen. Es wäre schlimm für mich gewesen, wenn du unter die gleiche Kategorie gefallen wärst. Ich wollte erst wissen, was für ein Mensch du bist. Die Reise hierher kam wie gerufen. Also, habe ich Zeit mit dir verbracht und habe mich immer mehr für dich begeistert." Die junge Frau konnte nicht anders, aber sie glaubte ihm jedes Wort.

"Du hast vorhin gesagt, du wolltest mich, seit unserer ersten Begegnung, aber dir Wasser auf die Schuhe zu kippen, war doch nicht die beste Werbung für mich. Wieso also?"
Zu ihrer Überraschung lachte Sasuke laut und herzhaft. "Du hättest Recht, wenn das unsere erste Begegnung gewesen wäre."
"Das war sie doch."
Er schüttelte den Kopf. "Tut mir leid, kora. Aber da muss ich dich enttäuschen."

Nun richtetet sich die junge Haruno doch auf und sah verwirrt auf ihn herab. Der Grafiker lag seelenruhig auf dem Bett und schaute sie leicht amüsiert an. "Du weißt es wirklich nicht mehr, oder?" Sie schüttelte den Kopf. "Gut, dann muss ich dich wohl aufklären. Vielleicht wird dir im Anschluss manches klarer."

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"Erinnerst du dich an dieses Charity-Basketball-Turnier vor ungefähr fünf Monaten?" Sakura nickte. Eines Sonntagmorgens hatte Hinata sie panisch angerufen und sie angefleht, sofort in die Sporthalle ihres Viertels zu kommen. Eine Helferin sei krankheitsbedingt ausgefallen und sie bräuchten unbedingt noch jemand zuverlässigen, der ihnen helfen würde. Da Sakura ihrer Freundin noch nie was hatte abschlagen können, hatte sie sich fertig gemacht, angezogen und war dann zur Sporthalle gekommen. Dort musste sie ein hellgrünes T-Shirt mit der Aufschrift "Crew" überziehen und alle möglichen Arbeiten erledigen.

Angefangen hatte es mit dem Bestücken der Umkleidekabinen mit Handtüchern und Wasser, Aufbau des Kuchenbasars, Kochen von unzähligen Kannen Kaffee und Tee, Ausstattung der Schiedsrichter, Verkaufen von Eintrittskarten und so weiter. Doch so sehr Sakura auch überlegte, sie konnte sich nicht erinnern, dabei dem Uchiha über den Weg gelaufen zu sein.

Als ob er ihre Gedanken gelesen hätte, fragte er weiter: "Erinnerst du dich noch an Naruto´s Mannschaft?" Auch hier nickte sie wieder. Wenn sie einmal kurz Pause gehabt hatte, hatte sie sich die Spiele mit Hinata zusammen angeschaut. Natürlich waren für sie in erster Linie die Spiele mit deren blonden Freund und den anderen aus der Firma interessant gewesen. Offensichtlich hatte sie ihn aber nicht wahrgenommen. Sie musste wirklich blind gewesen sein.

"Ich war der Center.", sagte er nur.
Sakura schüttelte den Kopf. Es klingelte immer noch nicht bei ihr. Sie hatte nur eine grobe Ahnung, was ein Center beim Basketball war, aber letztlich war es auch nicht wichtig.
"Und wo bin ich dir dann aufgefallen?"
"Du meinst abgesehen von der Farbkombination zwischen deinem pinken Haar, deinen leuchtend grünen Augen und diesem giftgrünen Shirt?"

Er griff in ihr Haar und zog leicht an einer ihrer Strähnen. "Damit bist du mir das erste Mal aufgefallen, als du die Umkleide neu bestückt hast. Ich hatte einen Schlag auf mein linkes Bein bekommen und habe es dort gekühlt, während du da warst.", erklärte er.

Sakura fiel wieder ein, was er meinte. Sie hatte den Auftrag erhalten, die Umkleiden während der Spiele mit neuem Wasser auszustatten. Aber sie hatte dort nie jemanden gesehen. Augenblicklich wurde sie rot. "Hast du etwa...?"
"Dein Selbstgespräch mitbekommen? Oh ja. So habe ich dich überhaupt erst bemerkt." Er schnaubte amüsiert. "Wie war das noch gleich: Was mach ich nur hier? Ich könnte gemütlich zu Hause liegen und meinen Sonntag genießen, stattdessen häng ich hier rum, habe Arbeit ohne Ende...und so weiter. Hast ganz schön Selbstmitleid geschoben. Aber irgendwie warst du...süß." Er lächelte.
"Wo warst du denn?"
"Ich habe hinten gesessen. Du hast mich aber wegen der Klamotten, die davor hingen, nicht sehen können." Er lachte leise. "Das zweite Mal wahrgenommen habe ich dich dann, als du dich mit diesem Idioten angelegt und ihm einen Becher Tee ins Gesicht geschüttet hast. Ich habe da auf der Bank als Auswechselspieler gesessen."

Sie schluckte. Daran erinnerte sie sich höchst ungern. Die junge Frau hatte einen bulligen Typen zurechtgewiesen, der andere Besucher beleidigt und zur Seite gedrängelt hatte, um besser ans Kuchenbuffet zu kommen. Sakura hatte es sich eine ganze Weile angesehen, dann ihn mehrfach höflich aufgefordert, es sein zu lassen. Als er schließlich ein Kind rüpelhaft umschubste, riss ihr der Geduldsfaden. "Komm schon, er hat es verdient. Er muss doch nicht alle Leute wegschubsen und dieses Kind zum Weinen bringen, nur weil er meint, er hätte mehr Rechte als alle anderen. Gott sei Dank war der Tee nicht mehr heiß. Das hätte sonst Ärger geben können."

"Von mir hörst du keine Verteidigung. Er war ein richtiger Arsch. Aber da ist mir dein Mut und deine Zivilcourage aufgefallen. Und wie du zu deiner Meinung gestanden hast, hat mir imponiert."
"Wenn ich dir von Anfang an gefallen habe, warum hast du mich denn nicht gleich angesprochen?", fragte sie neugierig.

Sasuke lehnte sich zurück und verschränkte die Arme hinter seinem Kopf. "Konnte ich nicht. Als ich geduscht und umgezogen war, warst du weg. Du hast auch nicht an dem anschließenden Essen teilgenommen. Zwei Tage später bin ich mit meinem Bruder für einen Monat ins Ausland gefahren. Erst als ich wieder hier war, lachte mir das Glück."

Sakura beugte sich vor. "Inwiefern?"
"Du weißt, dass ich mit Naruto befreundet bin." Sie nickte.
"Als ich kurz nach meiner Rückkehr bei ihm war, hat er mir ein paar Fotos vom Turnier gezeigt. Auf einem der Bilder warst du mit Hinata zu sehen und da habe ich Hinata gefragt, wer du seist. Sie hat es mir dann erzählt. Nebenbei hat mir Naruto verraten, dass die Firma einen neuen Chef-Grafikdesigner sucht. Und da ich darin einen Abschluss habe, habe ich Nägel mit Köpfen gemacht und mich bei Tsunade vorgestellt."

Die Rosahaarige schwieg. Sie versuchte den Sinn hinter den eben gehörten Worten zu begreifen. "Heißt das etwa..., dass du wegen mir bei uns angefangen hast?" Er richtete sich auf und legte eine Hand in ihren Nacken. "Ist das so außergewöhnlich? Ich wollte dich kennenlernen. Du gingst mir den ganzen Monat nicht aus dem Kopf. Du hast mich echt beeindruckt." Er machte eine kurze Pause und kraulte ihr den Nacken, was sie elektrisierte. "Ich habe die Chance dich wiederzusehen als himmlisches Zeichen angesehen." Er beugte sich zu ihr und gab ihr einen Kuss auf die Wange.

"Und warum warst du dann in der Firma so ein Eisblock?"
"Eisblock?", verwirrt verzog er das Gesicht.
"Ja, du wirktest immer so unnahbar und distanziert. Du hast mich eingeschüchtert und schienst dir ein Spaß daraus zu machen, mich vorzuführen.", maulte sie.
"Konntest du deswegen nicht mit mir reden?"
Sie zuckte die Schultern und dachte darüber nach. "Könnte sein, aber es lag wohl in erster Linie an mir. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dir nicht ebenbürtig zu sein. Das hat es mir nicht gerade leichter gemacht."
Er wandte sich zu ihr und sah sie schuldbewusst an. "Gomen."
Ihre Augen weiteten sich. Seine Entschuldigung hatte sie überrumpelt.

"Gerade zu dir, wollte ich nicht so sein. Gerade mit dir wollte ich immer sprechen, mich austauschen. Wegen dir bin ich immer so früh in die Firma gekommen und habe meinen Tagesablauf umgestellt."
Sie sah ihn verwundert an. Er merkte, dass er das näher erklären musste. "An meinem zweiten oder dritten Arbeitstag musste ich vor der Arbeit noch etwas erledigen. Also bin ich recht früh aufgestanden - was nicht meiner Gewohnheit entspricht, wie du vielleicht gemerkt hast - und bin früh in die Firma gekommen. Zufällig sind wir uns da das erste Mal auf dem Parkplatz über den Weg gelaufen."

Sakura nickte, sie konnte sich erinnern. Sie war sofort nervös geworden, als sie ihn gesehen hatte, ihr Atem hatte sich beschleunigt und sie war kurz davor gewesen, in Ohnmacht zu fallen. "Ich sah das als perfekte Gelegenheit Kontakt zu dir aufzunehmen. Also habe ich recherchiert, welchen Bus du immer nimmst und habe mich darauf eingerichtet. Ab da bin ich jeden Morgen so früh aufgestanden und habe auf dich gewartet. Einmal hatte dein Bus 20 Minuten Verspätung. Ich bin so lange im Auto sitzen geblieben. Sai, der mich gesehen hat, hat mich für verrückt erklärt." Er schnaubte. "Du hast auf mich gewartet?" Sasuke zog seine Beine an und lehnte sich nach vorne, wobei er nickte. "Ich ...ich wollte dich unbedingt sehen und mit dir reden. Wenn das mal nicht klappte, dann war der Tag irgendwie...doof."

"Und warum immer das gleiche Gespräch?" Er seufzte kurz. "Ich wusste nicht, worüber ich sonst hätte reden sollen. Du hast ja deine Zähne nicht auseinanderbekommen und obwohl ich versuchte, mich möglichst unauffällig bei den anderen über dich zu erkundigen, fand ich kein gemeinsames Gesprächsthema. Außerdem war ich jeden Morgen so nervös..." Hier lachte sie auf. "Du warst nervös?" Doch er nickte ernst. "Tierisch nervös. Mein Herz klopfte jedes Mal wie wild, meine Hände schwitzten. Du hast mich in deinen Bann gezogen, mich einfach wahnsinnig gemacht und ich habe keine Möglichkeit gefunden an dich heranzukommen."
"Und ich dachte, du hältst mich für eine absolute Idiotin, die nichts gebacken bekommt. Ich habe jedes Mal unter deinen strengen Blicken und deinen Ansprachen gelitten."

Er beugte sich zu ihr und küsste sie. Der Kuss war sanft und zärtlich und sie konnte die Gefühle spüren, die er dort hineinlegte. Er löste sich von ihr. "Das tut mir wirklich leid. Dabei wollte ich dich dazu anspornen, deine Talente mehr hervorzuheben. Du bist so gut in deinem Job und so ein wunderbarer Mensch, verkaufst dich aber unter Wert. Das wollte ich dir verdeutlichen. Ich verstehe, dass mein Verhalten dich verletzt hat. Dabei warst du die Letzte, die das zu spüren bekommen sollte."

"Warum machst du das überhaupt?", fragte sie. "Immer diese Maske, hinter der du dich versteckst."
Er seufzte und dachte eine Weile nach, bis er ihr antwortete. "Weißt du...mein ganzes Leben lang war ich von Menschen umringt, die was von mir wollten. Gutes Aussehen und Geld können einem die Türen öffnen, aber sie können auch hinderlich sein. Mir wurde ziemlich schnell klar, dass ich für die als Mensch nicht zählte. Die kannten mich gar nicht und wollten mich auch nicht kennenlernen, sondern sahen mich nur als Mittel zum Zweck. In der Schule waren es hauptsächlich Mädchen, im Studium Frauen. Ist bis heute so. Karin ist dafür ein gutes Beispiel, wobei ich nie wirklich viel für sie empfunden habe. Neuerdings sind auch noch Männer an mir interessiert. Das ist echt nervig! Da habe ich mir einen Schutzmantel zugelegt und eine Maske aufgesetzt und versuche grundsätzlich jeden auf Distanz zu halten. Deswegen wirke ich auf die meisten Menschen unfreundlich, arrogant und herablassend. Nur meine Familie und engsten Freunde wissen, wer ich wirklich bin und das ist jemand ganz anderes. Dass ich dich dadurch abgeschreckt habe, tut mir wirklich leid. Du hast mich ja von Anfang an interessiert, aber... es ist schwer so etwas abzulegen. Außerdem musste ich sichergehen, dass ich mich nicht irrte." Sakura verstand ihn, daher nickte sie. Wenn sie vorher miteinander geredet hätten, hätte sie sich manches ersparen können. Aber hätte, hätte...

"Und wie lautet das Ergebnis?" Er sah sie verblüfft an, bevor er grinste. "Nun, die letzten Stunden sollten dir das Ergebnis doch mitgeteilt haben, oder?" Doch sie blickte ihn weiterhin ernst an, sie wollte ein Antwort. "Um es klar zu stellen: Ich habe mich nicht geirrt. Du bist interessant, witzig, klug, warmherzig, kreativ, manchmal etwas naiv, humorvoll,...großzügig.", hierbei küsste er sie auf ihre Schulter. "Kurz: Du bist jemand besonderes." Sasuke grinste wieder, was sie dazu veranlasste, es ihm gleich zu tun, während sie die Beine wieder anzog und ihren Kopf auf die Knie legte.

"Allein diese Situation hier ist anders und neu für mich. Keine Frau hat bisher nach dem Sex mit mir soviel geredet, wollte etwas von mir wissen. Du bist interessiert und neugierig. Du willst wirklich begreifen, was für ein Mensch ich bin. Das finde ich schön. Außerdem bist du die erste Frau, die wissen will, was mir gefällt, wie ich empfinde. Was du vorhin mit mir angestellt hast, war...der Wahnsinn. Daran könnte ich mich echt gewöhnen." Der junge Mann nahm ihre Hand und begann diese zu küssen und sich langsam ihren Arm hochzuarbeiten. "Ich würde das gerne vertiefen.", raunte er.

Auf der einen Seite war sie sehr glücklich über das Gesagte, auf der anderen Seite...er wirkte auf sie so abgeklärt, so erfahren. Was, wenn er doch nur mit ihr spielte? Sie glaubte es zwar nicht, aber sie konnte es auch nicht ausschließen. Wieder begangen die Gedanken in ihrem Kopf zu kreisen.

Als ob Sasuke es geahnt hätte, begann er ihren Rücken zu streicheln und sie dabei zärtlich anzusehen. "Sakura, ich habe ein Vorleben genauso wie du. Ich schätze meins ist etwas umfangreicher als deins und ja, es waren zum größten Teil One-Night-Stands. Aber eins musst du wissen: Wenn ich eine Beziehung eingehe, dann zählt für mich nur diese. Wenn eine Frau wirklich mein Herz erobert, dann hat sie mich am Hals, solange bis sie mich wieder wegschickt. So bin ich nun mal." Er grinste arrogant. Sakura sah ihn mit großen Augen an und schluckte, weil sie Unbehagen vor der Antwort auf ihre nächste Frage hatte. "Wie oft ist das schon vorgekommen?"

"Wie mit dir?" Sie nickte und er schwieg eine Weile, als ob er lange nachdenken müsste. "Erst einmal und zwar genau jetzt." Sasuke lächelte und beugte sich zu ihrem Ohr. "Denn ich gehöre nur dir, kora."

Die Augen von Sakura füllten sich mit Tränen. Sie schlang die Arme um ihn und zog ihn an sich. Die Freude über diese ungewöhnliche Liebeserklärung nahm ihr fast den Atem. Die nächsten Worte konnte sie daher nur noch flüstern: "Und ich gehöre nur dir, anata."

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Hi,

so Ihr Lieben, das wäre geschafft. Ich hoffe, es hat Euch gefallen.

Da hat doch die kleine schüchterne Sakura mal klar gesagt, was sie will. Geht doch!

Die Nacht wäre jetzt erstmal vorbei... ja, leider. Gönnen wir den beiden mal `ne Pause. :) Der nächste Morgen wartet schon...und so langsam (gaannnzzz langsam) bewegen wir uns auf das Ende zu. :( Aber noch ist es nicht soweit und bis dahin...Ach wisst Ihr was, das müsst Ihr schon selber lesen! ;-)

Ich hoffe, Ihr seid nächste Woche wieder dabei.

Bleibt neugierig!

LG, winter