Anne with an E: The Story continues

GeschichteRomanze / P16
Anne Shirley/Blythe Diana Barry Gilbert Blythe
06.12.2019
07.12.2019
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Es war der fünfte September und es war eine klare Nacht. Die Sterne strahlten um die Wette. Anne hatte sich mit einem Stuhl ans offene Fenster gesetzt und lehnte sich mit ihren Unterarmen an das Fenstersims. Anne fühlte sich beinahe wie beflügelt. Sie war so glücklich. Sie hatte das College seit einigen Tagen angefangen, Diana konnte glücklicherweise doch mit ihr in die Schule gehen und das Beste von allem Gilbert liebte sie. Ihre Liebe war nicht unerwidert, so wie sich gedacht hatte. Sie fühlte sich ziemlich dumm, weil sie zu Anfang fast gehofft hatte, dass er ihre Gefühle nicht erwiderte, weil das ziemlich romantisch war, aber das was sie jetzt hatte war tausend Mal besser. Wahre Liebe war viel besser.
Während sie die Sterne anstrahlte, kam sie nicht umhin daran zu denken ob Gilbert wohl auch gerade hinauf auf den Sternenhimmel schaute. Ob die Sterne bei ihm auch so hell schimmerten?
Der Gedanke trübte sie, weil er nicht bei ihr war. Das war das einzige, was ihre Stimmung trüben könnte.

Sie atmete tief ein um dieses bedrückte Gefühl in ihrem Herzen loszuwerden. Es funktionierte nicht, was auch zu erwarten war.
„Sind die Sterne nicht wunderschön“, sagte sie zu Diana, die in ihrem Bett sass und noch an einem Buch las.
Diana erwiderte lächelnd ihren Blick und stellte sich neben sie um ebenfalls nach oben zu sehen.
„Da hast du wohl Recht“, sagte sie und für einige Sekunden verweilten sie dort. „Ich habe gesehen du hast heute einen Brief bekommen.“
Anne strahlte ihre beste Freundin an und nickte eifrig. „Von Gilbert, nehme ich an?“
„Ja, er hat mir geschrieben, dass auch bei ihm die Schule angefangen hat, aber es scheint so, dass er in nächster Zeit viel mit dem Studium beschäftigt sein wird. Wir werden uns wohl erst wieder in den Weihnachtsferien sehen“, sagte Anne am Schluss traurig.
Diana legte mitfühlend eine Hand auf ihre Schulter. „Denk immer daran, dass ihr euch beide liebt und wenn es wahre Liebe ist, werdet ihr auch die lange Distanz überstehen.“
Anne seufzte laut. „Ich hoffe es.“

Später an diesem Abend setzte sich Anne an ihren Schreibtisch, eine einzelne Kerze war die einzige Lichtquelle im Raum. Diana schlief bereits friedlich.
Sie musste Gilbert noch zurückschreiben und das sie den Brief morgen früh verschicken konnte, musste er heute Nacht noch fertig werden.

Lieber Gilbert,
Ich habe hocherfreut deinen Brief empfangen. Wie sehr es mich freut, dass es dir dort gefällt. Ich kann gar nicht genug bekommen von deinen neuen Erfahrungen – dann ist es so als ob ich selbst mit dir dort bin. Ich muss dich unbedingt mal besuchen kommen – ich möchte sehen wo du zur Schule gehst und all deine Schulkameraden kennenlernen.
Ich hoffe doch, dass du ab und zu an mich denkst und mich nicht vergisst.
Ich vermisse dich mit jedem weiteren Tag mehr und mein Herz lechzt sich nach dir. Ich kann es immer noch nicht glauben. Das mich jemand mal auf diese Weise ansehen könnte und mich küssen will. Du hast all meine kühnsten Träume erfüllt.
Bist du dir auch sicher, Gilbert?  …
Das was ich jetzt schreibe, sage ich nicht leichtfertig, aber es nagt schon lange an mir.
Natürlich würde ich es verstehen, wenn du in Toronto jemand hübscheres finden würdest und mich nicht mehr lieben könntest. Ich sage nicht, dass es mich nicht verletzen würde. Ich will einfach nur das Beste für dich, weil ich dich liebe und um die volle Wahrheit zu sagen ich weiss nicht, was du in mir sehen könntest. Ich weiss wie ich aussehe und ich sehe nicht wie eine Diana aus. Ich bin blass, habe rotes Haar und Sommersprossen.
Es tut mir leid, ich will dich auf keinen Fall vergraulen, aber all das ist rätselhaft für mich. Ich fühle mich, als habe ich dich einfach nicht verdient.
Ich wünschte du wärst hier und könntest mich beruhigen. Ich wünschte ich hätte deinen wundervollen Brief nicht zerrissen und dass wir mehr Zeit miteinander gehabt hätten, aber es ist so wie es ist.
Ich kann gar nicht daran denken, dass ich noch vier Monate warten muss, bis ich dich wiedersehen kann. Es schmerzt mein Herz.
In Liebe deine Anne
PS: Fürs erste kann ich dir nichts Neues berichten, aber glaub mir auch ich habe genug in der Schule zu tun.


Anne lehnte sich zurück und sah auf ihren geschriebenen Brief. Sie hatte beschlossen Gilbert über ihre Sorgen zu berichten. Schon lange konnte sie diese Gedanken nicht verwerfen. Auch wenn sie seit einiger Zeit damit abgeschlossen hatte, wie sie aussah, fand sie es doch äusserst verwunderlich, dass er sie mögen sollte.
Sie hätte es in ihrem Leben nie in Erwägung gezogen, dass jemand je in sie interessiert sein könnte. Sie faltete das Blatt Papier zusammen und legte ihn in einen Umschlag.
Als sie sich ins Bett legte und die Augen schloss, sah sie sein Gesicht vor Augen. Seine Augen glühten und blickten in ihre. Sie dachte daran, bevor er gegangen war, wie er nochmal aus der Kutsche gesprungen war und sie lächelnd geküsst hatte.
Das war real gewesen und bei dem Gedanken schlich sich eine Träne in ihre Augenwinkel. Sie vermisste ihn so sehr.

Nach zwei Monaten wurde es immer schwerer. Die Distanz wurde beinahe unerträglich und das hatte auch einen Grund. Seit zwei Wochen hatte sie keinen Brief mehr von Gilbert erhalten und der letzte Brief war auch eher spärlich gewesen. Sie hatte zuerst geduldig gewartet und sich darüber auch nicht gewundert. Er war bestimmt mit dem Studium beschäftigt, aber normalerweise schrieb er ihr mindestens einen Brief pro Woche.
Sie machte sich Sorgen, ob er sie bereits vergessen hatte und jemand anderen gefunden hatte. Tränen hatten sich in ihre Augenwinkel geschlichen und so hatte Diana sie in ihrem gemeinsamen Zimmer gefunden.
„Er hat sicher schon mit mir abgeschlossen“, sagte Anne ganz aufgewühlt und warf sich in ihre Arme. Diana strich ihr mit den Händen mitfühlend über den Rücken. „Beschwör jetzt nicht das schlimmste, es gibt ganz sicher eine plausible Erklärung dafür und vielleicht hat er wirklich keine Zeit im Moment.“
„Ja, aber was wenn nicht? Ich halte das nicht aus, nicht zu wissen was los ist und vielleicht plant er mit mir Schluss zu machen, wenn wir uns an Weihnachten wieder sehen – deshalb war sein letzter Brief so kurz angebunden. Er hat in Toronto sicher schon jemand anderes gefunden, jemand der immer da ist und jemand hübscheres.“
Diana löste sich von der Umarmung damit sie ihre Freundin ansehen konnte. „Jetzt hör mir mal zu Anne, du bist wunderschön und wenn er etwas anderes denkt ist er dumm und hat dich nicht verdient. Ausserdem reimst du dir im Kopf gerade das schlimmste zusammen, also hör sofort auf damit“, Diana seufzte laut. „Ich habe eine Idee, bitte sag mir was du davon haltest – natürlich musst du meinen Rat nicht befolgen.“
Anne runzelte leicht die Stirn und nickte. „Ich schlage vor, dass du morgen nach der Schule sofort den nächsten Zug nach Toronto nimmst und ihn selbst zur Rede stellst. Du wärst Samstagnachmittag bei ihm und ihr könntet euch aussprechen. Ich denke er musste so schnell abreisen, vieles was wichtig gewesen wäre, blieb ungesagt. Natürlich habt ihr etliche Briefe geschrieben, aber das ist nun mal nicht das gleiche. Was denkst du?“
Anne lächelte leicht und umarmte sie stürmisch. „Ich denke, das ist das einzig richtige zu tun. Ich kann nicht warten bis es Weihnachten ist und darauf warten, dass er das mit uns beendet – ich muss jetzt Gewissheit haben. Danke, Diana.“
„Schon gut.“

Der nächste Schultag fühlte sich länger an als sonst. Die Minuten wollten einfach nicht verstreichen, vielleicht weil sie heute ausnahmsweise mal überhaupt keine Lust auf Schule hatte. Sie konnte Queens heute gar nicht schnell genug verlassen.
Sie hatte Ihre Tasche mit ihren Sachen bereits gepackt, weil sie keine Zeit verschwenden wollte. Anne verstaute ihre Bücher im Zimmer und mit Diana zusammen ging sie zum Bahnhof. Der Zug sollte in zehn Minuten ankommen, also musste sie nicht mehr lange warten.
Diana umarmte sie auf einmal ganz fest und für einen Moment blieben sie so stehen. „Versprich mir, dass du dir keine Gedanken darum machst, was du wohl erwarten könntest. Ich habe in Gilberts Augen gesehen, wie sehr er dich liebt. Erinnere dich daran, wie er zu dir gerannt ist, als ich ihm von dem Brief erzählt habe. Er hat für dich alles stehen und liegen lassen. Erinnere dich daran.
Ich hoffe du kommst glücklicher zurück, als du es jetzt bist.“
„Das hoffe ich auch“, lächelte Anne und sah auf einmal an sich herunter. „Wie sehe ich aus?“ Ihre Stimme klang nun fast panisch.
Sie hatte sich für heute besonders hübsch angezogen. Anne hatte sich so gefreut gestern Abend und etliche Outfits wieder und wieder anprobiert. Sie konnte es gar nicht erwarten Gilbert wiederzusehen und wollte schön für ihn aussehen. Diana und Ruby hatten ihr gestern schon geholfen das richtige Outfit zu finden, aber sie musste trotzdem nochmal fragen.
Sie hatte sich für einen hellgrünen Rock entschieden, dazu trug sie eine weisse Bluse und ebenfalls eine grüne Jacke. Dazu passend trug sie einen grünen Hut und beige Handschuhe.
Das gleiche Outfit hatte Tante Josephine ihr damals geliehen und später sogar geschenkt. Sie hatte dieses Outfit schon lange nicht mehr getragen und ganz vergessen, dass es in ihrem Schrank lag.
„Ganz ruhig“, sagte Diana mit ruhiger Stimme. „Du siehst atemberaubend aus – alles ist perfekt.“
Anne atmete beruhigt aus und da fuhr der Zug gerade in den Bahnhof ein. „Danke.“

Da der Weg mehr als zwanzig Stunden dauerte hatte sie im Zug die Kabine mit Schlafgelegenheiten gebucht. Anne teilte das Abteil mit sechs weiteren Reisenden, aber das machte ihr nichts aus. Ein Bett war ein Bett und immerhin waren Männer und Frauen getrennt.
Zuerst ging sie aber in den Speisewagen um vorher noch etwas zu essen. Danach ging sie in das Abteil, dass sie gebucht hatte und legte sich in ein freies Bett. Ihren Hut, die Schuhe und ihre Tasche legte sie unters Bett.
Sie schnappte sich das einzige Buch, welches sie mitgenommen hatte und begann an der Stelle weiter zu lesen, wo sie aufgehört hatte. Es war Stolz und Vorurteil von Jane Austen.
Sie vertiefte sich absichtlich in das Buch, zumindest so gut es ihr gelang. Sie wollte nicht daran denken was sie wohl in Toronto erwartete.
Sie dachte nur daran, was Diana ihr gesagt hatte. Gilbert liebte sie und daran musste sie glauben.
Nach einigen Stunden, es war bereits dunkel geworden, spürte sie, wie ihre Lider schwer wurden. Anne legte ihr Buch unters Bett und schloss die Augen, aber auf einmal war sie überhaupt nicht mehr müde und konnte ihre Nervosität nicht abschütteln.
Aus einem unergründlichen Grund dachte sie auf einmal an Ruby und die anderen Mädchen, wie sie alle reagiert hatten, als sie das von ihr und Gilbert gehört hatten.
Natürlich waren alle sehr überrascht gewesen. Darüber, dass Anne sich überhaupt für Gilbert interessiert hatte und das Gilbert ihre Gefühle erwidert hatte. Besonders Josie war über das letztere überaus erstaunt gewesen. Anne versuchte es nicht persönlich zu nehmen und sie kannte ja ihre Freundin.
Jane und Tillie hatten sich nach dem ersten Schock, aber sehr für sie gefreut und wie wild gekichert.
Besonders über Rubys Reaktion hatte sie ein wenig Angst gehabt. Sie wusste wie lange Ruby schon in Gilbert verknallt gewesen war, aber anscheinend war das gar nicht mehr der Fall.
„Wir haben sowieso nicht zusammen gepasst“, hatte Ruby gesagt. „Ich habe sowieso damit abgeschlossen, dass er wohl nie Interesse an mir hat und ich freue mich für dich Anne, ehrlich.“ Es hatte aufrichtig geklungen und Anne war froh.
„Ausserdem… ich glaube ich mag Moody lieber“, hatte Ruby noch hinzugefügt.
Alle Mädchen drehten verwirrt den Kopf zu ihr, damit war das Thema Gilbert fürs erste abgeschlossen.
Es verging eine weitere Stunde, bevor sie endlich einschlief.
Sie erwachte ausgeschlafen und mit hungrigem Magen. Sie war froh über das Frühstück, das es gratis dazu gab und setzte sich an einen freien Tisch im Speisesaal.
Der Tag war wunderschön, die Sonne schien hell und sie konnte es kaum erwarten nach draussen zu gehen und die frische Luft einzuatmen.
„Entschuldige, Miss?“, wurde sie auf einmal angesprochen und sie sah auf. Ein junger Mann mit einem etwa fünfjährigen Kind auf dem Arm stand vor ihr. „Ist hier noch frei?“
Er zeigte auf den gegenüberliegenden Platz von ihr. „Natürlich, sicher“, sagte sie schnell und lächelte die beiden an.
Ein alleinerziehender Vater sah man auch nicht alle Tage. Sie unterhielt sich etwa eine halbe Stunde mit den beiden, bevor sie wieder in ihr Abteil ging und darauf wartete, bis sie endlich ankamen.
Es würde noch zweieinhalb Stunden dauern und Anne spürte, wie die Anspannung immer mehr und mehr wuchs. Sie hörte beinahe schon das Klopfen ihres Herzens, wie es immer lauter und schneller schlug.
Als es nur noch zehn Minuten dauerte, ging sie zur Toilettenkabine und machte sich ihre Frisur nochmal zurecht. Sie sah fast noch so aus, als sie sich von Diana verabschiedet hatte. Man konnte ihr fast nicht ansehen, dass sie eine sehr lange Reise hinter sich gehabt hatte, naja fast.

Anne sass auf einer Bank am Bahnhof in Toronto. Vor zwanzig Minuten hatte sie sich dort hingesetzt und sich seitdem nicht bewegt.
Verdammt, steh schon auf!, sagte sie verärgert zu sich selbst. Du kannst das!
Laut ein und ausatmend, stand sie auf und verliess endlich den Bahnhof. Sie fragte den erst besten, wo sich die Universität befand und ging dann zielstrebig den Weg entlang. Es befanden sich viele Leute auf den Strassen und sie musste aufpassen sich nicht zu verlaufen.
Irgendwann merkte sie, dass zwei Studenten vor ihr den genau gleichen Weg nahmen wie sie und nun etwas beruhigt folgte sie ihnen.
Es dauerte nicht lange und sie stand vor dem grossen Gebäude der Universität. Es sah atemberaubend aus und sie konnte sich gut vorstellen, wie schön es hier sein musste.
„Entschuldige, Miss?“, fragte sie jemand von hinten und sie drehte sich erwartungsvoll um.  Es war ein Junge, etwa in ihrem Alter. Er hatte braunes Haar und sah sehr sympathisch aus.
„Entschuldige, dass ich frage, aber bist du neu hier? Du siehst ein wenig verloren aus.“
„Ist das so offensichtlich“, sagte sie lächelnd. „Ich suche meinen… einen Freund. Er geht hier zur Schule – er heisst Gilbert Blythe. Kennst du ihn vielleicht?“
Er lachte leise auf. „Zufälligerweise kenne ich ihn, da hast du aber Glück. Wir haben zusammen einige Stunden zusammen.“
„Würdest du mich zu ihm bringen?“, sagte Anne und war so froh, dass er sie angesprochen hatte. So ging doch alles viel schneller.
„Natürlich. Ich bin übrigens Ethan und du?“
„Ich bin Anne.“
Er ging am Hauptgebäude vorbei und sie gingen einen Weg entlang zum Wohnhaus für die Studenten. „Er wird wahrscheinlich in seinem Zimmer sein. Ich glaube nicht, dass er noch Unterricht hat.“
Anne nickte. Sie betraten das Gebäude und er ging zielstrebig in den zweiten Stock. „Du hast Glück, dass ich zufälligerweise vor ein paar Wochen bei ihm war. Sonst wüsste ich nicht, wo sein Zimmer ist.“
Auf einmal blieb er vor einer bestimmten Tür stehen. „So, da wären wir.“ Er klopfte bestimmt an die Tür und sie warteten einige Sekunden.
Anne stellte sich unbewusst hinter Ethan. Sie fühlte sich so unsicher. Würde Gilbert sich freuen oder würde er sich ärgern, wenn er sie sah?
Die Tür wurde geöffnet und sie sah Gilberts Gesicht vor Ethan. Ihr Herz machte einen Sprung. Noch immer versteckte sie sich leicht hinter ihm und deshalb sah Gilbert sie nicht.
Er sah noch immer so aus, wie als sie sich zum letzten Mal gesehen hatte.
„Entschuldige für die Störung, aber diese hübsche Dame sucht dich“, sagte Ethan und bemerkte auf einmal, dass sie hinter ihm stand und machte nun einen Schritt nach links.
„Anne?“, rief Gilbert überrascht.
Sie konnte ihm nicht in die Augen sehen und starrte stattdessen auf den Boden.
Plötzlich spürte sie, wie sie in eine enge Umarmung gezogen wurde. „Anne!“  Tränen traten in ihre Augen, als sie seine Nähe spürte und seinen unverwechselbaren Geruch wahrnahm. Sie schlang nun auch ihre Arme um ihn. „Gilbert!“
Als sie sich lösten, bemerkte Anne, dass Ethan immer noch hier war und errötete peinlich berührt. „Tut mir leid“, sagte sie schnell zu ihm.
Er winkte ab. „Dann geh ich mal. War ja klar, dass so ein hübsches Mädchen schon vergeben ist. Hat mich gefreut, Anne.“
„Mich auch“, lächelte sie und winkte zum Abschied.
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