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Ewigkeit - im Spiegel der Zeit

von truber
GedichtPoesie / P12 / Gen
03.12.2019
10.07.2020
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03.12.2019 181
 
In Zukunft wirst du sehen,
und vorher kannst du nicht
den Lauf der Zeit verstehen,
den Strahl vom Sonnenlicht,
die ganzen neuen Tage,
die spätre Erdenwelt;
zu halten noch die Waage
der Schöpfung ist was zählt.

Ich weiß nicht, was wird kommen
und was ist dann erreicht,
der steilste Berg erklommen,
doch auch das Herz erweicht?
Ja, haben wir gewonnen,
wenn uns der Fortschritt trägt?
Wahrscheinlich ist zerronnen,
wo Freud ward angeregt.

So gelte zu bewahren
was unsre Seele tränkt,
statt laufen mit den Scharen,
verkennend was geschenkt.
Gott kann uns Menschen heilen,
getrieben, viel zu viel,
wir dürfen auch verweilen,
der Geist steht manchmal still.
Es strebt gar alls entgegen,

es wird so vieles leicht,
und doch wird unser Leben
von Forderung verseucht.
Die Glücksquell wird versiegen,
es fehlt die echte Ruh,
entkräftet bleib ich liegen,
ohn allzu viel zu tun.

Ein Schein trifft auf die Erde
an diesem einen Tag,
erkaltet Krieges Herde,
verflüchtigt alle Plag.
Ein Sieg in fernen Zeiten -
er öffnet's güldne Tor;
den Mensch wird nicht begleiten,
dass er die Welt verlor.

März 2018
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