Ein Leben danach

GeschichteRomanze, Freundschaft / P16
OC (Own Character) Severus Snape
03.12.2019
04.03.2020
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03.12.2019 718
 
Wenn ich morgens das Haus verlasse sind die Straßen meistens schon gut belebt. Die „Rushhour“ wenn man sie in der Stadt so nennen darf ist dann schon im vollen Gange. Viele fahren mit ihren Autos in das 40 Kilometer entfernte Edinburgh. Auto fahren ist nichts für mich. Das ist mir alles nicht geheuer, ich laufe lieber die zehn Minuten an der Promenade entlang zu meiner Apotheke. Sie liegt direkt zwischen einem kleinen Café, in dem ich jeden Morgen einen Breakfast Tea trinke und einem leerstehenden Reisebüro.
Heute Morgen verlief mein Tag jedoch etwas anders. Ich habe diese Nacht kaum geschlafen. Jedes Mal, wenn ich auch nur in eine paar Minuten in den Schlaf fiel, schreckte ich auf. Es waren die Augen Voldemords dich ich sah. Hin und wieder habe ich diese Phasen. Ich sehe IHN und mir wird schmerzlich bewusst was ich alles getan habe.
Und so mache ich mich früher als gewöhnlich fertig. Ich dusche kalt, um der Müdigkeit Herr zu werden. Draußen ist es kalt, nicht ungewöhnlich für einen trüben November. Angezogen und in den grün, silbernen Schal eingepackt verlasse ich das Haus. Ich nehme die Umgebung kaum wahr. Das wird heute nicht mein Tag, aber irgendwie muss ich diesen überstehen. So betrete ich das Café und werde schon freundlich von Sam, dem Barista begrüßt. „Guten Morgen Mister Snape, Tee wie immer?“ ich schüttle den Kopf „Ich bevorzuge einen Kaffee, oder lieber Espresso, stark bitte!“ Sam nickt und beginnt die Kaffeebohnen zu mahlen. Ich setzte mich. Das Café ist schon warm und bevor ich rüber in die Apotheke gehe beschieße ich den Kaffee hier zu trinken. Den Mantel und Schal ziehe ich aus und hänge ihn über meinen Stuhl. Unbemerkt von mir setzt sich jemand gegenüber. Ich bin noch so verschlafen, dass ich es erst bemerkt als Sam mir die kleine Espressotasse und ein Glas Wasser vor die Nase stellt: „Hey Sarah, was darf ich dir bringen?“ „Einen Breakfast Tea bitte.“ Die liebliche, melodische Stimme meiner Mitarbeiterin erklingt direkt vor mir. „Guten Morgen Severus, Sie sehen heute sehr verschlafen aus.“ Sarah lächelt und ich kann es nur müde erwidern „Danke, das hört man doch immer wieder gerne.“ Erwidere ich und nippe an meinem Getränk. „Entschuldigen Sie, aber Sie sehen nun mal aus als wären Sie gerade erst wachgeworden. Außerdem sind Sie eher der To – Go Mensch, solange ich für Sie arbeite haben Sie sich hier nicht hingesetzt und waren auch noch nie so früh hier.“ Sam trat erneut an den Tisch und stellte ihr den Tee hin. Unter den kleinen Teller, auf dem die Tasse stand, war ein Zettel geklemmt „Würde dich gerne wiedersehen – Sam“ „Haben Sie nichts Besseres zu? Als mich jeden Morgen zu beobachten, zum Beispiel eine Unterhaltung mit Sam führen“ ich nickte zu dem Zettel „Ach wissen Sie Severus, er versucht es seit dem ich hier bin und versteht ein einfaches NEIN nicht.“ Sogleich nahm Sarah den Zettel und zerknüllte ihm „Außerdem …“ fügte sie hinzu „…beobachte ich Sie ziemlich gerne. Sie habe etwas Geheimnisvolles an sich, das ist interessant und ich mag interessante Dinge.“ Ihr Lächeln durchfuhr mich. War das ein Flirtversuch? Als ob sie mit einem wie mir flirten würde. „Ich habe nicht sonderlich gut geschlafen.“ Sagte ich, um auf das Thema zurückzukommen „Es war eine kurze Nacht. Bevor ich zu Hause aus dem Fenster starre wollte ich einen Wachmacher.“ Fügte ich hin zu. Sarah sah mich so aufmerksam an, dass ich unterbewusst meinen Geist verschloss „Ich verstehe.“ Sie nickte „Ich hoffe der Kaffee weckt Sie. Ansonsten falls sie etwas Ruhe brauchen, kann ich den Laden heute auch alleine öffnen.“ Bot sie an „Nein, vielen Dank, aber das werde ich schon hinbekomme.“ Stirnrunzelnd sah sie mich an „Alles in Ordnung?“ fragte ich sie. Doch sie nickte nur und trank ihren Tee. „Wissen Sie Severus, ich weiß eigentlich nichts über Sie.“ Stellte Sarah fest „Da gibt es nicht viel zu wissen. Nichts Interessantes oder besonderes.“ Ich zuckte mit den Schultern und trank meinen Espresso aus. Um das Thema nicht weiter zu vertiefen, denn es war mir unangenehm über mich selbst zu sprechen, geschweige denn irgendetwas zu erzählen, stand ich auf. „Ich sehe Sie dann gleich nebenan. Lassen Sie sich Zeit, wir öffnen erst in einer Stunde.“ Sarah nickt schweigend. Am Tresen bezahlte ich meinen Espresso und ihren Tee und verließ das Café.