Geschichte: Freie Arbeiten / Poesie / Leben / Pessimist

Pessimist

GeschichteSchmerz/Trost / P12
03.12.2019
03.12.2019
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pessimist


ich würde gerne erkennen, wie verletzlich ich eigentlich bin,
würde ich es wissen, wäre es dann weniger schmerzlich?
ich will widerstehen, denn noch ein zug,
alles färbt sich rot, ich verliere zu viel blut,
darin erkenne ich keinen sinn.

was haben sie davon, wenn ich sie kenne?
ich würde gerne lieben, ist eine unter ihnen?
ich werde zum monster, ich habe es dir befohlen,
gib mir zurück, was du mir hast gestohlen,
ich will nicht eine nach der anderen verlieren.

doch es gibt keine sieger, liebe ist krieg,
leben aber auch, so stehe ich immer wieder auf,
ich erhebe mein haupt und blicke nieder auf die bleichen
von traurigkeit und selbstmitleid zerfressenen leichen.
so wie sie habe ich keine gnade verdient.

und mit keinem wisch wisch´ ich es davon,
mit keinem wink winkt mir der zaunpfahl,
der sand bleibt trocken, die öde bleibt kahl,
es gibt keine lösung, nichts zu erkennen,
es gibt kein ende und keine wahl.
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