Herz oder Kopf?

GeschichteRomanze, Freundschaft / P16
Harvey Specter Michael "Mike" Ross OC (Own Character) Rachel Zane
03.12.2019
15.01.2020
7
16506
1
Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
 
Jeff. Der Angeklagte war tatsächlich Jeff. Jeff Miles, mein Ex-Freund. Meine Gedanken spielten in diesen Sekunden verrückt, ich wusste nicht, ob ich ihn ansehen oder so tun sollte, als würde ich ihn nicht erkennen. Dieser Gedanke wurde aber schnell verworfen, da sich unsere Blicke trafen. Ich senkte so schnell ich konnte meinen Blick, allerdings hat Jeff mich gesehen und sicherlich auch erkannt. Unsere Beziehung war erst seit 2 Jahren Vergangenheit, aber in diesem Moment fühlte sich alles wieder so nah an. Alle Erinnerungen die ich an Jeff und unsere Beziehung hatte kamen innerhalb von Sekunden zurück, dabei hatte ich mir damals bei der Trennung vorgenommen, nie wieder an diese Zeit zu denken und damit abzuschließen. Wir waren 4 Jahre ein Paar und diese 4 Jahre waren geprägt von Misstrauen und teilweise auch Gewalt mir gegenüber. Er schlug mich, nicht täglich und nicht fest, aber er tat es. Immer und immer wieder versprach er mir, sich zu ändern und bat mich, bei ihm zu bleiben, weil er mich liebte. Trotz all dieser leeren Worte bin ich so eine lange Zeit bei ihm geblieben und habe mich behandeln lassen, wie es kein Mensch den man liebte verdient hatte, behandelt zu werden. Nach alledem was passiert war, wunderte es mich nicht, Jeff hier auf der Anklagebank sitzen zu sehen. Ich war mir nicht sicher, ob ich es schaffte, die komplette Verhandlung hier sitzen zu können. Ich versuchte, mich zusammen zu reißen, weil das hier jetzt mein Job war und mein Privatleben dort nichts zu suchen hatte.

»Alles in Ordnung mit Ihnen?«, fragte mich Harvey von rechts und beugte sich etwas zu mir rüber. Ich wurde aus meinen wirren Gedanken gerissen und zuckte kurz zusammen. »Bitte, was? Ja, ja. Alles in Ordnung. Ich bin nur... etwas nervös«, entgegnete ich glaubhaft. Dennoch schaute Harvey mich skeptisch mit zusammengekniffenen Augen an. Es war, wie als könnte er mich lesen. Fast schon unheimlich, aber irgendwie auch anziehend.

Die Verhandlung begann und wir erhoben uns alle von unseren Plätzen, während der Richter die Anwesenheit von allen Beteiligten checkte und uns dann aufforderte, uns wieder zu setzen. Ein Justizangestellter las daraufhin die Anklageschrift vor, die sich noch krasser anhörte, als den Sachverhalt, den ich vorhin im Auto gelesen hatte. Ob das daran lag, dass ich jetzt wusste, dass der Angeklagte Jeff war? Wahrscheinlich. Ich atmete tief ein und aus um mich etwas zu beruhigen und meinen Stresslevel zu senken. Ich musste den Tatvorwurf erst einmal sacken lassen. Das, was eben vorgelesen wurde gleicht einem Horrorszenario. Harveys Mandant war an einem späten Abend an einer Tankstelle und musste dort auf die Toilette. Diese war hinter der Tankstelle und für jedermann zugänglich, nicht wie sonst üblich nur durch einen Schlüssel eines Tankstellenmitarbeiters zugänglich. Nach dem Toilettengang wusch er sich die Hände, als er in den Spiegel sah und dort plötzlich Jeff erblickte, der hinter ihm stand. Er drehte sich erschrocken um und ehe er fragen konnte, was Jeff von ihm wollte, hielt dieser ihm eine Waffe an den Hals und forderte ihn auf, ihm Geld und Handy zu geben, sonst knallt er ihn ab. Aus purer Angst um sein Leben übergab Harveys Mandant sofort alles, was er bei sich trug, in der Hoffnung, aus dieser Situation lebend heraus zu kommen.

Ich konnte immer noch nicht ganz begreifen, dass Jeff zu so etwas fähig war und gewillt war, diesen unschuldigen Mann zu töten, wenn er nicht tat, was er verlangte. Die Verhandlung zog sich mittlerweile über zwei Stunden und ich hatte mehrere Seiten meines Blocks beschrieben.

»Ist es richtig, dass Sie sich an besagter Tatnacht in einer psychischen Ausnahmesituation befanden, Mr. Miles? Wie ich gelesen habe, sollen Sie Schulden gehabt haben? Handelten Sie deshalb so und überfielen den Geschädigten?«, fragte der Anwalt an die Anklagebank gerichtet. Harvey erhob sich wie vom Blitz getroffen neben mir.

»Einspruch, euer Ehren. Schulden sind in unserem Rechtssystem noch kein Grund, um einen skrupellosen schweren Raub auf andere, in diesem Fall an meinen Mandanten, zu verüben. Mein Mandant leidet seit dieser Nacht unter Angstzuständen und ist in psychiatrischer Behandlung. Suchen Sie nicht nach Gründen, die seine Tat rechtfertigen beziehungsweise sich strafmildernd auswirken. Der Angeklagte nahm die schwere gesundheitliche Schädigung meines Mandanten billigend in Kauf, um aus seiner misslichen, aber vor allem selbstverschuldeten Lage, heraus zu kommen. Dafür gehört er bestraft«, konterte Harvey.

Ich sah ihn von unten herab an und war angetan davon, wie überzeugend und selbstbewusst er war. Der Anwalt von Jeff konnte nicht mehr viel dazu sagen, was mir zeigte, dass Harvey seinem Ruf als Top-Anwalt mehr als gerecht war. Was seine Arroganz trotzdem nicht rechtfertigte. Der Richter unterbrach die Verhandlung für 20 Minuten und ich hatte endlich Zeit, etwas zu trinken und durchzuatmen. Ich hatte mich zwar so langsam damit arrangiert, dass der Angeklagte mein Ex war, hoch konzentriert zu sein forderte mich dennoch. Harvey ging noch einmal ein paar Punkte mit seinem Mandanten durch, während ich mir noch ein paar Notizen machte.

»Und, kommen Sie soweit mit? Irgendwelche Fragen?«, hörte ich Harvey neben mir sagen.

»Ja, bisher keine Unklarheiten. Ich werde kurz raus auf die Toilette gehen, geht das?«, fragte ich.

»Klar. Keiner will, dass Sie sich hier einnässen«, antwortete er frech. Ich ließ Harvey ohne ein Wort zu sagen stehen.

Ich musste kurz hier raus und ein bisschen frische Luft schnappen, auch wenn ich nur noch ein paar Minuten Zeit hatte. Ich wusste nicht, wie lange die Verhandlung noch gehen und ob ich es noch so lange aushalten würde, meine Blase nicht zu entleeren. Ich beeilte mich, ließ es mir aber nicht nehmen, meinen Lippenstift noch einmal nachzuziehen. Ein bisschen eitel war doch jeder. Als ich die Toilette verließ sah ich, wie Jeff in Handschellen auf der gegenüberliegenden Seite mit einem Justizbeamten aus der Toilette kam. Er sah mich an und ich ihn, brach den Blickkontakt aber sofort ab und lief mit schnellem Schritt den Gang zum Gerichtssaal zurück.

»Ava, warte! Lass es mich erklären«, rief Jeff mir mit verzweifelter Stimme hinterher. Ich blieb stehen, drehte mich aber nicht um. Was sollte ich machen? Meine Vernunft sagte 'lauf weiter', mein Herz allerdings 'gib ihm die paar Sekunden' und wie so oft gewann mein Herz, weshalb ich mich umdrehte, auf ihn zu lief und mit verschränkten Armen vor ihm und dem Justizbeamten stehen blieb.

»Was willst du, Jeff? Es gibt nichts für dich zu erklären, du bist ein ekelhafter Mensch und solltest dich schämen. Für alles. Für das hier und für das, was du mir angetan hast. Wir sind fertig«, sagte ich mit wütender Stimme und ging in den Gerichtssaal zurück, ohne ihn nochmal zu Wort kommen zu lassen. Das war das erste Mal, dass ich Jeff so direkt und ohne Angst meine Meinung gesagt hatte und es fühlte sich gut an. So gut. Wobei er eigentlich nicht mal das verdient hatte. Harvey stand mit dem Blick in Richtung Türe des Saals, als ob er darauf wartete, dass ich wieder zurückkam. Als er mich sah, wandte er seinen Blick wieder ab. Ich nahm neben Harvey Platz und nur einige Sekunden später erschien der Richter. Wir erhoben uns alle noch einmal von unseren Plätzen.

»Die Verhandlung wird am nächsten Verhandlungstag fortgesetzt und ist hiermit unterbrochen«, ließ der Richter verläuten und ein genervtes Stöhnen ging durch den Saal. Warum der Richter einen zweiten Verhandlungstag ansetzte, konnte sich keiner so recht erklären. Die Tat war klar, alle Aussagen wurden gemacht und es gab ein Geständnis. Worüber sollte also beim nächsten Mal noch verhandelt werden? Keiner wusste das, aber uns blieb nichts anderes, als das zu akzeptieren. Harvey sprang genervt auf, packte die Akten und Unterlagen in seine Aktentasche und verschwand mit seinem Mandanten nach draußen. Er ließ mich ohne auch nur einen Ton zu sagen hier sitzen. Vielleicht wollte er mit ihm aber auch noch etwas besprechen. Ich packte meine Sachen zusammen und ging ebenfalls nach draußen in der Hoffnung, Harvey dort anzutreffen. Ich dachte, er würde die Verhandlung sicherlich noch mit mir besprechen wollen. Ich konnte ihn zuerst nicht finden, erblickte ihn dann aber zusammen mit seinem Mandanten in der Eingangshalle. Aus Respekt dem Mandanten gegenüber entschied ich mich dazu, noch nicht dazu zu kommen, sondern zu warten, bis Harvey mich herrief oder zu mir kam. Mir war noch nicht ganz wohl dabei, so plötzlich in einem Fall dabei zu sein, ohne dass der Mandant mich kannte. Deshalb wahrte ich lieber zuerst die Distanz, was mir für den Anfang vernünftiger schien. Mehrere Minuten vergingen und so langsam wurde ich ungeduldig. Hatte er mich hier überhaupt registriert? Zu meinem Glück verabschiedeten sich Harvey und sein Mandant kurze Zeit später und er kam zu mir rüber. Er sah immer noch sichtlich genervt aus.

»Kommen Sie, wir fahren wieder zur Kanzlei«, sagte er nur und lief auch schon vorneweg. Hoffentlich wirkte sich die Verhandlung nicht auf sein Verhalten mir gegenüber aus. Das war nämlich in den letzten Stunden durchaus in Ordnung, so konnte es von mir aus auch bleiben.

Zurück bei Pearson&Hardman kamen wir in eine fast leere Kanzlei. Es war bereits nach 18 Uhr und nur noch ein paar fleißige Kollegen waren an ihren Schreibtischen zu finden. Ich steuerte gradewegs in mein kleines Großraumbüro zu, doch weit kam ich nicht. Harvey unterbrach mein Vorhaben.

»Was machen Sie da?«, fragte Harvey mich.

»Ich gehe an meinen Arbeitsplatz. Ist das verboten?«, erwiderte ich verwundert. Harvey verfiel in Gelächter.

»Nein, gehen Sie nicht. Sie kommen mit in mein Büro, jetzt wird nachbereitet, oder meinen Sie, ich nehme Sie mit und Sie können danach Däumchen drehen? So läuft das nicht, holen Sie Ihre Sachen«, befahl er mir mit strengem Ton. Jedes Wort, dass dieser Mann von sich gab hörte sich an, wie gut überlegt. Seine Rhetorik war faszinierend. Obwohl ich langsam echt müde und erschöpft von diesem doch langen Tag war, ließ ich mir nichts anmerken um es mir bei Harvey nicht noch mehr zu verspielen. Da musste ich durch, es würde sicherlich nicht lange dauern, er wollte schließlich auch nach Hause. In seinem Büro angekommen setzte ich mich an einen Tisch, welcher von 2 Ledersofas umgeben war. Mir erschien dieser Platz als groß genug, um meine Unterlagen dort auszubreiten.

»Was machen Sie denn jetzt schon wieder? Kommen Sie her, mein Schreibtisch ist groß genug und ich will auch nicht zu Ihnen rüber schreien«, sagte er genervt.

»Okay«, mehr brachte ich nicht heraus. Ich nahm also meine Sachen und packte sie auf Harveys Schreibtisch. Dieser musste allerdings feststellen, dass der Schreibtisch doch kein Platzwunder war und es ziemlich kuschelig wurde. Ich schlug mein Gekritzel von heute Nachmittag auf und Harvey forderte mich auf, meine Eindrücke zu schildern und ihm einen Einblick zu geben in das, was ich aufgeschrieben hatte. Danach verlangte er von mir einen kurze Zusammenfassung und eine Subsumtion zum Tatvorwurf des schweren Raubes im heutigen Fall. Nachdem ich das in der Uni jeden Tag machte, war das kein Problem für mich und ich ließ mich auch nicht durch seine teils kniffligen Fragen aus der Ruhe bringen. Ich merkte, wie er versuchte, mich aus der Reserve zu locken und eine Schwachstelle zu finden. Das gelang ihm aber nicht und er musste sich eingestehen, dass ich nicht so dumm war, wie er vielleicht am Anfang dachte.

»Sie sind gut, das muss ich Ihnen lassen«, brachte er nur hervor und widmete sich dann wieder seinen Unterlagen. Ich musste schmunzeln und widmete mich ebenfalls wieder meiner Nachbereitung. Eine Stunde verging in der wir beide nichts sagten und trotzdem war es mir nicht unangenehm. Daran konnte ich mich gewöhnen, auch wenn ich so langsam doch endlich nach Hause wollte. Harvey sah von seinen Akten auf und ich konnte erkennen, dass er mich ansah. Ich wartete einige Sekunden ab, ehe ich aufhörte zu schreiben und meinen Blick auf ihn richtete.

»Was ist?«, fragte ich mit gerunzelter Stirn. Hatte ich vielleicht etwas im Gesicht?

»Der Angeklagte. Kennen Sie den?«, fragte Harvey mich direkt und sah mich dabei prüfend an.

Wie kam er da drauf? Mein Herz pochte schneller und ich konnte nichts dagegen tun. Meine Hände wurden schwitzig, dennoch versuchte ich, mir nichts davon anmerken zu lassen. Kann es sein, dass mein Verhalten bei Gericht so auffällig war und er einfach nur eins und eins zusammengezählt hatte? Nein, das glaubte ich nicht. Das wäre reinster Zufall gewesen. Vielleicht will er mich auch nur testen und meine Reaktion sehen? Wie ich damit umgehen würde, wenn ein mir nahestehender Mensch auf der Anklagebank saß? Aber was hatte er davon? Ich konnte mir nicht erklären, warum er mir diese Frage stellte.

»Nein, wie kommen Sie da drauf?«, entgegnete ich nur mit ruhiger Stimme. Harvey kniff leicht die Augen zusammen, so als wüsste er, dass es gelogen war.

»Ihre Reaktion als er in den Saal kam. Sie waren plötzlich so angespannt. Und ich habe gesehen, wie Sie sich mit ihm unterhalten haben, als Sie von der Toilette wieder kamen. Das lässt mich vermuten, dass Sie sich kennen«, erklärte er.

»Haben Sie mir hinterher spioniert???«, fragte ich entsetzt. Woher sollte er es sonst wissen? Ich wusste nicht, was ich davon halten sollte und auch nicht, wie ich mich hier rausreden sollte. Es war, wie als hätte er mich auf frischer Tat beim Lügen erwischt, obwohl er keinen Beweis dafür hatte, dass Jeff und ich uns wirklich kannten.

»Machen Sie sich nicht lächerlich. Ich habe mir kurz die Beine vertreten und Sie beide dann kurz gesehen. Ist das so schlimm für Sie? Sie wären nicht die Einzige, die einen Angeklagten kennt«, fragte er.

»Wir kennen uns nicht. Er hat mich als Anwältin angesprochen und ich habe ihm gesagt, dass ich mit der gegnerischen Partei nicht sprechen werde. Das war alles«, entgegnete ich selbstsicher. Ich hoffte, dass er mir das abnahm, auch wenn diese Lüge auf die Schnelle nicht sehr glaubhaft war. Sicher war es kein Problem, ihm die Wahrheit zu erzählen, allerdings war es Harvey und ich wollte ihm nicht aus meinem Privatleben oder meiner Vergangenheit erzählen. Das ging ihn nichts an. Er nickte daraufhin nur und nahm wieder die Arbeit auf. Wie lange wollte er noch hier bleiben? Ich wollte langsam wirklich nach Hause, wollte das aber auch nicht ansprechen. Also wartete ich darauf, bis er den langen Arbeitstag beendete. 15 Minuten später ließ er seinen Stift auf den Schreibtisch fallen, klappte die Akte zu und löschte das Schreibtischlicht. Ich unterbrach meine Arbeit, da ich nichts mehr sehen konnte.

»Schluss für heute, es war ein langer Tag. Gehen Sie nach Hause und ruhen sich aus, morgen wird es nicht besser«, sagte er und zog sich währenddessen seinen schwarzen Mantel an. Das ließ ich mir nicht zweimal sagen, packte meine Gesetze und Unterlagen zusammen und brachte diese noch zu meinem Arbeitsplatz. Ich zog meine Jacke an, schulterte meine Tasche und sah Harvey auf dem Gang auf mich warten. Wir waren die letzten in der Kanzlei und mussten demnach die Lichter ausmachen. In der Kanzlei herrschte eine ganz andere Stimmung, wenn keiner da war und es draußen dunkel war. Kein Wunder, es war bereits 21 Uhr. Wir stiegen in den Aufzug und standen beide mit dem Gesicht zur Tür. Im Erdgeschoss angekommen stiegen wir gleichzeitig aus und liefen durch die stille Eingangshalle. Das einzige Geräusch welches zu hören war, waren meine Pumps und Harveys Anzugschuhe, welche wie im Takt nebeneinander klapperten.

»Haben Sie Lust, noch was trinken zu gehen? Ich gönne mir das manchmal nach einem langen Tag«, fragte Harvey mich, wie als wäre es das normalste der Welt. Sichtlich irritiert sah ich ihn an, was ihn dazu bewegte, nochmal nachzusetzen.

»Keine Sorge, das bringt Ihnen keine schlechte Beurteilung ein. Weder, wenn Sie Ja noch Nein sagen. Ist nur ein Angebot«, versicherte er mir. Obwohl ich eigentlich nur noch nach Hause wollte, sagte ich zu.

»Eigentlich bin ich ziemlich müde, aber... ach, warum nicht«, meinte ich. Ich tat das insgeheim nur deshalb, weil ich mir erhoffte, dass er mich dadurch vielleicht eher in der Hierarchie der Kanzlei akzeptierte. Wenn das so einfach ging, dann machte ich das. Also spazierte ich mit Harvey aus dem Gebäude heraus und wir fuhren mit dem Taxi in die Bar, in die er nach anstrengenden Tagen ging um den Abend ausklingen zu lassen.
Review schreiben