KATHERINE PIERCE - Vom unschuldigen Mädchen zur lebenden Legende

GeschichteAllgemein / P12
Elijah Mikaelson Katherine Pierce Niklaus "Klaus" Mikaelson
03.12.2019
03.12.2019
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Die letzten Sonnenstrahlen gingen hinter dem Wäldchen unter und kündigten eine ruhige Nacht an, in dieser etwas wunderschönes und gleichzeitig Grauenhaftes passieren sollte. In einer kleinen Holzhütte stand ein junges schwangeres Mädchen mit leicht gebräunter Haut, dichtem dunkelbraunem Haar, einem ovalen Gesicht und braunen Augen. In ihren Augen schimmerten Tränen da sie wusste, dass die Geburt ihres Kindes kurz bevorstand. Sie würde ihren Sohn oder ihre Tochter, ihr eigenes Kind, nie aufwachsen sehen, nie würde sie das Weinen ihres Babys und das kindliche Lachen hören dürfen. Denn sie durfte ihr eigenes geliebtes Kind nicht selbst erziehen, da ihr Sohn/ihre Tochter ein uneheliches Kind und gleichzeitig eine Schande für ihre Familie war.

Die ersten Wehen hatten sich bereits gestern Abend angekündigt, doch da waren sie noch sehr schwach gewesen. Doch jetzt wurden sie mit jedem Mal stärker, sie spürte plötzlich das das Fruchtwasser an ihrem Bein herablief und dies war für sie das Zeichen, dass ihr Baby jetzt zur Welt kam. „AHHHHHHHHHH! HILFE! DAS BABY KOMMT!“ schrie Katerina und plötzlich lag sie auf ihrem Schlafgemach, ihr Nachthemd war hochgeschoben worden. Aus dem Augenwinkel konnte sie ihre Mutter, ihre kleine Schwester und eine Nachbarin aus dem Dorf erkennen. Die Nachbarin war eine Hebamme und hat bereits bei vielen Hausgeburten geholfen.

„Pressen Katerina, du musst jetzt stark sein und pressen damit dein Baby zur Welt kommen kann und in eine kleine Familie aufgenommen werden kann. Pressen!“ rief die Hebamme und die Brünette presste und presste. Nach einigen Minuten musste sie Luft holen und presste weiter bis sie das Schreien eines Babys, ihres Babys hörte.

„Es ist ein Mädchen!“ rief ihre Mutter und Katerina war überglücklich. Sie wollte ihre Tochter im Arm halten und mit dem Baby verschwinden, irgendwohin wo sie niemand kannte und sie ihr kleines Mädchen erziehen konnte. „Bitte darf ich sie halten?“ fragte sie hoffnungsvoll, doch da erschien ihr strenger Vater an der Tür und fragte aufbrausend: „Frau was machst du da?“ „Lass sie mich sehen Vater! Bitte lass sie mich sehen! Sie ist meine Tochter“ rief Katherine verzweifelt.

Doch ihr Vater schenkte der Brünette nur einen verachtenden Blick und sagte: „Vergiss es du hast bereits genug Schande über unsere Familie gebracht Katerina. Das Baby kommt in eine richtige Familie, ein älteres Ehepaar hat sich schon immer eine kleine Tochter gewünscht und da habe ich ihnen dein Kind angeboten. Sie haben sofort für einen vernünftigen Preis zugestimmt und deswegen bringe ich die Kleine jetzt zu ihnen. Heute Nacht darfst du noch hier verbringen, aber bei Anbruch des Sonnenaufgangs verlässt du unser Haus und kehrst nie wieder zurück Katerina.“

Tränen stiegen Katerina in die Augen und bittend sah sie ihre Mutter an. Verzweifelt hievte sie sich aus dem Bett und wollte ihrem Vater hinterhereilen, doch sie wurde von ihrer Mutter am Arm gepackt und daran gehindert. Katerina zerrte am Arm ihrer Mutter, doch sie ließ nicht locker und schließlich sank sie schluchzend zurück auf ihr Nachtlager.

„Nein Mutter das darf er nicht machen! Mutter bitte ich möchte meine Tochter sehen, sie ist meine Tochter, mein eigenes Fleisch und Blut“ rief Katerina verzweifelt und klammerte sich panisch an ihrer Mutter fest.

„Katerina es ist einfacher für sie. Lass sie gehen. Sie hat es bei dem Ehepaar besser als bei dir. Du befindest dich ab morgen auf der Flucht. Begebe dich nach England, dort habe ich von Edelmännern gehört.“

„Mutter ich kann jetzt nicht an morgen denken. Sie ist meine Tochter. Ich kann mein kleines Mädchen nicht verlieren.“

Doch alles Flehen und Bitten brachte nichts. Katerina bekam ihre kleine Tochter, die sie bereits jetzt über alles liebte, nicht mehr zurück. Die restliche Nacht bekam sie kein Auge mehr zu und mit dem ersten Sonnenstrahl brach Katerina bepackt mit Kleidern, Nahrung und Trinken in ein neues Leben auf. Ihre kleine Schwester begleitete sie bis zum Rande des Dorfes und schluchzend fiel sie Katerina in die Arme.

„Ich kann dich nicht verlieren Katerina, du bist meine große Schwester. Du hast immer auf mich geachtet, immer aufgepasst, dass unser Vater mich nicht an Edelmänner verkauft oder misshandelt. Katerina du bist mein ein und alles. Bitte nehme mich mit, du kannst mich nicht alleine mit diesem Tyrannen lassen“ flehte ihre kleine Schwester sie an sodass Tränen über ihre Wangen kullerten.

Die Brünette entließ ihrer Schwester aus der innigen Umarmung und wischte ihr vereinzelte Tränen weg, die ihr über die Wangen liefen. Traurig lächelnd blickte Katerina ihre Schwester an da sie um die Angst vor ihrem tyrannischen Vater wusste, doch jetzt musste sie stark sein um ihre Mutter vor ihm zu beschützen. Dies würde keine leichte Aufgabe werden, aber Katerina war sich sicher, dass ihre Schwester stark war sich gegen ihren Vater behaupten zu können. Dies musste sie ihr nur noch klar machen bevor sie Bulgarien verließ und nach England ging.

„Ich kann dich leider nicht mitnehmen meine Große. Jetzt bist du die große Tochter im Haus, achte gut auf Mutter und passe auf wie Vater sich gegenüber ihr sich verhält. Es kann sehr gut sein, dass er ihr die Schuld an meiner Schwangerschaft gibt und sie verprügelt. Aber meine Große ich verspreche, dass ich in ein paar Jahren zurückkehren um dich zu holen. Falls du mit mir noch immer die Welt bereisen möchtest. Es könnte ja sein, dass du dich verliebt und verheiratet bist.“

„Ich weiß es nicht, aber ich habe Angst zu Vater zurückzukehren und er genauso grausam ist wie zuvor. Bitte hole mich schnell zu dir Katerina. Ich brauche dich doch, du bist meine große Schwester.“

„Ich habe es dir doch versprochen, dass ich zurückkomme. Meine Tochter werde ich nicht bei dem älteren Ehepaar lassen, aber vorerst ist sie dort in Sicherheit und du bist bei unseren Eltern Zuhause. Doch jetzt muss ich langsam aufbrechen und du solltest zu unserer Mutter zurückkehren. Du kennst sie doch, immer macht sie sich die größten Sorgen um uns, besonders um dich.“

„Auf Wiedersehen Katerina, passe auf dich auf und vergiss dein Versprechen nicht. Ich warte hier in tiefster Sehnsucht auf dich.“

Ein letztes Mal umarmte Katerina ihre kleine Schwester, dann drehte sie sich um und verschwand mit schimmernden Tränen Richtung Wald, durch diesen sie sich Richtung England aufmachte.

In den nächsten Tagen und Wochen war Katerina ständig unterwegs, immer darauf achtend, dass sie niemandem zur Last fiel und dass sie sich nicht zu lange an einem Ort oder in einer Stadt aufhielt. Entweder schlief sie in Decken gehüllt an einem prasselnden Lagerfeuer, nächtigte in Feldbetten oder schlief in leerstehenden Hütten. In den Hütten rauschte der Wind durch die einzelnen Löcher der Holzwände und ließen Katerina trotz der warmen Decken frieren. Am nächsten Morgen brach die Brünette in den frühen Morgenstunden auf damit niemand bemerkte, dass jemand in der Hütte genächtigt hatte.

Erschöpft und total übermüdet erreichte Katerina an einem warmen Herbstabend ein kleines Dorf, das weit über die Grenzen Englands reichte. Die Brünette lief mit ihrem wenig Hab und Gut von Tür zu Tür und bat um eine Übernachtungsmöglichkeit, doch kein Dorfbewohner wollte Katerina hereinlassen. Denn seit einiger Zeit verschwanden am späten Abend Dorfbewohner, in der tiefen Nacht konnte man ihre Hilfs- und Todesschreie hören und mit Anbruch des neuen Tages fand man die blutleere Leiche der Dorfbewohner mitten auf dem Dorfplatz. Die Dorfbewohner fürchteten sich seit sie Gerüchte über die Geschöpfe der Nacht gehört hatten und nun glaubten, dass diese Dämonen ihr Unwesen in der Nähe ihres Dorfes trieben. Jeden Neuankömmling verdächtigten sie und wussten trotz milder Beweislast ob sie den Fremden Glauben schenken konnten.

Als Katerina keine Unterkunft für die Nacht fand suchte sie in einem heruntergekommenen Haus, dies seit kurzem leer stand, einen Platz zum Schlafen. Beim Eintreten quietschte die alte Holztüre so laut, dass die Brünette zusammenzuckte, stolperte und gegen die Innenwand stieß. Dabei fiel ihr Blick auf einen schwarzhaarigen Mann dessen Halsschlagader zerfetzt und blutverschmiert war.

„Guten Abend was macht so ein junges Mädchen in diesem verfluchten Hause?“ vernahm Katerina eine männliche Stimme, die sie zusammenzucken ließ und mit Schwung wirbelte die Brünette herum und stand einen gutaussehendem schwarzhaarigen Mann gegenüber, dieser sie entsetzt anstarrte als ob er einen Geist gesehen hätte. „Entschuldigen Sie die Unhöflichkeit, aber warum musterten Sie mich so ungewöhnlich?“ holte Katerina den Unbekannten aus seiner Starre, „ich mag es nicht besonders wenn mich als ein wertvolles Objekt der Begierde sieht und genaustens abcheckt.“

„Oh entschuldigen Sie die Unhöflichkeit Miss, dennoch sind Sie ein sehr wertvolles und seltenes Exemplar, dessen Erscheinung nur alle 500 Jahre vorkommt. Aus Sicherheitsgründen und Entschuldigung meines unmögliches Verhalten Ihnen gegenüber biete ich Ihnen eine Unterkunft für Ihren Aufenthalt an. Was sagen Sie zu meinem Angebot?“ machte der Schwarzhaarige Katerina ein verlockendes Angebot.

Doch bei ihr klingelten sofort sämtliche Alarmglocken. Doch sie wollte sein Angebot erstmal annehmen um sich von der monatigen Reise ausruhen und neue Kräfte sammeln zu können. Aber gleichzeitig wollte Katerina auch herausfinden welche Bedeutung Sie sind ein sehr wertvolles Exemplar, dessen Erscheinung nur alle 500 Jahre vorkommt hatte.

„Gerne nehme ich Ihr Angebot an, jedoch kenne ich noch nicht mal den Namen meines Gastgebers. Mein Name ist Katerina Petrova und ich stamme ursprünglich aus Bulgarien, doch vermag es mir noch nicht über meine schmerzliche Vergangenheit zu sprechen“ sagte Katerina freundlich und knickste. „Das freut mich zu hören Miss Petrova, dass Sie mein Angebot annehmen. Kommen Sie meine Geschwister und ich leben in der Burg auf dem hohen schwarzen Berg. Miss Petrova bevor ich es vergesse mein Name ist Elijah Mikaelson.“
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