Das Herz des Löwens

von Cerisia25
GeschichteRomanze, Fantasy / P16
Cullen Inquisitor (weiblich)
02.12.2019
03.12.2019
2
2243
 
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Die Geschehnisse in Haven blieben nicht unversehrt. Die Truppen waren müde und erschöpft. Der lange Marsch zur Himmelsfeste zerrte an jedem Nerv. Nach vielen Tagen Marsch, kamen sie endlich an der Himmelsfeste an. Die Soldaten konnten ihre Beine schonen und Verletzte wurden behandelt. Es vergingen einige Tage und Inquisitor Cerisia Trevelyan hatte genug Zeit,, um wieder zu Kräften zu kommen.„Sie haben wirklich keinerlei Mühen gescheut.“ , dachte sie sich als sie ihr Quartier genauer betrachtete. Sie zog sich an und sah sich in der Haupthalle um. Cerisia war neugierig und wollte ihr neues Zuhause genauer erkunden. Ihr fiel von Anfang an eine Tür auf,, welche auf demselben Weg zum Ratsraum lag. Die Haupthalle sah im Gegensatz zu den Tagen davor aufgeräumter aus und die Aufbauarbeiten waren im vollen Gange.  Cerisia traf dort auf den Kommandanten: „Kommandant! Die Ratsbesprechung beginnt doch erst morgen“, sagte sie verwundert. Cullen schaute sie leicht verlegen an.  Seit er sie in Haven getroffen hatte, wollte er Cerisia näher kennen lernen., allerdings kam es nie wirklich dazu.

Da heute auch sein freier Tag war, wollte er sie eigentlich zu einer Partie Schach einladen. „Das ist mir bewusst, Lady Inquisitior. Ich wollte zu Euch wegen einer...anderen A-Angelegenheit.“ - „Was gibt es?“, fragte sie. Cullen erstarrte, als er sie in ihrer neuen Gewandung sah. Cerisia war von mittlerer, leicht trainierten Statur. Die Kleidung hob ihre Kurven noch mehr hervor. Er hatte einen Blackout und wusste nicht mehr, in welcher Angelegenheit er sie nochmals sprechen wollte. Cullen schaute zur Tür, welche Cerisia eigentlich genauer erkunden wollte und schlug vor: „I-Ich wollte mit Euch die Haupthalle erkunden! Wir haben noch nicht alles auf der Karte verzeichnet und i-ich dachte, da wir beide heute einen freien Tag haben - " - „Könnt Ihr etwa meine Gedanken lesen, Herr Kommandant? Genau das hatte ich heute vor! Ich würde mich freuen, wenn Ihr mitkommt!“, sagte sie mit hoher Stimme und strahlenden Augen.

Beide öffneten die Tür und liefen die lange Treppe hinunter. Cullen schaute sie leicht verträumt an. Cerisia war in Gedanken versunken. Diese langen Treppen machten einen hypnotisierenden Eindruck auf sie. „Darf ich Euch etwas fragen?“, fragte Cullen und Cerisia blinzelte paar Male, um aus ihrem Tagträumen zu entfliehen. „Natürlich.“ - „ Ihr sagtet, Ihr hättet Familie in Ostwick-“, Cullen traute sich gar nicht die eigentliche Frage zu stellen, obwohl sie ihm die gleiche Frage bereits in Haven gestellt hatte. Sie schaute ihn fragend an. „Nun...habt Ihr auch einen-“ - „Liebenden? Einen Gatten? Nein. Vor ein paar Jahren hatte ich einen Partner, allerdings sind wir nicht im Guten auseinander. Ich rede nicht gerne darüber.“ - „Oh ich wollte nicht – Verzeiht, falls ich Euch zu nahe getreten bin!“, sagte er hastig und schaute verlegen. „Oh keine Sorge, ich habe es nicht böse aufgenommen“, sagte sie und lächelte. Im unteren Geschoss angekommen, befanden sich die beiden in einer großen Halle. Sie zündeten die Fackeln an und sahen ein großes Gemälde der Himmelsfeste. „Wunderschön – dieser Raum würde sich gut als Galerie eignen. Wer weiß, wessen Portrait hier irgendwann mal hängt.“, meinte Cerisia und schaute sich um.

Sie sah zu ihrer Rechten eine weitere Tür. Neugierig lief sie darauf zu. Cullen holte sie schnell ein und öffnete die Tür für sie. „Wie charmant. Vielen Dank, Herr Kommandant!“, Cullen nickte und lächelte . Beide liefen weitere Treppen hinunter und befanden sich in einem kleinen Raum mit lauter Bücherregalen. In der Mitte des Raumes stand ein Schreibtisch und ein aufgeschlagenes Buch. Der Raum wurde Jahre, wenn nicht sogar Jahrhunderte nicht genutzt. Die Bücher und Regale waren voller Staub und Spinnweben. Doch Cerisia's Augen strahlten und sie war von diesem Raum fasziniert.

„Dieser Raum hat etwas magisches an sich....und schaut nur all die Bücher! Welche Geschichten dort erzählt werden? Und was ist das für ein Buch?“,sagte Cerisia fasziniert. Cullen merkte, dass Cerisia nun in ihrer eigenen Welt war. „Ich wusste gar nicht, dass Ihr euch für Geschichte interessiert?“ - „Ich habe damals im Training meine freie Zeit in Bibliotheken verbracht. Ich liebe Geschichte aber auch Bücher, wo Strategien und Kampftechniken beschrieben werden.“, sagte sie begeistert. Cullen zog erstaunt seine Augenbrauen hoch. Eine Frau, die nicht nur wunderschön war, sondern auch noch belesen und durstig nach Wissen. Das imponierte ihn. „Ich habe noch nie eine Frau wie Euch kennengelernt.“ - „Ach, Ihr schmeichelt mir, Kommandant! Ich bin eine ehemalige Soldatin. Eigentlich sind die Frauen in Orlais interessanter für Männer wie euch.“, sagte sie lachend und blättere durch das Buch. „Ich bevorzuge Frauen, die wissen, was sie wirklich wollen und sich nicht hinter Masken verstecken.“, sagte er entschlossen.

Cerisias Herz schlug schneller und ihr wurde warm. Sie wusste, dass der Kommandant nicht an ihr interessiert war, auch wenn er vorhin die Frage gestellt hatte. Sie versuchte daher das Gespräch in eine andere Richtung zu lenken. „Ich kann diese Schrift nicht entziffern. Vielleicht sollten wir Leliana informieren. Sie weiß, wie man mit solchen Schriften umgeht“, sagte sie und ergänzte: „Ich möchte Eure Zeit nicht weiter stehlen, gehen wir zurück.“ Cullen wollte nicht gehen. Er wollte noch länger hier bleiben. Alleine mit der Inquisitiorin. Aber er wusste, dass dies auf dem Hof auffallen würde und stimmte zu.

Cerisia lief voraus und Cullen errötete bei ihrem Anblick. Er konnte seine Augen nicht von ihr abwenden. Er musterte ihren Körper, ihre Kurven. Cullen schüttelte den Kopf und versuchte sie nicht weiter anzustarren, sondern schaute auf runter die Stufen. Wieder in der Haupthalle angekommen, trafen beide auf Josephine. „Inquisitor! Kommandant! Ich dachte Ihr habt heute einen freien Tag?“ - „Hallo Lady Jospehine. Ja, wir dachten uns wir erkunden die Gänge in der Feste. Wir haben einen Raum gefunden, welcher sich prima für eine Galerie eignen würde. Und eine kleine Bibliothek. Ich wollte später zu Leliana, da einige Schriften für mich nicht leserlich sind. Vielleicht könnten sie uns vom Nutzen sein.“, sagte Cerisia. Josephine bemerkte, wir verlegen und errötet Cullen hinter der Inquisitiorin stand. Er bemühte sich streng zu schauen, das klappte nur mäßig. Josephine lächelte und fuhr fort:“ Fantastisch! Eine Galerie wäre ein guter Ort um unsere Gäste zu beeindrucken. Dort könnten wir unsere Erfolge mit Bildern und Statuen festhalten. Ich will Euch nicht länger belästigen. Wir sehen uns morgen Lady Inquisitior! Kommandant -“, Josephine kehrte zurück in ihr Büro.

Cerisia drehte sich um und schaute Cullen an. Er wirkte sichtlich nervös. „Geht es Euch gut?“, fragte sie ahnungslos. „J-ja, alles bestens. Ich denke, ich sollte mich ebenfalls an die Arbeit machen“, sagte er nervös und verlegen. „Aber Ihr habt doch heute euren freien Tag? Genießt ihn doch einfach, macht einen Spaziergang oder ruht euch einfach aus. Ich bin durch dieses kleine Abenteuer etwas müde geworden. Sehen wir uns heute Abend in der Taverne? Die Bardin hat einige neue Balladen vorbereitet, die die Stimmung etwas heben sollen.“,fragte Cerisia und legte ihre Hand auf seine Schulter. „Ja, natürlich!“, antwortete Cullen schnell. Sie nickte und lief zum Quartier. Cullen schaute sie an und lächelte. Dabei fasste er sich an die Schulter und erinnerte sich noch einmal an den sanften Druck ihrer Hand und lief Richtung Hof.