Mittelerde Adventskalender 2019 - "Goldene Blätter"

KurzgeschichteFamilie, Fantasy / P6
Elanor Gamdschie OC (Own Character) Rose "Rosie" Hüttinger/Gamdschie Samweis / Sam Gamdschie
02.12.2019
18.12.2019
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Die zweite Tür des Mittelerde-Adventskalenders(Projekt) zeigt ein rundes Nussdöschen, rot und grün bemalt, mit einem geschmückten Tannenbaum auf dem Deckel. Zu den Klängen von Auenlandmusik(youtube) öffnet sich die Tür(dropbox), und die Geschichte beginnt.

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Goldene Blätter

Es war einmal in einem Land, das dem unseren nicht unähnlich war, zu einer Zeit, die später als die Ära der Menschen bekannt werden sollte, obwohl noch andere Geschöpfe in ihr lebten. In einem Dorf, dessen Häuser in die Hügel gebaut waren, als seien sie die Hügel selbst, mit großen, runden Türen und freundlichen, runden Fenstern, da lebte ein kleines Mädchen. Es war noch viel kleiner als ihr es seid, kleiner sogar noch als ein Zwerg, obschon es bereits sechs Jahre zählte. Dieses Mädchen nämlich war ein Hobbitkind.

Im ganzen vergangenen Sommer hatte es die weiten, friedlichen Wiesen des Auenlandes erkundet – Auenland, so nennt sich die Gegend, in der die Hobbits wohnen – und hatte jeden Tag neue und wundervolle Entdeckungen gemacht.

Nun mögt ihr vielleicht denken, wie dumm und gefährlich es für ein so kleines Hobbitkind sein mochte, so vieles ganz alleine zu unternehmen. Das kommt wohl daher, dass ihr das Auenland und seine Bewohner, die gemütlichen Hobbits, noch nicht ganz so gut kennt wie ich. Nachdem nämlich die Schatten der großen Ringkriege von den grünen Wiesen der Hobbits vertrieben waren und all das große Volk – so nennen die Hobbits die Menschen – mit ihren lauten Stimmen und ihren kantigen Steinhäusern wieder verschwunden waren, da hatte sich erneut eine tiefe, beschauliche Friedlichkeit über das Auenland gelegt. Und die Behaglichkeit und Gastfreundlichkeit der Hobbits tat ein Übriges.

Hatte ein Hobbitkind Hunger – und das geschah sehr häufig, denn Hobbits haben im Allgemeinen einen sehr gesunden Appetit und schätzen das Essen sehr – so brauchte es nur an einer der runden Türen zu klopfen und zu rufen: „Hobbit bin ich, klein und fein, lass mich in dein Heim hinein.“ So wurde ihm die Türe aufgetan und es wurde zum Essen hineingebeten.

Es war wichtig, dass man sich als Hobbit vorstellte, denn mit Zwergen und Zauberern, die sonst an die Türen zu klopfen pflegten, hatte man im Auenland schlechte Erfahrungen gemacht. Allerdings will ich an dieser Stelle erwähnen, dass ich selbst einmal einen Zwerg kannte und dieser war sehr ehrbar und großmütig, selbst für Hobbitmaßstäbe, wenn auch vielleicht ein bisschen zu groß und ein bisschen zu laut.

Hobbits – ich denke, so weit darf ich gehen – sind im Allgemeinen nicht gerade für ihre Schönheit bekannt. Auf keinen Fall können sie sich an den edlen Elben messen, aber die meisten Elben haben dieses Land bereits verlassen. Es gab aber dieses eine Hobbitkind, das – und darin waren sich seine Eltern mit den anderen Hobbits im Dorf einig – hierin eine Ausnahme machte. Es war im Jahr des Großen Glücks geboren worden, damals, als der Segen der Frau Galadriel, einer hochedlen Elbin aus ältestem Geschlecht, sich noch frisch und belebend über das Auenland gelegt hatte.

Elanor wurde es gerufen, das kleine Hobbitmädchen, das mit vollem Recht den Namen einer elbischen Blume trug, denn fast sah es selbst wie ein Elbenkind aus. Elanor die Schöne, doch Elanor war traurig.

Der Sommer war zu Ende, es war kalt und dunkel geworden und jetzt machte es überhaupt keinen Spaß mehr, mit bloßen Füßen durch Pfützen und nasses Laub zu springen oder sich lang ins Gras zu legen und den vorüberziehenden Wolken beim Geschichtenerzählen zuzusehen. Im Sommer hatten die Wolken viele Geschichten zu erzählen gehabt und manchmal hatte Elanor ihren Eltern von ihnen berichtet.
Von Schwalben, die über Schiffen mit weißen Segeln flogen. Von Rittern, die Drachen besiegten. Von einem fernen König, der eine Elbenprinzessin zur Gemahlin nahm. Geschichten also, die jeden normalen und ehrbaren Hobbit in Angst und Schrecken versetzt hätten, weil sie so ganz und gar unvorhersehbar und furchtbar abenteuerlich waren.
Elanors Vater aber hatte den König gekannt und hatte die Schiffe selbst gesehen, vor vielen Jahren, als er einen Krieg gewonnen und einen Freund verloren hatte und er hörte ihr gern zu.

Nun aber lag dichter Nebel über dem Auenland, die Wolken blieben stumm und Elanor war traurig. Sie saß auf der großen Festwiese, die jetzt dunkel und kalt dalag und nicht ein einziger Lampion schmückte den fremdartigen Baum in ihrer Mitte. Ein tiefer Kinderseufzer entfloh ihrer Brust und setzte sich fort in einer leichten Brise, die die Blätter der Bäume leise rascheln ließ. Nein, den Winter mochte sie nicht. Ganz und gar und überhaupt nicht.

„Sei nicht traurig, kleines Hobbitkind!“, lachten die goldenen Herbstblätter, als ein kleiner Wind sie schüttelte. „Weißt du nicht, dass bald die herrlichste Zeit beginnt?“
„Es wird grau und dunkel und kalt“, versetzte da die kleine Elanor und schüttelte missmutig ihre blonden Locken, „und selbst das Gold eurer Blätter wird bald verschwunden sein. Was soll daran herrlich sein?“
„Aber nein!“, flüsterten die Blätter und es erhob sich ein Rauschen wie von tausend Flügelschlägen, „wir sind die Blätter des Mallorn-Baumes und wir bleiben ihm treu bis zum Frühling. Sage mir, Hobbitkind, feiert ihr nicht im Sommer die herrlichsten Feste auf der Wiese, auf der wir stehen?“

Das stimmte allerdings, aber nun war ja der Sommer vorbei und die Hobbits blieben in ihren Höhlen vor ihren warmen Kaminen sitzen.

„Und gibt es nicht auch im Winter ein großes Fest unter den Hobbits?“

Auch das stimmte, auch wenn Elanor sich daran kaum erinnern konnte. Damals war sie erst fünf Jahre alt gewesen und damit ja fast noch ein Baby. Es hatte Geschenke gegeben, das wusste sie noch, viele bunte Geschenke, denn Hobbits liebten es, sich zu jedem Anlass etwas zu schenken. Und an die Lichter, an die erinnerte sie sich auch, an den goldenen Schein vieler Kerzen, die das Dunkel vertrieben und die Hobbithöhlen warm und gemütlich machten.

„Aber das ist noch eeewig hin!“, rief sie aus und auch das stimmte, denn noch fast einen ganzen Monat lang musste sie warten und für Hobbitkinder ist das fast so viel wie eine Ewigkeit.
„Dort, wo ich herkomme, nicht“, antwortete der Mallornbaum und seine Blätter raschelten zustimmend.
„Wo kommst du denn her?“
Elanor hatte gar nicht gewusst, dass Bäume überhaupt jemals von irgendwo her kamen, denn eigentlich standen sie ja immer ganz zuverlässig an einem Ort. Andererseits hatte sie auch nicht gewusst, dass Bäume sprechen konnten. Dieser hier, der Mallornbaum, war überhaupt so ganz anders als alle Bäume, die sie kannte, dass sie ihm sofort glaubte.
„Aus einem Land weit weit westlich von hier, wo die Mallornbäume gewaltig und groß und herrlich wachsen“, raunte der Baum leise und wehmütig.
„Du bist aber auch schon ziemlich groß und herrlich“, sagte Elanor bewundernd und streichelte seine silberne Rinde.

Sicher erinnert ihr euch noch, Elanor war ja sehr klein und so erschien ihr der Elbenbaum wie ein gewaltiger Urbaum, obgleich dieser gerade erst so alt war wie sie selbst und einen erwachsenen Menschen vielleicht nur um eine Hobbitlänge überragte.

„Hier bin ich winzig“, sagte der Baum, „aber auch die Kinder hier sind winzig. Da, wo ich herkomme, waren die Kinder größer, aber sie sahen gerade so aus wie du. Um sich die Zeit bis zur großen geweihten Nacht, in der sie ihre Geschenke bekommen sollten, zu vertreiben, spielten sie ein Spiel.“
„Au fein, ein Spiel!“, rief Elanor und klatschte fröhlich in die Hände. „Wie ging es?“
„Das war ganz einfach. Jeden Tag, den das Elbenkind auf die Weihnacht wartete, da suchte es nach einem Mallornbaum, dessen Blätter der Herbst bereits gänzlich golden gefärbt hatte. Darunter stellte es sich und rief dann in das silberne Geäst empor: ,Bäumlein rüttel dich. Bäumlein schüttel dich. Wirf gold'ne Blätter über mich!' Dann, und nur dann, ließ ein Mallornbaum eines seiner Blätter noch vor dem Frühling los. Und wenn es dem Elbenkind gelänge, das Blatt zu fangen, so erzählte ihm das Blatt eine Geschichte oder sang ihm ein Lied, von den wunderbaren Tagen vor den Ringkriegen, von der Zeit, da nur die Sterne den Himmel erleuchtet haben, und von Wunderwesen, die selbst Elbenkinder nur von Hörensagen kannten.“
„Donnerwetter und Potz Blitz!“, staunte Elanor.
Diesen Ausdruck musste sie wohl einmal von einem wandernden Zwerg oder Zauberer aufgeschnappt haben, auch wenn der Anblick eines solchen heute selten geworden ist.
„Das ist ein feines Spiel.“

Obgleich der Boden nass war und die ersten Nachtfröste ihn bereits mit kleinen Eiskristallen bedeckten, legte sie sich auf die winterliche Wiese, lehnte sich an den silbernen Stamm des sprechenden Baumes und sah in sein Geäst empor.
„Kein einziges deiner Blätter ist mehr grün“, bemerkte sie da.
„Kein einziges“, bestätigte der Baum, und seine goldenen Blätter sangen ganz leise elbische Lieder.
„Wirkt das Zaubersprüchlein auch bei Hobbitkindern?“, fragte Elanor.
„Wenn du daran glaubst?“, raschelte der Baum geheimnisvoll.

~~~oOo~~~

Samweis Gamdschie legte die Schreibfeder beiseite und verkorkte das kleine Tintenfässchen. Versonnen sah er aus einem der runden Fenster von Beutelsend hinunter zur großen Festwiese, auf der seine Tochter lachend nach den fallenden Blättern goldenen Birkenlaubes haschte. Ihre blonden Locken leuchteten selbst durch den Nebel und ihr helles, glückliches Kinderlachen erinnerte ihn an die glockenklaren Stimmen der Waldelben, die früher einmal durch das Auenland gezogen waren, singend und lachend und albern scherzend, auf dem Weg zu den Grauen Anfurten, um gen Westen zu segeln.

„Hast du also doch noch eine Geschichte für die letzten Seiten gefunden?“
Rosie kam zu ihm in die Schreibstube, einen Teller duftender Zimtplätzchen in der Hand. Sie stellte ihn auf den Tisch neben das Rote Buch, das unberührt neben einem Stapel frisch beschriebenen Pergamentes lag. Verlegen kratzte Sam sich im Nacken.
„Ich weiß nicht recht. Nach allem, was Herr Frodo geschrieben hat, kommen mir meine eigenen kleinen Hobbitgeschichten irgendwie belanglos vor.“
Rosie stellte sich neben ihn ans Fenster. Sie duftete nach Zimt und Nelken, als sie ihre Arme um ihn legte, liebend und tröstlich. „Du vermisst ihn sehr, nicht wahr?“
Er atmete ihren Duft ein, ließ sich von ihr schaukeln wie ein kleines Kind, wie Klein-Frodo, der in seinem Gitterbettchen friedlich schlummerte. „Sieben Jahre ist es jetzt her“, sagte er, „fast auf den Tag genau, dass wir an den Häfen der Grauen Anfurten Abschied nahmen. Ich frage mich nur, wie es ihm dort draußen geht. Ob er ohne seinen Sam dort überhaupt zurechtkommt. Ob er auch genug isst...“

„Samweis Gamdschie“, tadelte ihn seine Frau milde und drückte ihn fest. „Frodo Beutlin ist einer der stärksten Hobbits, die ich kenne. Neben dir, natürlich. Er ist jetzt sicher an einem schöneren Ort. Und er hat Bilbo und Gandalf und all die Elben um sich. Es geht ihm gut.“
Mit einem wehmütigen Seufzer wandte sich Sam vom Fenster ab und küsste Rosie sanft. Dann ging er in die Knie und streichelte ihren kugelrunden Bauch. „Hörst du, Klein-Röschen? Deine Mutter ist eine kluge Frau und wenn sie sagt, Herrn Frodo geht es gut, dann geht es ihm gut.“
Lachend legte Rosie ihre Hand über seine. „Du weißt noch nicht einmal, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird!“
„Natürlich wird es ein Mädchen. Da! Hast du diesen Tritt gespürt? Nur Elanor konnte so treten. Frodo war da viel zurückhaltender. Rose ist definitiv ein Mädchen.“

„Elanor...“ Ein Sorgenschatten huschte über Rosies pausbäckiges Gesicht. „Meinst du, ihr geht es gut? Elanor? Sie ist so… anders.“
Er folgte ihrem Blick nach draußen, wo seine Älteste gerade mit Freudestrahlen im Gesicht und einem goldenen Blatt in der Hand den Hügel hinan gelaufen kam. „Oh, es geht ihr prächtig“, sagte er schmunzelnd.
„Glaubst du... glaubst du, an ihren Geschichten ist etwas dran? Kann sie wirklich mit dem Elbenbaum sprechen?“
„Es ist ein Mallorn“, sagte Sam, als erkläre das alles. Vielleicht tat es das auch. „Ein Mallorn ist ein besonderer Baum. Und Elanor ist ein besonderes Kind. Es ist durchaus möglich. Elbenmagie ist etwas ganz und gar Unvorhersehbares. Und 'unvorhersehbar' ist nicht so schlecht, wie manche glauben mögen.“

In diesem Moment fiel Sam noch etwas ein.
„Schau, dies hat uns Elanor zum Geschenk gemacht.“ Und er holte ein kleines, rundes Döschen heraus, rund wie eine Hobbittür. In der Mitte prangte, kaum noch sichtbar, eine Elbenrune.
„Elanor fand, die Schatulle könnte etwas Farbe gebrauchen“, erklärte er.
Die ehemals schlichte Holzschatulle war jetzt in leuchtendem Rot und Grün bemalt, und die Konturen der Elbenrune waren zu den Ästen eines mit bunten Kugeln geschmückten Tannenbaumes geworden. Dennoch erkannte Rosie sie.
„Galadriels Schatulle“, flüsterte sie ehrfürchtig. „Du hast zugelassen, dass Elanor sie bemalt?“
„Sie war wirklich etwas schlicht. Etwas Farbe kann einem Elbengeschenk durchaus nicht schaden.“ Sam legte ihr das kleine Döschen in die Hand. „Mach sie auf!“
Im Inneren, darin einst der kostbare, feine Staub aus Galadriels Garten gelegen hatte, lagen nun kleine Nüsse von einer Fremdartigkeit, wie Rosie sie nie gesehen hatte.
„Der Mallorn trug in diesem Jahr das erste Mal Früchte“, erklärte Sam und ein gewisser Gärtnerstolz klang in seiner Stimme mit. „Elanor will mit dem Schächtelchen von Tür zu Tür gehen und jedem Hobbit ein Nüsslein daraus anbieten.“
„Eine hübsche Idee“, rief Rosie aus, „aber warum liegt sie dann bei dir?“
„Elanor dachte, ich könnte heute traurig sein, und da der Mallorn sie stets froh machte, meinte sie, ein Nüsslein könnte mir helfen.“
„Und, hilft es?“
„Ich habe es noch nicht probiert.“
Rosie verstand. „Du hast Angst, es könnte die Sehnsucht in dir stärker machen? Nach dem Land im Westen, wo die Mallornbäume wachsen und Frodo jetzt wandelt?“
Er schüttelte den Kopf. „Das Auenland ist meine Heimat“, sagte er, doch ob er damit Rosie oder sich selbst mehr überzeugen wollte, wusste er nicht. „Für diesen Frieden haben wir gekämpft. Haben wir gelitten. Hat Herr Frodo einen Finger hingegeben. Und Prinz Boromir sein Leben. Wir haben all die dunklen Geschichten überstanden, um in ein friedliches Auenland zurückzukehren. Richtig?“
„Und zurückgekehrt bist du“, sagte Rosie, doch ihr Lächeln war von einer tiefen Traurigkeit begleitet. „Du kamst zurück für mich, für eine Familie, für Elanor und Klein-Frodo und all die anderen, die noch folgen mögen. Und du wirst die letzten Seiten des Roten Buches füllen, wie Frodo es dir aufgetragen hat. Mit kleinen, belanglosen Hobbitgeschichten, mit Elanors Geschichten, mit Wolkengeschichten und Blattgeflüster und durch diese Geschichten wirst du für immer im Auenland bleiben.
Eines Tages aber werde ich dich verlieren, Samweis, an die weißen Strände der gesegneten Insel. Eines Tages wird deine Sehnsucht stärker werden und du wirst das letzte Schiff besteigen, das je von den Grauen Anfurten ablegen wird und ich werde um dich trauern, wie du um Herrn Frodo trauerst. Aber dieser Tag ist noch fern. Hörst du? Dieser Tag ist noch fern.“

Sam sah Rosie an. Rosie sah ihn an. Und er wusste, dass sie Recht hatte. Gemeinsam kosteten sie von den Nüsslein in der Dose und als Elanor voller Begeisterung die grüne Türe aufriss und ihnen stolz ein goldenes Blatt des Mallornbaumes präsentierte, da meinten selbst Sam und Rosie, die zauberweiche Stimme alter Elbenmagie hören zu können.
Wovon dieses Blatt aber erzählte, das ist eine andere Geschichte und soll an einem anderen Tag erzählt werden.

Und wenn ihr einmal einen Baum findet, dessen Blätter gänzlich golden sind und dessen Stamm silbrig schimmert, so lauscht ihm nur gut und gebt Acht, wohin seine Blätter fallen. Kennt ihr noch das Zaubersprüchlein, mit dem er euch die Geschichten erzählen kann? Es ist ein uraltes Sprüchlein, das – ich kann es euch versichern – schon so manches Mal gewirkt hat.

„Bäumlein rüttel dich. Bäumlein schüttel dich. Wirf gold'ne Blätter über mich.“
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