24 heiße Adventsgeschichten

OneshotRomanze / P18
Inu no Taishou Inu-Yasha Izayoi Kagome Sesshoumaru Tsukiyomi
01.12.2019
26.12.2019
24
66.339
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04.12.2019 4.993
 
Hallo meine Zuckersüßen!
Es tut mir ganz dolle leid, dass ich es gestern nicht geschafft habe >.<
Habe leider diesmal keine Vorschrift und schreibe direkt, aber einiges überschlug sich,
dass ich es nicht rechtzeitig schaffte >.<
aber dafür ist es jetzt da und auch wenn ihr warten musstet, mögt ihr es offentlich und es sind schon wieder zu viele Wörter >.<
Ich widme dieses Kapitel Dudiesliebling

Einen schönen 03.12. nachträglich^^

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Der Winter stand vor der Tür, und ein reges Treiben herrschte abends in den farbenfrohen Städten. Weihnachtsdekorationen überall. Zwischen Gebäuden hingen große Girlanden, verziert mit Tannenzweigen und Lampen, die die verschiedensten Schriftzüge ergaben. Hier stand Weihnachten, dort Güte und anderswo Heiterkeit. Überall sah man andere Wörter, die die sonst abends so dunklen Gassen in wunderschönen Farben erhellten.
Kohaku liebte und hasste zugleich diese Zeit. Er war ein Teenager, und wünschte sich wie all die anderen, über den Markt zu schlendern und sich den Bauch vollzuhauen, doch ...
»Kohaku, ich brauch mehr Teig!«, fluchte seine große, braunhaarige große Schwester Sango. Sie wirbelte wie jeden Tag in dieser stressigen Zeit in einem kleinen Imbisswagen umher.
»Hier!«, rief er schon und reichte ihr eine neue Fuhre. Der eher schmächtig wirkende Junge kam kaum hinterher, neuen Teig anzurühren, um die hungrigen Mäuler der Passanten zu stopfen. Es war schweißtreibend. »Wann nimmt das nur ein Ende ...«, murmelte er, schon wieder eine neue Schüssel vorbereitend, während eine andere im Kühlschrank landete. Er sorgte stets dafür, dass er eine im Vorrat hat, denn Kundschaft wartete selten gerne. Die Menschen kamen von der Arbeit oder waren mit Freunden unterwegs. Sie erschienen nur für einen Snack hier. Schmalzkuchen. Ein beliebtes, frittiertes Gebäck, welches sie mit Puderzucker reichten. Natürlich schmeckte es und war süß, doch verstand er nicht, dass viele es nur zur Weihnachtszeit verschlangen und dann Massen. Aber es sollte ihm Recht sein. Seine Familie hatte einige Imbissbuden, die sie Wahlweise je nach Jahreszeit austauschten. Es waren Seasonale Jobs, die sie im Familienbetrieb erledigten. Ihre Eltern arbeiteten morgens, während er in der Schule war und seine Schwester studierte. Am Abend hingegen, also meist kurze Zeit nach der Schule, ging seine Schicht hier los. Er durfte jedoch nur eine bestimmte Zeit da sein, damit das Jugendamt sich nicht einmischte. So löste sein Vater ihn spät abends wieder ab, um seine Schwester im größten Gefecht zu unterstützen.
»Kohaku?«, keuchte ihre Schwester leicht. Der Imbisswagen war umringt von Leuten. Sie kam einfach nicht mehr hinterher. Sofort sprang er und ließ alles stehen.
»Schwester, du verteilst, ich backe!«
Und los ging es. Er war den Teig ins heiße Fett, während sie schon die fertigen verpackte. Das gute an ihren Gericht? Es brauchte etwa eine Minute, bis es fertig war.
So meisterte er schnell den Engpass, innerlich stöhnend, dass er nach kurzer Zeit seinen Reserveteig aus dem Kühlschrank holen musste, aber Glück auf. Sie würden es packen!


Gerade, als ihnen der Teig zur Neige ging, erschien ihr Vater, wie ein strahlender Krieger, in der Tür des Wagens: »Da bin ich, wo brennt`s?«
»Papa, uns geht der Teig alle!«, bellte Kohaku, die Autorität seines Dads missachtend. So war es hier um diese Uhrzeit immer, und sie hatten gelernt, zusammen zu arbeiten. Dabei hatte jeder dieselbe Position. Die Vorschicht gab den Ton an, sodass der Neuankömmling an der richtigen Stelle arbeitete.
»Verstanden, kommt sofort!«, lachte er mit seiner herzlichen Stimme, die den Geschwistern ein Lächeln aufs Gesicht zauberte. Vielleicht waren sie nicht reich, aber es reichte, um zu überleben.

Dann war es endlich soweit, und Kohakus Schicht zu Ende. Stöhnend löste er eine weiße Schürze, die mit Puderzucker, Mehl und anderen Teigzutaten verdreckt war. Seine Mutter würde die wohl wieder waschen dürfen. »Ich wünsch dir noch einen angenehmen Heimweg«, meinte ihre Schwester, zärtlich lächelnd, ihm eine Tüte Schmalzkuchen reichen. »Lass sie dir schmecken.«
»Werd ich, Sango!«, rief er freudig, verabschiedete noch seinen Vater und sprang in die kühle Abendluft. Es fühlte sich an, als würde man aus der Sauna hinaus, ins kalte Wasser springen. Er fröstelte, schüttelte sich und presste den warmen Schmalzkuchen gegen seine schwarze Jacke, die jetzt schon weiß gesprenkelt war. »Mist, ist das kalt!«, nieste er, joggend am Rand lang laufend. Jedoch kam er kaum voran, so voll, wie es war. Weswegen er Ausschau nach einem ruhigen Plätzchen suchte, bis der Andrang abnahm.
Seine braunen Augen fuhren den vollen Platz ab, bis ihm die Kirche ins Auge fiel. Das war eine Idee. Natürlich besuchten einige diese, jedoch war es immer still.
So trugen ihn seine langen Beine zu den Stufen hinauf, hinein in ein von farbenprächtigen Mosaiken gemustertes Krippenspiel. Sie hatten sich dieses Jahr übertroffen. Er genoss das Flair, welches die Krippe suggerierte. Die ganze Szenerie wirkte zu lebendig. Man hatte einen richtigen Stall gebaut, und ihn mit Heu ausgelegt. Zusätzlich waren überall diese Holzpuppen mit lebendigen Gesichtern, die auf das Kind hinabsahen.
Er konnte sich das auch heute kaum vorstellen, wie es damals gewesen war. Für ihn käme es nicht in die Tüte, dass eine hochschwangere Frau in einer Scheune hausen müsste. So viel Herz sollte man schon haben. Gerade dies hatte ihm seine Familie gelehrt. Barmherzigkeit, Hilfsbereitschaft, Brüderlichkeit und Nächstenliebe.
»mhmm«, stöhnte es im hinteren Teil des Holzbaus. Kohaku schreckte zusammen, halb über seine Füße stolpernd. Das war ihm nun wirklich etwas zu lebensecht. Ihn suchte doch nicht der Geist der vergangenen Weihnacht auf? Ach warte, das war ja eine andere Geschichte.
»Hallo, ist da jemand?«
»Hatschi!«
Kohaku schluckte, vorsichtig, im bunten Licht, den Boden abzusuchen. Da war doch jemand, und bestimmt kein Geist. Zumindest sollten die nicht niesen. »Hallo?« Er trat vorsichtig hinein. Die Farben spielten Fangen auf seiner Jacke, während er eine viel zu lebendige Puppe erblickte. Sie saß hinten im Heu, eilig darunter huschend. Was machte sie da nur? »Hey, lauf nicht weg!« Er sah sich kurz um, erkannte, dass keiner da war, und hechtete zu dem Heuhügel. »Komm schon raus!«
Der Junge hockte sich vor den Haufen und legte den Kopf schief. Er hatte Essen und würde standhaft sein. Sie kam hier nicht weg, außer sie kam ihm entgegen. »Bitte geh.«
»Nope!« Er ließ sich auf den Hintern fallen, und pikste einen Schmalzkuchen auf. »Komm du lieber raus.« Es interessierte ihn, wieso sie sich versteckte. Irgendwie löste sie in ihm seinen Beschützerinstinkt aus. Normal war es bestimmt nicht, dass sich eine junge Frau im Heu versteckte. »Ich tu dir nicht, komm schon«, wiederholte er, ein lautes Knurren hörend. Erst fürchtete er doch, dass sie ein Geist ist, bis er die Richtung des Geräusches ausmachte. Hunger. Da hatte er ja die perfekte Waffe.
Grinsend hielt er den aufgepiksten Schmalzkuchen an den Heuhaufen und pustete dagegen, sodass dessen süßer, sündiger Geruch zu ihr wehte. »Dann muss ich wohl den Schmalzkuchen alleine essen«, hauchte er, den Spieß hin und her bewegend. Anfangs hielt sie still, doch dann merkte er, wie das Heu zu folgen begann. Er grinste breit, er konnte einfach nicht anders, während ein Gesicht zum Vorschein kam, und den Schmalzkuchen abbiss. Vor ihm saß ein bildhübsches, wenn auch dreckiges, Fräulein mit langem braunen Haar, und einem seitlichen Zopf.
Sein Schmunzeln wurde breiter, als er ein weiteres Küchlein hinhielt und sie mit ihrem Heuhaufen auf dem Kopf abermals abbiss. »Gut so«, behandelte er sie wie ein wildes Tier, was ihr die Schamesröte ins Gesicht trieb.
»Lass das«, murrte sie leicht entrüstet, bevor sie wieder eins verschlang. »Die schmecken einfach zu gut, um zu widerstehen«
»Die sind von unserem Stand«, schmunzelte er. Sie guckte überrascht, bevor sie den Kopf schief legte. »Bist du nicht in meinem Alter?«
»Schon, aber so ist das im Familien betrieb. Sag, was machst du hier?«
Die junge Frau atmete tief durch, bevor sie zu erzählen begann. Von dem Verlust ihrer Eltern, den Schuldenberg, dem Verkauf ihres Heims und dem Landen auf der Straße. Der Winter war kalt, so suchte sie hier Schutz vor den kalten Nächten, sonst wühlte sie meist im Müll, um etwas Essbares zu finden.
Kohaku traf ihre Geschichte sehr und fasste sofort einen Gedanken. »Komm mit, du kannst heute Nacht bei mir schlafen!«
Überrascht sah sie in seine kastanienbraunen Augen, die sie gutmütig beäugten. »Aber, das kann ich doch nicht ...«
»Und wie du das kannst«, lächelte er, stand auf und schnappte dabei ihre Hand. Er war so kräftig, dass sie einfach mitgezogen wurde. »Hey!«,keuchte sie erschrocken, zu schwach, um sich zu wehren.
»Aber nur heute«, wisperte sie immer wieder. Ihr war kalt, und er gab ihr seine Jacke. Ihm war egal, ob ihm kalt war, solange es ihr gut ging. Sie war einen halben Kopf kleiner, weswegen sein Beschützerinstinkt noch verstärkt wurde.


Als sie endlich daheim ankamen, schlich er vorsichtig mit ihr hoch. Seine Mutter schlief tief und fest, sodass es ohne Probleme klappte. »Du kannst in meinem Bett schlafen, und ich auf dem Boden.«
Sie nickte schluckend und wollte sich schon legen, als er sie an der Hand nahm und ins Bad führte. »Was?«
»Psccht. Ich dachte, du würdest vorher bestimmt gerne duschen.«
Sie nahm sein Angebot dankend an, das heiße Wasser genießend. Es war einfach wunderschön. Es war für sie eine gefühlte Ewigkeit her, seid sie das letzte Mal eine heiße Dusche genossen hatte, sodass sie nicht wirklich auf die Zeit achtete und sich in Ruhe wusch. Erst jetzt bemerkte sie, wie durchgefroren sie gewesen war. Wer weiß, ob sie diesen Winter in einer Kirche überstanden hätte, aber bestimmt könnte sie nicht bleiben, also sollte sie sich auch nicht dran gewöhnen.
»Geht es dir gut?«, hörte sie die Stimme ihres Samarias hinter der Badezimmertür. Sie schreckte kurz hoch, bevor sie geschwind das Wasser ausmachte, hinaustrat und sich abtrocknete.
»Alles in Ordnung, es tat einfach zu gut«, verlautete sie noch schüchtern, als sie bemerkte, dass er den Henkel unterdrückte. Sie erschrak, fürchtete kurzzeitig, dass er Böses im Sinn hatte, entdeckte jedoch dann einen rosa Schlafanzug, den er hineinlegte, wobei nur sein Arm zu sehen war.
»Den kannst du anziehen.«
»Danke«, flüsterte sie überwältigt, und zog sich an. Sie war lange nicht gewohnt gewesen, dass jemand so nett zu ihr war. Fix war sie angezogen, die Wärme und den Geruch des Stoffes genießend, bevor sie zurück in sein Zimmer huschte. »Wie kann ich dir nur danken?«
»Passt. Ich konnte dich doch da nicht sitzen lassen. So etwas will man niemanden an den Kopf wünschen.«
Sie nickte und biss sich auf die Lippe, während sie sich aufs Bett fallen ließ. »Ich heiße übrigens Rin.«
»Kohaku. Freut mich.«
»Mich auch.«
Beide grinsten sich verlegen an. Für beide war es ein schwieriges Alter, doch sie meisterten es. Er schlief auf dem Boden und sie kuschelte sich in das molligwarme Bett. Endlich konnte sie wieder ruhig schlafen, bis sie eine leise Stimme an ihrem Ohr vernahm.
»Schlaf ruhig aus, ich muss zur Schule. Meine Mutter geht bald arbeiten, also ruh dich richtig aus.«
»Danke«, murmelte sie noch schlaftrunken, bevor sie wieder einschlief.

»Wer bist denn du?«
Erschrocken fuhr Rin hoch, ihr Haar ganz kraus, und starrte eine Frau in der Tür an. Sie brauchte, bis sie begriff, wo sie denn gerade war.
»Ah ... ah ... also ...«, stotterte Rin, nach einer Erklärung suchend. Es war ihr bestimmt nicht recht, dass ihr Sohn eine Fremde ins Haus schleppte.
»Hat mein Sohn dir etwas getan?«
»Was? Äh nein! Er ...«, schluckte Rin, »hat mich gerettet.«
»Wie habe ich das zu verstehen?«
Rin erzählte ihre Geschichte, erwartend, gleich vor der Tür zu stehen, doch stattdessen spürte sie eine warme Hand auf ihrem Kopf. »Du Arme. Aber es freut mich, dass unsere Erziehung bei unserem Sohn Wurzeln geschlagen hat. Hast du Hunger? Unten haben wir noch etwas vom Frühstück über, da mein Sohn zu sehr in Eile war.«
»Gerne«, wisperte sie und genoss die liebevolle Art, mit der die Frau sie in die Küche brachte. Es fühlte sich familiär und sicher an, was Tränen hervorquellen ließ. Sie vermisste ihre Eltern, aber egal wie sehr sie weinte, niemand würde zurückkommen.
»Nicht weinen«, streichelte die Frau ihren Kopf weiter, eine Schüssel Cornflakes und Milch vor ihre Nase stellend. »Iss erstmal und dann reden wir.«
Rin nickte und verspeiste dankbar ihr Mahl Ihre Schuld wuchs immer mehr.

»Tschau Leute!«
»Hey, Kohaku, heute hast es ja eilig. Sehnst dich nach deinem Imbisswagen?«
»Von wegen, aber so ist das halt.«
»Lass uns doch noch vorher etwas über den Markt schlendern.«
»Das geht leider nicht, aber demnächst.«
»Sag aber nicht am 25 zigsten, wenn der Markt zu ist.«
»Ha, ha, ha. Nein, schon vorher, ich regel das.«
»Versprochen ist versprochen!«
Kohaku nickte, bevor er sich auf machte. Diesmal war er so in Eile, weil er noch einmal vorab nach Hause wollte, um nach Rin zu sehen. Es war nicht so, dass er in sie verknallt war, aber er machte sich Sorgen.
Gerade verließ er das Schulgelände, als sein Handy magischerweise klingelte. Gut, eigentlich war das der normale Anruf von seiner Mutter.
»Hi Mum!«, meldete er sich salopp. »Ich geh gleich noch kurz heim, etwas abholen, brauchst du noch was?«
»Rin ist nicht da.«
Er schluckte. Hatte sie die junge Frau entdeckt gehabt? »Ähh, was meinst du?«
Plötzlich raschelte es. Anscheinend war seine Mutter im Imbiss: »Rin, anscheinend hat die Kohaku schon vergessen.«
»Was? NEIN! Oh Mama!«
Ein Lachen ertönte. War er auf Lautsprecher?
»Schon gut, sie hat mir alles erklärt. Komm zum Imbiss, sie hilft uns heute etwas aus.«
»Verstehe, gut.«
Er machte sich geschwind auf dem Weg, beruhigt, dass seine Mutter ein so warmes Herz hatte. Vielleicht hätte er ihr morgens gleich etwas sagen sollen, doch so spät, wie er dran war, hätte das nur Fragen aufgebracht. Aber vielleicht könnte er sie dann überreden, dass sie noch ein paar Tage länger blieb.

Gerade war er in Richtung Imbisswagen gebogen, als er einen riesen Andrang bemerkte. Was ging da ab?
Verwirrt zwängte er sich durch, wurde angegiftet und angeblökt, bis er den Leuten erklärt hatte, dass er zur anderen Schicht gehörte, und mit seiner Hilfe alles schneller lief. Klar es war übertrieben, aber wozu hatte man mehr als eine Rührschüssel? Doch wieso waren so viele Leute da?
»Hi, was geht hier ab?«, fragte er noch, als er Leute irgendwelche Sachen rufen hörte, wie mit Äpfeln, Orange und so weiter. »Hä?«
»Das muss ich erklären«, hauchte Rin neben ihr, schon ganz aus dem Atem. »Ich habe mich etwas probiert und ...«
»Wir können später reden. Kohaku, schneid alles zurecht. Nimm den am Rand, und dann wirfst du sie rein.«
»Verstanden!«, rief Kohaku, sich eine Schürze umbindend.
Als er alles fertig machte, begriff er dann nach und nach, worum es sich handelte. In dem einen waren Apfelstücke, und im nächsten Teig, den er teilweise vorbereitete, Orangenstücke. Was hatte das zu bedeuten? Rin hatte doch nicht etwa selbst ein Rezept probiert, dass so eingeschlagen war, wie ein Lauffeuer, oder?
Er drehte sich zu seiner Bekanntschaft, die ihn schüchtern angrinste, bevor beide weiter arbeiteten. Kurz machte er sich sorgen wegen Preisen, doch die hatten seine Eltern kurzerhand angepasst, und auf die Tafel mit Kreide geschrieben.
Zumindest begriff er den Andrang, da eigentlich jeder andere nur die normale Version machte. Aber leider war der Effekt auch negativ, denn sie arbeiteten im Hochbetrieb und kamen kaum hinterher. Es war die schlimmste Zeit, in der sie sowieso meist noch in einer Doppelschicht arbeiteten.
»Puhhh, was ist passiert?«, fluchte Sango, die schon aus der Puste war, weil sie kaum zum Wagen gekommen war.
»Kohakus Freundin hat die Leute mit einer neuen Geschmacksrichtung verzaubert. Beziehungsweise zwei.«
»Sie ist nicht meine Freundin!«, stotterte Kohaku rot werdend. Das war ihm peinlich. Er kannte sie erst einen Tag. Hübsch war sie, süß, nett und so, aber als Freundin?
»Ich meinte Freundin auf freundschaftlicher Basis. Was du immer gleich denkst!«, lachte sein Vater und kassierte gerade wieder einige ab. Es war schwierig, nicht durcheinander zu kommen, bis Sango eine Idee hatte.
»Wartet.« Sie zupfte drei Schilder raus und redete kurz mit Rin, bevor sie diese beschrieb, und akrobatisch, wie sie war, auf den Wagen kletterte, sodass alle sie sahen. »Hergehört! Es gibt jetzt Schilder! Links anstellen, wenn ihr die Sorte Apfel wollt, mittig für Normal, Rechts für Orange!«
Die Leute starrten sie kurz an, während sie alles befestigte, als sie sich auch schon brav einreihten, und so alle besser hinterherkamen. Kohaku schnitt geschwind und warf immer wieder eine Sorte nach der nächsten rein, während Sango, Vater und Mutter jeweils eine Reihe übernahmen. Da jedoch die Mitte immer eher weniger besetzt war, nutzte ihre Mutter die Chance, um Rin zu helfen, die wirklich flink war. Es brachte Kohaku nur ins Staunen, wie sie mit den Zutaten zauberte und ab und an mit Gewürzen experimentierte. Er war schon froh gewesen, wenn er alles richtig abwog, aber bei ihr sah es aus, als würde sie mit magischen Händen arbeiten. Faszinierend.

Dieser Tag endete am Ende damit, dass sie bis zur späten Stunde voll besetzt waren und ihre Eltern am Ende wirklich außer Puste waren. So viel Umsatz hatten sie noch nie gemacht.
»Morgen früh muss ich einkaufen. Das Gute ist, wir haben zu Hause noch einiges, so können wir vieles schon vorbereiten. Rin, würdest du uns morgen auch noch einmal helfen? Dafür darfst du in unserem Gästezimmer schlafen.«
»G...gerne!«, freute sie sich, erschöpft und hungrig.
»Danke Mama!«
»Du musst mir nicht danken. Sie ist ein liebes Mädchen und dank ihr haben wir viel Umsatz gemacht. Natürlich brauchten wir noch anderes und müssen etwas Rechnen, aber der Preis passt eigentlich und hat die Passanten nicht vom Kauf abgehalten.«
»Das stimmt. Supergemacht, Rin!« Sango legte ein Arm um ihre Schultern und wuschelte sie. »Bist du ein Engel?«
»Ah ...«
»Ne, einer der drei Weisen aus dem Morgenland«, witzelte Kohaku, was Rin knallrot werden lies. »Zumindest hab ich sie in der Krippe gefunden, dort in der Kirche.«
Sango schüttelte den Kopf, bevor sie das Mädchen noch einmal drückte. »Wenn du noch Ideen hast, spuck sie dann aber lieber heute Abend aus, da ist es besser auf alles zu reagieren.«
»In Ordnung!«

Daheim besprachen sie noch alles, zählten das Geld und sahen Rin zu, wie sie in der Küche ihnen ein köstliches Abendmahl zauberte. Sie garnierte alles so süß, dass man nur dahinschmelzen konnte. »Wo hast du das gelernt?«
»Meine Eltern waren Köche und haben mir alles gezeigt.«
»Und willst du auch Köchin werden?«
Rin schluckte und servierte: »Leider musste ich die Schule abbrechen, und kann es mir nicht leisten. Aber ich bin sowieso nicht so gut, wie meine Eltern es waren.«
»Verstehe«, antworteten alle, bemerkend, dass sie in einer Wunde gestochert hatten. Sie litt darunter und war in eine missliche Lage gelangt, was auch Sango zu tiefst berührte.

Am nächsten Tag setzte Sango etwas in Bewegung. Auf ihrer Uni suchte sie nach einem Studiengang, der sich auf Kochen spezialisierte. Zum Glück war sogar der Professor da. Ein leicht grimmiger, weißhaariger Mann im mittleren Alter. Man sprach ihm wohl nur zurecht zu, dass er ein Meister war und kaum einer sich beweisen konnte. Sein Unterricht war hart, doch brachte viele gute Meisterköche hervor. Er trennte die Spreu vom Weizen.
Sango redete mit ihm und erklärte ihm die Lage, nachdem sie ihn einfach von der Arbeit abgehalten hatte. Er hasste solche Menschen, doch als sie über die Leidensgeschichte eines Mädchens redete, wurde er hellhörig. Sango zeigte ihm sogar ein Foto von dem Essen. Es überraschte ihn, dass sie eine Begabung aufwies, bis die junge Frau auch von den Eltern erzählte. Jedoch konnte sie ihm nicht sagen, um wen es sich handelte. Zumindest war sein Interesse geweckt. Er versprach später bei ihnen vorbeizusehen, wenn er sich nicht anstellen müsste, was Sango recht war, sofern sie dem Mädchen helfen konnte. Wenn jemand etwas bewegen konnte, dann dieser Mistkerl, der viel zu sagen hatte und einige Anhänger.

Als sie ankam, ging alles von vorne los, nur dass sie noch zwei Sorten dazu getan hatte. Sangos Eltern hatten sogar gemischte Tüten jetzt. Zum Glück hatte Rin gestern Abend noch geübt, sodass sie am Morgen einkaufen und vorbereiten konnten. Das machte es weit aus einfacher.
»Hallo!«
»Wo warst du Schwester?«, knurrte Kohaku, ihr eine Messer in die Hand drückend. »Du kannst jetzt ran, ich muss kurz Rin helfen.«
»In Ordnung«, verlautete sie nur, bis sie loslegte. Es würde wohl wieder eine Doppelschicht werden, och eben konnten sie es noch durchhalten.

Stunden vergingen, und das eingespielte Team verkaufte mehr und mehr. Kohaku freute sich und beide liefen jedes Mal rot an, wenn sich ihre Hände berührten, was den Eltern auffiel. Irgendwie gefiel es ihnen, dass er so ein nettes Mädchen getroffen hatte, auch wenn es am Ende schwer werden könnte, da sie nicht volljährig war und bestimmt irgendwo hingehörte.
Doch weiter überlegen konnten sie nicht, als es an der Tür klopfte. Verwirrt hoben sie die Köpfe, als Sango sich einmischte. »Rin, könntest du eine gemischte Tüte zu dem Mann vor der Tür bringen? Er ist ein Professor an der Uni und wollte unbedingt kosten.«
»In Ordnung!«, antwortete Rin wie aus der Rakete, füllte eine Tüte und eilte hinaus, nur um fast in die Arme eines eher düster wirkenden Mannes zu rennen. »Oh, ähm ... hallo, Sie hatten etwas bestellt?«
»Das hatte ich. Sie sind die Dame mit den vielen Ideen?«
»Ähm... ja«, stotterte sie schüchtern und reichte ihm schon die Tüte. Sie rochen köstlich, was er eher selten von solchen Kindereien hielt. Auch der Geschmack war schon kaum noch einem Weihnachtsmarkt würdig und gehörte eher in ein Restaurant. Langsam verstand er den Andrang.
»Deine Ideen?«
»Ja. Meine Eltern meinten immer, das Essen muss harmonieren. Darum habe ich ausprobiert, denn ich fand den Schmalzkuchen so nackt und einsam.«
Er hob eine Braue, bevor er alle durchprobierte. »Willst du später Köchin werden?«
Ihre Augen verfinsterten sich, doch das hinderte ihn nicht daran, weiter zu fragen. »Wer waren deine Eltern?«
Rin schluckte, doch dann erzählte sie von ihnen, den Problemen und Gründen, wieso sie niemals eine Ausbildung anfangen könnte. Währenddessen lauschte der weißhaarige Mann, bis es ihm wie Schuppen von den Augen fiel. Er hatte einmal zwei Studenten gehabt, die sehr berühmt wurden durch ihre Ideen und ein Restaurant eröffneten. Es lief alles sehr gut, bis sie eines Tages beim Prüfen von neuen Waren von einem Lastwagen erfasst worden waren. Das Restaurant war nicht abbezahlt gewesen, weswegen sie wohl alles verloren hatte. Es war eine tragische Geschichte. »Hatten deine Eltern keine Lebensversicherung?«
Sie starrte ihn verwirrt an, und er begriff, dass sie keiner aufgeklärt hatte. Es tat schon weh und er wollte das Wunderkind nicht auf der Gosse verkommen lassen, sodass er einen Entschluss fasste, denn er erkannte Potential sofort.
»Du ziehst zu mir, ich kannte deine Eltern, sie haben von mir gelernt. Dann werden wir sehen, ob deine Eltern wirklich nichts abgeschlossen haben.«
»Was?«
»Nur über meine Leiche!«, krakelte Kohaku plötzlich hinter den beiden, was Rin rot werden ließ. »Ich kenne Sie nicht, und ...«, weiter kam er nicht, denn Sango hielt ihm den Mund zu.
»Ich habe ihn angesprochen. Er kann Rin helfen und du weißt, sie kann bei uns nicht auf Dauer wohnen, doch so könnte sie eine Chance bekommen.«
»Aber...«
»Kohaku ist verliebt«, flüsterte seine Schwester ihm ins Ohr, was ihn sofort zurück rudern ließ.
»Gut, dann soll sie, aber wehe sie besucht mich nicht zwischendurch, sonst füttere ich sie nie wieder, wenn sie sich unter Heu versteckt.«
Der Mann hob eine Braue, während sogar Rin aufblühte und Kohaku zum Schweigen bringen wollte. Für sie war all dies ein Wunder, und sie ahnte nicht, dass ihr Leben wieder aufwärtsging.


Jahre vergingen, Rin hatte wirklich etwas geerbt und wohnte seit damals bei dem Professor. Dieser bot ihr bald an, ihn zu duzen. Daheim gab er ihr Zusatzunterricht, damit sie die Schule bestand und ihr Studium beginnen konnte, bis sie es mit Bravour abschloss und von überall Angebote bekam.
Doch sie lehnte jedes ab und nutzte ihr Erbe, um sich einen kleinen Laden zu kaufen. Es war ein Kaffee, in dem es die verschiedensten Süßwaren gab, die einen im Himmel schwelgen ließen.
»Rin!«, kam ein Mann um die 25 in den Laden. Er hatte sein braunes Haar ordentlich gekämmt und war in einem anzugähnlichen Outfit erschienen. Rin wunderte sich, doch bereitete sie sofort den Kaffee und suchte ihre neusten Kreationen heraus.
»Kohaku, da bist du ja! Wo warst du den?«
»Ahm ich musste noch etwas besorgen. Wie geht es dir? Und was macht Professor Stinkstiefel?«
»Hn«, schnaubte hinter ihm ein Mann, der ihn glatt überragte. Das war nicht geplant gewesen.
»Sesshomaru«, kicherte Rin und stellte einen doppelten Espresso, wie auch ein Stück Himbeertorte hin. »Er meint es nicht so.«
»Entschuldigen Sie«, bibberte Kohaku, bevor Sesshomaru sich an einen Tisch setzte und seinen Kuchen verkostete. »Ich sollte besser aufpassen.«
»Das solltest du. Bist du ihm immer noch sauer, weil er dich mal vor die Tür setzte?«
»Mal? Öfters. Aber naja, sonst hättest du es wohl auch nicht geschafft, aber ich hab mir sorgen gemacht.«
»Er ist kein übler Mann, er ist wie ein Vater für mich und hat mich auch nie anders behandelt.«
»Das ist gut! Ach ja«, meinte er und kramte in seiner Tasche. Er stellte ein Gefäß auf den Tisch, öffnete es und ließ sie erstarren. Da war Heu drin und darauf, ein in einer Muffinform liegender Schmalzkuchen.
»Ist der für mich?«
»Jap, eine ganz besondere Füllung!«
»Oh?«, vorsichtig biss sie ab und das tat sie auch zu ihrem Glück, denn der Inhalt war hart. Sie verzog die Augenbrauen und holte das Stück wieder aus ihrem Mund. Gerade wollte sie sagen, dass er es zu lang frittiert hatte, als sie einen kleinen Diamanten erblickte, an dem ein Ring klebte. »Huch?«
Rin blickte wieder auf, da war er schon auf den Knien, und machte ihr einen Antrag. Es war überraschend und jeder drehte sich um. »Willst du mich heiraten?«
»Ja!«, schluchzte sie, kam um ihren Tresen herum und sprang ihm in die Arme, als er gerade aufstand. Es war schwer für ihn, standzuhalten, doch er hielt sich schnell am Tresen fest, bevor er sie zurück schob und ihr den Ring auf den Finger schob. »Ich liebe dich!«
»Ich dich auch, Rin. Hoffentlich dürfen wir dann zusammen wohnen«, grinste er und küsste sie innig, bevor sie kichernd Sesshomaru mit dem Ring winkte.
Ihn machte es nicht unbedingt glücklich, doch Kohaku war ein braver, und hatte Rin die ganzen Jahre über nicht angefasst, sonst hätte er ihn gelyncht.

Nach der Arbeit gingen sie dann zu Kohaku, der schon länger eine eigene Wohnung hatte. Sie hatten beide nur noch das eine im Kopf, sie küssten sich und hielten Händchen, während sie breit grinsend reingingen. Eigentlich sollten sie noch warten, aber sie konnten nicht, und anscheinend schien Sesshomaru besänftigt, dass er sie heiraten wollte, aber wer würde schon so ein tolles Mädchen weggeben.
»Hast du Kondome?«
Er nickte und küsste sie leidenschaftlich, während er sie schon ins Schlafzimmer bugsierte. Sie kicherte und genoss seine liebevollen Berührungen und ließ sich gar freiwillig in die weichen Kissen fallen. Die beiden passten einfach zusammen in jeglicher Hinsicht, sodass es ihr schier Freude bereitete, und sie keine Angst davor hatte.
Er beugte sich über sie, küsste sie und half ihr aus der Kleidung, wie auch sie ihm. Sie waren wild, doch als er sich über sie legen wollte, stoppte sie ihn. Neckisch knabberte sie an seiner Lippe, suggerierend, dass sie da eine Idee hätte. Eigentlich wollte er erst nicht, doch dann fiel ihm ein, dass sie alles verzauberte. Also wieso nicht auch den Sex.
So gehorchte er ihr und legte sich auf die Seite, während sie mit ihren Oberschenkel seine Beine umschloss und diese umarmte, sodass er eine heiße Sicht auf ihren Hintern hatte. Sie wurde rot und wusste, dass er zu viel sehen würde, doch es war ihr lieber, als dass er sah, wie es sie berührte. Rin war aufgekratzt und wusste nicht ob es funktionierte, aber sie wollte es austesten.
»Meinst du, das geht?«, fragte er, etwas abrückend, und ein Kondom überstreifend, bevor er ihren Hintern an sich ran zog und ihren Rücken streichelte. Sie nickte und presste sich fester an ihn, als er sich zu Reiben begann. Auch mit Kondom spürte er schnell, wie feucht und bereit er war. Seine Verlobte. Nie hätte er gedacht, dass er sie in einem Heuhaufen finden würde.
Sanft lächelnd, presste er sich an sie, bis er spürte, wie er langsam eindrang. Es war ungewohnt, doch genoss er die Wärme ihrer Brüste, dessen harten Nippel an seinen Oberschenkeln rieben. »Oh Rin, du fühlst dich so gut an.«
»Ahhh«, wimmerte sie, als er noch tiefer eindrang, und sie gefangen nahm. Er wippte sich immer wieder gegen sie, streichelte ihren Hintern und massierte diesen. Ihm gefiel es, wie er sie spürte und es half, denn sonst hätte sie noch bemerkt, dass auch er komplett überfordert eine Grimasse zog, da ihn die Lust viel zu schnell übermannen drohte.
Als es aber fast so war, hielt er noch einmal inne, bevor er weiter machte und sie wohlig stöhnte, bis er spürte, wie sie in Schüben enger wurde und ihr Wimmern lauter. »AHHHHHH«, presste sie sich gegen ihn. Er spürte ihre Muskeln zucken. Nicht nur in ihr, sondern auch an ihren Oberschenkeln, sodass er die Kontrolle verlor und laut ihren Namen rufend kam. Es hatte sich unbeschreiblich angefühlt, denn sie war sein Weihnachtswunder! Seine Rin, seine Frau. Nie würde er sie gehen lassen.
Ob sie sich freute, dass er sie zu Weihnachten in der Kirche heiraten würde, wo er sie traf?


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So, das wars ^^ das nächste Kapitel ist gerade in Arbeit, vielleicht schaff ich es ja noch^^
ihr glaubt aber echt nicht, wen ich gezogen habe... ich dachte ich falle vom Glauben ab...
TROMMELWIRBEL!
es ist....
TOUGA X INUKIMI ... dabei hat er ja nur noch eine 2 zu 21 Chance gehabt... es ist echt gruselig.... <-< ob er der Geist der vergangenen Weihnacht ist und die Losung manipuliert? Es ist ne Zuckerdose mit ganz klein gefalteten bunten Zetteln und ich wirbel immer alles durch vorher... aber naja... er ist der Gewinner:

Touga x inukimi, Sexstellung: Großer Wagen; Auto und Weihnachtsstern... <-- Ob er seinen Mercedesstern schmückt? XD
Ich gebe mir Mühe, dass es heute noch on geht und alles wieder richtig läuft ^^
aber erstmal viel Spaß beim Lesen!


Eure Kibo-kamichan
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