Die Ansichtskarte, die nur du verstehst

von Anny85
GeschichteRomanze / P12
Dr. Marc Lindner Dr. Theresa Koshka
01.12.2019
09.12.2019
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,,Theresa, ich liebe dich..." redete Marc leise vor sich hin, hing seinen Gedanken weiterhin hinterher und nahm das rege Treiben vor dem Fenster, garnicht wahr und auch nicht wie Professor Patzelt, den Raum betrat und Marc begrüßte.
Sie wollte eigentlich nur eine Akte holen und dann wieder weiter, doch die fehlende Reaktion von ihrem Oberarzt machte sie stutzig. So kannte sie ihn nicht!
Sie ließ, die gesuchte Akte noch einen Moment auf ihren Platz verweilen und ging zum Fenster, wo auch Dr Lindner stand. ,,Heute ist wirklich viel los! Da beruhigt es mich auch immer, einfach in aller Stille die Leute zu beobachten und nebenbei die Gedanken zu sortieren!" sagte sie mit ruhiger Stimme. Marc schreckte auf.
Er hatte sie weder reinkommen gehört, noch gemerkt wie sie sich zu ihm stellte:,,Professor Patzelt, entschuldigen sie! Ich habe sie nicht reinkommen gehört!" Sie musste etwas schmunzeln:,,Das habe ich gemerkt!" ,,Ist mit ihnen alles in Ordnung?" fragte Professor Patzelt nach. Marc nickte, sagte aber nichts weiter darauf.
,,Dr Lindner, bitte denken sie daran, auch für sich eine Pause zu nehmen. Sie wissen wie wichtig das vor allem heute ist. Wir brauchen sie hier!" Ja, das Klinikum brauchte ihn und Theresa?
Seine Patienten brauchten seine Art, sein Wissen und dieses alles, verbunden mit den beruhigenden Worten und Weisheiten, die er tagtäglich an die Assistenzärzte weitergab.
,, Wissen sie Dr Lindner, manchmal ist die Zeit ein Freund und manchmal auch der größere Feind. Versuchen sie, die Zeit zu verstehen und vorallem geben sie dem Menschen und sich die Zeit, es zu akzeptieren!" Professor Patzelt hatte ein Gefühl, das er sich wegen jemanden große Sorgen machte.
Allein, das Dr Lindner so ruhig war und selbst bei dem momentanen Gespräch so in Gedanken war, ahnte sie, das er an jemand dachte und sich womöglich um diese Person auch Sorgen machte. Professor Patzelt hoffte, das diese nicht berechtigt waren.
,,Dr Lindner, wenn sie jemanden zum Reden brauchen, sagen sie es. Meine Tür steht ihnen jeder Zeit offen!" erklärte sie, ihm. Marc stachelte sich jetzt selbst an, die Worte von Professor Patzelt mehr Gehör zu schenken, aber seine Gedanken, gerade jetzt, kreisten um Theresa und etwas, was sich salopp ein Preis nannte, ein Gewinn nach einem erfolgreichen Lösungsvorschlag und dann war da noch diese Nacht, die nicht geplant war, aber so wunderschön und eine Befreiung jeder verdrängten Gefühle, die sich angesammelt hatten, war. Aber auch die Sorge, das Theresa länger als diese 8 Wochen vom Klinikum wegbleibt, ihren Gefühlen wieder aus dem Weg geht und das es nie zum Gespräch zwischen ihnen kommen würde. ,,Danke, aber das ist nicht nötig!" erklärte er sich und fragte Prof Patzelt:,, Wie war ihre Routineuntersuchung?"
,,Woher wissen sie das?" fragte eine sichtlich überraschte Professor Patzelt.
,,Ich war Mal ihr behandelnder Arzt...vergessen sie das nicht!" erklärte Marc sich.
Sie lächelte:,,Alles in Ordnung! Keine Auffälligkeiten!"
,,Das freut mich! Wirklich!" sagte Marc und nickte zustimmend.
,,Danke! Ich werde dann Mal weiter! Passen sie auf sich auf Dr Lindner!" sagte sie, verabschiedet sich und holte ihre Akte vom Tisch. Professor Patzelt hielt allerdings in ihrer Bewegung inne, als ihr Blick auf etwas fiel, was eigentlich gar nicht für sie bestimmt war und doch wusste sie, das dieses Stück, für jemanden von Bedeutung war.
Dieser darauf bereits vielleicht schon wartete und gerade im Ärztezimmer am Fenster stand. Professor Patzelt sah die Bilder auf diesem festen Stück Papier und das reichte um zu verstehen und jemand darauf aufmerksam zu machen! ,,Dr Lindner, sie haben ihre Post noch gar nicht durchgeschaut!" sagte Prof Patzelt, mit einem unterdrückten Schmunzeln und schaute in die Richtung des Oberarztes. ,,Doch habe ich." meinte er nur kurz. ,,Na, ich glaube nicht!" sagte Professor Patzelt und ging. Marc war verwundert. Welche Post? Er hatte bereits seine Post erhalten und durchgeschaut. Er wollte es genauer wissen und ging zu dem Bereich, wo die Post immer lag, sortiert in die jeweiligen Fächer für die Ärzte. Da lag wirklich etwas! Für Marc!
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