Die Magie hinter dem Spiegel

CrossoverFantasy, Sci-Fi / P16
Hermine Granger Severus Snape
01.12.2019
20.02.2020
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Die Magie hinter dem Spiegel

Kapitel 3

Am nächsten Morgen wurde Hermione, wie abgesprochen von Lucas abgeholt. Sie hatte sich zwar wieder die Uniform angezogen, allerdings hatte sie auf die Weste und die Waffen verzichtet, da diese Menschen hier ja keine Bedrohung darstellten. Allerdings meldete sie dem Colonel noch, das sie mit Professor Lexter das Gelände erkundete und rechtzeitig zur Abreise wieder da sei.
Sie schloss die Tür hinter sich und betrachtete Lucas nun etwas genauer. Unter seiner Robe trug er eine dunkel blaue Jeans und dazu einen einen hellblauen Rollkragen Pullover.
„Guten Morgen, Schönheit.“ begrüßte er sie, nahm ihre Hand in seine und drückte ihr kurz einen Handkuss auf den Handrücken. Hermione lief etwas rot an, da sie solch eine Direktheit nicht gewohnt war. Leise murmelte sie ein „Guten Morgen.“ zurück, bevor beide den Weg nach draußen antraten.
Gerade als sie durch die große Tür gehen wollten, fragte Hermione ihren Begleiter: „Und du hast Severus wirklich gemeldet, das du mir heute alles erklärst und ich mich deshalb nicht mit ihm treffe?“ Kurz lachte Lucas auf, als er ihr antwortete: „Ähm… ja na klar. Er meinte ich solle dir viel Spaß wünschen und er würde uns auch erst zum Abendessen wieder zurück erwarten.“ Er blickte ihr dabei in nicht wirklich in die Augen und bevor sie noch etwas sagen konnte, zog er Hermione mit nach draußen, auf das weitläufige Gelände.
„Wenn wir erst zum Abendessen zurück sind, was Essen wir denn bis dahin? Denn ich weis ja nicht wie es dir geht, aber ich habe heute noch nicht gefrühstückt und mein Proviant liegt bei meiner restlichen Ausrüstung...“ fragte sie ihren Begleiter, welcher jetzt laut auflachte. „Wozu bin ich denn ein Zauberer? Und dazu auch noch der Beste, den Hogwarts je gesehen hat.“ sagte er mit einem Lächeln, welches sein perfektes Grinsen präsentierte, zog seinen Zauberstab aus seiner Robe, schwang diesen einmal und schon war ein Picknick Korb vor ihnen. „Den hatte ich die gesamte Zeit über in meiner Robe. Dort ist es wesentlich leichter, ihn zu transportieren.“ erklärte er, lies den Korb wieder schrumpfen und zog sie an der Hand weiter Richtung Wald.

Als die beiden eine kleine Lichtung erreichten, breiteten sie eine Decke, welche Lucas auch in seiner Robe hatte, aus und stellten die Sachen aus dem Korb darauf ab. Lucas erzählte ihr alles, was er über Hogwarts wusste, allerdings war das nicht viel gewesen, weshalb er schnell dazu überging, Hermione fragen zu stellen, welche sie auch gerne Beantwortete. Sie mochte Lucas und seine offene Art. Sie musste auch zugeben, das er mit seinen strahlend blauen Augen und den schwarzen Haaren sehr gut aussah. Während die beiden sich unterhielten, war er immer näher an sie heran gerückt, sodass er nur noch eine Handbreit entfernt von ihr saß.
Da Hermione die ganze Zeit die Umgebung betrachtet hatte, hatte sie es auch nicht bemerkt. Erst al er seinen Arm um ihre Schulter legen wollte, zuckte sie zusammen und drehte sich wieder zu ihm. „Ähm… Was wird das denn?“ fragte sie ihn auch direkt, obwohl sie noch ein wenig unsicher war. Immerhin waren die Männer in ihrer Realität nicht so forsch, wenn sie wussten, was sie Beruflich machte. Natürlich sagte sie ihnen nicht, was genau sie machte, nur das sie bei der Air Force sei. Meistens waren die Typen davon so eingeschüchtert, das sie sich kaum noch etwas trauten. Lucas schien das aber in keinster Weise zu interessieren, das sie eine Soldatin ist.
„Oh entschuldige bitte, aber hier zeigt man einem Menschen auf diese Weise, das man ihn sehr gern mag. Ich hatte vollkommen vergessen, das du ja aus einer anderen Realität kommst.“ sagte er und wollte schon von ihr wegrutschen, als sie seine Hand ergriff und ihn so an Ort und Stelle hielt. „Nein, das muss dir nicht Leid tun. In unserer Realität zeigt man einem Menschen auch auf diese Weise, das man ihn mag, allerdings sind die meisten Männer von meinem Beruf so eingeschüchtert, das sie nichts wagen. Ich bin es einfach nicht gewohnt, das sich ein Mann mir so nähert.“ sprach sie schnell und blickte ihm dabei tief in die Augen.
Als er ihr Näher kam, sah sie das funkeln in seinen Augen und hielt unbewusst den Atem an. Seine Lippen waren nur noch Millimeter von ihren entfernt, als er ihr sagte: „Ich steh auf Frauen, die Wissen was sie wollen.“ Damit überbrückte er den Abstand und küsste sie voller Verlangen. Zuerst war Hermione geschockt und bewegte sich nicht, doch dann hatte sich ihr Kopf ausgeschaltet, sodass sie den Kuss mit der gleichen Leidenschaft erwiderte.
Erst ein lautes knacken lies die beiden, nach Luft schnappend, auseinander gehen. Nicht weit von ihnen stand einige Wesen, die Hermione noch nie in ihrem Leben gesehen hatte. Diese Wesen waren eine Mischung aus Mensch und Pferd. Sie hatte von ihnen gelesen, allerdings waren es Fabelwesen…
„Guten Abend Firenze.“ grüßte Lucas offensichtlich den Anführer dieser Gruppe. „Was wollen sie in unserem Wald Professor? Und das auch noch mit einer… Miss Granger? Das kann doch nicht möglich sein!“ fing Firenze zuerst gereizt an, kam dann aber ins stocken, als er Hermione sah.
Lucas stand auf und ging einen Schritt auf Firenze zu, doch als dieser mit einer Hufe auf den Boden stampfte, blieb er stehen. „Ich wollte Hermione nur den Wald zeigen und hatte ihr alles über Hogwarts erzählt.“ erklärte er ihre Anwesenheit.
„Wäre dafür nicht Schulleiter Snape besser geeignet? Immerhin ist er nun schon seit 44 Jahren an dieser Schule. Sie hingegen sind erst vor einigen Tagen hergekommen.“ fragte Firenze, wartete allerdings auf keine Antwort, denn er sprach sofort weiter: „Sie beide sollten nun diesen Ort verlassen und zum Schloss zurück gehen.“ Mit diesen Worten blickte er nochmal zu Hermione, welche nun ebenfalls stand und lief dann davon.
„Du bist erst seit ein paar Tagen hier?“ fragte Hermione Lucas auch sofort, als sie alleine waren. Dieser hielt kurz inne, blickte zu ihr, nickte und packte dann weiter die Sachen zusammen. Da er einen Zauber dafür benutzt hatte, war es nach wenigen Augenblicken erledigt. Schelmisch grinsend ging er zu Hermione, küsste sie nochmal, bevor er wortlos ihre Hand nahm und den Weg zurück antrat.

Nach einer halben Stunde waren sie wieder am Schloss angelangt. Sie wurden von beiden Snapes erwartet, wobei Severus nicht wirklich erfreut aussah. Der Colonel lehnte an der Wand und starrte in die ferne, sodass er seinen Major erst sehr spät bemerkte. „Guten Tag Severus. Ich hoffe sie sind mir nicht böse, aber Lucas hatte sich gestern Abend Angeboten, mir alles zu erklären, aber das hatte er ihnen ja mitgeteilt.“ grüßte sie den Schulleiter und bemerkte so nicht, wie sich Lucas neben ihr immer Unwohler zu fühlen schien.
„So, sie sind also nicht einmal auf die Idee gekommen, mir Persönlich Bescheid zu geben? Da der wehrte Kollege es offenbar doch nicht für wichtig hielt, mir Bescheid zu geben, sodass ich den ganzen Tag meine kostbare Zeit damit verschwendet habe, um auf sie zu warten. Hätte der Colonel mir nicht gesagt, das sie sich bei ihm gemeldet haben, so hätte ich noch länger meine Zeit verschwendet.“ knurrte Severus gefährlich leise und sah Hermione mit einem so eisigen Blick an, wie sie ihn noch nie durch diese Augen gesehen hatte.
Es dauerte dadurch einige Sekunden Länger als sonst, bis alle Informationen in ihrem Gehirn angelangt waren, denn plötzlich drehte sie sich zu Lucas herum und fragte ihn: „Wieso hast du mich belogen? Ich hatte doch heute morgen extra gefragt, ob du Severus gemeldet hast, das du mir alles erklärst und den Verbotenen Wald zeigst!“
Nun ja, ich wollte den Tag mit dir verbringen und ich wusste, das der Schulleiter es nicht zulassen würde, immerhin war er mit deiner...“ „GENUG!“ wollte Lucas sich gerade erklären, doch Severus unterbrach ihn mitten im Satz und Hermione hätte schwören können, das wenn Blicke töten könnten, das Lucas auf der stelle umgefallen wäre.
Es hatte auch den Anschein, als ob die gesamte Umgebungstemperatur auf einen Schlag um zehn Grad gefallen war. Hermione wurde von einer Gänsehaut überzogen, die sie augenblicklich frösteln lies. Bevor die Situation drohte zu eskalieren, mischte sich nun auch der Colonel ein, indem er sagte: „Also, Severus und ich hatten beschlossen, das sie Major, noch ein paar Tage länger hier bleiben. Sie sind ja die einzige, bei der wir mit Sicherheit sagen können, das nichts passiert. Ach ja, könnten sie ihm noch erklären, warum dies so ist, denn sie wissen ja, ich kann mir so was einfach nicht merken.“
Dadurch, das der Colonel wusste, wie er seinen Major ablenken konnte, wunderte er sich auch nicht wirklich, als sie Severus anblickte und ihren kleinen Vortrag begann: „Naja, das ist eigentlich ganz leicht zu erklären. Und zwar tritt die Nebenwirkung nur dann auf, wenn die selbe Person sich zweimal in einer Realität befindet. Dies bewirkt nämlich ein vorübergehendes entropisches Kaskadenversagen auf Zellebene. Diese Nebenwirkungen äußern sich durch Entropieschocks und temporale Verzerrungen aus, welche auf lange Sicht gesehen tödlich sind. Allerdings haben wir festgestellt, das die ersten 24 Stunden ungefährlich sind, alles was darüber hinaus geht, erhöht das Risiko, das die Nebenwirkungen auftreten.“
Anhand der Gesichter konnte sie genau feststellen, das Lucas offenbar kein Wort verstanden hat. Severus hingegen nickte nur verstehend, drehte sich um und ging ins Gebäude zurück. Doch gerade als Lucas aufatmen wollte, kam er zurück, baute sich vor ihm auf und sprach sehr leise, sodass Hermione sich anstrengen musste, um ihn zu verstehen: „Wenn sie es noch einmal wagen sollten, Hermione bewusst in Gefahr zu bringen, indem sie Sie mit in den Wald nehmen, dann werden sie mich richtig kennenlernen.“ Kurz blickte er Hermione nochmal an, drehte sich wieder um und verschwand diesmal endgültig für diesen Moment.
Lucas war nur sehr blass im Gesicht. Ohne ein Wort zu sagen, ging er dem Schulleiter ins Gebäude nach. So standen die beiden Soldaten alleine vor dem Gebäude und blickten den beiden nach.