Geschichte: Freie Arbeiten / Poesie / Zeit / Im Moment

Im Moment

GedichtPoesie, Schmerz/Trost / P6
01.12.2019
01.12.2019
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Eine Hülle ohne Faden muss sich wieder finden.
Hat gerade seinen Boden verloren.

Schwebt ohne Leichtigkeit in der leere seiner dunklen Gedanken. Hilflos ohne halt. Kann sich nur abhalten vom denken wenn sie was tut.

Denn wenn sie nicht gerade was tut, ist sie traurig und weint. Kann nicht mehr schlafen und ihm fehlt ein bisschen der Spaß und die freude im Leben.

Muss sich ablenken um das Loch in seinem Herzen zu vergessen. Vergessen wird sie es nicht, nur irgendwann wird es nicht mehr so wehtun wie im Moment, die Wunde wird nur ab und zu pochen und sich bemerkbar machen das sie da ist. Und sie wird als Narbe bleiben, die nicht mehr weg zu denken ist. Sie verändert sein denken.

Im Moment zieht sie ihn durch den Dreck. Sie wird sie aber nicht zur Rache durch den Dreck ziehen, sonst entflammt der Schmerz wieder in ihm.

Das Loch welches unter der Wunde ist wird sich wieder mit etwas schönem füllen und sie wird sich wieder ganz fühlen. Komplett im Leben.

im Moment steht sie auf einer Zehenspitze und versucht die bunten Luftballons noch festzuhalten. Sie sind schon fast seinen Fingern entglitten.

Im Moment,
gefühlt weit weg,
stehen Menschen,
sehen klein aus und haben eigene Probleme trotzdem widmen sie ihm Zeit und hören ihm zu und nehmen ihn in den Arm, uns verbindet ein roter Faden weil wir nie aufgeben und uns alles erzählen können. Im Moment nicht viel gutes.

Und sowieso sieht sie nicht das ganze gute, sie hängt noch fest an der Vergangenheit. Hat zwar keine Angst vor der Zukunft weiß aber noch nicht wie.

Sein Leben wird neu gestaltet werden. Schöner und wie sie es will, nur muss sie sich erstmal dran gewöhnen. Dass das Leben auch wieder schön sein kann. Auch wenn es das im Moment nicht ist. Sie lässt seinen Luftballon nicht los.
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