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La Douleur Exquise

von -imkiary-
KurzgeschichteAllgemein / P16 / Gen
Ashton Irwin Calum Hood Luke Hemmings Michael Clifford
01.12.2019
24.12.2019
24
23.428
3
Alle Kapitel
6 Reviews
Dieses Kapitel
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01.12.2019 923
 
Hallo und herzlich willkommen zu diesem kleinen Adventskalender!

Gemeinsam mit Ashton, Calum, Michael und Luke möchte ich euch durch den Dezember begleiten. Euch erwarten 24 kleine Stories (jeder der Jungs sechs Mal), die wiederum auf einigen losen und noch kleineren sogenannten „Imagine“-Stories basieren. Den Link zu einer Sammlung dieser werde ich mit der letzten Geschichte an Heiligabend hochladen. Vielleicht stößt der Ein oder Andere da ja auch auf eine Inspirationsquelle. ;)
Die Geschichten des Adventskalenders lade ich relativ wahllos hoch. Ich achte nur darauf, dass alle Jungs in gleichen Abständen rankommen. Einige Geschichten werden eher witzig sein, andere eher hitzig, romantisch oder auch sexy. Ich hoffe jeder findet etwas, was ihm/ihr gefällt. :)
Wie jeder Autor würde ich mich über Rückmeldungen freuen, aber ich weiß auch, dass in dieser Kategorie nicht allzu viel los ist. Ich hoffe dennoch, dass es trotzdem den Ein oder Anderen gibt, den dieser Adventskalender interessiert.
In diesem Sinne wünsche ich euch eine besinnliche und möglichst stressfreie Vorweihnachtszeit und viel Spaß beim Lesen!

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LUKE I
- Blindfisch -




Der Wecker hat eben geklingelt, aber du drehst dich nochmal um. Die Decke ist so kuschelig und weich und warm. Warum solltest du aufstehen? Du vergräbst den Kopf im Kissen. Neben dir merkst du wie dein Freund sich streckt und aufsetzt.
„Guten Morgen, Prinzessin“, murmelt er und haucht dir einen Kuss auf den Schopf.
„Mh“, nuschelst du nur. Du hast wirklich noch keine Lust auf irgendeine Art von Konversation. Luke soll dich bloß noch schlafen lassen. Du hörst ihn leise lachen. Mehr kommt von ihm auch nicht. Zu seinem Glück. Du kannst ziemlich unangenehm werden, wenn dich jemand bei einer deiner Lieblingsbeschäftigungen stört.

Du döst noch ein wenig herum. In deinem halbwachen Zustand gehst du eure Pläne für die kommenden Feiertage durch und was noch alles organisiert werden muss. Allein diese Aussichten machen dir noch weniger Lust aufs Aufstehen. Doch Luke holt dich aus deiner Halbschlaf-Griesgrämigkeit heraus.

„Ich weiß wirklich nicht wie du hierdurch sehen kannst“, murmelt er und hält sich sein Handy erst direkt vor die Nase und dann am langen Arm von sich weg. „Egal wie ich es versuche, ich sehe immer alles verschwommen.“
Versteckt unter deiner Decke musterst du ihn und musst grinsen. Er hat sich deine Brille auf die Nase gesetzt und versucht seine Nachrichten zu entziffern. Es zieht ziemlich ulkig aus. Du kicherst. Er guckt dich mit gerunzelter Stirn an.
„Ich versteh es echt nicht“, sagt er, „Ich kann quasi nur verschwommene Farbklekse sehen.“
„Dann sehen wir gerade wahrscheinlich in etwa gleich viel.“
„Das kann nicht sein!“
„Natürlich“, lachst du.
„Du kannst kein solcher Blindfisch sein.“
„Offensichtlich schon.“ Du stützt dich auf deine Ellenbogen und siehst ihn an. Er versucht weiter auf sein Handy zu sehen, dann guckt er dich an.
„Dann siehst du ja gar nicht, ob ich auch wirklich neben dir sitze“, schlussfolgert er.
„Na ja, aber ich kenne deine Stimme und wie du riechst. Und mit der Zeit merkt man worauf man achten muss. Es ist aber echt anstrengend sich ohne Brille zurechtzufinden.“
„Ohne Brille wüsstest du gar nicht wie gut ich aussehe“, witzelt er. Du grinst. Er hat recht. Ohne deine Sehhilfe wüsstest du nicht von diesen ganzen kleinen Details, die du an ihm so liebst. Du hättest zum Beispiel niemals diese kleine Narbe an seinem Handgelenk entdeckt, von der er selbst nicht weiß woher sie stammt. Oder das kleine Loch unter seine Lippe, was sein Lippenpiercing hinterlassen hat und was mittlerweile praktisch unsichtbar ist. Du würdest nicht sehen können wie sich der Ausdruck in seinen Augen verändert, wenn ihn etwas beschäftigt. Oder wenn er sich freut.

Er besieht sich das Gestell. Nachdenklich wiegt er es in den Fingern.
„Beim letzten Sehtest meinten die zu mir, dass ich vermutlich auch eine Brille brauchen werde in den nächsten Jahren. Ich kann's mir einfach nicht vorstellen, plötzlich so blind zu werden.“
„Das passiert ja auch nicht so plötzlich“, meinst du schmunzelnd, „Bei dir wird das vermutlich nur so eine Altersverkrümmung der Hornhaut sein. Und du wirst sie dann auch nicht ständig brauchen.“
Luke setzt deine Brille wieder auf und macht ein Foto von sich. Es ist zwar eigentlich ein ziemlich feminines Modell, aber soweit du es beurteilen kannst in deinem halbblinden Zustand, steht sie ihm ganz gut. Es lässt ihn irgendwie intellektueller wirken. Wie das bei Brillen häufig der Fall ist.
Er gibt sie dir und hält dir direkt daraufhin das Selfie unter die Nase.
„Was meinst du?“
Du lachst über die Schnute, die er auf dem Bild zieht. „Es sieht nicht ganz scheußlich aus, aber ich würde dir schon zu seinem anderen Modell raten“, lachst du.
„Meinst du?“ Er macht schon wieder eine Grimasse. „Ich finde eigentlich, die steht mir ziemlich gut. Richtig sexy. Nur problematisch, dass ich dadurch nichts sehen kann.“
„Luke, die Brille ist auf mich zugeschnitten“, probierst du ihm nochmal zu erklären, „Die ist wirklich auf meine Messwerte hin angepasst. Kein anderer Mensch würde dadurch gut sehen können. Nur ich.“ Er schüttelt ratlos den Kopf, als könne er das alles nicht so wirklich kapieren. Du setzt dich auf und rückst die Brille auf deiner Nase zurecht, bevor du dich rittlings auf seinen Schoß setzt.

„Wie kannst du diesen simplen Sachverhalt einfach nicht verstehen?“, grinst du.
„Ich kann einfach nicht verstehen, dass meine wundervolle Freundin so ein Blindfisch sein soll. Das ruiniert einfach mein perfektes Bild von ihr.“
„Irgendeine Schwäche hat jeder.“
„Das stimmt. Und weißt du was? Du bist meine.“ Er zieht dich näher an sich und bald liegt ihr schon wieder zwischen den Kissen und Decken begraben.
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