Winternacht

GeschichteFamilie, Freundschaft / P12
Black Widow / Natasha Romanoff Captain America / Steven "Steve" Grant Rogers Hawkeye / Clint Barton Iron Man / Anthony Edward "Tony" Stark Quicksilver / Pietro Maximoff War Machine / James Rupert "Rhodey" Rhodes
01.12.2019
31.12.2019
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Hey^^
Das hier ist ein kleiner Avengers-Adventskalender. Freut euch auf eine kleine Story jeden Tag.
Wenn alles gut läuft, dann gibt es hier auch drei Extrakapitel :)



Autor: Shikura Haera | Fandom: Marvel, MCU
Diclaimer: Stan Lee, Marvel | Idee von mir
familyship, friendship, soulship, relationship, dreams, wish, happiness, hope




Viel Spaß beim lesen^^


P.S.
Fairy Tail Adventskalender: https://www.fanfiktion.de/s/5de3aaf10000707cf4dd82a/1/Decemberdreams
Shaman King Projekt: https://www.fanfiktion.de/s/5de3a8760000707c350c8e20/1/Sieben-Wege-einander-nah-zu-sein

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Winternacht


01.     Kapitel 01. Dezember 1. Advent ~ Wehmut (Tony Stark)

Konzentriert saß Tony in seiner Werkstatt und bastelte an etwas herum. Er wusste noch nicht einmal, wozu das, was er gerade bastelte, später dienen konnte. Aber darüber, beschloss er, würde er sich später Gedanken machen.
Im Moment ging es einfach nur darum, sich von seinen Gedanken abzulenken. Von der Wehmut und dem Schmerz in seine, herzen
Heute war der erste Dezember, der Schnee fiel schon seit einigen Tagen und genau das war Tonys Problem.
Sobald der Winter, der Dezember anfing, kamen Gedanken und Erinnerungen hoch, die er sonst sehr gut verbergen, verdrängen konnte.

Seufzend unterbrach der Mechaniker sein Tun. Sein Kopf schob ihm bereits Bilder in sein Bewusstsein, die er jetzt nicht haben wollte.
Er sah, wie er im Wohnzimmer auf dem Sofa lag und seine Mutter am Klavier saß und etwas spielte. Es war eine angenehme Atmosphäre, still und beruhigend.
Die beruhigende Stille, welche nur durch das Klavierspiel von Tonys Mutter erfüllt wurde, wurde jäh durch die Stimme von Tonys Vater unterbrochen.
„… wir müssen uns langsam auf den Weg machen. Sonst kommen wir zu spät.“
„Du hast Recht, Liebling.“ Damit unterbrach Maria ihr Klavierspiel und stand auf.
Tony stand ebenfalls auf, um seine Mutter in den Arm zu nehmen.
„Mach uns keine Schande, während wir weg sind.“
„Hab ich das jemals getan?“, fragte Tony augenverdrehend.
Er lehnte sich mit dem Rücken zu seinen Eltern an den Türbogen zwischen Wohn- und Esszimmer. Seine Arme hatte er vor der Brust verschränkt.
„Ich meine es ernst, Tony.“
„Tust du doch immer…“
„Tony“, kam es sanft, aber leicht fordernd, von seiner Mutter.
Der Braunhaarige wusste, was seine Mutter von ihm wollte, doch diese stumme Bitte konnte er ihr nicht erfüllen.
„Bye…“, sagte er stattdessen nur und blickte kurz über seine Schulter.
„Pass auf dich auf“, gab Maria noch einmal von sich, ehe sie und Howard das Haus verließen.
Ein paar Stunden später kam der Anruf mit der Nachricht, dass Tonys Eltern tot waren…


Tony wurde aus seinen Erinnerungen geholt, als Etwas seinen Arm berührte.
Er blickte nur langsam neben sich. Dumm-E stand neben ihm, berührte ihn mit seinem Ärmchen und gab ein Piepen von sich.
„Danke, Dumm-E… es ist alles okay.“ Und das war total gelogen!
Es war nichts okay und das würde es im Bezug auf diese Sache auch nie werden.
Seit diesem Tag verging kein Jahr, in welchem er nicht an seine letzten Minuten mit seinen Eltern dachte. Jedes Jahr aufs Neue kamen zur Winterzeit diese und andere Erinnerungen hoch. Manchmal dachte er daran, wie egoistisch er doch gewesen ist, dass er die stumme Bitte seiner Mum ignoriert hatte. Tony wünschte sich manchmal, dass er es doch getan hatte. Dass er sich umgedreht und auch seinen Vater in den Arm genommen hätte. Doch das konnte er nicht mehr. Er konnte nicht in der Zeit zurück reisen und etwas an der Situation ändern. Noch dazu kam, dass es am Tod seiner Eltern nichts geändert hätte. Sie wären dennoch gestorben, umgebracht worden.
Tony wusste inzwischen, wer den Tod seiner Eltern zu verantworten hatte und warum diese Person dies getan hatte. Das machte den Verlust jedoch nicht weniger schmerzlich. Anfangs hatte er Bucky regelrecht gehasst, ihn verachtet, doch inzwischen war er einfach zu müde, um noch solche Gedanken und Gefühle für den anderen Mann, für den Mörder seiner Eltern zu empfinden. Er wollte in der Gegenwart leben, nicht mehr in der Vergangenheit.
Steve, seinem besten Freund zuliebe, hatte er nach einem Weg gesucht, Bucky zu helfen. Er hatte sich dabei eingeredet, dass es eine Art von Selbsttherapie war. Dass er auf diese Weise sich auch selbst helfen konnte. Aber das war nun auch schon über ein Jahr her und der Mechaniker empfand noch immer einen tiefen Schmerz, wenn er an seine Eltern dachte und daran, dass sie nicht mehr bei ihm waren, nicht mehr bei ihm sein konnten.

Zwar war er nicht mehr alleine, doch gegen das Gefühl der Einsamkeit um die Winterzeit herum konnte er dennoch nichts machen. Tony spürte immer wieder eine tiefe Einsamkeit und Leer in sich und diese konnte er auch mit noch so vielen positiven Gedanken an seine Freunde, seine Familie nicht füllen.
Das Genie verbrachte auch jetzt noch immer die Feiertage alleine in seiner Werkstatt. Die Avengers waren immer in ihren Privatwohnungen, Clint sogar bei seiner Familie zu Hause. Er selbst feierte kein Weihnachten und auch deswegen gab es keine Weihnachtsdekoration, keine Weihnachtsmusik und ganz sicher auch keinen Weihnachtsbaum.
Lediglich die Weihnachtsmütze auf Dumm-Es Kopf zeugte von den Feiertagen und dem Fest, welches man im Dezember feierte.

Tony wischte sich energisch über die Augen, um die Tränen los zu werden, tätschelte Dumm-E und konzentrierte sich wieder auf seine Bastelei.
Die Zeit mit seiner Familie half, den Schmerz Jahr um Jahr erträglicher zu machen. Doch auch sie konnten den Schmerz nicht vollständig heilen. So blieb ihm weiterhin nur, sich Jahr um Jahr mit etwas abzulenken und dafür zu sorgen, dass sein Kopf zu müde war, um an die Vergangenheit zu denken.
Der Schmerz wurde Jahr für Jahr erträglicher und das war das einzig Positive für seine Seele…
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