Ain´t My Fault (Adventskalender 2019)

GeschichteDrama, Romanze / P18
Astoria Greengrass Draco Malfoy Lucius Malfoy
01.12.2019
26.12.2019
25
42.082
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04.12.2019 2.062
 
Es kommt selten vor, dass sich über London eine sternenklare Nacht auftut. Die Lichtverschmutzung der Muggel und der ständige Regen machen es so gut wie unmöglich, einen Blick auf den Himmel zu erhaschen. Aber kaum, dass Astoria durch die hohen, schwarzen Metalltore der Kew Gardens getreten ist, spannt sich über ihr deutlich sichtbar die Milchstraße, obwohl der Park immer noch von sanftem Licht erleuchtet wird. Dieser Wechsel ist so schnell passiert, dass sie nicht anders kann, als zu glauben, dass die Gärten verzaubert sein müssen. Das würde erklären, warum sie als Veranstaltungsort für Hochzeiten dermaßen populär sind.

Die Spange in Astorias Haar hat sich beim Öffnen der Tore leicht erwärmt, ist nun aber wieder abgekühlt. Nervös fingert sie daran herum, sie ist nicht sicher, ob sie sie abnehmen kann, oder ob die Schutzzauber sie dann hinauskatapultieren können. So gut kennt sie sich mit protektiven Sprüchen nicht aus, ihre Kenntnisse beschränken sich auf die Zauber, die sie während des Krieges am Leben erhalten haben. Sie ist Lucius´ Aufforderung aus ihrem irrationalen Begehren heraus gefolgt, und bereut diese Entscheidung aufgrund ihrer zitternden Knie beinahe schon. Ein winziger Teil von ihr versucht sich darauf rauszureden, dass sie ihn nun wegen Narzissa – und überhaupt allem – zur Rede stellen kann, aber sie weiß, dass das nicht der einzige Grund ist. Sie hofft auf mehr als nur ein Gespräch, selbst, wenn sie sich vor ihr selbst schämt, das zuzugeben.

„Du kannst die Haarnadel herausziehen, wenn sie dich stört“, ertönt Lucius´ Stimme hinter ihr. Sie dreht sich langsam zu ihm um und ist sich vollkommen bewusst, dass sie sich selbst dabei inszeniert. Aber sie genießt seinen bewundernden Blick zu sehr, um es sein zu lassen.

Sie nickt und greift nach dem Verschluss, um sich aus der lockeren Hochsteckfrisur zu befreien. Kombiniert mit ihrem kurzen Kleid ist sie sich darin ohnehin lächerlich vorgekommen. Sie verzieht das Gesicht, als es unangenehm auf ihrer Kopfhaut ziept und schon ist Lucius an ihrer Seite und umfasst ihre Hand mit seiner. „Lass mich dir helfen.“ Zwei Wimpernschläge später ist sie befreit und sie fragt sich, wie oft er das schon gemacht hat. Wie oft er Frauen schon zu sich in diesen Park gebeten hat.

Das Haar fällt ihr in leichten Wellen auf die nackten Schultern. Mit einem Mal fühlt sie sich entblößt, als hätte er schon jetzt einen intimen Akt begangen. Aber ihre Unsicherheit schwindet dahin, als er ihr mit dem Finger über die Lippen streicht. „Wunderschön“, flüstert er, so leise, dass er beinahe vom rauschenden Wind übertönt wird. „Du bist ein Gemälde, Astoria.“

Diese Formulierung lässt sie das Gesicht verziehen. In den Augen der Gesellschaft ist sie zu oft als stumme Puppe gesehen worden, als wertlos, ohne die Möglichkeit, ihre Meinung zu äußern. Der Vergleich damit, auf die Leinwand verbannt zu werden, behagt ihr gar nicht. Und außerdem sollte doch gerade Lucius wissen, dass sie nicht so ist…

„Allerdings“, fährt er da fort „war ich nie ein großer Freund von Stillleben.“ Als hätte er ihre Gedanken gewesen und wüsste, dass sie nicht im Rahmen bleiben, sondern am liebsten daraus herausfallen möchte. Sie wird den Abend nutzen, um ihm zu beweisen, dass sie genau das kann – und schon meint er scherzhaft: „Wenn du mich so ansiehst, bekomme ich große Lust, das perfekte Bild zu ruinieren.“

Sie reckt trotzig das Kinn, das damit seinem sanften Griff entgleitet und blickt ihn herausfordernd an. Es sind keine weiteren Worte nötig, auch wenn sie weiß, dass sie eigentlich hundert Fragen stellen sollte. Aber sie alle verblassen, Lucius löscht sie mit seinem Kuss aus. Als ihren ganzen Körper ein Kribbeln überzieht, ist sie fast sicher, dass sie Sternschnuppen sehen wird, wenn sie die Augen wieder öffnet.

Stattdessen lässt sie sie fest geschlossen und überlässt Lucius die Führung, gibt sich hin und drängt sich immer enger an ihn. Sie hat es eilig heute, sie kann sich nicht wie letztes Mal auf den Alkohol hinausreden, und das will sie auch gar nicht. Sie will ihm nur nahe sein, damit das schlechte Gewissen schweigt und von der Euphorie abgelöst wird.

Er scheint ihr Verlangen nicht nur zu spüren, sondern herzlich gutzuheißen und sie grinst triumphierend in den Kuss hinein, als ihm ein Stöhnen entfährt. Sein Körper presst ich mit jeder Sekunde enger an ihren, und bevor sie weiß, wie ihr geschieht, hat er sie gegen den Stamm einer Eiche gedrängt. Die raue Rinde wetzt sie ein wenig auf, als der Wind die Blätter rascheln lässt, ein Knistern im Wald und auf ihrer Haut. Aber als Lucius´ Hände in eindeutige Regionen abwandern, erstarrt Astoria verunsichert.

„Was… Hier?“, fragt sie verschämt. Im Park? Selbst, wenn es mitten in der Nacht ist, und die Wahrscheinlichkeit, dass irgendjemand vorbeikommt, äußerst gering ist… Sie befinden sich im Freien. Sie hält inne, bis sie der Gedanke unerwartet trifft, dass ihr die Möglichkeit, erwischt zu werden, vielleicht sogar gefällt.

Doch Lucius zerstreut ihre Bedenken ohnehin mit seinen nächsten Worten. „Niemand ist hier“ wispert er an ihrem empfindlichen Nacken, auf den er nach jedem Satz einen Kuss drückt. „Niemand außer uns kann hinein. Die Schutzzauber verhindern das… Niemand wird dich rufen hören… Oder schreien. Und ich hoffe sehr, dass dir mein Name heute mehr als einmal über die Lippen kommen wird.“

Astorias freche Antwort bleibt ihr auf den Lippen kleben, als Lucius mit ihr gemeinsam zu Boden gleitet und neben ihr im kühlen, trockenen Gras liegt. Seine Finger bahnen sich den Weg unter ihr Kleid und ziehen am Saum ihres Strings, der ihr langsam die Beine hinabgleitet. Das Gefühl der weichen Spitze, die sie erst streichelt, dann entblößt, lässt sie scharf die Luft einziehen. Kühle Luft trifft auf ihre empfindlichste Stelle, die sich nur wenige Sekunden später in Lucius´ kundigem Griff befindet.

Er streichelt sie mit langsamen, kreisenden Bewegungen, die ihre Lust immer weiter steigern. Instinktiv beginnt sie, ihm die Hüften entgegenzustrecken und ihre Oberschenkel zu öffnen, um ihm besseren Zugang zu gewähren. Als er für zwei Sekunden aufhört, und seine Hände wieder an sich nimmt, sieht sie ihn fragend an – da küsst er seinen Weg bereits ihren Hals hinunter, an ihrem Schlüsselbein (und dem immer noch deutlich sichtbaren Knutschfleck, den er ihr verpasst hat) vorbei. Er befreit ihre Brüste aus dem BH und übersät sie mit sanften Liebkosungen, während er gleichzeitig ihr Kleid, das ihr ohnehin schon bis übers Knie hochgerutscht ist, bis über ihre Taille hochzieht. Sein Mund wandert weiter, er verbeißt sich kurz in der empfindlichen Haut bei ihrem Hüftknochen, was Astoria einen entzückten, süßen Schmerzensschrei entlockt.

Dann ist er endlich, endlich dort angekommen, wo er schon die ganze Zeit hinwollte und sie schon viel zu lange geneckt und gelockt hat. Er vergräbt sein Gesicht in ihrem Schoß, küsst die empfindliche Haut, bis zarte Schauer über Astorias Haut ziehen und sich eine Gänsehaut ausbreitet. Er leckt und saugt, dringt mit der Zunge in sie ein während seine Hände unablässig mit ihren Brüsten spielen.

Sie kommt Lucius´ vorherigem Wunsch nach, ignoriert, wie sie sich anhört und gerade aussieht. Was zählt, sind einzig und allein die lobenden, flehenden Worte die unaufhaltsam aus ihrem Mund drängen. Sie keucht, stöhnt, schreit seinen Namen in die Nachtluft hinaus. „Oh… Oh Gott… Lucius… Ja… Ah!“ Den letzten Ausruf kann man vermutlich über das gesamte Gelände schallen hören, aber das ist ihr egal. Was zählt ist einzig und allein die Lust, die sich quälend aufgebaut hat und sich nun mit einem einzigen Schlag in ihr entlädt. Ihr Orgasmus lässt sie erzittern und bringt eine neue Welle von sinnlos gestammelten Worten hervor. Dann rutschen ihre zuvor aufgestellten Beine flach auf die Erde.

Lucius blondes Haupt taucht wieder zwischen ihren Beinen auf, sein selbstzufriedenes Grinsen ist nicht zu übersehen. „Das hat dir gefallen, nicht wahr?“, fragt er mit sanfter Stimme, und Astoria muss beinahe darüber lachen. Männer und ihre Egos.

Aber die Zeit, um schamhaft zu sein, ist vorbei, also stimmt sie ihm zu. „Das hat es.“ Sie hält für eine Sekunde inne, legt ihre Hand auf seine Wange. „Und jetzt bist du dran.“ Sie zieht ihn in einen tiefen, stürmischen Kuss und schmeckt sich selbst auf seiner Zunge. Dann drückt sie ihre Handfläche gegen sein Schlüsselbein und signalisiert ihm, dass er sich auf den Rücken legen soll. Wenige Sekunden später kniet sie breitbeinig auf ihm und spürt, wie sich seine Härte an ihrem feuchten Schoß reibt. Sie hat seinen Anzug vermutlich ruiniert, aber es kümmert sie herzlich wenig.

Astoria ist berauscht von dem Gefühl, für seine Erregung verantwortlich zu sein und die Kontrolle zu übernehmen. Nun ist sie an der Reihe, Lucius zu quälen, und sie macht sich daran, indem sie ihre Hüften zunächst noch langsam vor- und zurückwiegt, während sie den Kuss fortsetzt. Sie merkt ihm an, dass er sie nicht unterbrechen will, aber gleichzeitig nach mehr verlangt, weshalb sie sich schließlich langsam an seinem Gürtel zu schaffen macht und seine Hose öffnet.

Sie zieht ihm den Stoff über die Beine, so wie er das vorher mit ihr gemacht hat, lässt ihn bei Lucius aber nicht über die Knöchel gleiten. Stattdessen positioniert sie sich wieder über ihm und lässt sich ganz langsam auf seine Männlichkeit sinken, zuerst nur Zentimeter für Zentimeter. Sie wirft den Kopf zurück und stöhnt auf, weil es sich so unglaublich gut anfühlt, wie er sie ausfüllt. Und sie ist offensichtlich nicht die einzige, die das denkt, denn Lucius wispert „Astoria…“, als wäre ihr Name der einzige, den er je gekannt hat.

Sie beginnt, sich zu bewegen, fällt ganz schnell und leicht in den gemeinsamen Rhythmus ihrer Hüften, der sich einfach nur richtig und perfekt anfühlt. Er krallt seine Hände in ihre Hüften, stößt härter zu und kratzt ihr die Haut auf, als sie ihr Tempo steigert. Ihre Brüste wippen fast schmerzhaft fest auf und ab, als sie schneller und schneller wird, aber sie ist nicht fähig, einen klaren Gedanken zu fassen.

Als Lucius´ Hand sich wieder nach unten zwischen ihre Beine tastet, stöhnt sie unkontrolliert. Er streichelt sie, vorsichtig aber trotzdem fordernd, als genieße er ihre erregten Laute fast ebenso sehr wie ihre Bewegungen. Sie verliert beinahe das Gleichgewicht auf ihm, kippt nach vorne und muss sich abstützen, als sie nach wenigen Minuten der zweite Orgasmus überkommt. Ihre Muskeln fühlen sich auf einmal schwach an, und sie kann nur noch stillhalten, während Lucius seine letzten, kraftvollen Stöße in sie vollführt.

Als auch er gekommen ist, sinkt Astoria schwer atmend auf seine Brust. Stumm liegen sie beide da, sie lauscht seinem rasenden Herzschlag, der ihren eigenen zu imitieren scheint. Lucius packt nun nicht länger zu sondern streicht ihr ganz vorsichtig über den Rücken, als würde er sie gedankenverloren beruhigen. Schließlich richtet sich Astoria auf und lässt Lucius aus sich herausgleiten.

Sie ist sich bewusst, dass sie vollkommen zerstört aussehen muss. Doch als sie nach ihrem Zauberstab greift, um Gewand und Frisur zu richten, hält Lucius ihr Handgelenk fest. Fragend sieht sie ihn an.

„Ich habe mich geirrt“, sagt er sanft, während er ihr mit den Fingern über die Wange streift. „Ich habe das Gemälde nicht ruiniert… So siehst du viel schöner aus. So viel lebendiger.“ Obwohl das nun wirklich nicht das verwerflichste ist, was Lucius an diesem Abend gesagt hat, wird Astoria ausgerechnet bei diesem Kompliment rot. Sie hofft, dass man es in dem schummrigen Parklicht nicht genau erkennen kann und entzieht sich seinem Griff.

Eine kurze Bestandsaufnahme verrät ihr, dass sie trotz Lucius´ Beteuerungen furchtbar aussieht. Ihr Kleid wird von Grasflecken geziert, die Knie sind schmutzig und zerkratzt und ihre Schuhe haben sich tief in die Erde gegraben. Sie hat keine Ahnung, wo Lucius ihr Höschen hingeworfen hat, aber der Stolz verbietet es ihr, danach zu fragen oder gar einen Aufrufezauber zu verwenden.

Sie beobachtet Lucius, der seine Kleidung und Frisur ebenfalls richtet. Zwar sieht er nicht ganz so wild aus wie sie, aber definitiv weniger gestriegelt und gebügelt als normalerweise. Sie lächelt, als sie ihm ein Blatt aus den Haaren zieht – diese Version seiner selbst gefällt ihr so viel besser als sein beherrschtes Gesellschaftsgesicht. Aber wenige Sekunden später sind sie beide wieder präsentabel, obwohl sich Astoria noch kein bisschen bereit fühlt, in die Wirklichkeit zurückzukehren.

Doch Lucius lässt ihr keine Wahl. Er verabschiedet sich mit einem letzten, langen Kuss von ihr ehe er mit wenigen Worten verschwindet. Erst, als er weg ist, fällt Astoria auf, dass sie kaum miteinander gesprochen haben.

Aber wenn sie ehrlich ist, stört sie das nicht sonderlich.

Sie hat bekommen, was sie wollte – selbst wenn es definitiv nicht das war, was sie tun sollte.
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