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Advent im Starlight-Tal

GeschichteHumor / P12 / Gen
01.12.2019
24.12.2019
25
44.475
1
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22.12.2019 1.897
 
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Der E-Zug saß im Depot der E-Lok Electra im Wohnzimmer zusammen und schaute fern und die einzelnen Mitglieder gingen ihren üblichen Aktivitäten nach...

Joule zündelte, wie immer eigentlich, mit irgendwelchen Kerzen und stellte schon neue Feuerwerkskörper für Sivester her, die aber sowieso schon am nächsten Tag verbraucht werden würden...

Volta ließ Eiskristalle auf ihrer Hand entstehen und steckte diese dann in den Ausschnitt von der E-Lok höchstpersönlich, welcher jedesmal aufschrie, wild um sich schlug und Stromstöße von sich gab, worüber Volta sich freute und immer weitermachte...

Dies allerdings störte Krupp, der, durch das, wegen den beiden, immer wackelnde Sofa, beim Glühweintrinken gestört wurde, da er seinen Glühwein immer irgendwo hinschüttete, nur eben nicht in seine Tasse...

„Jetzt hört doch Mal auf!”, rief er irgendwann genervt.
„Nur, wenn ich eine Tasse Glühwein bekomm!”, setzte Volta die Bedingung.
„Ich will auch eine!”, rief Joule, denn mit Glühwein, vor allem mit dem Krupps, konnte man gut zündeln und dann eine Feuerzangenbowle daraus machen.
„Also gut, wenn Joule und ich eine Tasse von deinem Glühwein bekommen, hör ich auf!”, fügte Volta zu ihrer Forderung hinzu.
„Na, wenn ihr ruhig seid”, grummelte der Rüstungswagen und gab beiden eine Tasse.
„Hallo! Ich will auch eine!”, beschwerte sich Wrench und auch Electra hielt fordernd seine Hand hin.
„Pf, hier!”
„Vielen Dank! Du darfst auch bei der Tour gleich direkt hinter mir hängen!”, bot Electra sogar an, doch Krupp winkte ab, er wollte hinten sein, dort hatte er die meiste Ruhe und konnte seinen Glühwein trinken...

„Ich will auch eine Tasse!”, mischte sich Purse ein.
„Du bist zu jung, Purse”, verneinte Electra.
Wrench stimmte ihm zu:„Glühwein ist nichts für kleine Purseys!”
„Erstens: Ich bin nicht klein! Zweitens: Ich bin der einzige, der heute keine Tour mehr hat, also gib mir was Krupp!”, Purse versuchte an die Thermoskanne mit dem Alkohol zu kommen, doch Krupp lehnte sich nach hinten und hielt sie so außer der Reichweite von den Geldtransporter.
„Aber das ist unfair!”, beschwerte sich Purse.
„So ist das Leben, Pursey”, lachte Volta.
„Joule! Hilf mir!”, wandte sich Purse nun an den Sprengstoffwagen, doch die war nur damit beschäftigt, ihren Glühwein anzuzünden und inhalierte die Alkohol-Dämpfe...
So war sie zu beschäftigt, un zu antworten und Purse wurde Mal wieder von den anderen Mitgliedern des E-Zuges ausgelacht...


Ähnlich ging es im Depot der Hopper zu:

Hopper 1 und Hopper 2 wollten vor ihrer nächsten Fahrt noch schnell ein kaltes Bier trinken, doch da mischte sich der jüngste von ihnen mit ein:„Ich will auch ein Bier!”
„Du bist zu jung!”, kam es von den älteren zurück.
„Ey man, ihr habt gleich sogar noch ne Tour, ich nicht! Vor allem bin ich eigentlich nicht viel jünger als ihr!”
„Trotzdem zu jung”, Hopper 2 stellte sich vor den Kühlschrank, prostete Eins zu und rief:„Auf Ex!”

Einige Sekunden später waren die Flaschen leer und in die Altglas Tasche gelegt worden.
„So Kleiner, wir gehen jetzt, stell Mal hier keinen Unfug an!”, die beiden älteren machten sich auf den Weg zur Tür.
„Ihr seid so unfair!”, zeterte derweil Hopper 3.
„Pech gehabt”, erwiderte Eins nur und schloss die Tür hinter sich.

Hopper 3 wusste nicht, was er jetzt machen sollte und flätzte sich erst einmal vor den Fernseher auf die Couch, doch das war so langweilig...
Aber was konnte er anderes machen?


Auch der E-Zug, bis auf Purse, hatte sich nun aus dem Staub gemacht und auch der Geldtransporter wusste nicht, was er noch machen sollte...
Er könnte uns Gemeinschaftsdepot gehen, aber nein, da war auch niemand mehr...
Es war Mittag, dort hatten fast alle Fahrten...

Jetzt überlegte er , wer keine Tour heute hatte...
Die Personenwagen hatten ausnahmsweise einmal eine Tour mit Rusty.
Die Internationalen waren auch alle weg.
Greaseball musste den Frachtzug ziehen.
Aber Hopper 3 hatte, warum auch immer heute frei!
Vielleicht könnten die beiden was unternehmen...
Na, einen Versuch war es wert und Purse rief den jüngsten Hopper an...


Das Telefon klingelte, wer konnte das sein?
Hopper 3 hatte exakt gar keine Ahnung, wer das sein konnte...
Schnell fuhr er zum Telefon, nahm den Hörer ab und erlaubte sich einen kleinen Scherz:„HALLO GÜNTET HIER, WER DA?”, rief er in den Hörer, als sei er schwerhörig...


Purse sprang zurück, das hatte er nicht erwartet:„Oh, da hab ich mich wohl verwählt, tut mir Leid für die Störung”, sagte er.


Als Drei die Stimme des Geldtransporters erkannte, dachte er sich, er könnte ja noch etwas weiter so machen:„WAS? SPRICH LAUTER BITTE!”
„Es tut mir Leid, ich hab mich wohl verwählt”, wiederholte Purse am anderen Ende der Leitung.
„WAS FÜR EIN LIED?”
„Nicht LIED ich meinte LEID...”
„DAS WAR ABER NICHT GESUNGEN!”
„ICH WOLLTE AUCH NICHT SINGEN!”, so langsam war Purse auch genervt.

Der Kastenwagen, der das natürlich bemerkt hatte, dachte sich, er könnte es jetzt zugeben, dass er es war, doch dann wäre Purse wieder für die nächsten 15 Jahre beleidigt gewesen, also versuchte er sich irgendwie da herauszureden:„GÜNTER! WEG VOM TEOEFON!”, sagte er zu niemandem, doch so, dass Purse es hören konnte, dann wandte er sich dem Telefon und dem Geldtransporter zu:„Tut mit leid, mein Opa war am Telefon... Er ist etwas schwerhörig...”

Purse hatte sehr wohl gemerkt, dass etwas nicht stimmte, doch wenn er den Hopper jetzt damit konfrontieren würde, würden die beiden heute sicher nichts mehr zusammen unternehmen:„Seid wann hast du einen Opa, der Günter heißt, aber egal, ich wollte fragen, ob du Lust hast zu mir zu kommen, bei mir sind alle weg und mir ist langweilig...”

Der Kastenwagen glaubte tatsächlich, dass Purse nichts gemerkt hatte:„Ja, gerne, darf ich was zum Trinken mitbringen? Jetzt, wo die anderen nicht da sind, darf ich dich sichermal auch trinken!”
„Au ja! Sehr gerne! Mir wurde das heute auch verboten!”, kam es von Purse zurück.
„Dann bis gleich!”, rief Hopper 3 noch und legte auf.
Sofort eilte er zum Kühlschrank und nahm sich einige Sixpacks Bier heraus und machte sich so auf den Weg zum E-Lok-Depot.


Auch Purse wollte etwas machen, er wollte Krupps Glühwein trinken, denn Krupo hatte heute morgen mehrere Flaschen in den Kühlschrank gestellt, diese Nächte er jetzt warm, zwar würde das nicht so gut werden, wie wenn Joule den Glühwein erhitzte, doch es würde schon gehen...


Kurze Zeit später klingelte es an der Tür und Hip Hopper 3 stand mit seinem Bier davor:„Hallo, wo soll das hin?”
„Vor den Fernseher, ich hab für Glühwein gesorgt!”
„Was schauen wir? Ich wär für einen Superhelden-Film!”
„Welchen?”, fragte Purse während er auch den Glühwein auf den Wohnzimmertisch stellte und eine Schüssel Wein, ganz nach Joules Manier, anzündete,„Wir haben alle da.”
„Wie wär's mit Thor Ragnarök?”
„Gute Idee!”, Purse legte die Blue-Ray ein, schnappte sich eine Bierflasche und pflanzte sich auf das Sofa.
„Auf geht's”, rief Hopper 3, schnappte sich auch eine Flasche und rief, wie sein Bruder vorher:„Auf Ex!”

„Schmeckt gut!”, war Purse Fazit, nachdem die Flasche leer war und auch Drei Nichte zustimmend und machte sich direkt an einem Glühwein zu schaffen.
„Der ist ja Mal mega!”, lobte er.
„Ist auch Krupps”, hickste Purse und lachte, während er noch eine Tasse leertrank.
„Jaja”, auch Hopper 3 würde es nach einer weiteren Flasche etwas disselig.

Plötzlich begann irgendetwas zu piepsen...
„Was ist das?!”, Hopper 3 fuhr so schnell hoch, dass er von der Couch fiel.
Purse, der mittlerweile kopfüber über der Lehne hing, erwiderte nur:„Die Waschmaschine, vielleicht will sie rückwärts einparken!”
„Klingt eher wie ne Atombombe!”, lachte Hopper 3.

„Ich hab Lust auf Zuckerwatte!”, meinte Purse auf einmal, torkelte zur Waschmaschine, warf die gewaschenen Sachen einfach raus, tat Zucker hinein und stellte die Maschine wieder an, dann setzt er sich davor und wartete...
„Geht das so?”, wollte Drei wissen, der sich nun neben ihn gesetzt hatte und sich die Nase an der Scheibe platt drückte.
„Ja!”, war Purse überzeugt, doch als er die Waschmaschine nach fünf Minuten wieder auf machte, spritzte ihn nur Wasser ins Gesicht,„Och man ey! Du kannst echt nichts!”, schrie er die Maschine an und schlug darauf.

„Und jetzt?”, fragte der Kastenwagen traurig, er hatte sich schon so auf die Zuckerwatte gefreut...
Purse achtete nicht auf ihn sondern schrie die Waschmaschine weiter an:„Du wulstige Wäsche! Du bist so dämlich, sowas dummes wie dich, hab ich noch nie gesehen!”

Hopper 3 versuchte nun wieder aufzustehen, doch alles um ihn herum schwankte und er fiel auf den Boden, dadurch wurde auch Purse in seiner Tätigkeit, die Waschmaschine anzuschreien, unterbrochen und wandte sich kichernd an den Kastenwagen:„Bust du etwa betrunken?”
„Nein, der Boden wollte kuscheln!”
„Wie süß!”, auch Purse ließ sich auf den Boden fallen und streichelte über den Boden, doch dann kam ihm eine neue Idee, er schnappte sich ein leere Küchenrolle und schrie:„Schiff ahoi!”

„Auf das Schiff Captain! Der Kranken kommt!”, rief Hopper 3 und fuchtelte mit einem von Electras wertvollen Schalen durch die Gegend,„Achtuuuuuuuung! Schneller!”
Mit einem Satz 'rettete' sich Purse auf das Sofa, doch dort Schlug er sich so stärkt den Kopf an, dass er ohnmächtig wurde.

Hopper 3 dachte jedoch, er würde nur spielen und machte einfach weiter wie vorher:„Kranken! Du hast meinen Captain umgebracht! Dafür musst du sterben!”, nun schnappte er sich eine Bierflasche und nutzte diese als Fernrohr, da die Küchenrolle kaputt gegangen war...
„Du wirst sowasvin ins Gras beißen!”, rief er.


Electra hatte gerade seine Tour beendet und machte sich jetzt mit seinen unvollständigen Components auf den Rückweg zum Depot...
Schon von weitem merkte er, dass etwas nicht stimmte, denn irgendwer schrie in seinem Depot...
„Schneller Electra!”, rief Joule, die wissen wollte, was los war und Electra, dem es genauso ging, beschleunigte.
Einige Sekunden später standen sie vor der Tür und Electra öffnete die Tür, natürlich auf modernste Art durch einen Fingerabdruck und eine Schlüsselkarte.
Doch sobald die Tür aufgegangen war, bekam er etwas ins Gesicht geschleudert und gab einen Stromschlag als Selbstverteidigung von sich...


Wie durch einen Schleier sah Hopper 3, dass die Tür sich öffnete und schlug mit dem Schal nach der Tür, was danach passierte wusste er nicht,t denn er spürte einen Stromschlag und alles würde schwarz...


„Purse?”, rief Electra und stürmte in das total verwüstete Depot, doch im Flur sah er nur einen bewußtslosen Kastenwagen auf dem Boden liegen...,„Wrench! Hilf dem Trottel Mal!”, befahl er.
„Okay... Also: Ausgenogt wurde er durch einen Stromschlag, aber hatte einen ziemlich starken Alkoholkonsum heute... Ich würd sagen, wir verständigen seine Brüder und dann behalte ich ihn aber die nächsten Tage noch in meiner Werkstatt.”
„Ok, gut Wrench, aber wo ist Pursey?”, wollte Volta wissen...

„Ich hab ihn gefunden!”, rief Joule, die Purse im Wohnzimmer liegend gefunden hatte,„Wrench! Noch ein Fall für dich! Aber erstmal müssen die Fenster aufgemacht werden!”, sie und Krupp machten sich sofort daran, die Fenster zu öffnen, damit die Alkohol-Dämpfe aus dem Zimmer kamen.
„Hier auch Alkohol und eins Beule am Kopf, wie das passiert ist, will ich gar nicht wissen, ich nehme beide einfach Mal mit, es ist bei beiden nicht unbedingt schlimm, aber Hilfe brauchen sie schon...”
„Gut Wrench, ich würd dann sagen, wir räumen hier auf”, wandte sich Volta an die anderen und machte sich daran aufzuräumen, was nicht gerade leicht war, vor allem, weil Electra durchgehend darüber schimpfte, dass die Waschmaschine jetzt kaputt sei und dass seine ganzen Schale auf dem Boden lagen...
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