Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Advent im Starlight-Tal

GeschichteHumor / P12 / Gen
01.12.2019
24.12.2019
25
44.475
1
Alle Kapitel
70 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
17.12.2019 1.693
 
So, ich hab es nach einem langen Schultag doch noch geschafft ein Kapitel hochzuladen! Morgen schaff ich aber keins, ich muss noch für eine Arbeit lernen... Aber das wird dann natürlich aufgeholt!

Das ist Mal eine Geschichte zu der Vergangenheit von einem Starlight Charakter und es ist eine Songfic zu dem Lied 'Rote Stiefel'/'Das Gebet' des Musicals 'Tanz der Vampire', also, falls ihr das Lied nochmal hören wollt ist hier der Link zu einem Video:
https://youtu.be/5_3l_waGRBM
Viel Spaß!

=====================================

Schrankenlos frei


Sie war nun schon fast 18 und somit fast volljährig, dich ihre Eltern erlaubten ihr nichts... Wirklich gar nichts...
Sie musste jetzt in Winter sogar schon zurück ins Depot kommen, bevor es dunkel  wurde, was ja schon um halb fünf geschah... Sie hatte gar keine Zeit mehr für ihre Freundinnen und diesen einen Zug, den sie kennengelernt hatte...

Er war so hübsch und so nett zu ihr gewesen! Ihre Freundinnen meinten zwar, er täte nur so, dich so nett konnte niemand spielen! So nett war noch nie jemand zu ihr gewesen...
Es war noch niemals in ihrem Leben vorgekommen, dass sie einen so netten Zug gekannt hatte...
Wenn sich sich jemals in jemanden verlieben würde, dann sicherlich in jemanden wie ihn!

Doch ihre Eltern erlaubten ihr noch nicht einmal mehr aus dem Depot zu gehen! Es war so unfair! Sie sagten, dass sie noch ein junger, naiver Speisewaggon war und sich die Loks gerne an kleinen blonden Waggons wie ihr vergriffen.
Wann war ihr denn bis jetzt irgendetwas passiert?!
Warum durfte sie nicht endlich einmal das tun, was sie wollte? Immer musste sie sich dem Willen ihrer Eltern beugen, es war so als wäre sie eingesperrt... In ihrem Zimmer!
Das konnte doch nicht sein, ihre Freundinnen dürften so lange aus bleiben, wie sie wollten, nur sie nicht!
Und vor allem jetzt wollte sie doch jetzt mehr Zeit mit ihrem Schwarm verbringen!


Am nächsten Tag, traf sie ihn wieder. Sie war jedesmal wie umgeworfen von seiner Schönheit und Schnelligkeit! Er war so schnell wie niemand sonst! Er würde bestimmt einmal der Champion werden und er zeigte Interesse an ihr!
Er hatte sogar gefragt, wo sie denn wohnen würde!
Sie hatte ihm zwar ihre Adresse gegeben, aber gesagt, dass er wegen ihrer Eltern nicht vorbeikommen solle...
Daraufhin hatte er nur schelmisch gegrinst und ihr zugezwinkert.


An diesem Nachmittag saß sie so wieder in ihrem Zimmer im Depot...
Beide ihrer Eltern hatten eine Nachttour und würden erst am nächsten Nachmittag wiederkommen...
Sie vertrauten ihrer Tochter, bis jetzt hatte sie sich ja auch an die Regeln gehalten und alle ihre Aufgaben gemacht und sich an die Vorgaben gehalten, also was sollte jetzt schon passieren.

Doch so war es früher gewesen.
Dinah war älter geworden, sie wollte nun auch etwas erleben! Wie ihre Freundinnen!


Auch Greaseball hatte gemerkt, was mit dem Speisewagen los war...
Er hatte schon länger ein Auge auf sie geworfen und deswegen ihre Freundinnen über sie ausgedreht, was er erfahren hatte, machte ihn traurig...
Irgendetwas musste er unternehmen und da kam ihm der Ball diesen Abend sehr gelegen.
Er folgte ihr zu ihrem Depot und sah gerade noch, wie ihre Eltern wegfuhren, das kam ihm noch gelegener, er wartete noch etwas, dann lief er zur Tür, legte ein Päckchen davor, klopfte an der Tür und verschwand wieder wie ein Blitz...


Dinah hatte die Klingel gehört, doch als sie zur Tür gegenagen war, sah sie niemanden mehr...
Als sie sich umschaute entdeckte sie ein Packet im Schnee liegen...
Aus Neugier lief sie zu ihm und kniete sich daneben nieder.
Sollte sie es öffnen?
Ach was sollte es denn? Wieso denn nicht?

Plötzlich entdeckte sie einen Brief unter dem Packet, welches in ein silbernes Tuch eingewickelt worden war.
Auf dem Brief stand:
Heut Nacht ist Ball, ich lad dich ein, Wein und Musik und Kerzenschein!
Das wird gigantisch!
Komm einfach zum Wald, ich wart dort auf dich!
GB

GB, die Initialen von ihm! Er hatte ihr also das Geschenk gemacht, doch sollte sie gehen?
Na, erstmal würde sie das Packet öffnen.

Sie wickelte den Inhalt aus dem silbernen Tuch aus und erstarrte...
In ihm lagen glitzernde silberne Rollschuhe! Sie waren umwerfend schön!
Doch durfte sie damit zum Ball gehen?


Darf ich oder nicht?
Einerseits ist es verkehrt, doch andrerseits hab ich schon lang davon geträumt.



Sie wusste es wirklich nicht... Doch irgendwie wollte sie es unbedingt!


Was ist schon dabei?



Ihre Eltern waren ja sowieso nicht da und von ihrem nächtlichen Ausflug mussten sie ja nichts erfahren!
Und sie wollte diese Schuhe unbedingt tragen!


Warum soll ich sie nicht tragen?!
Ich bin alt genug und hab schon viel zu viel versäumt!



Ja das hatte sie! Sie konnte der Versuchung einfach nicht wiederstehen, sie setzte sich und zog die schönen silbernen Rollschuhe an...
Sie würde Uhren Eltern einfach nichts erzählen!


Morgen bin ich wieder brav,
Heute werd ich schwach,
Morgen Brauch ich Schlaf,
Heute bleib ich wach!



Endlich würde sie etwas tun, was sie wollte! Und das erst nach fast 18 Jahren! Doch nun war es soweit!


Jetzt tu ich, was ich will,
Jetzt will ich was ich fühl!
Und ich fühl den Hunger nach Glück und den Durst auf das Leben!



Sie wollte nun wirklich auch endlich etwas erleben!


Ich will Musik,
Ich will tanzen und schweben!



Oh ja, das wollte sie! Leichtfüßig stand sie in ihren neuen Schuhen auf, warf sich noch das Tuch um die Schultern und machte sich tanzend auf den Weg zum Wald.
Endlich war sie frei! Wenigstens für eine Nacht, aber frei!


Schrankenlos frei, wie ein Engel, der durch Wolken fliegt



Sie fühlte sich so leicht...


Schwerelos leicht, wie das Licht, das sich im Wasser wiegt!


Sie tanzte immer weiter und sah plötzlich ihn!
Dort stand er und fuhr vorsichtig auf sie zu...


Tu was die Vernunft nicht erlaubt,
Und frag nicht, ob du es morgen bereun wirst.



Sie wollte es jetzt, sie wollte zu ihm und lief immer schneller auf ihn zu...


Die Versuchung will,
Ich soll ihr ganz gehörn!
Und sollte sie mich auch zerstörn,
Ich kann mich sowieso nicht mehr befrein!



Das konnte sie wirklich nicht, sie war gefangen in dem Blick seiner Augen und sprang in seine Arme und er fing sie zärtlich auf und drehte sich mit ihr...
Sie drehten sich und drehten sich, nie hätte sie so viele Spaß und Freude empfunden, wie in diesem Moment!

Er war so stark, er hielt sie durchgehend in den Armen, er würde sie befreien!


Was uns befreit, das muss stärker sein, als wir es sind



Er war so viel stärker als sie, er würde nie von seinen Eltern gefangen gehalten, so wie sie es ihr ganzes Leben lang ertragen musste, dich sitzt war sie frei! So frei und schwerelos!


Es trägt uns weit,
Weil es stärker ist, als wir es sind.



Er hatte sie nun auf die Arme genommen und trug sie in den Wald, doch jetzt ließ er sie herab, nahm sie an der Hand und führte sie durch das unebene Gelände und en Wald hinein.
Sie wusste nicht wohin es geht, doch eine Vermutung hatte sie schon...


Wir folgen ihm, wer weiß wohin!



Wie sollte Recht behalten, er führte sie zu einem alten Depot, welches aber nun mit Lichtern geschmückt war und aus dem Musik erklang...
Sie war fasziniert davon...
„Oh Starlight, ist das schön!”, staunte sie.


Wenn Musik das Herz verwirrt
Und die Sehnsucht tanzen geht,
Wenn die Seele sich verirrt,
Dann hilft nur noch ein Gebet...


Es war so schön und er führte sie uns innere, wo die Musik noch lauter war und viele Paare tanzten...
Dinah dachte an ihr früheres Leben und schickte noch schnell ein Gebet zu dem Starlight Express, so hatte sie es gelernt...


Starlight, bewahr uns vor dem Graun,
Dessen Schrecken uns verführt,
Lass uns nicht in Tiefen schaun,
Deren Abgrund uns berührt,
Starlight, befrei und von dem Drang,
Das Verbotene zu tun,
Lass den Hang zum Untergang
Im tiefsten Grund der Seele ruhn
Starlight, vergieb uns unsre Gier
Nach dem Bösen und der Nacht,
Lass uns nicht den Mut verliern,
Wenn das Tier in uns erwacht...



Doch jetzt schlichen sich wieder Gedanken an das hier und jetzt in ihren Kopf, sie sollte sich nun freuen und ihre Freiheit vollkommen auskosten!


Was mich befreit, das muss stärker sein, als ich es bin



Es war Greaseball, ihre Liebe, er würde sie befreien...


Es trägt mich weit,
Weil es stärker ist, als ich es bin.



Auch Greaseball hatte diese Gedanken, immer wenn er den jungen Speisewaggon ansah und sich in ihrem Blick verlor...


Was uns befreit, das muss stärker als wir es es sind!



Er zog sie wieder in einen Tanz und sie gab sich seinen Bewegungen ganz hin, es war so, als wären sie für einander geschaffen worden!
Mit ihm fühlte sie sich so stark! Sie konnte alles schaffen mit ihm!
Und wieder zog sich Uhr Blick hin zu seinen Augen...
„Du bist so hübsch!”, murmelte er leise.
„Da kann ich nur das Gleiche bin dir behaupten”, lächelte das blonde Waggonmädchen zurück und zärtlich strich ihr der große Diesel eine Strähne ihres Haares aus den Augen.
„Ich hoffe dir gefällt es!”
Dinah sah an sich herunter, die Rollschuhe waren einfach umwerfend schön, davor hatte sie nur langweilige blaue gehabt, jetzt glitzerte es richtig und das Tuch war aus einem so zarten und weichen Stoff, es war fantastisch:„Es ist großartig!”, murmelte sie an seine Brust,„Vielen, vielen Dank!”
„Es war endlich an der Zeit, dass du etwas erlebst!”
Dinah lächelte ihn nur an, wie sehr er dieses aufrichtige Lächeln liebte...
„Dinah... Ich liebe dich!”, wisperte er.
Sie errötete doch erwiderte tapfer:„Ich dich auch!”
„Ich will nicht mehr weg von dir!”, er zog sie in eine Drehung und Dinah lachte.

Wie sehr er dieses Lachen liebte, er konnte einfach nicht wiederstehen, er beugte sich vor und küsste sie zärtlich...

Sie wusste gar nicht, wie ihr geschah, doch sie erwiderte den sanften Kuss, es war ein zu schönes Gefühl!


Dinah war hier, mit Greaseball, sie war glücklich!
Und zusammen waren sie stark, sie würden sich gemeinsam befreien!
Und bis in alle Ewigkeit zusammen bleiben!

Sie waren schrankenlos frei!
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast